Noch schneller. Noch mehr Racing. Noch mehr Ducati. Noch nie war ein Serienmotorrad einer Rennmaschine näher. Der Look und die Power zeigen bereits auf dem ersten Blick, wofür dieses neu Superbike steht: Racing.
Ducati Panigale V4 R: Ein Meisterwerk der Leistung
Die Panigale V4 R ist das bisher sportlichste Modell in der Serien Produktpalette von Ducati. Mit über 240 PS Spitzenleistung und eine Maximaldrehzahl von 16.500 Umdrehungen/Minute ist die Ducati Panigal V4 R im Rennstrecken-Setup eine echte Vorreiterin. In jedem Bereich hat das Motorrad ein Update bekommen. Die spürbarste Neuerung ist Desmosedici Stradale R-Motor. Der Sound und die Leistungskraft sind atemberaubend. Zusätzlich überzeugt die Panigale V4 R mit ihrer optimierten Elektronik und einem erneuerten Fahrwerk.
Motor und Technologie
Der Desmosedici Stradale R Evo basiert auf dem MotoGP-Triebwerk. Die Kerntechnologien wie die desmodromische Ventilsteuerung und die gegenläufige Kurbelwelle sind von der Weltmeister-Maschine abgeleitet. Zum ersten Mal werden bei einem Straßenmotorrad gebohrte Pleuel aus Titan verwendet, die in Längsrichtung gebohrt sind (1,6 mm Durchmesser). Dies ermöglicht den Durchgang von Öl vom Kopf zum Ende und verbessert somit die Schmierung und die Zuverlässigkeit des Getriebes unter extremen Bedingungen. Der Motor leistet 218 PS und 15.500 U/min mit der Serienauspuffanlage. Sein volles Potenzial wird mit der Racing-Auspuffanlage von Akrapovič entfesselt - hier wird die Leistung auf 237 PS bei 16.500 U/min gesteigert.
Ergonomie und Design
Der Tank aus gebürstetem Aluminium fasst nun 17 Liter. Die angepasste Form des Tanks bietet dir einen besseren Halt. Sowohl beim Bremsen als auch in der Kurve hast du eine bessere Position für Arme und Beine. Der gepolsterte Sitz ist noch flacher und kompakter. Bei dem neuen Motor spürst Du gleich auf den ersten Meter die verbesserte Leistung.
Ducati Streetfighter V4: Das ultimative Naked Bike
Bei der neuen Streetfighter V4 handelt es sich um das schönste, schnellste und fortschrittlichste Ducati-Superbike aller Zeiten, bei dem die Verkleidung entfernt und ein hoher und breiter Lenker montiert wurde. Zum ersten Mal hat sich Ducati dafür entschieden, die Technologie und Performance der Panigale V4 ohne Abstriche auf ein Naked-Bike zu übertragen. Gleichzeitig garantiert sie auf der Straße großen Fahrspaß und höchsten Komfort im Alltag, dank des erweiterten Kalibrierungsbereichs des Fahrwerks. Die Ableitung von der Panigale V4 ist kompromissloser als je zuvor: Der Motor entspricht der gleichen Konfiguration - der Unterschied von zwei PS ist auf Unterschiede in der Ansaugung zurückzuführen - und das gleiche gilt für das Fahrwerk und die elektronischen Features.
Motor und Leistung
Der V4-Motor der Streetfighter stammt von dem der Panigale ab und ist diesem noch ähnlicher, als es beim Vorgängermodell der Fall war. Der Desmosedici Stradale-Motor ist eng mit dem Motor der MotoGP-Motorräder von Ducati verwandt, mit dem er zahlreiche technische Lösungen teilt, angefangen bei der Architektur. Das Steuerdiagramm des Desmosedici Stradale der neuen Streetfighter V4 wurde im Vergleich zum Vorgängermodell überarbeitet und mit Nocken ausgestattet, die ein optimiertes Profil und einem größeren Hub aufweisen. Die Lichtmaschine und die Ölpumpe sind baugleich mit denen der Panigale V4 R, während die Getriebetrommel die gleiche ist wie bei der Superleggera V4. Der nach der Abgasnorm Euro5+ zugelassene Desmosedici Stradale-Motor liefert 214 PS bei 13.500 U/min und ein maximales Drehmoment von 120 Nm bei 11.250 U/min. Diese Werte können mit der Racing-Konfiguration weiter gesteigert werden: Durch den Einsatz der Racing-Komplettanlage von Ducati Performance by Akrapovič steigt die maximale Leistung auf 226 PS.
Design und Aerodynamik
Das Design der neuen Streetfighter V4 bewahrt die unverkennbare Streetfighter-DNA und den Charakter der Panigale, nur ohne Verkleidung. Mit ausgewogeneren Proportionen und einer gleichmäßigeren Balance zwischen Front und Heck entstehen Linien, die nach vorne gerichtet sind und das Motorrad so aussehen lassen, als würde es sich selbst in die nächste Kurve katapultieren. Ein völlig neuer Voll-LED-Scheinwerfer unterstreicht das aggressive Gesicht der neuen Streetfighter und behält dabei ihre ikonische Lichtsignatur bei. Der 16-Liter-Tank, der besonders schmal ist und sich durch eine sehr ausgeprägte Schulter auszeichnet, spiegelt sich in der größeren Präsenz des Hecks wider, das nach hinten hin länger ist, mit einem kürzeren Kennzeichenhalter und einem niedrigeren Soziussitz als bei der Streetfighter V4 aus dem Modelljahr 2024.
Schließlich durften die nach vorne geneigten Doppeldecker-Winglets, ein charakteristisches Element der Streetfighter V4 seit der ersten Version, nicht fehlen. Im Vergleich zum Vorgängermodell sind sie effektiver (+17 kg Abtrieb bei 270 km/h) und raffinierter und ausgefeilter in die Linie integriert. Dank der Flügel entstand ein sehr agiles Motorrad, das sich bei hohen Geschwindigkeiten gleichzeitig fahrstabil und präzise anfühlt.
Ergonomie und Fahrkomfort
Die Sitzposition der neuen Streetfighter V4 ist von der neuen Panigale V4 abgeleitet und wurde mit dem Ziel definiert, die Kontrolle über das Fahrzeug zu verbessern und gleichzeitig den Fahrkomfort zu erhöhen, insbesondere für größere Fahrer. Die Sitz/Tank-Einheit bietet dank des größeren Platzangebots mehr Bewegungsfreiheit in Längsrichtung und erleichtert das Einnehmen und Beibehalten der aerodynamischen Haltung. Gleichzeitig kann sich der Fahrer effektiver am hinteren Bereich des Tanks abstützen, der in Kombination mit den Seitenpads und der Form des Sitzes beim Bremsen, am Kurveneingang und in den Kurven eine bessere Unterstützung bietet. Der Fahrer kann sich leichter mit den Knien verankern, was beim Verzögern und dem Hanging-Off in den Kurven ein ermüdungsfreieres Fahren ermöglicht. Im Vergleich zum Vorgängermodell wurde die Kröpfung des Lenkers um 10 mm nach hinten und damit näher an den Fahrer herangeführt. Die Fußrasten sind niedriger und weiter vorne angebracht und zudem 10 mm weiter innen positioniert. Dies erhöht den Komfort für den Fahrer, ohne die Bodenfreiheit zu beeinträchtigen.
Fahrwerk und Handling
Die Streetfighter V4 war der Panigale V4 noch nie so ähnlich. Dank des sehr fahrstabilen Fahrwerks des neuen Superbikes aus Borgo Panigale war es bei diesem Modell nicht notwendig, die Schwinge zu verlängern, um dem Motorrad zusätzliche Stabilität zu verleihen. Das Fahrwerk der Streetfighter V4, das direkt von der neuen Panigale abgeleitet wurde, ist völlig neu. Der Front Frame ist leichter (3,47 kg Gewicht im Vergleich zu 4,42 kg beim Vorgänger) und weist im Vergleich zum Vorgängermodell eine geringere Steifigkeit auf (-39 % in seitlicher Richtung). Außerdem verbessert der neue Ducati Hollow Symmetrical Swingarm die Traktion am Kurvenausgang und somit die Beschleunigung. Die seitliche Steifigkeit wurde reduziert (-43 % im Vergleich zur Einarmschwinge des Vorgängermodells). Die Baugruppe aus Schwinge und Umlenkung ist insgesamt um 2,9 kg leichter als beim bisherigen Modell.
Die Schmiedefelgen der Streetfighter V4 S mit fünf tangentialen Speichen, die von denen der DesmosediciGP inspiriert sind, wiegen nur 2,95 bzw. Die bei der Streetfighter V4 S verbaute elektronisch gesteuerte Öhlins NIX/TTX-Federung der dritten Generation verfügt über ein größeres Einstellspektrum und ermöglicht die Verwendung komfortablerer Kalibrierungen für den Einsatz auf der Straße und eine nachhaltigere und effektivere Nutzung beim Fahren zwischen den Randsteinen einer Rennstrecke. Gleichzeitig bietet das erhöhte Arbeitstempo der Hydraulik eine präzisere und genauere Rückmeldung in jeder Fahrsituation. Darüber hinaus wurde im Vergleich zur Panigale V4 die hintere Aufhängung in ihrer Progressivität überarbeitet, um mehr Komfort auf der Straße zu erreichen. Der Fahrkomfort wird durch die "Cruise Detection"-Strategie noch weiter erhöht. Das System macht die Federung weicher, wenn eine konstante Geschwindigkeit erkannt wird, wie beispielsweise bei Autobahnfahrten.
Elektronik und Assistenzsysteme
Das von Ducati in Zusammenarbeit mit Bosch entwickelte Race eCBS-System mit Kurvenfunktion kann die Hinterradbremse aktivieren und modulieren. Dadurch werden Lastverlagerungen begrenzt und die Fahrstabilität des Motorrads in der Bremsphase sowohl auf der Straße als auch auf der Rennstrecke verbessert, selbst wenn der Fahrer nur die Vorderradbremse betätigt. Das System, das jetzt in fünf statt wie bisher in drei Stufen einstellbar ist, greift auf den für den Einsatz auf der Rennstrecke entwickelten niedrigsten Stufen ähnlich ein, wie es professionelle Fahrer tun. Der Ducati Vehicle Observer, ein von Ducati Corse in der MotoGP entwickelter Algorithmus, simuliert mehr als 70 Sensoren und verfeinert so die elektronischen Kontrollstrategien, die in der Serienproduktion eine noch nie dagewesene Effizienz erreichen.
Die Streetfighter V4 des Modelljahres 2025 verfügt über ein umfassendes Paket moderner elektronischer Steuerungen: Ducati Traction Control, Ducati Vehicle Observer, Ducati Slide Control, Ducati Wheelie Control DVO, Ducati Power Launch DVO, Engine Brake Control und Ducati Quick Shift 2.0. Das System DQS 2.0 verwendet eine Strategie, die ausschließlich auf dem Winkelstellungssensor der Getriebetrommel basiert. Dadurch kann auf den sonst üblichen Mikroschalter verzichtet werden.
Display und Informationsanzeige
Das neue 6,9 Zoll große Farbdisplay mit einem Seitenverhältnis von 8:3 bietet maximale Ablesbarkeit und fügt sich perfekt in die Linie der neuen Streetfighter ein. Der Bildschirm nutzt die Optical Bonding Technologie, um auch bei Tag eine optimale Ablesbarkeit auf schwarzem Hintergrund zu gewährleisten. Das Display ändert sein Layout dynamisch, indem es die Spalten verschiebt und die Flächen neu verteilt, um den Funktionen, die gerade verwendet werden, wie beispielsweise die Navigation, maximale Sichtbarkeit zu bieten.
- Der Info Mode Road verfügt über eine sehr klare Grafik, wobei der Schwerpunkt auf dem kreisförmigen Drehzahlmesser liegt, der sich in der Mitte befindet und in dem der eingelegte Gang angezeigt wird. Die linke Seite des Bildschirms ist für die Einstellungen, die Navigation (falls installiert), den Musikplayer, die Verwaltung des Smartphones und die optionalen Heizgriffe sowie die verschiedenen Funktionen, die für jedes dieser Features verfügbar sind, reserviert.
- Der Info Mode Track, der standardmäßig mit dem Riding Mode Race kombiniert ist, wurde so konzipiert, dass er die wichtigsten Informationen beim Fahren auf der Rennstrecke in den Vordergrund stellt. Der Drehzahlmesser befindet sich am oberen Rand des Bildschirms, mit einer bis 9.000 U/min komprimierten Skala, während der Fahrer in der Mitte die Anzeige des eingelegten Gangs und rechts die eingestellten Stufen der elektronischen Steuerung (über die rechte Wippe anpassbar) und deren Aktivierung findet.
Verfügbarkeit und Ausstattung
Die neue Streetfighter V4 ist in den Versionen V4 und V4 S erhältlich und wird im März 2025 zu den Händlern kommen. Das S-Modell ist mit Öhlins-Federung und -Lenkungsdämpfer, Schmiederädern und Lithium-Batterie ausgestattet.
Ducati Panigale V4 S (2025): Details und Neuerungen
So fährt die neue Ducati Panigale V4 S für 2025 :Ducati stellt die Panigale V4 von Einarmschwinge auf Zweiarmschwinge um, zur Freude im Fahrerlager der WSBK. Seit 25. Juli 2024 ist gewiss: Mit der neuen Panigale V4 wendet Ducati sich weiter und in diesem Fall erneut von einer technischen Besonderheit ab. Und wie schon zuvor: Das kann nur Vorteile haben.
Zweiarmschwinge und Fahrwerksverbesserungen
Die größte Veränderung zeichnet das Handling der Ducati aus, das in vielerlei Hinsicht zugänglicher und damit besser wurde. Zunächst erleichtert es die neu gestaltete Ergonomie es, sich auf dem Motorrad zu bewegen und in den fordernden Brems- und Beschleunigungsphasen an Tank und Sitzhöcker guten Halt zu finden. Dazu ist hinter der Scheibe spürbar mehr Windschutz. Die Panigale V4 S kommt dem Fahrer entgegen, gibt außerdem ein glasklares Feedback und schafft schnell reichlich Vertrauen. Die in der lateralen Steifigkeit reduzierte und nun zweiarmige Schwinge, der ebenfalls modifizierte Hauptrahmen und das semiaktiv arbeitende Öhlins-Fahrwerk der neuesten Generation formen eine harmonische Einheit und verhelfen der neuen Pani zu tollem Feeling in tiefsten Schräglagen und beeindruckender Stabilität. Das altbekannte "Rühren" der Duc beim harten Beschleunigen in Schräglage gehört der Vergangenheit an.
Bremsen und Elektronik
Auf der Bremse legte die Ducati doppelt zu. Neben maximal performanten Brembo-Stoppern mit Hypure-Sätteln und fetten 330er-Scheiben trägt sie nun das von Ducati und Bosch entwickelte Race eCBS. Dieses System aktiviert im schärfsten ABS-Modus (sieben statt drei) beim harten Anbremsen die Hinterradbremse und das wirkt sich spürbar stabilisierend in der ersten Bremsphase aus. Zudem hält das eCBS den Bremsdruck am Hinterrad (natürlich ABS-überwacht) bis in tiefe Schräglage aufrecht und ermöglicht so ein besseres "Turning".
Elektronisch verbaut Ducati nun das aus der MotoGP abgeleitete DVS (Ducati Vehicle Oberserve), das über 70 Sensoren ohne neue Hardware simulieren soll. Bei der Fahrpräsentation fallen keine spezifischen Neuerungen auf, jedoch arbeitet die Elektronik insgesamt piekfein und mit höchster Präzision. Auch erfahrene Racer spüren Regeleingriffe mitunter kaum und in den scharfen Settings bewegen sich die Helferlein am Limit des physikalisch Möglichen - Wow!
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Leistung (mit Racing-Auspuffanlage) | Bis zu 228 PS |
| Drehmoment | Reduziert um 2,7 Nm |
| Trockengewicht (V4 S) | 187 kg |
Ducati Panigale V4 neu mit Zweiarmschwinge
In der World Superbike beginnt die Geschichte der neuen Ducati Panigale V4 mit Zweiarmschwinge. Die jüngeren Erfolge in der WSBK mit 2 Weltmeisterschaften in Folge sollen fortgeführt werden, und da stört die Einarmschwinge. Neben ihren Nachteilen beim Gewicht und dessen Verteilung sowie dem komplizierteren Abstimmen des Fahrwerks ist das Uralt-Argument des schnelleren Radwechsels noch aus alten Langstreckenzeiten seit Jahren in keiner Ecke des Fahrerlagers mehr haltbar.
Die neue, zweiarmige Schwinge der Panigale V4 ist aus Aluminium gefertigt, wiegt mit Antrieb und Federung angeblich 3,8 Kilogramm weniger als das einarmige Pendant und baut 16 Millimeter länger. Interessant: Die neue Schwinge - "Ducati Hollow Symmetrical Swingarm" getauft - lagert wohl in den gleichen Drehpunkten im Motorgehäuse wie zuletzt die Einarmschwinge. Und daraus folgt ein unkonventioneller Aufbau.
V4-Motor mit 216 PS - bis zu 228 PS möglich
Apropos V4 in der neuen Ducati Panigale V4: Der Desmosedici Stradale getaufte Motor trägt nicht nur 2 zusätzliche Lambdasonden - in Summe 6 - und damit das Siegel Euro5+, sondern leistet mit 216 PS ein halbes PS mehr. Er muss dafür allerdings 500 Umdrehungen höher auf 13.500 Touren kommen. Deutlich veränderte Ducati alle Werte rund um das Drehmoment aus 1.103 Kubik. Es sinkt in der Spitze um 2,7 Nm, dafür steigt die dafür zu erreichende Drehzahl um 1.750 Touren auf 11.250 Umdrehungen pro Minute. Mit Racing-Abgasanlage von Akrapovic (Original-Zubehör ohne Straßenzulassung) steigt die Spitzenleistung angeblich auf bis zu 228 PS.
Neues Fahrwerk für die Panigale V4
Mit der neuen Zweiarmschwinge in der neuen Ducati Panigale V4 ändert Ducati das übrige Fahrwerk gleich mit. Bei den vorgestellten Modellen V4 und V4 S wächst der Federweg der Gabel um 5 auf 125 Millimeter, während der Federweg der jeweils neuen Federbeine mit 130 Millimeter bekannt lang bleibt. Ob durch die geänderte Hinterradaufhängung oder einen neuen Frontrahmen, ist nicht bekannt, allerdings steht der Lenkkopfwinkel mit 66 Grad ein halbes Grad steiler als bisher. Und das betrifft den Nachlauf direkt: in den beiden neuen Panigale V4 schrumpft er um 2 auf 98 Millimeter. Durch die neue Schwingenlänge wächst der Radstand um 16 auf 1.485 Millimeter.
Neue Brembo-Bremse
Zur EICMA 2023 stellte Brembo die neue Top-Bremse des Hauses vor. Hypure getauft und für Hyperbikes entwickelt, ist die neue Ducati Panigale V4 eines der ersten Serienmotorräder mit diesen neuen Sätteln an der Gabel. Die neuen 4-Kolben-Sättel kombiniert Ducati an V4 und V4 S mit zwei 330er-Bremsscheiben vorn, der 2-Kölber hinten ist mit einer 245er-Scheibe kombiniert. Standard bei Ducati: Das komplette Sicherheitspaket mit allen erdenklichen Assistenten in Form des Bosch MSC ist ab Werk aktiv.
Noch mehr Elektronik
Bei der neuen Ducati Panigale V4 simuliert Ducati unter dem Oberbegriff DVO - Ducati Vehicle Observe - die Daten von 70 Sensoren und versorgt die zentrale IMU (Inertial Measurement Unit) mit Informationen. Dabei ist das Wort zentral sogar wörtlich zu nehmen, denn Ducati versetzt die IMU von der Front hinter den Tank, um das Gerät zentraler im Fahrzeug zu platzieren. Unter den bekannten Funktionen wie ABS, Traktionskontrolle, Wheelie-Control, Launch-Control, Slide-Control und der einstellbaren Motorbremse findet sich ein komplett neues Feature: Ducati nennt es Race eCBS.
Neue Bremskraftverteilung Race eCBS von Ducati
Ducati setzt bei der neuen Panigale V4 zum ersten Mal ein neues Verbundbremssystem ein. Das zusammen mit Bosch entwickelte Race eCBS ist ein elektronisch gesteuertes System zum "Verteilen" der Bremskraft von vorn nach hinten. In 7 Stufen einstellbar, erzeugt das Race eCBS bis zu 15,5 Prozent des maximalen Bremsdrucks an der hinteren Bremse, wenn am Handbremshebel gezogen wird.
Unterschiede - Panigale V4 und V4 S
Technisch unterscheiden sich die neuen Zweiarmschwingen-Versionen der Ducati Panigale V4 und V4 S nicht. Leistung und Elektronik sind deckungsgleich. Die offensichtlichsten Unterschiede betreffen die Fahrwerke. Das konventionelle Showa/Sachs-Duo an der V4 wird übertrumpft vom semi-aktiven Öhlins-Fahrwerk an der V4 S. Ebenso von Öhlins: Der Lenkungsdämpfer der V4 S, der einen von Sachs ersetzt. Zudem sparen an der V4 S die Schmiederäder und die Lithium-Ionen-Batterie Gewicht.
Ducati Panigale V4 SP2
Das SP, "Sport Production", steht bei Ducati schon seit jeher für richtig schnelle und edle Track-Bikes. Jahr für Jahr gibt es ein Update für die Panigale-Modellreihe und jedes Jahr aufs Neue scheint der Gipfel der Sportlichkeit erreicht. Inzwischen wiegen die Bikes trocken nur mehr knapp über 170 kg, bringen aber deutlich über 200 PS auf die Straße! Wo soll das nur hinführen? Doch den Ducati Ingenieuren reicht es offenbar noch nicht. Genau wie die Renn-Eisen der SBK wird jährlich nachgeschärft, was uns heuer die V4 SP2 beschert.
Schon die "normalen" V4 Panigales wurden für 2022 gröber überarbeitet. Zusammengefasst wurden die extremen Bikes zugänglicher für Amateure und Hobby-Racer gemacht, indem Ergonomie, Aerodynamik, Elektronik und Fahrwerk überarbeitet wurden. Was genau bei den Panigale V4 Modellen verändert wurde, erfahrt ihr im Bericht zur Ducati Panigale V4 & V4 S 2022. Wie sehr diese Neuerungen in der Realität spürbar sind, das verrät euch Martin Bauer beim Track-Test der Ducati Panigale V4 S 2022.
Wie ernst der Rennstrecken-Aspekt der V4 SP2 gemeint ist, zeigt das Track-Kit, welches in Serie inkludiert ist. Darin finden sich Aluminium-Abdeckungen für die Montagepunkte der Seitenspiegel, des Kennzeichenhalters und ein offener Kupplungsdeckel aus Karbon. Für richtige Race-Cracks gibt es auch noch die optionale Akrapovic Racing-Abgasanlage aus Titan. Sie entlockt dem 1.103 ccm Desmosedici Stradale V4 Motor das volle Potential. Statt "nur" 215,5 PS bei 13.000 U/min steigt die Leistung auf 228 PS und 131 Nm Drehmoment. Trotz dieses massiven Leistungsboosts soll die Anlage dennoch leise genug für Rennstrecken mit strengen dB-Regeln sein.
Trotz der exklusiven Ausstattung und einer fortlaufenden Nummerierung auf der Gabelbrücke jeder V4 SP2, richtet sie sich nicht nur an Profi-Racer. Doch Amateure könnten 200+ Pferdchen niemals zügeln ohne die Elektronik, die in der V4 SP2 nicht nur allgegenwärtig, sondern auch stark für den Gebrauch im Oval ausgelegt ist. So gibt es zum Beispiel eine eigene Drehmomentkurve für jeden Gang und vier Power Modi (Full, High, Medium, Low) optimieren die Leistungsentfaltung. Der Track EVO Modus, ein spezieller Racing-Modus für das TFT-Display mit einem hohen Grad an Individualisierbarkeit und detaillierten Anzeigen, ist nicht mehr optional, sondern Serie auf der V4 SP2.
Neben vier Fahrmodi (Race A, Race B, Sport, Street) ist auch das GPS-Modul, mit welchem Rundenzeiten im Display angezeigt und das Layout von 5 Rennstrecken gespeichert werden können, serienmäßig mit an Bord. Das gilt auch für den Ducati Data Analyzer, der die Auslese und Analyse aller Daten ermöglicht. Als Zubehör gibt es noch die Slick Ducati Performance Software, die die Traktionskontrolle auf den Gebrauch von Slick-Reifen optimiert.
Aber nicht nur das Elektronik-Paket ist rekordverdächtig üppig ausgefallen, auch die physischen Bauteile an der Ducati übertrumpfen sich in puncto Exklusivität und Performance. Statt der Ölsumpf-Kupplung der V4 S ist die V4 SP2 mit einer Trockenkupplung ausgestattet, die noch besser mit dem extremen Einsatz auf der Rennstrecke zurechtkommt. Außerdem ist die Kupplung auch so konzipiert, dass mit dem Austausch einer Feder die mechanische Motorbremswirkung angepasst werden kann. Die Öhlins NPX25/30 Gabel vorne und das Öhlins TTX36 Federbein hinten bieten 125 mm bzw. 130 mm Federweg und werden zusammen mit dem Lenkungsdämpfer elektronisch per Smart EC 2.0 System semiaktiv gesteuert. Statt den Aluminium-Felgen der V4 S besitzt die Panigale V4 SP2 Karbon-Felgen, die mit 1,4 kg weniger Masse auch deutlich weniger Aufstellmoment verursachen (-26% an der Front und -46% am Hinterrad). Auch die Brembo Stylema Bremserei ist die feinste Ware, die nicht nur mächtig verzögern, sondern auch per Knopf am Lenker eingestellt werden kann, wie man es von vollblutigen Rennmaschinen kennt. Zu guter Letzt sind noch die Rizoma Fußrastenanlagen zu erwähnen: Eloxiertes Aluminium, Fersenschutz aus Karbon und voll einstellbar.
Die Panigale V4 SP2 erscheint in der "Winter Test"-Farbvariante, die ihre Inspiration von den SBK-Testmaschinen der Vorsaison nimmt. Sie ist auch als Einsitzer-Variante verfügbar und soll ab März 2022 erhältlich sein. Der Preis ist noch nicht bekannt, wird aber über 40.000 € liegen.
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