Die Deutsche Initiative Mountainbike (DIMB): Definition und Engagement

Die Deutsche Initiative Mountainbike e.V. (DIMB) wurde 1991 von engagierten Mountainbiker:innen, Händlern und Herstellern als gemeinnütziger Verein ins Leben gerufen. Ziel der DIMB ist es, den umweltfreundlichen Mountainbike-Sport zu fördern. Dabei ist sie sowohl in der direkten Lobbyarbeit auf Bundes- und Landesebene aktiv als auch in verschiedenen Gremien und Verbänden vertreten, um die Interessen der Mountainbike-Community in gesetzlichen Regelungen zu verankern.

Die DIMB Mitglieder gehören zu einer dynamischen und engagierten Gemeinschaft, die sich untereinander vernetzt und über regionale Grenzen hinweg kommuniziert. Zudem haben DIMB-Mitglieder die Möglichkeit, an Veranstaltungen und Aktivtouren in ganz Deutschland teilzunehmen.

Die DIMB setzt sich für die Rechte aller Mountainbikebegeisterten ein - sei es im Bereich Touren, Cross Country, Dirt, Downhill, Enduro oder Freeride. Seit Juli 2021 ist die DIMB Reutlingen-Tübingen als Ortsverband nun auch in unserer Heimatregion aktiv.

Verschiedene Mountainbike-Disziplinen

Mountainbiken ist ein vielseitiger Sport mit unterschiedlichen Disziplinen, die jeweils spezifische Anforderungen an Fahrer und Ausrüstung stellen. Hier ein Überblick über einige gängige Kategorien:

Cross-Country (XC)

Das Cross-Country-Rennen (auch XC oder CC) wird seit 1996 als olympische Disziplin ausgetragen. Eine XC-Strecke beinhaltet sowohl Passagen bergauf als auch bergab und ist zwischen drei und acht Kilometern lang. Die Strecken verlaufen sowohl über breite Forstwege als auch auf schmalen Singletrails mit wechselnden, teilweise technisch anspruchsvollen Untergründen. Diese Strecke muss im Wettkampf, je nach Altersklasse, mehrmals durchfahren werden. Gewonnen hat, wer zuerst im Ziel ist. XC-Rennstrecken sind nur für die Dauer des Wettkampfes abgesperrt und dürfen in dieser Zeit von Fußgängern*innen nicht betreten werden.

Marathon

Mountainbike-Marathons sind Massenstartrennen auf einer langen Strecke, die in mehreren größeren Runden (mindestens 30 km) oder in einer einzigen großen Runde absolviert werden. Bei Langstreckenmarathons beträgt die Gesamtstrecke mindestens 100 km. Die Streckenführung erfolgt sowohl bergauf als auch bergab über breite Forstwege und schmale Singletrails mit wechselnden Untergründen. Wettkämpfe dieser Kategorie werden in Mittelgebirgen und im alpinen Bergland ausgetragen. Marathon-Strecken sind während des Wettkampfes nicht immer durchgängig abgesperrt. Gegenseitige Rücksichtnahme zwischen Mountainbiker*innen, Wanderer*innen und anderen Verkehrsteilnehmer*innen ist zwingend erforderlich.

All Mountain und Enduro

Obwohl bei diesen Kategorien Berge und Hügel selbst bezwungen werden, steht der Abfahrtsspaß zunehmend im Vordergrund. Entsprechend verlaufen Strecken überwiegend auf Singletrails, die auch anspruchsvolle Herausforderungen wie grobe Wurzeln, Stufen und Kanten sowie enge Kurven aufweisen können. Geeignete Strecken finden sich in Mittelgebirgen und im alpinen Bergland. Diese sind nicht abgesperrt und werden von Wanderern*innen gleichermaßen genutzt. Es ist deshalb gegenseitige Rücksichtnahme geboten und Vollbremsungen mit blockierten Reifen sind zu vermeiden. Insgesamt 55 % der Mountainbiker*innen ordnen sich diesen beiden Kategorien zu.

Downhill und Freeride

Wie der Name Downhill (engl. für „bergab“) bereits vermuten lässt, dreht sich bei dieser Disziplin alles um die Abfahrt. Ebenso verhält es sich bei der Disziplin Freeride. Entsprechend verlaufen Downhill- und Freeridestrecken ausschließlich talwärts. Bergauf wird entweder ein bestehender Lift genutzt oder mit dem PKW oder öffentlichen Verkehrsmitteln gependelt. Die Strecken sind charakterisiert durch ruppige Untergründe mit Felsen und Wurzeln, hohe Stufen und Sprünge mit bis zu mehreren Metern Fallhöhe (sogenannte „Drops“). Freeridestrecken beinhalten oft künstliche Hindernisse aus Holz, die die Schwierigkeit zusätzlich erhöhen oder optional für spezielle Tricks in die Abfahrt integriert werden. Offizielle Downhill- und Freeridestrecken sind - ähnlich wie Skipisten - speziell geschaffene Sportanlagen, die nur von Mountainbiker*innen genutzt werden. Konflikte mit anderen Erholungssuchenden sind dort deshalb nicht zu erwarten.

Dirt-Bike

Der Name dieser Mountainbike-Kategorie ist etwas irreführend, es handelt sich dabei nicht etwa um dreckige Fahrräder. Vielmehr bezieht sich die Bezeichnung Dirt (engl. für Dreck oder Schmutz) auf das Baumaterial der Sportanlagen, die für diese Disziplin charakteristisch sind: Aus Lehm und Dreck modellierte Absprung- und Landehügel werden von den Sportler*innen auf spektakuläre Art und Weise überflogen. Die Kreativität der Sportler*innen zeigt sich jedoch nicht nur in der Art der ausgeführten Sprünge, sondern auch im Bau der Dirt-Bike-Anlagen, die oft in Eigeninitiative gebaut und gestaltet sind. Jedoch ist der Bau dieser Anlagen nicht immer mit den Grundstückseigentümer*innen abgesprochen und deshalb illegal. Es gibt aber auch viele Beispiele, wo den Sportler*innen legale Dirt-Bike-Anlagen ermöglicht werden. Insgesamt wird diese Disziplin von 8 % aller Mountainbiker*innen ausgeübt.

MTB im urbanen Raum

Auch in Städten finden sich zunehmend mehr Mountainbike-Angebote, wie bspw.

Regeln für ein Miteinander

Um gegenseitige Rücksichtnahme wird gebeten. Wenn viele Menschen mit unterschiedlichen Ansprüchen die Natur zur Erholung nutzen möchten, kann das auf schmalen Waldwegen zu Konflikten führen. Die Deutsche Initiative Mountainbike e. V. (DIMB) Regeln fürs Miteinander vor.

Auch in der Natur ist der Platz begrenzt. Wenn beispielsweise die Reiterin oder der Wanderer einer Gruppe von Mountainbikern auf einem schmalen Waldpfad begegnet, dann sollten alle Erholungssuchenden aufeinander Rücksicht nehmen und sich mit Respekt begegnen. Tiere und auch Menschen sind schreckhaft. Wer überholt sollte sich immer bemerkbar machen und nicht einfach vorbeipreschen.

Die Regeln der DIMB kurzgefasst:

  • Um Schäden der Natur zu vermeiden, nicht Querfeldein fahren und lokale Wegsperrungen respektieren, denn Forstwirtschaft, Viehtrieb und Belange des Naturschutzes rechtfertigen diese. Auch in Naherholungsgebieten können lokale Sperrungen berechtigt sein.
  • Nicht jeder Weg verträgt jedes Bremsmanöver und jede Fahrweise: Blockierbremsungen begünstigen die Bodenerosion und verursachen Wegeschäden, daher Fahrweise auf den Untergrund und die Wegebeschaffenheit einstellen und solche Bremsungen vermeiden.
  • Rücksicht nehmen, Geschwindigkeiten immer anpassen. In nicht einsehbaren Passagen können jederzeit Fußgänger, Hindernisse oder anderer Biker auftauchen. Das Überholen ankündigen, Geschwindigkeit vermindern und niemanden erschrecken. Rücksicht auf Weide- und Waldtiere nehmen, nach dem Passieren Weidezäune wieder schließen und Tiere bei ihrer Nahrungsaufnahme nicht stören.

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC)

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) setzt sich mit seinen mehr als 240.000 Mitgliedern mit Nachdruck für die Verkehrswende in Deutschland ein. Der ADFC macht sich für geschützte Radfahrstreifen stark, bei denen Poller, Kübel und markierte Schutzzonen Radfahrende vor dem Autoverkehr, achtlos aufgerissenen Autotüren und unerlaubtem Parken schützen.

Die Förderung des Radverkehrs ist nicht zuletzt auch ein politischer Auftrag, für den sich der ADFC stark macht. Unser Ziel ist es, alle Menschen, gleich welchen Alters und unabhängig von ihren Wohnorten, für das Radfahren und damit für die Mobilität der Zukunft zu gewinnen.

Als ADFC-Mitglied profitieren Sie außerdem von umfangreichen Serviceleistungen: Sie können, egal wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die ADFC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem ADFC-Magazin Radwelt Informationen zu allem, was Sie als Rad fahrenden Menschen politisch, technisch und im Alltag bewegt. Nutzen Sie als ADFC-Mitglied außerdem vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Unternehmen sowie Versicherungen ausgehandelt haben.

Verkehrssicherheit beim Radfahren

Wie ein verkehrssicheres Fahrrad auszustatten ist, legt die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) fest. Sie schreibt u. a. zwei voneinander unabhängige Bremsen vor, damit ein Fahrrad sicher zum Stehen kommt. Ebenso vorgeschrieben ist eine helltönende Klingel.

Am wichtigsten für die Verkehrssicherheit ist neben den Bremsen die Beleuchtung. Ein rotes Rücklicht und ein weißer Frontscheinwerfer sind vorgeschrieben.

Worauf sollte ich als Radfahrer*in achten?

Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmenden. Sie haben keine Knautschzone - deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrer*in im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmenden zu rechnen.

Pedelecs und E-Bikes: Was ist der Unterschied?

Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn die Fahrenden in die Pedale treten. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter.

Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig.

Mountainbiken und Gesundheit

Mountainbiken ist eine Ausdauersportart, die nicht nur das Herz-Kreislauf-System stärken, sondern auch die Muskeln stärken und die Ausdauer verbessern kann. Durch das Fahren auf unebenem Gelände werden verschiedene Muskelgruppen beansprucht, insbesondere die Beine, der Rücken und der Rumpf. Darüber hinaus bietet Mountainbiken oft ein Erlebnis in der Natur, was sich positiv auf die psychische Gesundheit auswirken kann.

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0