Kaum eine andere Klasse entwickelt sich derzeit so schnell weiter. Die Klasse der Einsteiger-Bikes für den A2-Führerschein (maximal 48 PS) wandelt sich seit gut 3 Jahren weg von der Budget- hin zur Premium-Klasse. Interessanterweise ohne wirklich teurer zu werden. Die neuen Modelle sind piekfein konstruiert und produziert.
Die Klasse der Einsteiger-Bikes bis 48 PS zählt in der Bestenliste aktuell 31 Modelle. MOTORRAD zeigt die 5 besten A2-Kräder.
Das A2-Konzept ermöglicht es Motorradfahrern mit einem Führerschein der Klasse A2, Krafträder mit einer maximalen Leistung von 35 kW (48 PS) und einem Leistungsgewicht von höchstens 0,2 kW/kg zu fahren. Das A2-Konzept wurde im Jahr 2013 eingeführt, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen.
Die Welt der Motorräder steht mit dem A2-Führerschein auch Fahranfängern offen. Ob Naked Bike, Supersportler, Tourer oder Enduro - die Auswahl an A2-Motorrädern ist groß und vielfältig.
Die Top 5 der besten Einsteiger-Bikes mit 48 PS (laut MOTORRAD)
Platz 1: Honda CB 500 X
Die CB 500 X ist so etwas wie die eierlegende Wollmilchsau unter den Einsteiger-Bikes. Als einziger Crossover der Klasse wirkt sie wie eine Reiseenduro und fährt wie ein Naked Bike. Zu Recht versammelt sie 623 Punkte auf ihrem Testkonto und liegt damit weit vor dem 2. Platz. Und nicht nur bietet Honda mit der 500 X das derzeit beste Einsteiger-Bike in MOTORRAD, die 500 X darf sich auch noch mit der Preis-Leistungs-Note 1,0 schmücken.
Platz 2: Kawasaki Ninja 400
Bereits mit deutlichem Abstand in Form von 8 Punkten steht die Kawasaki Ninja 400 mit 615 Punkten auf Platz 2. Interessant: Die Motorwertung entscheidet die kleine Ninja mit starken 131 Punkten für sich im Vergleich zur 500er-Honda mit 117 Punkten. Dafür verliert die Kawasaki ihren deutlichen Vorsprung dann wieder in der Alltagswertung.
Platz 3: Kawasaki Ninja 500 SE
Den aktuell besten Einsteiger-Motor bietet Kawasaki in der Ninja 500. Mit 132 Punkten steht er unerreicht auf Platz 1 der Antriebe, während die Ninja mit 613 auf Platz 3 steht. Im Grunde ist der 500er-Motor der von 399 auf 451 aufgebohrte Motor der Ninja 400, bietet allerdings einiges mehr an Kraft und Kraftentfaltung.
Platz 4: Honda CB 500 Hornet
Mit 611 Punkten steht die Honda Hornet 500 auf Platz 4 der Bestenliste der Einsteiger-Bikes von MOTORRAD. Interessant: Der Twin mit 471 Kubik erfährt in der Hornet satte 7 Punkte mehr als in der motorisch baugleichen CB 500 X. Den Grund zeigt die Punktewertung im Detail.
Platz 4: Honda CBR 500 R
Ebenfalls 611 Punkte erhält die Honda CBR 500 R. Im Grunde die Supersport-Version der Hornet und der CB 500 X. Ebenfalls interessant: Auch in der CBR fährt der Motor mit 122 Punkten mehr Punkte ein als in der CB 500 X. Die Unterschiede der Punkte zur CB 500 Hornet sind minimal.
Platz 5: KTM 390 Adventure
Tatsächlich steht erst auf Platz 5 die erste Enduro in der Bestenlisten der Einsteiger. Und zwar dank der 609 Punkte, die die KTM 390 Adventure einfuhr. Allerdings noch eine Version von 2023, also die 390er-Modelle noch keine schräglagensensiblen System hatten.
A2-Supersportler im Vergleich: Aprilia RS 457, Honda CBR 500 R und Kawasaki Ninja 500
Vollverkleidete Sportler liegen wieder im Trend, besonders bei der Fraktion "jung und wild". Weil die mit A2-Führerschein auf 48 PS beschränkt ist, gibt’s diverse Superbikes auch in diesem Format. Zum Beispiel Aprilia RS 457, Honda CBR 500 R und Kawasaki Ninja 500. Welches der drei Bikes bietet den größten Fahrspaß fürs Geld?
Aprilia RS 457
Die Jüngste im Bunde ist die komplett neu entwickelte Aprilia RS 457. Mit 270 Grad Hubzapfenversatz entspricht ihr Antrieb modernem Reihenzweizylinder-Zeitgeist, die Kolben der Twins von Honda und Kawasaki oszillieren gegenläufig. Ihr Punch (48 PS/44 Nm) liegt dafür etwas später an als beim Wettbewerb. Up to date: der Hauptrahmen aus Alu mit mächtigem Lenkkopf, Sport als Kernkompetenz.
Auch ihre Ergonomie mit tiefem, weit ausgestelltem Lenker (auf Dauer unbequem, so viel sei bereits jetzt verraten) und hohem Sitz vertritt den sportiven Grundgedanken in der Aprilia mit Stolz. Serienmäßig rollt die Aprilia auf No-Name-Reifen (Eurogrip Protorq Extreme), die sich hölzern anfühlen und kein bedingungsloses Vertrauen vermitteln können.
Dennoch zieht der Antrieb vom Drehzahlkeller bis zum elektronischen Stopp schön gleichmäßig durch, Leistungslöcher oder -sprünge sind bei der Aprilia RS 457 Fehlanzeige. Dazu reagiert der Twin dank mustergültig abgestimmtem E-Gas sehr direkt auf Marschbefehle, ohne mit Lastwechseln zu nerven. Aprilia-typisch der Sound. Wie ihre große Schwester RS 660 bollert die 457er dumpf-bedrohlich aus ihrem Endtopf, düster wie nahende Gewitter.
Mit drei Fahrmodi (Eco, Rain, Sport), dreistufiger Traktionskontrolle und dem deaktivierbaren Hinterrad-ABS bietet die Aprilia für diese Klasse reichlich elektronische Fahrhilfen und ein top ablesbares Fünf-Zoll-TFT-Cockpit.
Honda CBR 500 R
Umstieg auf die Honda CBR 500 R, die zu dieser Saison ein Facelift bekam, optisch aber noch immer eng verwandt mit der Fireblade, Generation SC77, erscheint. Als Einzige des Trios klotzt sie mit einer Doppelscheibenbremse inklusive feiner Wave Discs, dazu Michelins in den erwachsenen Dimensionen 120/70 und 160/60.
Von seiner besten Seite zeigt sich der Antrieb, wenn das TFT-Cockpit (neu, mit Connectivity) mittlere Drehzahlen anzeigt. Astreine Leistungsentfaltung, ordentliche Werte, alles supi. Sozialverträgliche Drehzahlen, angenehm blubbernder Motor - reine Seelenmassage. Auf der Habenseite stehen auch die hohe Laufkultur des Twins, eine klasse dosierbare und leichtgängige Kupplung, easy Gangwechsel und trotz der direkt an die Drosselklappen mündenden Gaszüge ein weiches und gleichermaßen direktes Ansprechverhalten - passt!
Kawasaki Ninja 500
Mit 173 Kilo stemmt die Kawasaki Ninja 500 satte 20 Kilo weniger auf die Waage als die Honda CBR 500 R und immerhin noch fünf weniger als die Aprilia RS 457. Dazu rollt sie auf den schmalsten Rädern, und ihre Entwickler verpassten der Ninja auch den geringsten Nachlauf und damit extrem handlingfördernde Zutaten.
Herrlich spritzig stellt sich der Kawa-Motor dem Fahrer vor. Seine etwas geringere Spitzenleistung gleicht er locker mit kräftigem Punch von unten aus, wodurch die Grüne ebenso flott aus den Ecken pfeffert wie die Aprilia RS 457, sich dabei aber wesentlich unaufgeregter zeigt - tatkräftig unterstützt von der insgesamt kürzesten Übersetzung des Vergleichs.
Sound? Eher zurückhaltend, ähnlich jenem der Honda CBR 500 R. Im Gegensatz zu ihr erzeugt der Kawa-Antrieb allerdings ab 6.000/min feinnervige Vibrationen, die sich am Lenker, dem Sitz und an den Rasten austoben.
Weitere Überlegungen bei der Auswahl eines A2-Motorrads
Die Aprilia RS 660 ist die schnellste A2, wenn es um die Beschleunigung geht. Es ist wichtig zu beachten, dass die Geschwindigkeit nicht der einzige Faktor ist, der bei der Auswahl eines A2-Motorrads berücksichtigt werden sollte.
Ob 48 PS viel für ein Motorrad sind, ist individuell zu beurteilen. Es ist empfehlenswert, verschiedene Motorräder mit unterschiedlichen Leistungsstufen zu testen, um das richtige Motorrad für sich zu finden.
Bei den Retro- und Cruiser A2 Bikes geht es ums Feeling - nicht um Topspeed, Beschleunigung und Rundenzeiten. Der Look ist entscheidend, der Motorcharakter bringt den Vibe voran.
Zusammenfassung der Testergebnisse
Hier ist eine Tabelle, die die wichtigsten Testergebnisse der drei verglichenen A2-Supersportler zusammenfasst:
| Merkmal | Aprilia RS 457 | Honda CBR 500 R | Kawasaki Ninja 500 |
|---|---|---|---|
| Gewicht | 178 kg | 193 kg | 173 kg |
| Bremsen | ABS grob, stumpfes Gefühl | Doppelscheibe, kräftiger | Bester Biss, knackigstes Gefühl |
| Motorcharakteristik | Gleichmäßig, direktes Ansprechverhalten | Astreine Leistungsentfaltung | Spritzig, kräftiger Punch |
| Handling | Stabil, braucht Nachdruck | Benötigt Auswringen | Kurven-Königin, nervös |
| Komfort | Sportlich, unbequem | Kommod, geeignet für längere Etappen | Vibrationen ab 6.000/min |
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