Drosselklappe Motorrad Funktion: Eine detaillierte Erklärung

Immer mehr Sensoren und elektronische Steuerungen greifen ein, wenn das Motorrad droht, in Schieflage zu kommen.

Die Entwicklung der Motorrad-Technologie

Blicken wir zurück, so sind es noch keine 15 Jahre her, als zum Beispiel die epochale Yamaha YZF-R1 ohne jegliche elektronischen Fahrhilfen auskommen musste. Das satte Drehmoment, die giftigen Bremsen und eine atemberaubende Beschleunigung unterlagen der manuellen Steuerung durch den Fahrer. Nur mit viel Gefühl in der Gashand, einer feinmotorischen Höchstleistung auf der Bremse und hochsensiblem Popometer war die R1 zu beherrschen und trennte dabei die Spreu vom Weizen. Derbe Grobmotoriker segelten im hohen Bogen, neudeutsch: Highsider, durch die Luft, packten sich beim Bremsen in Schräglage aufs Ohr oder flatterten beim Power-Wheelie hilflos wie eine Fahne im Sturm am Lenker.

Mit der Vernetzung unzähliger Sensoren und Parameter versuchen deshalb die Konstrukteure und Techniker den Fahrzustand moderner Motorräder zu erfassen und mit genialen Steuerungen so zu beeinflussen, dass der Fahrer schneller und/oder sicherer unterwegs ist.

Von Vergaser zu Einspritzung: Die Rolle der Drosselklappe

Mit der Umstellung von Vergaser-Technik auf Einspritz-Technologie ergab sich zudem die Möglichkeit, die Leistungsentfaltung bei Hochleistungsmotoren zu glätten und nutzbarer zu machen. Und der wurde von einem hinterlegten Kennfeld gesteuert, das je nach Last, Drehzahl und Gangstufe die Leistungsabgabe mit leichter Verzögerung freischaltete. So wurde zum Beispiel aus dem nominell 178 PS starken Suzuki GSX-R 1000 K6-Motor ein kraftvoller, aber extrem fein dosierbarer Antrieb mit besten Manieren.

Yamaha preschte vor und überließ bei der rassigen YZF-R6 ab Baujahr 2006 die Gassteuerung einem kleinen Stellmotor, das Zeitalter des „echten“ Ride-by-Wire hatte begonnen. Anfangs noch mit einer mechanischen Absicherung, bei der die Gaszüge die Drosselklappen in jedem Fall mechanisch schließen konnten, verlassen sich die Konstrukteure bei den aktuellen High-tech-Motorrädern ausschließlich auf einen Gasgriff, der die Befehle über Kabel an den Stellmotor weiterleitet.

In Verbindung mit der elektronischen Zündung können nicht nur die Motorleistung, sondern auch Abgasverhalten, Lastwechsel und Verbrauchswerte beeinflusst werden. Es folgten die ersten Traktionskontrollen, die maximale Beschleunigung mit geregeltem Schlupf sicherstellten. Stand zunächst die Sicherheit auf nassen Straßen, unberechenbaren Bitumenflecken oder aalglatten Brückenabsätzen aus Stahlplatten im Fokus, kopierten die großen Hersteller bald die Technologie aus dem Rennsport.

Mit dem einzigen Ziel, ihre Supersportler beim Beschleunigen in Schräglage für jedermann noch schneller zu machen.

Moderne Fahrwerkstechnik und Motorsteuerung

Letzter Stand der Dinge: Durch die Erfassung der Schräglage der Maschine lässt sich ein Schlupf am Hinterrad generieren, mit dem sich das Motorrad leicht querstehend im Drift aus der Kurve beschleunigen lässt. Ein akrobatischer Balanceakt, der bis vor wenigen Jahren einem Dutzend hochtalentierter Burschen vorbehalten war.

Und wie geht das? Mit den in Echtzeit erfassten Daten, die aus einem Bündel von Parametern errechnet werden. Zum einen wird die Raddrehzahl über die Zahnscheiben vorn und hinten erfasst. Da sich diese jedoch je nach Schräglage verändert (Änderung des Raddurchmessers), muss auch der tatsächliche Abrollumfang, das heißt die Form und Kontur des Reifens hinterlegt sein. Über einen 3-Achs-Gyro, praktisch eine elektronische Wasserwaage, erkennt das System die tatsächliche Schräglage der Maschine und gibt gerade so viel Schlupf frei, um das Motorrad ausreichend stabil, aber vehement zu beschleunigen.

Bei der rasanten Kurvenfahrt, in der der Fahrer in Schräglage Gas gibt, presst die dynamische Achslast den Hinterreifen entsprechend stark auf den Asphalt. Dieser höhere Anpressdruck lässt sich aus der Beschleunigung beziehungsweise Verzögerung beim Bremsen und der Fahrzeugmasse/Gewichtsverteilung erfassen, wenn die dafür entsprechenden Sensoren zur Erkennung des Federwegs vorhanden sind. Was bei den neuen, semiaktiven Fahrwerken zur Standardausrüstung gehört, womit diese auch die Motorsteuerung/Traktionskontrolle unterstützen können.

Um das Motorrad unter dieser Belastung stabiler zu machen, greift jetzt auch noch das semiaktive Fahrwerk ein und erhöht die Druckstufendämpfung. Mit der Folge, dass das Heck nur wenig eintaucht und damit die Lenkgeometrie in Richtung Handlichkeit erhalten bleibt. Ein entscheidender Punkt, wenn der Fahrer mit voller Brause aus der Kurve donnert und dabei auf der kürzesten Spur bleiben möchte.

Jetzt kommt unsere Motorsteuerung ins Spiel. Erkennt der Rechner, dass das Hinterrad zu stark durchdreht, reduziert die Motorsteuerung in Sekundenbruchteilen die Zugkraft am Hinterrad und damit den Schlupf. Bei Geradeausfahrt sind es dennoch bis zu zehn Prozent, in großen Schräglagen wird der Schlupf auf rund vier Prozent gedrosselt.

Natürlich stehen dem Fahrer unterschiedliche Fahr-Modi zur Verfügung. Die aggressivste Abstimmung mit viel Schlupf wird im Rennstrecken-Modus aktiviert, die sanfteste Version steht im Regen-Modus zur Verfügung, in dem meist auch die Maximalleistung und das Drehmoment deutlich heruntergefahren werden.

Diese Leistungsreduzierungen werden durch folgende Maßnahmen eingeleitet.

  • Stufe eins (sehr sanft): Die Frühzündung wird zurückgenommen.
  • Stufe zwei (sanft): Die Drosselklappen schließen oder werden nur verzögert geöffnet.
  • Stufe drei (stark): Die Zündung/Einspritzung wird an einem oder mehreren Zylindern abgeschaltet.
Um einen weichen Übergang zu schaffen, wird meist eine Kombination der drei Möglichkeiten gewählt.

Allerdings greift die Änderung der Frühzündung und ein Schließen der Drosselklappen relativ verzögert ein. Bei einem plötzlichen Rutscher muss deshalb mit der blitzartigen Zündabschaltung dagegengehalten werden.

Ganz problematisch wird es, wenn das Hinterrad auf einem extrem rutschigen Untergrund bereits so stark durchdreht, dass die Schwungmasse des Rades nicht mehr schnell genug eingebremst werden kann und Ross und Reiter ohne Seitenführung massiv sturzgefährdet sind. In diesem Fall hören wir die Zukunftsmusik schon läuten, die davon kündet, dass man auch daran denkt, die Raddrehzahl über die Bremsen zu steuern, wie das selbst bei kostengünstigen Kleinwagen mit dem ESP-Schleuderschutz gang und gäbe ist.

Zumal das ABS meist schon mit der Motorsteuerung verknüpft ist und es nur eine Frage der Software ist, über einen gezielten Bremsdruck die Raddrehzahl anzupassen. Baut sich beim vollen Beschleunigen der Grip am Hinterrad wieder auf, wird die Leistung hochgefahren. In dieser Phase kann der Pilot Vollgas geben ohne zu stürzen, denn jetzt unterliegt die Motorsteuerung einzig und allein der Traktionskontrolle, die nur die maximal verwertbare Leistung freigibt.

Ab einer bestimmten Schräglage lässt der Rechner dann wieder die maximale Motorleistung zu. Vorausgesetzt, unsere elektronische Wasserwaage erkennt keine Wheelie-Neigung. Denn sobald das Vorderrad über einen bestimmten Winkelgrad abhebt, schließen sich die Drosselklappen, wird die Zündung zurückgenommen oder zylinderselektiv abgeschaltet. Womit sich auch die Beschleunigung Richtung physikalisches Limit bewegt, ohne dass der Fahrer sich um die richtige Balance zwischen Wheelie und Vortrieb kümmern muss.

Zusätzliche Funktionen und Komponenten

Geht es hurtig über die Zielgerade, freut man sich bei vielen Supersportlern über den sogenannten Schaltautomaten, neudeutsch auch Quickshifter. Subjektiv ohne die geringste Verzögerung schlüpfen die Gänge in ihre Position, wobei der Fahrer weder das Gas schließen noch die Kupplung ziehen muss. Der Trick dabei: Die Zugkraft des Motors wird beim Betätigen des Schalthebels für einen kurzen Moment über die Abschaltung der Zündung unterbrochen.

Diese rund 50 bis 100 Millisekunden genügen, damit das Gangrad entlastet wird und sich blitzschnell in die nächsthöhere Stufe einfädelt - wenn der Vorgang nicht durch die sogenannte „Klaue-auf-Klaue“ Getriebeposition verzögert wird. Dabei stehen die Mitnehmerklauen der Zahnräder nicht auf Lücke, sondern stoßen an, ohne einzurasten.

Rudi Tellert, ausgewiesener Spezialist und Hersteller von präzisen Quickshiftern, hat für diese Phase bei seinen CTS-Schaltautomaten vorgebeugt und schickt einen Zwischenzündfunken an den Motor, der eine kurze Drehzahländerung bewirkt, die die Zahnräder verdreht und zum Einrasten bringt.

BMW geht bei den Schaltautomaten noch einen Schritt weiter und macht auch das Herunterschalten ohne Kupplung möglich, indem der Sensor am Schalthebel dem Motor einen leichten Zwischengasstoß verpasst, der den Antriebsstrang entlastet und so die Schaltklauen geschmeidig in ihre richtige Position finden lässt.

Mit der elektronischen Steuerung der Drosselklappen wird auch zunehmend die Anti-Hopping-Kupplung überfällig. Dazu gedacht, das Schleppmoment des Motors beim Anbremsen zu reduzieren, übernimmt diesen Part bei vielen Sport-/Rennbikes die Motorsteuerung. Je nach Drehzahl und Gangstufe öffnen die Drosselklappen so weit, dass das Bremsmoment des Motors reduziert und lästiges Hinterradstempeln gänzlich unterbunden wird.

Ob man den Trend zu immer mehr elektronischer Steuerung und unzähligen Sensoren und Bordcomputern gut findet oder nicht, die Entwicklung wird sich zumindest bei einem Großteil der Motorräder in Windeseile fortsetzen und am Standard der Automobil-Branche orientieren.

Funktion und Defekte der Drosselklappe

Mögliche Schäden an der Drosselklappe sind an verschiedenen Anzeichen erkennbar und in einigen Fällen ohne großen Aufwand behebbar. Bei Ottomotoren mit Vergaser befindet sich die Drosselklappe im Vergaser. Bei Einspritzmotoren wird die Drosselklappe in einem separaten, dem sogenannten Drosselklappengehäuse, eingebaut.

Drosselklappen sind einfache mechanische Bauteile, mit einer auf einer drehbar gelagert Welle montierten runden Blechscheibe. Je nach Motortyp übernimmt eine zentrale Drosselklappe die Gemischaufbereitung für alle Zylinder. Jeder Zylinder verfügt über eine eigene Drosselklappe, eine sogenannte Einzeldrossel.

Die Ansteuerung erfolgt bei älteren Motoren rein mechanisch über einen Seilzug oder ein Gestänge. Bei modernen Motoren erfolgt die Drosselklappensteuerung elektromechanisch durch das Motorsteuergerät in Abhängigkeit von der Stellung des Gaspedals und einer Reihe weiterer Parameter.

Häufigste Ursachen eines Defekts der Drosselklappe:

  1. Ablagerungen am Klappenblech: Ablagerungen, wie Ruß oder Ölrückstände, können sich am Klappenblech ansammeln und die Bewegung der Drosselklappe blockieren. Dies führt zu Schwierigkeiten bei der ordnungsgemäßen Luftregulierung im Motor und kann Leistungsprobleme verursachen.
  2. Schmutz im Ansaugkanal: Eine Verschmutzung im Ansaugkanal kann die Drosselklappe beeinträchtigen, indem Fremdpartikel oder Verunreinigungen die korrekte Luftzufuhr behindern. Dies kann zu unregelmäßigem Leerlauf, Leistungsverlust und ruckelndem Fahrverhalten führen.
  3. Verschleiß der Drosselklappenwelle und Lager: Der Verschleiß der Welle oder der Lager der Drosselklappe kann dazu führen, dass sich die Klappe nicht mehr reibungslos bewegt. Dies kann ungleichmäßigen Motorlauf, schlechte Beschleunigung und Leistungsverlust verursachen.
  4. Interne Verschmutzung: Ablagerungen innerhalb des Drosselklappengehäuses können die Bewegung der Klappe behindern, was zu Problemen bei der Luftregulierung führt. Die unreine Bewegung kann zu unregelmäßigem Leerlauf und Leistungsverlust führen.
  5. Unterdrucklecks: Das Vorhandensein von Lecks führt dazu, dass zusätzliche Luft angesaugt wird, was die korrekte Position der Drosselklappe stört. Dies führt zu einem falschen Verhältnis von Kraftstoff und Luft im Gemisch, was zu ungleichmäßiger Motorenleistung führen kann.
  6. Falsch eingestellter Drosselklappenpositionssensor: Eine fehlerhafte Einstellung des Sensors kann zu falschen Signalen führen, die die Motorsteuerung beeinträchtigen.

Ein Ausbau der Klappe ist dazu nicht unbedingt erforderlich. Bei älteren Vergasermodellen ist die Drosselklappe nach dem Entfernen des Luftfilters und des Luftfiltergehäuses im Vergaser zu sehen. Bei modernen Einspritzmotoren wird das Drosselklappengehäuse einschließlich Stellmotor ausgebaut und geöffnet, sodass eine Überprüfung der Klappe möglich ist.

Ist die Klappe verschmutzt oder zeigen sich Ablagerungen, reicht in der Regel die Reinigung der Klappe mit einem speziellen Reinigungsmittel, mit dem man die Klappe im eingebauten Zustand von Schmutz und Ablagerungen befreit. Wenn die Drosselklappenwelle oder die Lager eingelaufen sind oder die Klappe anderweitig beschädigt ist, muss man die Klappe inklusive Welle und Lager austauschen.

Wenn man die Klappe austauscht oder reinigt und wieder einbaut, erfolgt bei Motoren mit einem Motorsteuergerät das „Anlernen“ und Einstellen der Klappe. Dies geschieht vollautomatisch bei eingeschalteter Zündung und einer längeren Probefahrt. Bei älteren Motoren, bei denen mehreren Drosselklappen über ein Gestänge angesteuert werden, erfordert die Einstellung der Drosselklappen viel Erfahrung und Fingerspitgefühl, damit am Ende alle Klappen wieder synchron öffnen und schließen und der Motor rund läuft.

Grundsätzlich können zumindest die Reinigung verschmutzter Drosselklappen und der Austausch defekter Klappen bei älteren Motoren in Eigenregie durchgeführt werden. Bei modernen Motoren empfiehlt es sich, den Tausch defekter Drosselklappen einer Fachwerkstatt mit erfahrenen Mechanikern zu überlassen.

Was ist die Funktion einer Drosselklappe?

Wenn die Drosselklappe geöffnet ist, strömt die Luft ungehindert in den Brennraum und wird über die Einlassventile von den Kolben angesaugt. Neben Kraftstoff ist für den Verbrennungsprozess auch der Luftsauerstoff von Bedeutung. Der Kraftstoff selbst wird in den Zylinder eingespritzt.

Wenn sich der Kolben wieder nach oben bewegt, wird das Gemisch aus Luft und Benzin zunächst verdichtet und dann durch die Zündkerze entflammt. Die Drosselklappe reguliert dabei, wie viel Treibstoff bei jedem Kolbenhub verbrannt wird und gewährleistet eine möglichst effiziente Verbrennung.

Bei geschlossener Drosselklappe gelangt keine Luft, folglich kein Sauerstoff, in den Motor und unterbricht den Verbrennungsprozess. Durch das Betätigen des Gaspedals steuert man sämtliche Drosselklappen, unabhängig davon, ob sie elektromotorisch oder elektronisch gesteuert werden.

Wie merkt man, dass die Drosselklappe defekt ist?

Häufig äußern sich Probleme mit dem Drosselklappengehäuse durch einen unruhigen Motorbetrieb. Dies zeigt sich durch unregelmäßige Leerlaufdrehzahlen, eine verzögerte Reaktion des Motors auf Gaspedalbewegungen sowie mögliche Motorstottern.

Was passiert, wenn die Drosselklappe nicht richtig funktioniert?

Ein Fahrzeug kann langsamer beschleunigen oder Probleme haben, die maximale Geschwindigkeit zu erreichen.

Die verschiedenen Arten der Drosselklappe

Im Ansaugtrakt des Motors eingebaut, wurde die Drosselklappe bei älteren Fahrzeugen via Gaspedal mit einem Seilzug betätigt. Bei moderneren Fahrzeugen gibt es unterschiedliche Arten, wie man eine Drosselklappe betätigen kann:

Elektromotorische Drosselklappe

Der Gaszug regelt mechanisch die Stellung der Drosselklappen bei den elektromotorischen Drosselklappen. Ein elektrisches Signal zeigt ihre aktuelle Position im Motorsteuergerät an, das Motormanagement verarbeitet die Information und gleicht sie mit anderen Sensordaten ab.

Um den Kraftstoffverbrauch und den Ausstoß der Abgase optimal zu steuern, überwacht das Motorsteuergerät permanent die Stellung der Drosselklappen und reguliert die Stellung derselben mit einem Stellmotor.

Elektronische Drosselklappe

Eine elektronische Drosselklappe verfügt nicht mehr über die mechanische Verbindung zum Gaspedal. Erhöht man die Drehzahl, bekommt das elektronische Gaspedal das entsprechende Signal und leitet es an das Motormanagement weiter.

Drosselklappen in Dieselmotoren

Die älteren Dieselmotoren haben in den meisten Fällen keine Drosselklappen, bis auf eine Ausnahme: Das ist der Vorkammer-Selbstzünder von Mercedes. Bei diesem regelt sie mit ihrer Stellung allerdings nicht die Menge der angesaugten Luft, sondern die von der Dieselpumpe eingespritzte Dieselmenge.

Gleichzeitig regelt hier die Drosselklappe den Unterdruck für die Zentralverriegelung. Die Aufbereitung des Gemisches erfolgt bei einem Dieselmotor nach einem anderen Prinzip und benötigt deswegen keine Drosselklappe.

In neuere Diesel mit Direkteinspritzung verwendet man zwar wieder Drosselklappen, nehmen jedoch keinen Einfluss auf die Aufbereitung des Brennstoff-Luft-Gemischs. Sie sollen lediglich verhindern, dass sich der Motor beim Abschalten noch schüttelt.

Drosselklappen in der Formel 1

In der Formel 1 sind Drosselklappen unverzichtbare Bauteile, die über Sieg oder Niederlage entscheiden können. Seit über zwanzig Jahren baut man hier drei unterschiedliche Arten von Drosselklappen ein:

  • Das Guillotinen-Ventil unterbricht die Luftzufuhr schlagartig. Erst wenn man es wieder öffnet, gelangt Luft in den Brennraum.
  • Das Schmetterlingsventil, auch Butterfly genannt, ist an einer drehbaren Achse befestigt. Gibt der Fahrer Vollgas, gelangt die Luft völlig ungehindert in den Brennraum, da sich das Schmetterlingsventil in einer senkrechten Position befindet. Horizontal schließt es die Luftzufuhr völlig ab. Da das Schmetterlingsventil dem Flügelschlag dieser Tiere ähnelt, bekam es daher seinen prägnanten Namen.
  • Als dritte Möglichkeit werden bei diesen hochgezüchteten Motoren sogenannte Barrel Valves eingebaut.

Drosselklappensensoren: Funktion und Bedeutung

Drosselklappensensoren sind an der Drosselklappenachse befestigt. Ihre Aufgabe besteht darin, den Öffnungswinkel der Drosselklappe zu erfassen und diese Information in Form eines elektrischen Signals an das Motorsteuergerät weiter zu geben.

Anhand dieses Wertes errechnet die Motorelektronik die Kraftstoffmenge, die eingespritzt wird. Im Drosselklappenschalter befinden sich zwei Schalter. Diese werden über eine Schaltkulisse betätigt. Bei Leerlauf sind die Drosselklappe und der Leerlaufschalter geschlossen.

Erreicht der Öffnungswinkel den festgelegten Wert, startet der Volllastbereich und der Volllastschalter wird geschlossen. Beim Drosselklappenpotentiometer wird der Öffnungswinkel der Drosselklappe mit Hilfe eines regelbaren Widerstandes erfasst.

Da der Öffnungswinkel und der Widerstandswert in einem festen Verhältnis zueinander stehen, kann die Motorelektronik jederzeit den Winkel der Drosselklappe erkennen. Außerdem wird die Winkelgeschwindigkeit erfasst. Die Winkelgeschwindigkeit ist die Zeit, in der die Änderungen des Drosselklappenwinkels stattfinden.

Aus den Informationen der Drosselklappensensoren wird unter anderem bestimmt, wie viel Kraftstoff einzuspritzen ist. Deshalb ist die korrekte Funktion des Drosselklappensensors entscheidend für die sichere Funktion des Motors.

Denn ein defekter Drosselklappensensor kann dazu führen, dass die Informationen vom Gaspedal nicht richtig umgesetzt werden. Drosselklappensensoren sind wartungsfrei und auf die Lebensdauer des Motors ausgelegt. Da sie auf jede Veränderung des Gaspedals reagieren, sind sie jedoch mechanischem Verschleiß ausgesetzt.

Gummidichtungen verhindern, dass die Verschmutzungen mit den Drosselklappensensoren in Kontakt geraten. Jedoch führen die Einflüsse im Motorraum dazu, dass die Dichtung angegriffen und spröde wird. Durch geschädigte Dichtungen kann es zu Fehlfunktionen der Drosselklappensensoren kommen.

Um Störungen an Drosselklappensensoren und daraus resultierende Folgen zu verhindern, ist es wichtig, die vom Fahrzeughersteller vorgegebenen Wartungsintervalle einzuhalten. Die Signale der Drosselklappensensoren sind für eine korrekte Kraftstoffeinspritzung unerlässlich.

Mit dem Verhältnis von Kraftstoff und Luft regelt die Drosselklappe somit die Drehzahl des Motors.

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