Die Integration von Drohnen in die Motorrad-Videoproduktion hat die Möglichkeiten für atemberaubende Aufnahmen revolutioniert. Dieser Artikel beleuchtet verschiedene Aspekte rund um Drohnen für Motorradaufnahmen, von Modelloptionen über rechtliche Rahmenbedingungen bis hin zu praktischen Tipps.
Die Qual der Wahl: Drohnenmodelle im Überblick
Der Markt für Drohnen ist vielfältig und bietet für jeden Bedarf das passende Modell. Hier ein Überblick über einige beliebte Optionen:
- DJI Mini 4 Pro: Als Immer-dabei-Copter für Hobbypiloten ist die DJI Mini 4 Pro die optimale Drohne, nicht nur, weil der 249 Gramm leichte Winzling notfalls in die Jackentasche passt. Das Fluggerät beschert trotz seiner kompakten Abmaße hervorragende Videos mit exzellenter Stabilisierung, ist auch von Anfängern mühelos zu steuern und bleibt mit einem Akku rund 30 Minuten in der Luft.
- DJI Air 3S: Sie ist mit zwei Kameras bestückt, liefert Flugzeiten von bis zu 40 Minuten mit einem Akku und garantiert perfekte Flugmanöver mit beeindruckenden Fotos und Videos.
- DJI Mavic 3 Pro: Die Profi-Drohne begeistert mit einem dreifachen Kamera-System und Hasselblad-Technik, filmt in 5.1K mit einer Datenrate von bis zu 200 MBit/s, punktet durch exzellente Videos und Fotos und ein ausgeklügeltes Hinderniserkennungssystem. Hinzu kommen eine lange Flugzeit und ein hervorragendes Flugverhalten.
- DJI Air 2/2S: Viele Nutzer sind mit der Air 2 sehr zufrieden und erwägen ein Upgrade auf die 2S. Die volle Sensorik und "ActiveTrack" sind tolle Features, besonders beim Motorradfahren durch grandiose Landschaften.
- Mavic Mini Serie: Optimal für Reisen, da sie auch für kürzere Touren locker in den Tankrucksack, Koffer oder ins Topcase passen.
- DJI Mavic 3: Eine weitere Option für hochwertige Aufnahmen.
- Parrot Anafi FPV: Parrot bietet mit der Anafi FPV ein interessantes Komplettpaket mit Drohne, Controller, FPV-Brille und Rucksack zum fairen Preis. Der Copter lässt sich einfach steuern, liegt ruhig in der Luft und liefert überzeugende Videoqualität.
- DJI Avata 2: Drohne und Handcontroller einschalten, Brille aufsetzen und los gehts: Die neue DJI Avata 2 liefert beeindruckende Flugerlebnisse aus der Ich-Perspektive. Sie ist so robust gebaut, dass sie auch mal einen Absturz überlebt, lässt sich einfach steuern, ist bis zu 100 km/h schnell und überzeugt durch gute Videoqualität.
DJI Mini 4 Pro im Detail
Die DJI Mini 4 Pro ist besonders klein und leicht, lässt sich damit quasi überall dabeihaben, sie ist einfach zu steuern, vergleichsweise preiswert und liefert eine ausgezeichnete Foto- und Videoqualität.
- Gewicht und Größe: Gerade mal 249 Gramm bringt der Winzling auf die Waage, der zusammengefaltet nur 14,8 × 9,4 × 6,4 Zentimeter groß ist und damit locker in fast jeder Jackentasche verschwindet.
- Fernsteuerung: Für 200 Euro mehr gibt es die Fernsteuerung mit großem Display (RC 2). Letztere können wir wärmstens empfehlen. Es ist super praktisch, wenn man am Einsatzort nicht erst sein Handy einspannen, verbinden und die App starten muss. Das 5,5 Zoll große und 700 Candela helle 1080p-Display bietet einen deutlichen Mehrwert, ist knackscharf und ein echtes Komfortmerkmal.
- Fly More Combo: Die Fly More Combo, für die DJI 1.129 Euro aufruft, beinhaltet außerdem drei Akkus und eine Akkuladestation.
- Verbesserungen gegenüber Mini 3 Pro: Verbesserungen findet man bei der omnidirektionalen Hinderniserkennung, die Crashs noch zuverlässiger vermeiden soll. Außerdem unterstützt die Mini 4Pro jetzt auch HDR-Videos mit 4K-Auflösung und 60 Vollbildern, vorher war bei 30 Vollbildern Schluss.
- Kamera: Die Mini 4 Pro ist mit einem 1/1,3-Zoll-CMOS-Sensor mit f/1,7-Blende ausgestattet. Fotos gelingen mit maximal 48 Megapixel.
Gesetzliche Bestimmungen und Versicherung
Das Fliegen mit Drohnen unterliegt bestimmten Regeln und Vorschriften. Seit Anfang des Jahres 2021 gilt eine neue EU-Drohnenverordnung, die das Fliegen von Quadrocoptern in allen EU-Mitgliedsstaaten regelt. Zusätzlich gibt es in einzelnen Staaten wie Deutschland spezifische Regelungen.
Wichtige Punkte:
- Betriebskategorien: Der Betrieb von Drohnen wird in drei Kategorien unterteilt: "Offen", "Speziell" und "Zugelassen".
- Registrierung: Alle Betreiber von Drohnen der "offenen" Kategorie müssen sich registrieren, außer bei Drohnen unter 250 Gramm ohne Kamera.
- Kompetenznachweis: Ein Kompetenznachweis ist ab einer Startmasse von 250 Gramm verpflichtend.
- Flugverbote: Das Fliegen über Privatgrundstücken, Menschenansammlungen, Industrieanlagen, Autobahnen, Naturschutzgebieten usw. ist verboten.
- Drohnenversicherung: Sie brauchen eine Drohnenversicherung und müssen sich außerdem beim Luftfahrtbundesamt als Drohnen-Betreiber registrieren.
Tipps für Einsteiger
- Üben: Einsteiger sollten mit ihrer Drohne erstmal auf einer großen Fläche ohne Hindernisse üben und sich mit der dem neuen Fluggerät vertraut machen.
- Kamera-Setup: Neben der rein fliegerischen Schulung sollte man sich ebenfalls Zeit nehmen, um perfekte Filme zu drehen und gelungene Fotos zu schießen. Abgesehen von der Perspektive kommt es hier auch auf das richtige Kamera-Set-up an.
- ND-Filter: Wer mit ISO 100 filmen will, sollte mit dem passenden ND-Filter den Shutter-Speed an die Bildrate anpassen. Diese Neutraldichtefilter in unterschiedlichen Stärken reduzieren das Licht und verhindern den Jello-Effekt.
Actioncams als Alternative oder Ergänzung
Neben Drohnen können auch Actioncams eine sinnvolle Ergänzung für Motorradaufnahmen sein. Marken wie Insta360 und DJI bieten hochqualitative Produkte. Auch 360-Grad-Kameras erfreuen sich großer Beliebtheit, da sie nachträglich die Wahl von Blickrichtung und -winkel ermöglichen.
Gesetzliche Regelungen für Actioncams:
Der Einsatz von Actioncams ist nicht ganz unbedenklich. Denn das Filmen im Straßenverkehr kann als Überwachung des öffentlichen Raums sowie als unzulässige Erhebung von personenbezogenen Daten gewertet werden. Insofern ist der Einsatz von Actioncams und auch Dashcams im öffentlichen Straßenverkehr stets kritisch zu hinterfragen.
Karim Klausmann und seine Motorradvideos
Karim Klausmann ist bekannt für seine Motorradvideos, die er mit einer DJI Air 2(s) in Kombination mit dem Smartcontroller erstellt. Seine Film-Reihe aus Südafrika ist besonders sehenswert.
Weitere Überlegungen
- Transport: Für den Transport auf dem Motorrad nutzen viele separate Boxen für die einzelnen Komponenten.
- Akkulaufzeit: Die Akkulaufzeit sollte bei der Planung von Aufnahmen berücksichtigt werden.
- Windverhältnisse: Bei starkem Wind kann das Fliegen mit einer Drohne schwierig sein.
- Lademöglichkeiten: Die Lademöglichkeit der Akkus unterwegs sollte ebenfalls berücksichtigt werden.
Zusammenarbeit mit TechCrunch und Autotalks
Ein interessantes Projekt war die Zusammenarbeit mit TechCrunch und Autotalks, bei dem die Technologie von Autotalks in Aktion gezeigt wurde. Autotalks hat eine Technologie entwickelt, die es Motorrädern ermöglicht, mit anderen Fahrzeugen zu kommunizieren. Dieses B2V-System könnte die Sicherheit von Motorradfahrern erheblich erhöhen.
Erfahrungen mit der DJI Mavic Mini
Die DJI Mavic Mini ist besonders klein, leicht und relativ günstig. Somit ist sie auch für Privatanwender interessant.
- Die Drohne selbst passt mit Fernbedienung und Akkus zusammengefaltet in handelsübliche Tankrucksäcke. Womit sie ein unkomplizierter Begleiter für die nächste Motorradtour wird.
- Im Vergleich zu den großen und teuren Profigeräten gibt es ein paar Einschränkungen bei der Bildqualität. Die Videoaufnahmen können zum Beispiel nur in 2,7K und nicht in 4K produziert werden.
- Die Drohne hat eine maximale Fluggeschwindigkeit (laut Hersteller) von 46.8 km/h anstelle von ca 70 km/h bei Mavic Air 2 oder Mavic 2 Pro.
- Die Fotoauflösung ist mit 12MP geringer als die die 48MP bei der Mavic Air 2.
- Als Akkulaufzeit werden 30 Minuten angegeben. Das ist durchaus realistisch, wenn man auf sportliche Manöver verzichtet und kein starker Wind geht.
Vergleich von Drohnenmodellen
Die folgende Tabelle vergleicht einige beliebte Drohnenmodelle hinsichtlich wichtiger Kriterien:
| Modell | Gewicht | Videoauflösung | Flugzeit | Besonderheiten |
|---|---|---|---|---|
| DJI Mini 4 Pro | 249 g | 4K HDR | ca. 30 min | Kompakt, leicht, omnidirektionale Hinderniserkennung |
| DJI Air 3S | Variiert | 5.1K | ca. 40 min | Zwei Kameras, stabil bei Wind |
| DJI Mavic 3 Pro | Variiert | 5.1K | Variiert | Drei Kameras, Hasselblad-Technik |
| DJI Mavic Mini | 249 g | 2.7K | ca. 30 min | Besonders leicht und günstig |
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