In der Welt der Drohnen gibt es eine wachsende Nachfrage nach Modellen, die in der Lage sind, sich autonom zu bewegen und Objekten zu folgen. Besonders interessant sind hierbei Drohnen, die speziell für die Verfolgung von Motorrädern entwickelt wurden. Dieser Artikel beleuchtet verschiedene Aspekte dieser Technologie, von einfachen 2-in-1-Drohnen bis hin zu High-Tech-Lösungen für den professionellen Einsatz.
2-in-1 Drohnen: Motorrad und Drohne in einem
Ein interessantes Konzept sind 2-in-1-Drohnen, die sowohl als Fluggerät als auch als Motorrad genutzt werden können. Diese Gadgets sind besonders für Hobbyanwender gedacht, die Spaß an beiden Fortbewegungsarten haben. Es gibt Modelle mit und ohne integrierte Kamera. Bei den Modellen ohne Kamera ist stattdessen eine kleine LED verbaut.
Hier eine Übersicht über verschiedene 2-in-1-Drohnen:
- Modell: 2 in 1 Drohne & Motorrad
- Maße Drohne: 20 x 20 x 7 cm
- Maße Motorrad: 17 x 5 x 10 cm
- Gewicht: 500 g
Die technischen Daten dieser Drohnen sind eher bescheiden, aber das Hauptfeature ist die 2-in-1-Funktion. So sind weder die angegebenen 50 Meter Reichweite etwas Besonderes, noch die Geschwindigkeit von 5 km/h. Der Umbau von der Drohne zum Motorrad erfordert das Anbringen zusätzlicher Reifen. Dabei rollen diese nicht wirklich, sondern das Motorrad „schwebt“ dank des Akkus quasi über der Erde.
Features und Steuerung
Das Motorrad macht die Drohne auf jeden Fall besonders, einige coole Funktionen sind aber trotzdem integriert. So kann das Modell wohl einen 360° Flip auf Knopfdruck, womit das Fliegen auch Spaß machen sollte. Außerdem merkt sich die Drohne den Startpunkt und kann automatisch zu diesem zurückkommen, ideal wenn ihr sie mal aus den Augen verliert. Die Steuerung kann entweder per Armband oder per klassischer Fernbedienung erfolgen. Bei AliExpress könnt ihr zwischen beiden Varianten frei wählen, die Fernbedienung kostet dabei dann ein paar Euro extra.
Professionelle Drohnen für Motorradaufnahmen
Für professionelle Motorradvideos gibt es fortschrittlichere Drohnen, die mit speziellen Funktionen ausgestattet sind. Diese Drohnen bieten oft eine höhere Bildqualität, bessere Sensoren und ausgefeiltere Tracking-Funktionen.
Karim Klausemann, ein bekannter Motorradvideo-Produzent, nutzt beispielsweise eine DJI Air 2(s) in Kombination mit dem Smartcontroller. Die volle Sensorik und "ActiveTrack" sind schon tolle Features, vor allem beim Motorradfahren durch grandiose Landschaften das Ding mitfliegen lassen ist einfach unschlagbar.
DJI Drohnen im Überblick
Der Markt für hochwertige Drohnen mit Kamera ist inzwischen fest in der Hand des chinesischen Herstellers DJI. Hier sind einige der beliebtesten Modelle:
- DJI Mini 4 Pro: Optimal für Hobbypiloten, leicht und kompakt mit hervorragender Videoqualität.
- DJI Air 3S: Größer und schwerer als die Mini 4 Pro, ideal für stärkere Windverhältnisse und mit zwei Kameras ausgestattet.
- DJI Mavic 3 Pro: Die Profi-Drohne mit dreifachem Kamera-System und Hasselblad-Technik für höchste Ansprüche.
Die DJI Mini 4 Pro bietet beispielsweise eine omnidirektionale Hinderniserkennung, HDR-Videos mit 4K-Auflösung und 60 Vollbildern sowie verbesserte Zeitlupenfunktionen. Ein Benutzerkonto ist erforderlich. In der App findet man sich auf Anhieb zurecht. Das Handling, ob man ein Smartphone oder die Display-Fernsteuerung verwendet, ist identisch.
Alternativen zu DJI
Obwohl DJI den Markt dominiert, gibt es auch interessante Alternativen:
- Autel (Evo Nano Plus): Bietet gute Leistung, aber der Service könnte verbessert werden.
- Parrot (Anafi FPV): Ein interessantes Komplettpaket mit Drohne, Controller, FPV-Brille und Rucksack zum fairen Preis.
High-Speed Drohnen im Motorsport
Für den Einsatz im Motorsport werden spezielle High-Speed Drohnen benötigt, die in der Lage sind, mit den Geschwindigkeiten von Motorrädern und Formel-1-Wagen mitzuhalten.
Die "Red Bull Drone 1" wurde beispielsweise entwickelt, um Jonas Folger auf einer MotoGP-KTM mit bis zu 350 km/h zu verfolgen. Pilotiert wird die Drohne manuell von Ralph Hogenbirk alias "Shaggy FPV". Die eigens entwickelte FPV-Kamera-Drohne wurde am Red Bull Ring erstmals in einem MotoGP-Setting eingesetzt.
EU-Drohnenverordnung und rechtliche Aspekte
Seit Anfang des Jahres 2021 gilt eine neue EU-Drohnenverordnung, die das Fliegen von Quadrocoptern in allen EU-Mitgliedsstaaten regelt. Außerdem müssen sich alle Betreiber von Drohnen der „offenen“ Kategorie registrieren. Das entfällt nur bei Drohnen mit weniger als 250 Gramm Startgewicht, die keine Kamera haben und bei Produkten, bei denen es sich um ein Spielzeug gemäß Spielzeugrichtlinie handelt.
Ein Kompetenznachweis wird ab sofort bereits ab einer Startmasse von 250 Gramm verpflichtend. Generell ist das Fliegen über Privatgrundstücken verboten, es sei denn, es liegt eine ausdrückliche Genehmigung des Eigentümers vor. Auch über Menschenansammlungen, Industrieanlagen, Autobahnen, Bahngleisen, Krankenhäusern, Naturschutzgebieten, Verfassungsorganen, Einsatzorten von Polizei und Rettungskräften sowie in der Nähe von Flughäfen darf man nicht aufsteigen.
Tipps für Einsteiger
Einsteiger sollten mit ihrer Drohne erstmal auf einer großen Fläche ohne Hindernisse üben und sich mit dem neuen Fluggerät vertraut machen. Wie reagiert sie, was passiert, wenn die Signalverbindung abbricht oder der Akku sich plötzlich schneller entleert als erwartet? Wie zuverlässig arbeitet der automatische Coming-Home-Modus? All das sollte man in Ruhe ausprobieren, um dann im Ernstfall einen kühlen Kopf zu bewahren.
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