Eine Motorrad-Dashcam ist eine Kamera, die speziell für den Einsatz auf einem Motorrad konzipiert ist. Sie wird meist an der Windschutzscheibe oder am Lenker montiert und nimmt während der Fahrt kontinuierlich Videos auf. Die Aufnahmen können im Falle eines Unfalls als Beweismaterial dienen, um die Schuldfrage zu klären.
Zudem bietet sich eine solche Dashcam aber auch zur Aufnahme von Videos während der Fahrt auf den schönsten Strecken an. Einige Modelle verfügen ebenfalls über Zusatzfunktionen wie WiFi, Nachtsicht oder G-Sensor, der bei Unfällen automatisch Aufnahmen speichert.
Vorteile einer Motorrad Dashcam
Eine Motorrad Dashcam bietet zahlreiche Vorteile für Motorradfahrer*innen:
- Beweismittel: Im Notfall können die Aufnahmen als rechtliches Beweismittel verwendet werden.
- Sicherheit: Insgesamt bieten sie mehr Sicherheit unterwegs.
- Erinnerungen: Die Kameras bieten oft eine hohe Auflösung und eine gute Bildqualität, was das Erstellen von Erinnerungsvideos oder Tourenaufzeichnungen ermöglicht.
- Unfallaufnahme: Wird im Straßenverkehr zufällig ein Unfall von Drittpersonen gefilmt, so können die Aufnahmen der Dashcam ebenfalls als Beweismittel für diesen verwendet werden.
Kaufkriterien für eine Motorrad Dashcam
Da es auf dem Markt zahlreiche unterschiedliche Arten von Dashcams für das Motorrad gibt, ist die Wahl des passenden Modells nicht immer einfach. Die Wahl der richtigen Motorrad Dashcam hängt von verschiedenen Kaufkriterien ab.
Wichtige Kaufkriterien
- Auflösung: Die Auflösung stellt den entscheidenden Faktor für die Qualität des Bildes dar und kann aus diesem Grund zu den wichtigsten Kaufkriterien gezählt werden. Grundsätzlich ist es empfehlenswert, auf eine Full-HD-Auflösung zu achten, welche wiederum bei 1080p liegt.
- Blickwinkel: Der Blickwinkel der jeweiligen Dashcam stellt ebenfalls ein wichtiges Kaufkriterium dar, denn dieser kann sich je nach Modell unterscheiden. Ein großer Blickwinkel bietet den Vorteil, dass möglichst viel des Straßenverkehrs während der Fahrt aufgenommen werden kann.
- Gewicht: Ist die Dashcam zu schwer, so wird dies durchaus während der Fahrt bemerkt. Zudem ist das Risiko höher, dass sich diese während der Fahrt löst - dies ist vor allem der Fall, wenn diese per Klebestreifen montiert wird.
- Wasserdicht: Wasserdicht sollte die Motorrad Dashcam im Test in jedem Fall sein, denn so lassen sich Schäden an dieser vermeiden, wenn es während der Fahrt regnet.
- GPS: Ist die Dashcam mit einem GPS versehen, so nimmt diese neben dem Bild auch die aktuelle Position des Motorrades auf.
- Preis: Zu guter Letzt sollte natürlich noch auf den Preis der Dashcam geachtet werden, denn dieser kann sich je nach Hersteller und Dashcam stark unterscheiden. Hochwertige Dashcams sind bereits ab einem Preis von 70 bis 80 Euro erhältlich.
- Speicherplatz: Zudem müssen Käufer*innen darauf achten, dass die Dashcam über ausreichend Speicherplatz verfügt.
- Kompatibilität: Ein weiteres wichtiges Kaufkriterium ist die Kompatibilität mit dem eigenen Motorrad und die Möglichkeit, die Kamera an verschiedenen Stellen am Fahrzeug zu befestigen.
- Funktionen und Eigenschaften: Ein Beschleunigungs- und Bewegungssensor aktiviert die Kamerafunktion bei einem Ruck oder einer Vollbremsung. Ein G-Sensor erkennt den Moment des Aufpralls und speichert das Bildmaterial. Eine GPS-Tracking-Funktion kann die Route aufzeichnen und die Kamera kann per WLAN mit dem Smartphone gesteuert werden.
Installation
Die Installation einer Motorrad Dashcam ist relativ einfach. Auch hier gibt es zwei Möglichkeiten: entweder die Dashcam an einer Halterung am Motorrad befestigen oder sie am Helm montieren. Beide Methoden erfordern allerdings eine stabile und sichere Anbringung, da Vibrationen und Erschütterungen während der Fahrt das Bild beeinträchtigen können.
Beim Kauf sollte darauf geachtet werden, dass die Dashcam spritzwassergeschützt ist und sich auch bei schlechten Lichtverhältnissen klare Bilder ermöglicht. Es empfiehlt sich zudem die regelmäßige Überprüfung der Speicherkarte und das Löschen von unnötigen Aufnahmen, um Platz zu sparen und eine reibungslose Aufzeichnung zu gewährleisten.
Die Befestigung einer Dashcam für das Motorrad kann sich je nach Modell etwas unterscheiden. Die meisten Dashcams werden aber mit einem Klebepad befestigt. So wird bei der ROLLEI M1 beispielsweise zunächst ein Klebepad im Bereich des Vorderrades angebracht. Anschließend wird ein Klebepad im Bereich des Hinterrades angebracht. Im Bereich des Lenkers wird nun die Lenkerhalterung für den LCD-Bildschirm angebracht. Als nächstes werden die beiden Dashcams, der LCD-Bildschirm sowie der GPS-Sensor angebracht. Alle Komponenten werden jetzt miteinander verkabelt. Daraufhin kann das Netzteil für die Motorradbatterie installiert werden.
Zusätzliche Funktionen
- EIS (Elektronische Bildstabilisierung): Diese Art der Bildstabilisierung erfolgt nicht über bestimmte Hardware-Komponenten, sondern ausschließlich über eine Software.
- G-Sensor: Der G-Sensor wird auch als Beschleunigungssensor bezeichnet. Der Sensor erkennt Veränderungen in der Geschwindigkeit und somit unter anderem auch starke Erschütterungen.
- GPS (Global Positioning System): GPS ist eine Abkürzung für Global Positioning System und erkennt den aktuellen Standort von der Dashcam. Grundsätzlich kooperiert das GPS mit einem globalen Navigationssatellitensystem, um den aktuellen Standort festzulegen.
Beliebte Motorrad Dashcams im Vergleich
In dieser Liste der besten Motorrad Dashcams werden wir Ihnen die jeweiligen Unternehmen präsentieren. Die in dieser Liste aufgeführten Dashcams gehören zu den beliebtesten und zuverlässigsten auf dem Markt.
Hier ist eine Tabelle mit einigen der besten Motorrad-Dashcams, basierend auf einem Vergleich von 2025:
| Modell | Videoaufnahmeauflösung | Speicherplatz (max. extern) | Blickwinkel | Besondere Funktionen | Kundenwertung (Amazon) | Preis (ungefähr) |
|---|---|---|---|---|---|---|
| VSYSTO Motorrad-Dashcam B6PL | 1.080 p | 256 GB | 130° | Vorder- und Rückkamera, integrierter G-Sensor | 473 Bewertungen | ab 159,00 € |
| Ixroad MD500 Pro | 1.080 p | 256 GB | 150° | Geringes Gewicht, Bildstabilisator, integrierter G-Sensor | 31 Bewertungen | ab 179,00 € |
| Innovv K6 | 1.440 | 1.080 p | 256 GB | 120° | Vorder- und Rückkamera, geringes Gewicht, integrierter G-Sensor | 71 Bewertungen | ab 248,00 € |
| Vantrue F1 | 2.160 | 1.080 p | 512 GB | 160° | Besonders weiter Winkel, Vorder- und Rückkamera, Bildstabilisator | 224 Bewertungen | ab 399,00 € |
| Vsysto F4.5U-TPMS | 1.080 p | 256 GB | 170° | Vorder- und Rückkamera, externes GPS, geringes Gewicht, Bildstabilisator, Bildschirmanzeigen, Rennmodi, integrierter G-Sensor, besonders große Speicherkapazität, besonders weiter Winkel | 57 Bewertungen | ab 139,00 € |
| Vsysto P6F | 1.080 p | 256 GB | 150° | Vorder- und Rückkamera, geringes Gewicht, integrierter G-Sensor, besonders große Speicherkapazität | 254 Bewertungen | ab 130,00 € |
| Wolfang GA400 | 1.080 p | Keine Herstellerangabe | 170° | Externes Mikrofon mit Geräuschunterdrückung, verbessert die Videostabilität | 398 Bewertungen | ab 119,00 € |
Weitere empfehlenswerte Dashcams
- NavGear: Das Unternehmen NavGear ist bekannt für seine Spitzenprodukte, die unter anderen ebenfalls die MDV-5600 inkludieren, die speziell für Motorradfahrer*innen entworfen wurde.
- Transcend DrivePro: Die Transcend DrivePro-Serie bietet ebenfalls einige der besten Dashcams auf dem Markt. Die DrivePro 620 und DrivePro 230Q Data Privacy überzeugen mit hoher Bildqualität und fortschrittlichen Funktionen wie der 160°-Weitwinkelobjektiv-Funktion und der Möglichkeit, das Nummernschild des Fahrzeugs zu erfassen.
- Ixroad MD30: Die Dual Dashcam von Ixroad, die MD30, bietet nicht nur eine hochwertige Videoqualität, sondern auch viele andere Funktionen wie G-Sensor und Loop-Recording.
Rechtliche Aspekte beim Einsatz von Motorrad Dashcams
Rechtliche Aspekte spielen bei der Verwendung von Motorrad Dashcams eine wichtige Rolle. In Deutschland ist die Nutzung von Dashcams erlaubt, solange die Aufnahmen nicht gegen Datenschutzrichtlinien verstoßen. Die Verwendung der Kamera darf einzig und allein dazu dienen, Beweismittel in Unfallprozessen festzuhalten.
Aber auch hier sollte man vorsichtig sein, was die Verwendung der Dashcam Aufnahmen betrifft. Daher ist es empfehlenswert, sich vor der Verwendung der Dashcam genau über die rechtlichen Vorschriften und den Datenschutz zu informieren.
Wichtige Punkte
- Ereignisbezogene Aufnahme: Dashcams sollten nur ereignisbezogen aufnehmen. Wer mit der Kamera permanent ohne konkreten Anlass den Verkehr filmt, verstößt gegen Datenschutzrecht und riskiert ein Bußgeld.
- Loop-Funktion: Gesetzeskonform ist nur ein kurzer Videoloop (Loop-Funktion) von wenigen Sekunden, der immer wieder überschrieben wird.
- Datenschutz: Bei Aufnahmen nur für den privaten Gebrauch drohen in der Regel keine Sanktionen. Anders sieht es jedoch aus, wenn die Videos auf sozialen Medien oder Videoplattformen (etwa YouTube) veröffentlicht werden. Die Benutzung erfolgt daher auf eigene Gefahr.
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