Der Dolomiten Radweg, auch bekannt als der "Lange Weg der Dolomiten" (Lunga Via delle Dolomiti), ist ein etwa 66 Kilometer langer Radweg, der auf der Trasse der ehemaligen Dolomitenbahn verläuft. Er verbindet die Regionen Südtirol und Belluno und führt durch die einzigartige Gebirgslandschaft der Dolomiten. Diese Tour ist für jeden gut machbar.
Die Dolomitenbahn (Ferrovia delle Dolomiti) entstand im 1. Weltkrieg und wurde 1964 stillgelegt. Der Radweg verläuft größtenteils auf der alten Bahntrasse.
Streckenverlauf und Highlights
Der Radweg kann in beide Richtungen befahren werden, entweder von Toblach in Südtirol (1.200 m) oder von Calalzo di Cadore aus. Von Toblach aus fährt man vorbei am Toblacher See und über Nasswand hoch auf den Cimabanche Pass auf (1.530 m). Von Cortina d'Ampezzo führt die Strecke weiter hinunter Richtung Venetien. Die Dolomiten sind berühmt für ihre markanten Gipfel, wie die Drei Zinnen.
Entlang der Strecke passiert man zahlreiche Tunnel, Brücken und stillgelegte Bahnhöfe. Der Weg führt durch das Höhlensteintal (Val di Landro) und bietet einen atemberaubenden Blick auf die Bergwelt, insbesondere den Drei-Zinnen-Blick.
Zu den wichtigsten Stationen entlang der Strecke gehören:
- Toblach
- Toblacher See
- Schluderbach
- Cimabanche Pass
- Cortina d'Ampezzo
- Pieve di Cadore
- Calalzo di Cadore
Detaillierte Etappenberichte
Hier sind einige detaillierte Etappenberichte von Radfahrern, die den Dolomiten Radweg befahren haben:
Toblach-Pieve di Cadore (66 km, 465 m ↑, 916 m ↓)
Die Tour beginnt in Toblach und führt über 66 km auf einer aufgelassenen Eisenbahnverbindung nach Pieve di Cadore. Von Toblach bis zum Cimabianche-Pass radelt man 16 km und 330 m aufwärts bis auf 1520 m, danach auf 50 km 800 m abwärts. Zuerst fährt man gemütlich am Toblachersee vorbei, anfangs asphaltiert und später auf guten Naturwegen begleitet von einem pittoresken Bach stetig aufwärts bis nach Schluderbach. Links und rechts das wunderschöne Bergpanorama der Dolomiten. Nach Schluderbach bis zur Passhöhe wird es etwas steiler und der Weg ist teilweise recht lose geschottert. Abwärts radelt man wieder auf festem Untergrund und der erste beleuchtete Tunnel ist bald erreicht. Eine gewaltige Schlucht wird über ein Viadukt überquert und bald blendet der weisse Kalkstein auf dem Weg nach Cortina d’Ampezzo, der Perle der italienischen Dolomiten. Ab hier ist der Radweg ausser einigen wenigen Kilometern durchgehend asphaltiert und wie schon ab Toblach ruhig und abseits der lärmigen Hauptstrasse. Es ist ein richtiger Genuss fast schwerelos mit wunderschönem Panorama, an alten Bahnhöfen, über Viadukte und unzählige Tunnels bis zum Ziel in Pieve di Cadore anzukommen.
Pieve die Cadore-VittorioVeneto (74 km, 507 m ↑, 1180 m ↓)
Ab dem Ende der Bahntrasse in Pieve gibt es teilweise extra Radwege, aber doch deutlich mehr Abschnitte auf Nahverkehrsstrassen teils direkt am Fluss Piave entlang. Da dort aber sehr wenig KFZ-Verkehr unterwegs ist, kann man zwar sehr entspannt fahren, muss aber immer wieder Steigungen in Kauf nehmen. Am Kraftwerk Soverzene ist der Radweg direkt ins Kraftwerk integriert und der Weg führt abenteuerlich an einer steilen Felswand entlang. Danach ganz ruhig und entspannt an Kanälen entlang bis man den Lago di Santa Croce erreicht. Nach der Mittagsrast muss man nur noch den kleinen Pass von Sella di Fadalto überqueren um abwärts, an zwei kleinen Stauseen vorbei, das Tagesziel VittorioVeneto zu erreichen.
Tipps und Hinweise
- Die beste Reisezeit für den Dolomiten Radweg ist von Frühjahr bis Herbst.
- Für den Anstieg auf den Cimabanche Pass ist eine gute Grundkondition erforderlich.
- Unterkünfte sollten im Voraus gebucht werden, besonders im Sommer.
- Es gibt regelmäßige Bus-, Zug- und Taxiverbindungen zwischen Toblach und Calalzo di Cadore.
Ausrüstung
Für den Dolomiten Radweg empfiehlt sich ein Mountainbike, E-Mountainbike oder Gravel Bike. Es ist wichtig, auf unterschiedlichem Terrain sicher fahren zu können.
Alternative Routen und Erweiterungen
Der Dolomiten Radweg lässt sich hervorragend zu einem ausgedehnten Südtirol-Radurlaub nutzen. Man kann vom Brenner kommend auf dem Brenner-Radweg (Eisacktal) bis Franzensfeste fahren und hier auf den Pustertal Radweg abbiegen. Vom Dolomiten-Radweg in Tai di Cadore kann man auf den Piave-Radweg wechseln und über Longarone nach Belluno und Feltre gelangen. Über eine landschaftlich schöne Strecke radelt man über Arsiè und Fastro und in Serpentinen geht es dann in das Valsugana. Über den Valsugana-Radweg erreicht man das Etschtal bei Trento mit dem Via Claudia-Radweg.
Radweg Parenzana
Kurz hinter Muggia beginnt der gekennzeichnete Parenzana Radweg. Bis zum Tagesziel ist der Weg asphaltiert, dort wo die ursprüngliche Eisenbahnstrecke nicht mehr vorhanden war teils mit kurzen steilen Rampen. Nach der slowenischen Grenze durchfährt man auch die ersten beleuchteten Tunnels. In Koper ist die Kennzeichnung teils nicht vorhanden, so dass man nachfragen muss. Aber dann wieder auf einigen km auf einer zur Radstrasse umfunktionierten Küstenstrasse. Es ist so heiss und das Meer verspricht etwas Abkühlung so machen wir eine Badepause. Danach wieder ein paar hm und nach einem langen Tunnel ist schon Portoroz erreicht.
Nach dem Frühstück mit herrlichen Ausblick und einem letzten Blick über Portoroz erreicht man die Lagune der Salzbauern. Umrunden der Bucht und über den Grenzübergang und schon sind wir im kroatischen Istrien - über Jahrhunderte ein venezianisch-italienischer geprägter Landesteil, was man sowohl an Bauten, wie auch an kulinarischem deutlich erkennen kann. Ab hier fährt man fast ausnahmslos auf Naturstrecken. Zuerst einmal Höhe gewinnen und in einer langen 5km Schleife kann man nochmals die Salzlagune überblicken. Die Trasse ist schön angelegt, teils aus dem Fels rausgesprengt. Bald ist die erste Höhe erreicht und man kann trotz der extremen Hitze etwas verschnaufen.
Impressionen und Erfahrungen
Ein Radfahrer beschreibt den Dolomiten Radweg als "la pìu bella pista ciclabile del mondo" - den schönsten Radweg der Welt. Die einzigartige Landschaft der Dolomiten begleitet einen von Anfang an.
| Region | Beschreibung |
|---|---|
| Toblach | Ausgangspunkt im Hochpustertal, beliebter Sommer- und Wintersportort |
| Cortina d'Ampezzo | Mondäner Olympiaort inmitten imposanter Gipfel |
| Pieve di Cadore | Historischer Ort im Cadoretal |
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