Das Thema Gravel ist derzeit eines der am meist-diskutierten Themen in der Branche.
Aber nicht nur spezielle Gravelbikes zählen zu den neuen Top-Sellern, sondern auch spezielles Gravelequipement für die Fahrt auf Schotter boomt. Sei es spezielle Gravelkleidung, angepasste Gravelkomponenten am Rad oder entsprechende Gravelschaltgruppen, all das ist keine Seltenheit mehr.
Auch in der angesagten jungen Radreise-Kategorie, dem Bikepacking, hat das Gravelbike Fuß gefasst.
Und auch das Thema Laufräder spielt beim Graveln natürlich eine entscheidende Rolle.
Nicht nur aus Performance-Gründen, sondern auch wenn es um die Verbindung zwischen Rad und Reifen geht, sind passende Laufräder unerlässlich.
Bei der Wahl des richtigen Laufrads muss man sich wie beim Thema Gravel generell schon zu Beginn die Frage stellen, was man denn eigentlich unter Gravel versteht und wie man unterwegs sein möchte.
Dies führt uns auch in Sachen Laufräder zu einer ersten Grundsatzentscheidung: Möchte man auf klassische 29″ bzw. 28″ Felgen oder auf 650B setzen?
Grundsätzlich kann man sagen, dass man mit 650B Laufrädern eine Mountainbike-ähnlichere Performance bekommt, da hier meist extra breite Reifen von 2″ und mehr Platz finden, was bei angepasstem Luftdruck für erheblich mehr Traktion und Komfort sorgt.
Um das Thema Gravel ein bisschen konkreter zu umreißen und sich an relevanten Kriterien zu orientieren hat man sich bei DT Swiss in Sachen Laufräder auf fünf Performance-Indikatoren festgelegt.
- Aerodynamik
- Rollwiderstand
- Traktion
- Fahrkomfort
- Haltbarkeit
Aerodynamik
Auch beim Graveln ist die Aerodynamik ein nicht zu vernachlässigender Faktor. Klar: Auf alle Schotter-Piloten trifft dies nicht zu. Aber ein sportlicher Fahrer wird deutlich mehr auf Geschwindigkeit setzen als beispielsweise ein Bikepacker.
Die große Herausforderung hierbei ist, dass ein Aero-Laufrad nur dann optimal funktionieren kann, wenn der Reifen ebenfalls ins Konzept passt.
Grundsätzlich gilt die Devise, je schmaler der Pneu und je weniger Profil, desto besser.
Bei DT Swiss entwickelte man deshalb seinen aerodynamischsten Gravellauffradsatz - den GRC 1400 Spline 42 - genau vor diesem Hintergrund.
Das Resultat: Beim GRC 1400 Spline 42 kann mit einem 42 mm breiten Stollenreifen im Vergleich zu einem 35 mm Slick-Reifen ein Unterschied von bis zu 15 Watt gemessen werden.
Rollwiderstand
Ein weiteres heiß diskutiertes Thema beim Gravelbike ist der Rollwiderstand.
Denn gemeinsam mit Cyclocross gibt es wohl keine Disziplin, in der sich der Untergrund so drastisch bei hohem Temp unterscheidet. Einen wichtigen Einfluss darauf hat die Felgenbreite, da sie maßgeblich für eine harmonische Verbindung zwischen Reifen und Laufrad ist.
Breite heißt in diesem Fall übrigens Innenbreite oder Maulweite: Also wie breit ist das Felgenbett - denn davon ist abhängig, wie gut sich ein Reifen entfalten kann.
Zwar sind Reifenprofil und Reifendruck hauptverantwortlich für die Traktion, doch die Vorteile kann ein entsprechender Reifen nur mit der passenden Felgenbreite ausspielen.
Denn wie schon angesprochen wird durch die breitere Innenweite die Seitenstabilität erhöht, da der Reifen von der Felge eine bessere Abstützung erhält.
Fahrkomfort
Mit diesen Faktoren einher geht natürlich auch der Fahrkomfort.
Während andere Parameter leicht zu messen sind, hängt dieser subjektive Faktor oft von den persönlichen Vorlieben ab.
Dennoch kann man pauschal sagen, dass breitere Reifen mit weniger Luftdruck grundsätzlich für einen besseren Komfort sorgen.
Denn die Möglichkeit, breitere Reifen mit größerem Volumen und weniger Reifendruck zu fahren, bietet einen riesigen Vorteil bezüglich des Fahrkomforts.
Haltbarkeit
Mit dem Thema Haltbarkeit bzw. Robustheit kommt einer der wichtigsten Faktoren zum Schluss. Denn was bringt ein schnelles, leichtes, komfortables Laufrad, wenn es ständig Defekte hat oder nicht hält.
Bei DT Swiss setzt man daher auf hochwertige Materialien gepaart mit modernen Technologien, um ein langlebiges Fahrerlebnis zu gewährleisten.
Mit 130 kg maximalem Systemgewicht sind die DT Swiss Gravellaufräder für bepackte Abenteuerfahrräder ideal geeignet.
Der langlebige Zahnscheibenfreilauf hat sich über Jahre bewährt und verspricht viele sorgenfreie Kilometer im Sattel und die extra langlebigen DT Aero Comp Speichen minimieren das Risiko, wegen eines Speichenbruchs stehen bleiben zu müssen.
DT Swiss G 1800 Spline: Solide und langlebig
Für alle Gravel-Fans, die einen robusten und dennoch flotten Begleiter für ihr nächstes Bikepacking Abenteuer suchen, dürfte sich ein Blick auf die GR 1600 SPLINE 25 in der 650b Variante lohnen.
Durch das Komfortplus der breiten Reifen hat man hier deutlich mehr Spaß auch auf hartem Untergrund und kann ohne Zögern einfach drauflosfahren und auf Erkundungstour gehen.
Um das volle Potential auszuschöpfen empfiehlt sich ein Reifen bis zu 53mm bzw.
Mit dem aero-optimierten DT Swiss GRC 1400 SPLINE 42 sollten besonders die Racer unter den Gravelfans angesprochen werden.
Für alle Einsteiger empfiehlt sich der preisgünstige G 1800 Spline 25 Laufradsatz.
Dieser ist wie alle Laufradsätze der DT Swiss Gravel Familie in 700c oder 650b erhältlich und kann somit schon für Einstieger die Fahrrichtung vorgeben.
Wer es also eher komfortabler möchte, der sollte sich wohl für die 650B Variante mit breiten Reifen entscheiden.
Mit drei neuen Gravel-Laufradsätzen erweitert DT Swiss das Produktportfolio um eine spannende Kategorie für alle Schotter-Fans.
Nachdem wir über die Vorstellung des Cross-Laufradsatzes DT Swiss CR 1600 SPLINE 23 bereits mit einem Paukenschlag berichtet haben, wollen wir uns jetzt natürlich genauer anschauen, was die neuen gravel-spezifischen Laufräder besser können sollen.
Die DT Swiss Gravel Laufrad Familie im Überblick
Mit der neuen Gravel-Laufrad-Kategorie schließt DT Swiss eine wichtige Lück im eigenen Produktportfolio.
Zwar eignen sich die bestehenden Laufräder der CR-Serie ebenfalls für den Gravel-Einsatz, doch stellen die hier vorgestellten GRC-, GR- und G-Laufräder mit ihrer 24 mm Innenweite einen besseren Fit mit aktuellen Trends des Gravel-Marktes dar - Bigger is Better.
Höherer Komfort durch großvolumige Reifen und mehr Kontrolle dank deren verbesserter Abstützung sind Features, die jedem Gravel-Biker zuträglich sind.
Vom Schotter-Renner mit Sponsoring bis hin zum Abenteurer mit begrenztem Budget wird hier jeder fündig.
| Modell | Eigenschaften | Zielgruppe |
|---|---|---|
| GRC 1400 Spline 42 | Aerodynamisch optimiert, Carbon-Felge | Gravel-Racer |
| GR 1600 Spline 25 | Alleskönner, stabil und schnell | Sportive Feierabendrunden, Abenteurer |
| G 1800 Spline 25 | Einstiegsmodell, solide und zuverlässig | Einsteiger |
DT Swiss G 1800 Spline im Detail
Mit dem G 1800 ist DT Swiss ein echter Kassenschlager gelungen.
Der Gravel-spezifische Radsatz wird gerne von Radherstellern spezifiziert, die ihre Bikes mit Markenware aufbauen wollen, und ist für den Endverbraucher ebenso als robuster Zweit-Radsatz ideal wie zum „Upgraden“ eines Gravelbikes mit sehr einfachen Laufrädern, die beispielsweise nicht tubeless gefahren werden können.
Für knapp 400 Euro stellen die Schweizer eigentlich alles zur Verfügung, was es am Offroad-Renner braucht: Die 25 mm tiefen Felgen sind mit 24 mm Maulweite optimal an breite Reifen angepasst.
Die auf Straightpull-Speichen abgestimmten Nabenhülsen gleichen optisch jenen der teureren DT-Laufräder, und die Lagerungen sind erfahrungsgemäß sehr langlebig, und auch der Drei-Klinken-Freilauf geht in Ordnung: Echte Nachteile gegenüber einem Zahnscheibenfreilauf hat die bewährte Technik nicht.
Auch dieser Freilauf kann per Hand abgezogen werden; ein Freilaufkörper für SRAM-Zwölffach-Kassetten wird gleich mitgegeben.
Im Gelände verhält sich der G 1800 dann im besten Sinne unauffällig: Die breiten Felgen geben Gravelreifen optimalen Seitenhalt; die gefühlt hohe Steifigkeit sorgt für verlustfreie Kraftübertragung und hohe Lenkpräzision.
Mit gut 1.900 Gramm sind die Laufräder natürlich recht schwer, eine sportliche Gangart lassen sie aber dennoch zu - überbewerten sollte man das Thema Gewicht ohnehin nicht.
Was am Gravelbike mehr zählt, sind Solidität und Verlässlichkeit, und in dieser Hinsicht haben sich die G1800 im Velomotion-Dauereinsatz längst bewährt.
Der solide DT Swiss G 1800 bietet mit seinen breiten Tubeless-Felgen alles, was ein Gravel-Radsatz können muss.
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