Die Funktion und Modifikation von DB-Killern in Motorradauspuffanlagen

DB-Killer, auch bekannt als DB-Eater, sind abnehmbare Komponenten, die in Motorradabgassystemen verwendet werden, um den Lärmpegel des Motors zu reduzieren. Sie werden häufig in Nachrüst-Auspuffanlagen oder Rennsportauspuffen installiert, die typischerweise lauter sind als serienmäßige Auspuffanlagen.

Funktionsweise von DB-Killern

Die meisten DB-Killer sind für bestimmte Nachrüst-Auspuffanlagen ausgelegt und werden typischerweise am Ende des Auspuffrohrs verbaut. Sie sind in der Regel mit einem Bolzen oder Clip gesichert, so dass sie einfach zu installieren oder zu entfernen sind.

DB-Killer sollen Abgasgeräusche auf ein akzeptableres oder legaleres Niveau reduzieren, insbesondere wenn Motorräder auf öffentlichen Straßen eingesetzt werden. Ein DB-Killer verringert den aktiven akustischen Schalldurchlass durch Brechung der Schallwellen. Die Schallwellen müssen einen Umweg durch den Eater machen. Nebenbei ist der Querschnitt verengt, sodass die Schallwellen mehr in das Dämmmaterial geleitet werden.

Das Dämmmaterial dämpft dann halt, aber diese Dämmung (Wolle o.ä.) dämpft mehr die höheren Frequenzen. Zum anderen ist das Rohr des DB-Eaters ein Resonanzrohr. Dieses wird akustisch abgestimmt auf die gewünschte Resonanzfrequenz. Der Hersteller kann somit steuern, auf welcher Frequenz der Schalldämpfer besonders dominant ist.

Der DB-Killer verengt in der Regel den Querschnitt, wodurch mehr Rückdruck erzeugt wird. Das Abgas und auch der Schall erzeugt einen höheren Druck auf die perforierte Innenwandung des Absorptionsschalldämpfers.

Modifikationsmöglichkeiten von DB-Killern

Es gibt verschiedene Ansätze, um die Lautstärke eines Auspuffs durch Modifikation des DB-Killers zu beeinflussen. Einige davon sind:

  • Löcher bohren oder vergrößern: Dies kann den Klang verändern und die Lautstärke erhöhen, aber es besteht die Gefahr, dass der Klang dadurch schlechter wird.
  • DB-Killer kürzen: Durch Kürzen des DB-Killers kann der Klang lauter werden, aber es ist wichtig, dies nicht zu übertreiben, um nicht aufzufallen.
  • Absorptionsgitter verdecken: Dies kann ebenfalls die Lautstärke beeinflussen.

Achtung: Modifikationen am DB-Killer können zum Erlöschen der Betriebserlaubnis führen und rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Zu laut ist zu laut. Egal ob eingetragen oder mit EG-ABE. Was zu laut ist, kommt zum Gutachten.

Alternativen zur Modifikation

Anstatt den DB-Killer zu modifizieren, gibt es auch andere Möglichkeiten, die Lautstärke des Auspuffs zu beeinflussen:

  • Dämmwolle erneuern: Die Dämmwolle im Auspuff kann mit der Zeit verbrennen und die Lautstärke erhöhen. Durch Erneuern der Dämmwolle kann der Auspuff wieder leiser werden.
  • Anderen DB-Killer verwenden: Es gibt verschiedene DB-Killer mit unterschiedlichen Durchmessern und Längen. Durch Ausprobieren verschiedener DB-Killer kann man den gewünschten Klang erzielen.

Es gibt auch die Möglichkeit, ein Prallblech im Verbindungsstück zum Krümmer einzusetzen, um die Abgase zu verlangsamen und den Klang zu beeinflussen.

Hinweis: Es ist ratsam, sich vor Modifikationen oder Veränderungen an der Auspuffanlage über die rechtlichen Bestimmungen zu informieren und gegebenenfalls eine Fachwerkstatt zu konsultieren.

Abstimmung des Motors

Es ist wichtig zu beachten, dass die Leistung eines Motors durch den Auspuff und den DB-Killer beeinflusst wird. Das Entfernen oder Modifizieren des DB-Killers kann zu einem Leistungsverlust oder einer Veränderung der Drehmomentkurve führen. Umgekehrt ist es ebenso mist, wenn sie auf den offenen Topf abgestimmt ist und du den db killer reinschraubst. Die Idee war mal, das Ding für die Rennstrecke herauszunehmen und im täglichen Verkehr drin zu lassen. Leider merkt man diese Abstimmkompromisse nicht nur als geringen Leistungsverlust, den man ja bei 100ps und mehr im täglichen Leben locker verschmerzen könnte. Leider aber entstehen dadurch auch löcher irgendwo in der drehmomentkurve, die beim fahren dann ständig nerven.

Die Länge der Auspuffrohre sorgt dafür, dass eine Schwingung im Rohr entsteht. In bestimmten Drehzahlbereichen sorgen diese Schwingungen dann dafür, dass ggf ein bischen unverbranntes Gemisch, was den Kolben bereits wieder füllt, zurückgedrückt wird, bevor das Auslassventil wieder ganz zu ist. Oder, dass duch ein Unterdruck, das Herausströmen des verbrannten Gases unterstützt wird (bei Zweitaktmotoren ist das sogar ein Teil der normalen Funktionsweise). Beide Effekte sorgen für mehr Leistung - allerdings nur in diesem speziellen Drehzahlbereich. Das wird dann genau ausgetüftelt, dass es da hilft, wo der Rest vielleicht schwächelt.

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