Ducati 1199 Panigale: Technische Daten und Innovationen

Die Ducati 1199 Panigale markiert einen tiefgreifenden technischen Umbruch in Ducatis Superbike-Baureihe. Sie ersetzt die Ducati 1198. Unglaubliche Performance und technologische Spitzenleistung erschaffen die neue Königin der Superbike-Familie.

Design und Architektur

Die gesamte Schönheit der Geschwindigkeit kommt im Design zum Ausdruck. Der Frontscheinwerfer taucht in die Lufteinlasskanäle und sorgt somit für eine perfekte Racing-Optik. Während sich die 1199 Panigale durch ihre LED-Ausstattung in den Standlichtern und Glühlampen im Scheinwerfer auszeichnet, findet man bei der S- und der S Tricolore-Version und der R ein vollkommen auf LEDs basierendes Beleuchtungssystem - eine absolute Neuheit auf dem weltweiten Motorradmarkt. Die elegante Form von Sitzbank und Heck wird durch die Anordnung des Auspuffsystems und das Full-LED-Rücklicht unterstrichen. Perspektiven und Linien wurden im Hinblick auf das Erzielen einer optischen Perfektion konzipiert und designt - jede einzelne Komponente ist ein Meisterwerk in Bezug auf das Zusammenspiel von Ingenieurskunst und Design: atemberaubendes Design im unverwechselbaren Ducati-Stil. Die 1199 Panigale ist ein Motorrad, das für Leistung, Eleganz und Wendigkeit steht.

Der Motor wurde als Strukturelement des Rahmens gedacht, weshalb die gesamte Architektur im Hinblick auf eine optimale Konfiguration, Gewichtsverteilung und Robustheit überarbeitet werden musste. Zylinder nun 21° über die Horizontale geneigt ist. Die nach wie vor im 90°-Winkel zueinander angeordneten Zylinder wurden um weitere 6° nach hinten um das Motorgehäuse „gedreht", um somit zwischen dem vorderen Zylinder und der waagrechten Fläche einen Winkel von 21° zu erzielen. Aufgrund dessen konnte der Motor 32 mm weiter nach vorne gesetzt werden, was die Gewichtsverteilung zwischen Motorradfront und -heck optimiert und eine perfekte Positionierung der Anschlusspunkte der Zylinderköpfe am Monocoque-Rahmen der 1199 Panigale gewährleistet.

Erstmals kommt ein Monocoque-Rahmen aus Aluminium zum Einsatz, bei dem der Motor als tragendes Element dient. Diese Bauweise trägt maßgeblich zum niedrigen Trockengewicht von 164 kg (Herstellerangabe) bei. Einen wirklichen Lenkkopf gibt es nicht mehr.

Motor und Leistung

Der neu entwickelte Superquadro-Motor ist ein extrem kurzhubiger 90°-V2 mit desmodromischer Ventilsteuerung. Er ist vollständig in das Chassis integriert und übernimmt tragende Funktionen.

Der Superquadro ist ein in Sachen Leistung auf diesem Planeten alles in den Schatten stellender Zweizylindermotor, der speziell zum Verbau in die neue und leistungstechnisch absolut perfekte Ducati 1199 Panigale entwickelt wurde. Mit seiner auf 195 PS bei 10.750 U/min gesteigerten Leistung steht der Superquadro als absoluter Meilenstein im Bereich der serienmäßigen Produktion von Zweizylindermotoren. Das Drehmoment konnte auf 13,5 kgm bei 9.000 U/m gesetzt werden und dank der Riding-Modes hat der Fahrer die Möglichkeit, die Leistungsabgabe des Motors an seinen Fahrstil und die Fahrbedingungen anzupassen.

Technische Daten Ducati 1199 Panigale R (2013):

  • Leistung: 144 kW (196 PS)
  • Hubraum: 1198 cm³
  • Drehmoment: 135 Nm

Einlasssystem

Der durch den größeren Durchmesser der Einlassventile ermöglichte erhebliche Luftdurchsatz des Motors und die hohe Kraftstoffversorgung werden durch die neuen ovalen Drosselklappenkörper garantiert, deren Durchmesser im Vergleich zum 1198 Testastretta Evoluzione Motor von 63,9 mm auf beeindruckende 67,5 mm vergrößert wurde. Die Drosselklappenkörper werden über eine Full-Ride-by-Wire-System völlig voneinander unabhängig gesteuert und verfügen jeweils über 2 Einspritzdüsen: Die erste befindet sich unter der Drosselklappe und dient der Versorgung des Motors bei Einsatzbedingungen unter geringer Belastung, während die zweite, über der Drosselklappe positionierte Düse aktiviert wird, sobald eine höhere Motorleistung verlangt wird.

Die Atmung des Superquadro

Nachdem das Ziel einer optimierten „Motoratmung" erreicht wurde, konzentrierten sich die Entwurfsingenieure des Superquadro-Motors auf die nächste Herausforderung: Die Umsetzung einer Motorkalibrierung, die eine optimale Kombination von leistungsstarker Abgabe und regulärer Funktion gewährleisten sollte, was durch die Reduzierung der zyklischen Verbrennungsdispersion erzielt wurde. Im Rahmen dessen hat Ducati ein Sekundärluftsystem eingeführt, in dem unverbrannte Kohlenwasserstoffe vollständig oxidieren und Kohlendioxid- sowie Kohlenoxid-Werte (CO) wirksam reduziert werden. Das System wird durch ein elektronisches, über die Motorsteuerung gesteuertes Ventil gesteuert und in Abhängigkeit der spezifischen Motorfunktionsbedingungen aktiviert. Dieses Ventil gewährleistet das Einleiten eines direkt von der Airbox kommenden sauberen Luftflusses in die Auslasskanäle jedes Zylinderkopfs (in einer hinter dem Auslassventil vorgesehenen Position). Ein zweites, im Motorkopf positioniertes Lamellenventil sorgt für eine einseitige Luftflussrichtung. Die kontrollierte Sauerstoffzuführung gewährleistet die endgültige Verbrennung der austretenden heißen Gase, wodurch eventuelle unverbrannte Kraftstofffrationen, die unter bestimmten Voraussetzungen den Auspuff erreichen könnten, eliminiert werden.

Antriebssystem

Die Ingenieure von Ducati haben die Ihnen zugestandene Entwurfsfreiheit voll ausgenutzt und die Abmessung des Achsstands der Wellen des 6 Gang-Getriebes erhöht, wodurch größere Raddurchmesser verwendet werden konnten und ein höherer Widerstand für die Übertragung der gelieferten Leistung möglich war. Die Ölbadkupplung ist für ein zum Topsortiment zählendes Ducati-Superbike eine absolute Neuheit. Der Entwurf der Kupplung ähnelt dem der Modelle Multistrada und Diavel. Entsprechend sieht er ein progressives Unterstützungssystem vor, das eine Zunahme der auf die Scheiben wirkenden Belastung ohne Beeinträchtigung der dem Fahrer abverlangten Hebelkraft für das Auskuppeln gewährleistet. Dieses Ergebnis garantiert eine perfekte Kombination der Übertragung hoher Drehmomente mit einem optimalen Fahrerkomfort. Bei einem sportlichen Fahrstil und plötzlichem Herunterschalten und starken Übertragungen der Motorbremse reduziert dieser Mechanismus den Druck auf die Kupplungsscheiben, weshalb im rein sportiv abgeleiteten Antihopping-Modus gearbeitet werden kann. Dieser kontrastiert wiederum den Stabilitätsverlust des Heckbereichs beim aggressiven Herunterschalten, was den Vorteil einer optimalen Modulierbarkeit beim starken Auskuppeln und Abbremsen hat.

Titanpleuel

Titanpleuel, leichter und widerstandsfähiger als ihr Pendant aus Stahl, ein Bauteil mit eindeutigem Racing-Charakter, bieten erhebliche Vorteile in Sachen Leistung: Ihr geringes Gewicht, verbunden mit einer höheren mechanischen Festigkeit, verringert die sich in Rotation und in Wechselbewegung befindlichen Massen und ermöglicht neue, ungeahnt hohe Drehzahlen bei gleichzeitig besserem Ansprechverhalten. Die Pleuel aus Titan entfesseln den Superquadro der 1199 Panigale R und erlauben es, den Drehzahlbegrenzer von 11.500 U/min der Panigale S auf 12.000 U/min anzuheben - ein Geschenk voller aufregender Rennsport-Performance.

Extremes Verhältnis von Bohrung/Hub

Das neue Verhältnis von Bohrung/Hub von 1.84:1 (Bohrung 112 mm / Hub 60,8 mm) bewirkt eine brillante Drehzahlsteigerung, was dem ultrakurzen Hub der Kurbelwelle zu verdanken ist, während die vergrößerte Kolbenfläche eine Erhöhung der Ventildurchmesser ermöglichte. Die Einlassventile wurden hier im Vergleich zum 1198 Testastretta Evoluzione Motor von 43,5 mm auf 46,8 mm und die Auslassventile von 34,5 mm auf 38,2 mm vergrößert.

Magnesiumdeckel

Die Kupplungs-, Zylinderkopf- und Ölwannendeckel werden alle aus Gussteilen aus Magnesiumlegierungen gefertigt, wodurch ein minimales Motorgewicht bei gleichzeitiger mechanischer Festigkeit mit den gewünschten Werten garantiert wird.

Motorgehäuse

Die Motorgehäusehälften wurden mit der Vacural®-Technologie im Vakuum-Druckguss gefertigt, wodurch eine maximale Gewichtseinsparung, homogene Wandstärken und eine besonders hohe mechanische Festigkeit gewährleistet werden. Ihre Form ist dagegen darauf ausgelegt, den um die Zylinderlaufbuchsen positionierten Wassermantel aufzunehmen. Der Superquadro-Motor ist mit nass gelagerten Zylinderlaufbuchsen aus Aluminium mit Nicasil-Beschichtung ausgestattet, die in der anfänglichen Montagephase in die Aufnahmebohrungen im Kurbelgehäuse eingesetzt werden. Durch diesen Entwurf lässt sich der Zylinderkopf direkt am Gehäuse befestigen, wodurch sowohl die erforderliche Festigkeit der Motorstruktur als auch deren enorme dimensionale Kompaktheit erzielt wird. Über die Präsenz der Zylinderlaufbuchsen hinaus zeichnen sich die Motorgehäusehälften durch die Verwendung von Kurbelwellenlagerschalen aus, die zuvor ausschließlich dem Triebwerk Ducati Desmosedici RR vorbehalten waren. Durch den Verzicht auf Kugellager konnte der Durchmesser der Kurbelwellen-Lagerzapfen vergrößert werden, womit die Vergrößerung des Gehäusequerschnitts im Bereich um die Kurbelwellenlager einhergeht. Dies gewährleistet maximale Steifigkeit und mechanische Festigkeit in Übereinstimmung mit der extremen Leistungsabgabe des Superquadro-Motors.

Unverzichtbarer Desmo

Die Notwendigkeit, die vergrößerten Ventile durch das extrem genaue Desmo-System steuern zu müssen, hat die Entwurfsingenieure dazu veranlasst, den bereits in der ersten Ducati Pantah aus dem Jahr 1979 verbauten Original-Riemenantrieb durch eine Ketten-Zahnradkombination abzulösen. Die Kettensteuerung gewährleistet eine wirksame Bewegungsübertragung zwischen Kurbelgehäuse und dem Vorgelege der Nockenwellen sowie, bedingt durch die automatische Spannungsregulierung, konstante Zuverlässigkeit und eine Senkung der Instandhaltungskosten.

Full-Ride-by-Wire

Die Öffnung und Schließung der Versorgungsdrosselklappe des Superquadro wird durch ein elektronisches Ride-by-Wire-System gesteuert. Da keine mechanische Verbindung zwischen dem Gasgriff und den Drosselklappenkörpern besteht, kann das Motorsteuergerät die Leistungsabgabe über den Öffnungswinkel der Drosselklappen regeln. Das Ride-by-Wire-System gewährleistet vom ausgewählten Riding-Mode (Power Modes) abhängige differenzierte Leistungen und Abgaben sowie eine zuverlässige Steuerung der Motorbremse (EBC). Außerdem trägt es der Kontrolle des Schlupfs am Hinterrad bei (DTC).

Schmierung

Die Schmierung der Lagerzapfen erfolgt über unter Druck stehendes Öl, das durch zweckmäßige im Gehäuse positionierte Kanäle zugeführt wird. Auf diese Weise wird eine wirksame Schmierung der neuen Kurbelwelle gewährleistet, der dank einer neuen Ducati-Komponente eine schnelle Ölrückgewinnung folgt. Diese Komponente bzw. Kolbenpumpe erzeugt wie bei für den MotoGP verwendeten Motoren einen Unterdruck im Pleuelbereich. Die Pumpe wird durch eine von einer Zahnradkaskade aus speziellem, hoch widerstandsfähigem Techno-Polymer mitgenommenen Welle bewegt und sorgt dafür, dass der unter den Kolben positionierte Motorgehäusebereich konstante Unterdruckbedingungen aufweist. Hierbei wird der Widerstand während des Senkhubs reduziert und eine wirksame Rückgewinnung des Schmieröls unter allen Motornutzungsbedingungen gewährleistet.

Dekompressor

Am Ende der Auslassnockenwelle jeden Zylinderkopfs befindet sich ein Fliehkraftdekompressor. Während des Starts verleiht diese Vorrichtung die Möglichkeit, das Profil des Öffnungsnocken der Nockenwelle zu verändern. Hierdurch wird eine geringfügige Hebung des Ventils bewirkt, das somit in der Lage ist, einen Teil der in der während der Motorkompression in der Brennkammer enthaltenen Mischung abzulassen. Durch diesen Effekt kann der in der Kompressionsphase der Kolbenbewegung wirkende Widerstand reduziert werden. Nach dem Anlassen des Motors, verändern die Drehzahlerhöhung und die entsprechende Fliehkraft die Konfiguration der Vorrichtung. Der Effekt der Ventilhebung wird somit aufgehoben und der Motor wird wieder in seine normale Betriebsfunktion zurückgebracht. Diese geniale Einrichtung erleichtert den Start des Superquadro-Motors ohne eine leistungsstärkere Batterie und einen wuchtigen Anlassmotor zu benötigen, wodurch das Gesamtgewicht des Fahrzeugs um circa 3,3 kg reduziert werden konnte. Dieses System unterstreicht nochmals die gemeinsame minutiöse Anstrengung von Ingenieuren und Entwurfsdesignern auf der Suche nach Möglichkeiten der Gewichtseinsparung.

Fahrwerk und Handling

Nie war ein Serien-Superbike leichter: 165 Kilogramm Trockengewicht verspricht Ducati. Nie war ein Serien-Twin stärker und drehte höher: 12 000/min und damit noch mal 500 mehr als die Panigale S.

Für Racer aber viel wichtiger: Der Schwingendrehpunkt lässt sich in 2-mm-Schritten von zwei Millimeter höher bis vier Millimeter tiefer einstellen, um das optimale Setup herauszufinden.

Die 1199 Panigale zeichnet sich ohne aufsitzenden Fahrer durch eine Gewichtsverteilung von 52 % auf den Frontbereich und 48 % auf den hinteren Bereich aus. Bei auf der Sitzbank sitzendem Fahrer verschiebt sich diese Verteilung auf den Optimalwert 50/50, was eine absolute Stabilität und Wendigkeit des Motorrads garantiert. Erreicht wurde diese optimale Konfiguration durch die Anwendung von Lösungen, die eine Konzentration der Massen im Frontbereich ermöglichten. Der Motor wurde im Vergleich zur 1198 um 32 mm weiter vorne positioniert, die Auspuffanlage liegt unter dem Motor und der Fahrer sitzt 30 mm weiter vorne. Hinzu kommt die neue, im Vergleich zur 1198 um 39 mm längere Einarmschwinge, die komplett aus Aluminiumguss gefertigt und direkt am hinteren Motorteil befestigt ist.

Einstellbare Schwingenachsenhöhe

Für den Rennsport entwickelt, bietet die 1199 Panigale R ihrem Fahrer ein zusätzliches Quäntchen Freiheit in der Wahl des optimalen Set-Up des Motorrads und erlaubt es, den Befestigungspunkt der Hinterradschwinge zu variieren, um somit den Zugwinkel der Antriebskette zu erhöhen bzw. zu verringern. Wird die Schwingenachse nach oben verschoben, so wird der Zugwinkel der Antriebskette erhöht und eine gewisse Ausdehnung des hinteren Federbeins erwirkt. Auf diese Art wird das Eintauchen des hinteren Fahrzeugteils bei Beschleunigungsvorgängen verringert, wodurch das sonst verlorene Drehmoment für besseren Vortrieb genutzt werden kann. Bei wenig Grip oder Regen erlaubt die 1199 Panigale R, dank der einstellbaren Schwingenachse, einen geringeren Zugwinkel, der zu einem geradliniger anliegenden Drehmoment führt und somit für mehr Stabilität sorgt. Die neue 1199 Panigale R bietet vier verschiedene Einstellmöglichkeiten der Schwingenachse: Ausgehend von Stufe 0, die dem Zugwinkel der Antriebskette der Basisversion der 1199 Panigale entspricht, kann die Höhe der Schwingenachse um 2 mm gesteigert bzw. um 2 und 4 mm verringert werden.

Ergonomie

Neue ergonomische Parameter gewährleisten eine perfekte Verschmelzung von Fahrer und Motorrad. Das Höhenverhältnis von Sitzbank und Lenker wurde diesbezüglich um 30 mm verringert, während der Lenker um 10 mm erhöht und um 32 mm verbreitert wurde.

Elektronik

Die 1199 Panigale verfügt serienmäßig über Ride-by-Wire, Ducati Traction Control (DTC), Engine Brake Control (EBC) und ein elektronisches Fahrwerk bei der S-Version. Die R-Version erhält zusätzlich Titanpleuel, ein höheres Drehzahllimit und eine einstellbare Schwingenlagerung.

Ein zentrales TFT-LC-Display zeigt Geschwindigkeit, Drehzahl, Ganganzeige, Fahrmodi und weitere Parameter an. Die S- und R-Versionen sind mit dem Ducati Data Analyzer+ (DDA+) kompatibel, der auch Schräglagenwinkel aufzeichnet.

Ergo besitzt sie die leichten Schmiederäder und die Elektronik, die auch bereits die Ducati 1199 Panigale S auszeichnet: ABS, achtstufige Traktionskontrolle, drei Motor-Mappings, einstellbare Motorbremse. Und natürlich die elektronisch einstellbaren Öhlins-Federelemente. Dazu ein GPS-unterstütztes Data-Recording.

Auspuffanlage

Das Layout der Auspuffkrümmer beträgt 2-1-2 mit Twin-Tubes unter der Motorölwanne. Die Zeichnung des Auspuffskomplexes ist Ausdruck höchster Ingenieurskunst: Die Rohre weisen eine durch die „tiefliegende Ölwanne" des Mot...

Außerdem wird jede Ducati 1199 Panigale R zusätzlich mit einer Termignoni-Racing-Auspuffanlage mit passendem Mapping und einem höheren Racing-Windschild ausgeliefert. Mit diesen Teilen waren auch die Testmaschinen bestückt.

Modelljahre

Modelljahr 2013: Im Modelljahr 2013 bleibt die 1199 Panigale technisch unverändert. Ducati erweitert jedoch das Farbangebot. Die 1199 Panigale R wird als Homologationsmodell für die Superbike-Weltmeisterschaft eingeführt. Sie unterscheidet sich durch leichtere Bauteile, ein höheres Drehzahllimit und eine verstellbare Schwingenlagerung. Das Gewicht sinkt auf 165 kg fahrfertig ohne Kraftstoff (Herstellerangabe).

Modelljahr 2014: 2014 bleibt die technische Ausstattung der 1199 Panigale unverändert. Es handelt sich um das letzte Produktionsjahr dieses Modells. Ab 2015 wird sie durch die Ducati 1299 Panigale abgelöst, die über einen vergrößerten Hubraum, mehr Drehmoment und eine überarbeitete Elektronik verfügt.

Ducati 1199 Panigale vs. Konkurrenz

Die Ducati 1199 Panigale S mit ihrem 4-Takt Motor und einem Hubraum von 1.198 Kubik steht die Ducati Panigale V4 mit ihrem 4-Takt V 4-Zylinder-Motor mit 1.103 Kubik gegenüber. Die Panigale V4 bietet mit 214 PS bei 13.000 Umdrehungen eine vergleichbare Leistung im Vergleich zur 1199 Panigale S mit 195 PS bei 10.750 U / min. Das maximale Drehmoment der 1199 Panigale S von 132 Newtonmeter bei 9.000 Touren bietet ähnlich viel Schub als die 124 Nm Drehmoment bei 10.000 Umdrehungen bei der Panigale V4.

Bei der 1199 Panigale S federt vorne eine in Druckstufe, Federvorspannung verstellbare Telegabel Upside-Down von Öhlins und hinten auf ein in Druckstufe, Federvorspannung verstellbares Federbein von Öhlins. Die Panigale V4 setzt vorne auf eine in Druckstufe, Federvorspannung und Zugstufe verstellbare Telegabel Upside-Down von Showa mit 43 Millimeter Standrohr-Durchmesser und hinten arbeitet auf ein in Druckstufe, Federvorspannung und Zugstufe verstellbares Monofederbein von Sachs.

Für die notwendige Verzögerung sorgt auf der 1199 Panigale S vorne eine Doppelscheibe Vierkolben-Zange von Brembo und hinten eine Scheibe. Die Panigale V4 vertraut vorne auf eine Doppelscheibe mit 330 Millimeter Durchmesser und Vierkolben-Zange von Brembo. Hinten ist eine Scheibe mit 245 mm Durchmesser und Zweikolben-Zange verbaut.

Bei der Bereifung setzt 1199 Panigale S auf Schlappen mit den Maßen 120 / 70 - 17 vorne und 200 / 55 - 17 hinten. Für Bodenkontakt sorgen auf der Panigale V4 Reifen in den Größen 120/70-17 vorne und 200/60-17 hinten.

Der Radstand der Ducati 1199 Panigale S misst 1.437 Millimeter, die Sitzhöhe beträgt 825 Millimeter. Die Ducati Panigale V4 ist von Radachse zu Radachse 1.469 mm lang und ihre Sitzhöhe beträgt 830 Millimeter.

In den Tank der 1199 Panigale S passen 17 Liter Sprit. Bei der Panigale V4 sind es 16 Liter Tankvolumen.

Der aktuelle Durchschnittspreis der Ducati 1199 Panigale S beträgt in unserer Neu- und Gebrauchtmotorradbörse 14.155 Euro und ist damit spürbar günstiger als der Preis der Ducati Panigale V4 mit 19.205 Euro im Durchschnitt.

Von der Ducati 1199 Panigale S gibt es aktuell 7 Inserate am 1000PS Marktplatz, von der Ducati Panigale V4 sind derzeit 31 Modelle verfügbar.

Für die 1199 Panigale S gibt es aktuell 50 Suchanfragen am 1000PS Marktplatz, Panigale V4 wurde derzeit 52 Mal pro Monat gesucht.

Ist die Ducati 1199 Panigale für Anfänger geeignet?

Die Ducati 1199 Panigale ist aufgrund ihrer hohen Leistung, der aggressiven Sitzposition und der komplexen Elektronik nicht für Fahranfänger geeignet. Sie richtet sich an erfahrene Fahrer mit sportlicher Ambition.

Hat die Ducati 1199 Panigale ABS?

Ja, alle Versionen der Ducati 1199 Panigale sind serienmäßig mit einem Bosch-ABS ausgestattet. Bei der S- und R-Version ist es Bestandteil des Ducati Safety Pack (DSP).

Ducati 1199 Panigale vs. 1299 Panigale - Unterschiede?

Die Ducati 1299 Panigale verfügt über einen auf 1285 cm³ vergrößerten Hubraum, mehr Drehmoment und eine weiterentwickelte Elektronik. Die 1199 Panigale ist leichter und drehfreudiger, bietet aber weniger Durchzug im unteren Drehzahlbereich.

Ducati 1199 Panigale Tankinhalt und Reichweite?

Der Tankinhalt beträgt 17 Liter. Bei einem offiziellen Durchschnittsverbrauch von 6,2 l/100 km ergibt sich eine theoretische Reichweite von etwa 270 km.

Darf man mit der Ducati 1199 Panigale nach Tirol fahren?

Das Standgeräusch der Ducati 1199 Panigale beträgt laut Zulassungsbescheinigung 107 dB(A).

Technische Daten im Überblick

Hier eine Übersicht der wichtigsten technischen Daten verschiedener Modelle der Ducati 1199 Panigale:

Modell kW/PS Hubraum Drehmoment Leergewicht maximales Gewicht Preis
Ducati 1199 Panigale R (2013) 144 kW/195 PS 1.198 cm³ 135 Nm 0 kg 370 kg 31.690 €
Ducati 1199 Superleggera (2013) 149 kW/202 PS 1.198 cm³ 134 Nm 0 kg 370 kg 65.000 €
Ducati 1199 Panigale (2012) 135 kW/183 PS 1.198 cm³ 132 Nm 0 kg 370 kg 19.490 €
Ducati 1199 Panigale S (2013) 135 kW/183 PS 1.198 cm³ 132 Nm 0 kg 370 kg k.A.

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