Der Donauradweg von Donaueschingen nach Ulm: Etappen, Highlights und praktische Tipps

Der Donauradweg gilt als eine der schönsten Radtouren Europas und ist völlig zu Recht im Atlas der Premium-Radwege ausführlich diskutiert. Besonders der Abschnitt zwischen Donaueschingen und Ulm bietet eine reizvolle Kombination aus Natur, Kultur und Geschichte entlang der deutschen Donau.

Die Etappen im Überblick

Eine individuelle Radreise auf dem Donauradweg von Donaueschingen nach Ulm ermöglicht es Ihnen, die Vielfalt dieser Strecke in vollen Zügen zu genießen. Hier ist eine Übersicht der Etappen, die Sie auf Ihrer Reise erwarten:

1. Tag: Donaueschingen

Die auf einem Hochplateau der Baar gelegene Residenzstadt Donaueschingen ist nicht nur die Heimat der Familie von Fürstenberg, sondern auch der Geburtsort der Donau, denn in unmittelbarer Nähe der Stadt bringen Brigach und Breg den zweitgrößten Strom Europas zuweg. Bevor Sie die Stadt auf den Spuren der Donau verlassen, sollten Sie sich am heutigen Anreisetag aber unbedingt noch etwas Zeit für eine kleine Entdeckungsreise nehmen und beispielsweise dem Fürstlich Fürstenbergischen Schloss mit seinem schönen Park und/oder der Pfarrkirche St. Johann Baptist einen Besuch abstatten.

2. Tag: Donaueschingen - Tuttlingen - Fridingen/Beuron (ca. 50-60 km)

Durch den Garten des Fürstlich-Fürstenbergischen Schlosses, in dem der nach wenigen hundert Metern in die Breg mündende Donaubach entspringt, führt der Donauradweg Sie heute zunächst durch das Tal des noch jungen Flusses nach Möhringen. Hier verschwindet die ansonsten sehr wasserreiche Donau jedes Jahr an etwa 200 Tagen im Erdboden und tritt erst im gute 12 Kilometer entfernten Aachtopf wieder ans Tageslicht: Die so genannte Donauversinkung. Nicht weit hinter Möhringen liegt Tuttlingen. Haben Sie Tuttlingen schließlich hinter sich gelassen, erwartet Sie der Naturpark Obere Donau. Hinter einer weit ausladenden Talschleife erwartet Sie dann das Städtchen Fridingen, wo es u. a. das mit prächtigem Fachwerk verzierte und kunstvoll bemalte Gasthaus 'Scharfeck' zu bewundern gibt, das auf den Überresten der alten Stadtmauer errichtet wurde.

3. Tag: Fridingen/Beuron - Sigmaringen/Scheer (ca. 30-55 km)

Mit der heutigen Radetappe setzen Sie Ihre Tour durch den wunderschönen Naturpark der Oberen Donau fort und begeben sich gleichzeitig auf eine kleine Zeitreise, denn die zahlreichen Burgen und Schlösser, die über dem Donau-Radweg thronen, lassen längst vergangene Zeiten anschaulich wieder lebendig werden. Im wenige Kilometer entfernten Beuron sollten Sie sich unbedingt Zeit für eine Besichtigung der dortigen Benediktinerabtei nehmen, in deren Klosterkirche etliche Beispiele für die berühmte Kunstrichtung "Beuroner Schule" bestaunt werden können. Weiter geht es auf ebener, asphaltierter Strecke in Richtung Hausen im Tal, dessen Ortsteil Langenbrunn vom auch überregional bekannten Schloss Werenwag überragt wird. Über Hausen im Tal und Thiergarten führt die malerische Strecke an beeindruckenden Felsen und der einen oder anderen Burgruine vorbei weiter ins etwas oberhalb des Donautals gelegene Inzigkofen. Zurück im Fahrradsattel führt Sie der Donauradweg als nächstes nach Laiz, wo die Wallfahrtskirche St. Peter und Paul auf Sie wartet. Von hier aus ist es nun nicht mehr weit bis in die alte Residenzstadt Sigmaringen, die neben ihrem imposanten Schloss noch viele weitere Sehenswürdigkeiten zu bieten hat, die Sie bei einem gemütlichen Stadtbummel kennenlernen können.

4. Tag: Sigmaringen/Scheer - Riedlingen/Umgebung (ca. 25-35 km)

Auf der Fahrt durch die weitflächigen Riede des Donautals gelangen Sie nach Scheer, einst keltischer und römischer Siedlungsort. Über Mengen, eine der fünf habsburgischen Städte, erreichen Sie Hundersingen mit seinem Heuneburgmuseum. Der Aufstieg zum Museum wird mit einem weiten Ausblick auf das Tal belohnt.

5. Tag: Riedlingen/Umgebung - Ehingen (ca. 40 km)

Sie radeln heute an einem Teil der berühmten Oberschwäbischen Barockstraße entlang. Die ehemalige Abteikirche des Klosters Zwiefalten wird als eine der schönsten Kirchen in der Region bezeichnet. Eine kleine Anstrengung erfordert die Steigung vor Munderkingen, in Ihren Übernachtungsort Ehingen.

6. Tag: Ehingen - (Blaubeuren) - Ulm (ca. 35-45 km)

Heute können Sie entweder entlang der Donau radeln oder die besonders empfehlenswerte und landschaftlich reizvolle Route entlang der Ach und der Blau über Blaubeuren radeln. Über Schelklingen radeln Sie nach Blaubeuren mit seiner Karstquelle, dem Blautopf. Ihr Ziel ist Ulm, die Grenzstadt zu Bayern.

7. Tag: Individuelle Rückreise

Highlights entlang der Strecke

Der Donauradweg zwischen Donaueschingen und Ulm bietet zahlreiche Highlights, die Ihre Radreise unvergesslich machen:

  • Donauquelle in Donaueschingen: Der offizielle Startpunkt befindet sich am Lammplatz, im Herzen Donaueschingens, in unmittelbarer Reichweite zur Donauquelle.
  • Donauversickerung bei Immendingen: Ein einzigartiges Naturschauspiel, bei dem das Wasser der Donau fast vollständig im Flussbett verschwindet.
  • Naturpark Obere Donau: Mit dem spektakulären Donaudurchbruch, einzigartigen Felsformationen und zahlreichen Burg(ruin)en. Die Schlucht ist am faszinierendsten, aber aus Naturschutzgründen - nicht asphaltiert.
  • Kloster Beuron: Ein Besuch der Klosterkirche mit ihren bedeutenden Stuckarbeiten ist eine kleine Pause wert.
  • Schloss Sigmaringen: Das imposante Schloss ist die bekannteste Sehenswürdigkeit der Stadt.
  • Heuneburg: Bei Mengen lohnt sich ein Abstecher auf die Heuneburg, eine keltische Siedlungs- und Festungsanlage und eine der bedeutendsten archäologischen Fundstätten der Welt.
  • Kloster Zwiefalten: Die ehemalige Abteikirche des Klosters Zwiefalten wird als eine der schönsten Kirchen in der Region bezeichnet.
  • Blautopf in Blaubeuren: Die blau leuchtende Karstquelle ist ein romantisches Kleinod.
  • Ulmer Münster: Das 161 Meter hohe Ulmer Münster ist weltbekannt.

Beschaffenheit der Strecke

Der gut beschilderte Donau-Radweg verläuft meist auf ebenem Gelände auf ruhigen Nebenstraßen oder Radwegen. Diese sind großteils asphaltiert. Nur im engen Donautal zwischen Tuttlingen und Sigmaringen müssen Sie mit einigen Steigungen und Schotterstrecken rechnen. Auch Kieswegen und kleinere Landstraßen (mit wenig Verkehr) sind Teil der Strecke. Verkehrsaufkommen sind sehr selten, kurz und nur von geringer Dauer.

Radlerfreundliche Unterkünfte

Entlang des Donauradwegs finden Sie zahlreiche radlerfreundliche Unterkünfte, die sich auf die Bedürfnisse von Radfahrern eingestellt haben. Viele Gastgeber sind vom ADFC Bett+Bike zertifiziert und bieten neben einem Abstellraum für Fahrräder oftmals auch Gepäcktransfer oder sind Akkuladestation für E-Bikes.

Bewertungen von Reiseteilnehmern

Viele Reiseteilnehmer haben ihre positiven Erfahrungen auf dem Donauradweg geteilt:

  • "Sehr schöne Radreise, gut organisiert."
  • "Der Radweg Teil 1 begeistert durch die wunderschöne Natur!"
  • "Schöne Radtour mit auch für Anfänger gut machbaren Abschnitten."
  • "Landschaftlich wunderschöne und vom Anbieter bestens organisierte Reise."

Zusätzliche Informationen

Für eine detaillierte Planung Ihrer Radreise auf dem Donauradweg von Donaueschingen nach Ulm empfehlen wir Ihnen, sich zusätzliches Kartenmaterial und Routenführer zu besorgen. Diese helfen Ihnen, die Strecke optimal zu planen und die zahlreichen Sehenswürdigkeiten entlang des Weges zu entdecken.

Fazit

Der Donauradweg von Donaueschingen nach Ulm ist eine abwechslungsreiche und reizvolle Radtour, die sowohl Naturliebhaber als auch Kulturinteressierte begeistern wird. Mit guter Planung und Vorbereitung steht einem unvergesslichen Fahrraderlebnis nichts im Wege.

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