DDR Diamant Fahrrad 26 Zoll: Eine Reise durch die Geschichte

Erleben Sie den Charme der deutschen Handwerkskunst mit dem klassischen DDR 26 Zoll Herren Fahrrad von Diamant. Dieses original alte Stangenfahrrad repräsentiert einen Hauch von Geschichte und ist ein wahres Sammlerstück. Gefertigt in Deutschland, steht es für Qualität und Langlebigkeit. Genießen Sie die nostalgische Fahrt auf einem Fahrrad, das noch heute in Deutschland mit Stolz hergestellt wird. Perfekt für Liebhaber von Fahrradgeschichte und solche, die einen authentischen Klassiker suchen.

Die Vielfalt der DDR-Fahrradfelgen

Lackierte Stahlfelgen besaßen ein Flachschulterprofil und wurden mit Durchmessern von 20", 24", 26" und 28" in jeweils zwei unterschiedlichen Breiten, geeignet für Bereifung 1,75" oder 1 3/8" x 1 5/8", produziert. Sie besaßen, je nach Fahrradmodell, unterschiedliche Lackierungen und Linierungen. Im Unterschied zu Fahrrädern westlicher Länder, waren verchromte Stahlfelgen in der DDR kaum verbreitet. Speziell für Fahrräder in "englischer Ausführung", die nur für den Export vorgesehen waren, wurden sogenannte Westwoodfelgen produziert. Für den Binnenmarkt wurden sie nur für die Mifa-Modelle 162, 104 und zum Teil ST 3 verwendet, sowie für den Export.

Stahlfelgen wurden in der DDR schrittweise von Leichtmetallfelgen abgelöst. Die letzten Diamant-Fahrräder mit Stahlfelgen gab es etwa 1966. Bei Mifa verwendete man sie an einigen einfach ausgestatteten Modellen noch bis etwa 1985. Aufgrund der unterschiedlichen Rohstofflage, wurden Leichtmetallfelgen in der DDR deutlich häufiger verwendet als in Westeuropa.

Bereits ein offizielles Foto des 150.000. Fahrrades der SAG Elite-Diamantwerke vom 4. August 1949 zeigt ein Modell EH mit Leichtmetallfelgen (LM-Felgen). Von Anfang an waren die Sporträder von Diamant (verkauft ab 1954) und einige Tourensportmodelle (verkauft ab 1953) mit Aluminiumfelgen ausgestattet. Die ersten Felgen hatten noch einen dem Westwood-Profil ähnlichen Querschnitt, es gab sie in einer breiten und einer schmalen Ausführung sowohl für 26 Zoll als auch für 28 Zoll Laufräder (LR). Diese Felgen waren auch als Zubehörteil erhältlich.

Im Verlauf des Jahres 1955 wurden neue Felgen mit D-Profil eingeführt. Ab 1962/63 wechselte die Felgenform erneut, ein Halbhohlkehl-Profil wurde eingeführt. Diese Felgen wurden nicht nur an Sporträdern (28"), sondern auch an Jugend-, Kinder-, und Klapprädern verwendet. Für Tourensporträder und Mifa Modell 10 b gab es breite Felgen mit Flachschulterprofil. Ab 1971 wurden anstatt schmaler und breiter Ausführungen, nunmehr Felgen einer mittleren Einheitsbreite von rund 27 mm verwendet.

Sie trugen ein vergleichsweise modernes, fünfflächiges Kantprofil und wurden bis zum Ende der DDR unverändert produziert. In den späten 1980er Jahren kam eine äußerlich identische, höherwertigere Variante hinzu - durch eine spezielle Wärmebehandlung hielten derartige Alufelgen höhere Belastungen aus. Verwendung fanden sie u.a. an Mifa-BMX- und Diamant-Rennsporträdern.

Schlauchreifenfelgen im Radsport

Schlauchreifenfelgen kamen nur im Radsport zum Einsatz, da Schlauchreifen für den Einsatz an Gebrauchsfahrrädern zu empfindlich, zu teuer gewesen wären und der Reparaturaufwand im Falle einer Beschädigung um ein Vielfaches größer ist als bei Drahtreifen. Neben Renn- und Bahnrädern wurden auch Hallensporträder meist mit großvolumigen Schlauchreifen gefahren.

In den 1950er und frühen 1960er Jahren stammten wie alle Leichtmetallfelgen auch die Schlauchreifenfelgen von Grünert, wobei dieser Betrieb bis Ende der 1950er Jahre eine seinerzeit einzigartige Konstruktion entwickelte. Die erste Variante orientierte sich noch an Vorbildern aus den 1930er bzw. 40er Jahren und bestand nur aus einem dünnwandigen Aluminiumrohr, dass in mittels Umformung den charakteristischen Querschnitt bekam; die Speichennippel saßen versenkt und meist mit großen Unterlegscheiben im Inneren der durchgehenden Hohlkammer.

Revolutionär war dagegen die stabilere Weiterentwicklung: als Verstärkung besaßen die neuen im Stranggussverfahren hergestellten Grünert-Felgen eine oder zwei Rippen, die das Felgenbett mit der Felgeninnenseite verbinden und damit das Innere der Felge in drei Hohlkammern einteilen. Um diese Verstärkung an keiner Stelle zu schwächen, sind die Speichenlöcher nicht versenkt, sondern schräg durch die gesamte Felge gebohrt, wobei die Köpfe der Speichennippel im Felgenbett liegen.

Nach der Verstaatlichung der R. Grünert KG und Eingliederung in das Kombinat Motorradwerk Zschopau (MZ) wurde der Felgentyp mit zwei Verstärkungsrippen ohne weitere Veränderungen bis in die 1980er Jahre weiterproduziert, wobei die Qualität durch den zunehmenden Verschleiß der alten Maschinen kontinuierlich abnahm. Das wirkte sich offensichtlich auch auf die Produktionsmenge aus, denn ab den 1980er Jahren wurden auch Schlauchreifenfelgen des Typs "Monthlery Route" vom französischen Hersteller Mavic importiert und ab Werk an Diamant Rennrädern verbaut.

Auch in den Radsportvereinen fanden diese Importfelgen bevorzugt Anwendung, da ihr Felgenbett wesentlich besser an die kleinen Querschnitte der modernen Schlauchreifen angepasst war als das der Grünert- bzw.

Holzfelgen für Rennräder

Außer Aluminium-Felgen wurden, wahrscheinlich nur in geringem Umfang, auch Holzfelgen für Rennräder produziert. Bekannt ist bislang die Firma Rogge aus Magdeburg. Zeitschriftenartikeln zufolge wurden Holzfelgen in den 1950er und 1960er Jahren bei Querfeldein-Rennen genutzt.

Diamant 35 102 und 35 154: Klassische Eleganz und bequeme Fortbewegung

In den 60er Jahren wurde das Diamant 35 102 und 35 154 als Inbegriff von klassischer Eleganz und bequemer Fortbewegung beworben. Eine Zeit, in der stilvolles Radfahren eine Kunst für sich war. Das Diamant 35 102 und 35 154 verkörperten nicht nur die Fahrradkultur einer vergangenen Ära, sondern auch den Stil, der für die VEB Elite-Diamant-Fahrradwerke charakteristisch war. Mit klassischen Rahmenformen und einer bequemen Sitzposition boten sie eine zeitlose Möglichkeit zur Fortbewegung.

Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums der Gründung der DDR am 7. Oktober 1959 steckten sich die Fahrradbauer in den renommierten VEB Elite-Diamant-Fahrradwerken in Chemnitz hohe Ziele: Die Herstellung von insgesamt 273.000 Fahrrädern, darunter auch die Einführung der beiden Modelle Diamant 35 102 und 35 154. Dabei handelt es sich um Tourenräder - zum einen um die Herrenvariante 35 102 und zum anderen um die Damenversion 35 154.

Die beiden Räder wurden vorwiegend für den Arbeitsweg und Spritztouren genutzt. Es gab jedoch eine bemerkenswerte Einschränkung: Diese Modelle waren ohne Schaltung ausgestattet, was die Bewältigung längerer Touren und steiler Anstiege zu einer herausfordernden Aufgabe machte. Sowohl die Herren- als auch die Damenausführung gab es ausschließlich in der Rahmengröße 56. Was für größere Personen bedeutete, die Sattelstange auf das Maximum auszufahren, um trotzdem bequem radeln zu können.

Die Ausstattung beider Varianten war ebenfalls praktisch identisch. Das Damenrad wurde allerdings mit einem Tourensattel und einem Kleidernetz am hinteren Schutzblech ausgestattet. Das Kleidernetz diente dazu, dass sich die Kleider der Frauen nicht im Hinterrad verfingen. Ansonsten blieben die Räder während der gesamten Produktionszeit (1959-1987) fast unverändert. Nur die Farbgebung und die Dekore wurden von Zeit zu Zeit abgewandelt. 1963 kosteten die Räder 242 Mark.

Diamant 35-102 und 35-154: Ausstattung

  • Stahlrahmen
  • Gerader Hinterbau
  • Kettenblatt mit 46 Zähnen
  • Zahnkranz mit 18 Zähnen
  • Keiltretlager
  • 26-Zoll polierte Aluminiumfelgen
  • 26-Zoll Reifen
  • Freilaufnabe mit Rücktrittsbremse
  • Flachlenker ohne Vorbau
  • Stempelbremse mit Bowdenzug
  • Luftpumpenhalterung am Sattelrohr
  • Stahlschutzbleche

Zubehör: Luftpumpe, Werkzeugtasche, Kettenschutz, Kleidernetz

Wir finden auch heute noch Spuren dieser nostalgischen Designs im Topas Grande Finale, das den charakteristischen Schwanenhalsrahmen des Modells 35-154 in einer modernen Form beibehält. Diese Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart erinnert uns daran, dass einige Dinge einfach zeitlos sind. Während sich die Fahrradtechnologie weiterentwickelt hat, bleibt die Faszination für klassische Eleganz bestehen.

Die Modellpalette der Diamant Fahrräder zu DDR-Zeiten

Diese Seite umfasst die zu DDR-Zeiten produzierten Fahrradmodelle der Marke Diamant. Die zeitliche Einordnung der Modelle basiert zum Großteil auf Original-Katalogen und anderer Literatur, wobei auch in einigen Fällen zunächst nur die Modellnummer geändert wurde und erst später technische Veränderungen folgten. Bei der Identifizierung eines unbekannten Modells sollte zunächst das Baujahr und die Art des Fahrrades (Tourenrad, Sportrad usw.) ermittelt werden.

Die Diamant Tourenräder besaßen stets eine Laufradgröße von 28“ und 56 cm hohe Rahmen. Ab dem Jahre 1946 wurde die Produktion der Modelle EH und ED weitergeführt. Diese "Einheitsräder" wurden bereits während des Krieges entwickelt. Ein Katalog des Jahres 1950 zeigt bereits eine etwas umfangreichere Modellpalette: Neu hinzugekommen war eine Damenausführung mit "Schwanenhalsrahmen", die es sowohl mit Glockentretlager als auch mit Keiltretlager gab. Zusätzlich gab es nun auch die Herrenausführung wahlweise mit dem Keiltretlager.

Den Tourenrädern mit Keiltretlager war offenbar keine lange Existenz beschieden, denn schon 1955 sind sie nicht mehr im Sortiment zu finden. Die verbliebenen Modelle EH, ED und 106 wurden im Wesentlichen unverändert noch bis etwa 1960 gefertigt. Eine Sonderstellung nahmen die Tourenräder in "englischer Ausführung" ein.

Eine Weiterentwicklung der herkömmlichen Tourenräder von Diamant stellten die Modelle 101 und 102 dar. Auch diese wurden sowohl in Damen- als auch Herrenausführung ausschließlich mit 56 cm hohem Rahmen produziert. Die Unterschiede zum Tourenrad lagen hauptsächlich im hinteren Rahmendreieck. Die Tourensporträder besaßen einen geraden Hinterbau sowie schräge Ausfallenden. Ab 1957 wurden die Tourensporträder mit 26"-Laufrädern ausgestattet.

Gegenüber den klassischen Tourenrädern waren die 26"-Tourensporträder spürbar leichter und wendiger. 1959 wechselte im Rahmen der Sortimentsbereinigung wiederum die Typenbezeichnung: Nun gab es die Modelle 35 102 und 35 154. 1964 kamen noch die besser ausgestatteten Modelle 35 105 und 35 156 hinzu. Ab Ende 1975 wurden die Damenausführungen mit einer neuen Rahmenform angeboten. Die bisherigen Modelle 35 154 und 35 156 wurden durch die neuen Modelle 35 157 und 35 160 ersetzt.

Seit 1980 gab es die Modelle 35 109 bzw. 35 164 mit einer Dreigang-Kettenschaltung von Favorit sowie hinterer Felgenbremse. Die sehr einfach ausgestatteten Modelle wurden in der zweiten Hälfte der 80er Jahre offenbar kaum noch produziert. In einer Modellübersicht des Jahres 1988 fehlen sie bereits. Hinzu kamen in der zweiten Hälfte der 1980er Jahre noch Modelle mit 28"-Laufrädern. Unklar ist, ob diese regulär in der DDR angeboten wurden, oder dem Export vorbehalten waren.

  • Diamant Modell 35 162 - Sportliches Damen-Tourenrad 28" (ca. 1986 - mind.
  • Diamant Modell 35 104 - Sportliches Herren-Tourenrad 28" (ca. 1986 - mind.
  • Diamant Modell ?

Die Sporträder von Diamant besaßen stets 28"-Laufräder und 56 cm hohe Rahmen. Im Jahre 1954 begann die Produktion der völlig neu entwickelten Fahrräder. Sie besaßen einen sehr leichten Rahmen sowie die fortan für Diamant typische Rundscheidengabel. Es erschienen zunächst die Modelle 108 und 109. 1956 kamen die Luxus-Sporträder hinzu, die bereits ab Werk eine Viergang-Kettenschaltung besaßen.

Von der Vereinheitlichung der Typenbezeichnungen im DDR-Fahrradbau waren auch die Sporträder betroffen. Die bisherigen Modelle 108 und 109 trugen jetzt - in Abhängigkeit der Hinterradbremse - die Nummern 35 201 oder 35 202 (Herrenausführung) bzw. 35 251 oder 35 252 (Damenausführung). Bei den Luxus-Sporträdern geschah dies analog. Nur kurzzeitig wurde das Wandersportrad angeboten.

Im Zusammenhang mit der Vergrößerung der Kapazitäten zur Produktion von Flachstrickmaschinen wurde die Fertigung der Sporträder 1969 an das Mifa-Werk abgegeben. Somit verblieben bei Diamant nur noch die Tourensporträder und die Rennräder. Die in Sangerhausen produzierten Sporträder wurden zunächst überwiegend mit dem Diamant-Rahmendekor ausgeliefert, sie können jedoch anhand der Rahmennummer zielsicher von den “echten“ Diamant Sporträdern unterschieden werden.

Während man bei Diamant immer 7-stellige Rahmennummern vergab, so hatten die mit "Diamant" dekorierten Sporträder aus Sangerhausen maximal 6-stellige Rahmennummern. Auf der Basis der Diamant Rennräder wurden ab 1988 die Modelle 35 721 und 35 771 angeboten. Diese Fahrräder wurden als Rennsporträder bezeichnet und waren voll straßentauglich. Die Rennsporträder waren mit verschiedenen Rahmenhöhen erhältlich.

Erst neun Jahre nach dem Ende des zweiten Weltkrieges wurde bei Diamant ein neues Rennrad entwickelt. Bis 1954 wurde das aus den 30er Jahren bekannte Modell 67 in kleiner Stückzahl produziert. 1954 begann die Serienfertigung des Modells 167. Es gab Ausführungen ohne Gangschaltung, mit Viergang-Kettenschaltung oder Achtgang-Kettenschaltung und Rahmen mit 52, 55, 58 und 61 cm Höhe.

Speziell für die Friedensfahrt und ähnliche Radsportveranstaltungen entstanden ab 1955 in sehr geringer Stückzahl die "Friedensfahrtrahmen". Nach der Sortimentsbereinigung im Jahre 1959 wurden die Modellbezeichnungen der Rennräder zweimal kurz hintereinander geändert. So bekamen die drei verschiedenen Varianten des Modells 167 nun eigene Bezeichnungen, die von der bisherigen Modellnummerierung von Diamant grundlegend abwichen, aber zunächst nur geringfügige technische Veränderungen / Verbesserungen mit sich brachten.

Im Zuge der Neuordnung der DDR-Fahrradindustrie wurde RENAK mit der Entwicklung eines 5-fach-Schaltwerks beauftragt. Erstmals 1974 wird das Modell 35 705 K in einem Katalog erwähnt. Dieses für den Nachwuchs konzipierte Rennrad besaß den Rahmen der üblichen Modelle, jedoch mit niedrigeren Rahmenhöhen und einfachen Sportrad-Ausfallenden. Um 1982 wechselte die Bezeichnung zu Modell 35 709. In einer Typenübersicht des Jahres 1988 wird erstmals ein Modell 35 710 erwähnt. Dabei handelt es sich um ein Kinder-Rennrad mit 44 cm Rahmenhöhe.

Das früheste bekannte Exemplar dieses Modells stammt aus dem Jahr 1985. Unabhängig von den Serienmodellen für den Massenmarkt entwickelte man das Diamant "Friedensfahrt-Modell" weiter. Mitte der 80er Jahre entstand dabei das Übergangsmodell Modell 35 711, das bereits in wesentlichen Punkten an westliche Standards angepasst war.

Mit dem Modell 35 715 folgte ab 1988 das höchstentwickelte Diamant-Rennrad aus DDR-Produktion, das technisch unverändert auch noch in den ersten Diamant-Katalogen nach der politischen Wende zu finden war.

Restauration eines alten DDR-Diamantrads

Viele Oldtimer-Enthusiasten stellen sich die Frage, wie man ein altes DDR-Diamantrad wieder aufbauen kann, wobei der alte Stahlrahmen als Basis dient. Hier sind einige Überlegungen und Tipps:

  • Einheitsmaß für 28"-Herrenrahmen: Ja, es gab ein Einheitsmaß.
  • Tretlager und Steuerlager: Die Steuerlager haben oft lange gehalten, bis auf den Ring auf der Gabel. Bei Tretlagern gab es geschraubte und eingeschlagene Lagerschalen. Für die Gewindevariante könnte man ein Shimano 205 nehmen. Rahmen mit eingeschlagenen Schalen sind schwieriger aufzubauen, es sei denn, man findet noch ein Glockenlager.
  • Kettenschaltung: Bei der Montage einer Kettenschaltung ist darauf zu achten, dass der Rahmen dafür geeignet ist.

Es ist möglich, eine neue Schaltung anzubauen und nicht auf die alte Favorit zurückzugreifen. Eine gerasterte Schaltung von Campa, Sram oder Shimano könnte funktionieren. Dafür benötigt man ein Schaltauge, welches ans Ausfallende geschraubt und mit unter die Achsmutter/Schnellspanner geklemmt wird, sowie eine Schalthebelschelle.

Veränderungen und Veredelungen in der DDR

In der DDR war es üblich, Rahmen in Vertragswerkstätten von Mifa und Diamant veredeln zu lassen, sofern die Teile vorrätig waren. Auch Rahmenbauten wurden durchgeführt, wobei Rahmen zerlegt, gekürzt und neu zusammengelötet wurden, um einen kürzeren Radstand zu erzielen.

Rennrahmen unterschieden sich von Sportrahmen durch einen steileren Steuerkopfwinkel. Die Hinterbauten wurden verkürzt, wobei der Vorteil eines kürzeren Achsstandes nicht immer klar war.

26" vs. 28" Rahmen: Eine Frage der Präferenz

Die 26-Zoll-Räder waren in der DDR erheblich verbreiteter als die 28-Zoll-Räder. Oft wurde die Größe, unterstützt durch die Einheitsrahmengrößen, an der Körpergröße festgemacht. 26-Zoll-Räder hatten meist breitere Reifen (26x1,75) und waren für sandige Böden besser geeignet, während 28-Zoll-Räder meist 28x1 3/8 Reifen hatten.

Bekannte Rahmenschmiede

Elsner in Wildau (oder Zeuthen) war ein bekannter Rahmenschmied. Dort wurden Rahmen umgebaut, Gabeln verkürzt, Hinterbauten verkürzt und geschmiedete Ausfallenden sowie Schaltaugen angebracht.

Zusammenfassung

Das DDR Diamant Fahrrad 26 Zoll ist mehr als nur ein Fahrrad; es ist ein Stück Geschichte, das die Fahrradkultur einer vergangenen Ära verkörpert. Ob als Sammlerstück, restauriertes Liebhaberstück oder Quelle der Inspiration für moderne Designs - das Diamant Fahrrad bleibt ein Symbol für Qualität, Handwerkskunst und zeitlose Eleganz.

Merkmal Beschreibung
Modelle EH, ED, 106, 101, 102, 35 102, 35 154, 35 105, 35 156, 35 157, 35 160, 35 109, 35 164
Laufradgröße (Tourenräder) 28 Zoll
Rahmenhöhe (Tourenräder) 56 cm
Besonderheiten Stahlrahmen, polierte Aluminiumfelgen, Freilaufnabe mit Rücktrittsbremse (ältere Modelle ohne Schaltung)
Felgenmaterialien Stahl, Aluminium, Holz (selten)

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0