Ducati Monster 1000 i.e. – Technische Daten und Modellgeschichte

Die Ducati Monster 1000 i.e. erschien 2003 als Nachfolgerin der M 900 Monster i.e. Der wesentlichste Unterschied ist sicherlich der Motor. Neben mehr Hubraum verfügte er nun auch über eine Doppelzündung mit zwei Zündkerzen pro Zylinder. Dadurch wurden Kraftentfaltung und Rundlauf - vor allem im unteren Drehzahlbereich - sowie die Drehfreude erheblich verbessert. Von den klassischen luftgekühlten Monster-Modellen im Ur-Monster-Look ist die 1000er die ausgereifteste und leistungsstärkste Variante.

Modellhistorie der Ducati Monster 1000 i.e.

Die Ducati Monster 1000 S i.e. wurde von 2003 bis einschließlich 2005 produziert. Sie gehört zur luftgekühlten Monster-Baureihe mit elektronischer Einspritzung und basiert auf dem 1000-DS-Zweiventil-V-Twin.

Baujahr 2003 - Einführung der Ducati Monster 1000 i.e.

Die Ducati Monster 1000 i.e. wird im Modelljahr 2003 als Nachfolgerin der Monster 900 i.e. vorgestellt. Sie gehört zur Baureihe der luft- und ölgekühlten Zweiventil-Monster mit Desmodue-Motor. Der verbaute 1000-DS-Motor (Dual Spark) nutzt zwei Zündkerzen pro Zylinder zur verbesserten Verbrennung. Die elektronische Kraftstoffeinspritzung stammt von Magneti Marelli und arbeitet mit 45-mm-Drosselklappen. Die Abgasanlage erfüllt die Euro-2-Norm.

Die Ducati M 1000 Monster i.e. erschien 2003 als Nachfolgerin der M 900 Monster i.e. Der wesentlichste Unterschied ist sicherlich der Motor.

Baujahr 2004

Im Modelljahr 2004 ergänzt Ducati die Baureihe um die Monster 1000 S i.e. Diese unterscheidet sich durch eine voll einstellbare Showa-Upside-Down-Gabel, einen Lenkungsdämpfer und diverse Anbauteile aus Carbon, darunter vorderer Kotflügel und Zahnriemenabdeckungen. Die Standardversion bleibt technisch unverändert. Beide Varianten nutzen weiterhin das gleiche Triebwerk und die gleiche Einspritzung. Ein neues Steuergerät (ECU) wird laut Ducati nicht offiziell als Modellpflege kommuniziert.

Im Modelljahr 2004 bleibt die technische Ausstattung der Monster 1000 S i.e. unverändert. Ducati bietet weiterhin die Showa-Gabel, das Sachs-Federbein und die bekannte Bremsanlage an. Farbvarianten und Dekore können je nach Markt leicht variieren, stellen aber keine technische Änderung dar.

Baujahr 2005 - Letztes Produktionsjahr

2005 bleibt die technische Ausstattung der Monster 1000 i.e. und der 1000 S i.e. unverändert. Ducati stellt die Produktion dieses Modells nach dem Modelljahr 2005 ein. Nachfolger im Programm ist die Monster S2R 1000, die ebenfalls den 1000-DS-Motor nutzt, jedoch mit neuem Design, Einarmschwinge und überarbeitetem Fahrwerk ausgestattet ist. Die Monster 1000 i.e. bleibt das letzte klassische Naked Bike mit Gitterrohrrahmen und Zweiventil-Desmodue-Motor in dieser Form.

Auch 2005 bleibt die technische Ausstattung der Monster 1000 S i.e. konstant. Der Nachfolger im Sinne der Modellphilosophie ist die Monster S2R 1000, die jedoch auf einer anderen technischen Plattform basiert.

Technische Details

Das Fahrwerk besteht aus einem Gitterrohrrahmen aus Stahl, einer 43-mm-Upside-Down-Gabel von Showa (nicht einstellbar) und einem Sachs-Monofederbein mit einstellbarer Federvorspannung und Zugstufe. Die Bremsanlage stammt von Brembo und umfasst vorne zwei 320-mm-Scheiben mit Vierkolben-Festsätteln.

Die S-Version erhält eine voll einstellbare Showa-Upside-Down-Gabel sowie ein Sachs-Zentralfederbein mit Einstellmöglichkeiten für Zug- und Druckstufe sowie Federvorspannung.

Die Sitzposition ist aufrecht mit leicht nach vorne geneigtem Oberkörper, typisch für Naked Bikes dieser Klasse.

Die Monster 1000 S i.e. ist für den Soziusbetrieb geeignet. Sie verfügt über eine zweite Sitzbankstufe und Soziusfußrasten. Ein serienmäßiger Haltegriff ist nicht vorhanden.

Die Instrumentierung besteht aus einem analogen Drehzahlmesser und einem digitalen Tachometer mit Basisfunktionen. Ein LC-Display ist nicht verbaut.

Ab Werk ist das Modell mit Pirelli Diablo bereift, wie aus offiziellen Ducati-Teilelisten hervorgeht. Koffer oder Topcases sind nicht serienmäßig vorgesehen, können jedoch über das Ducati-Zubehörprogramm nachgerüstet werden. Traktionskontrolle oder ABS sind nicht verfügbar. ABS wird in dieser Modellgeneration generell nicht angeboten.

Der Tankinhalt beträgt laut Ducati-Handbuch 15 Liter. Der kombinierte Verbrauch wird im offiziellen Handbuch mit 5,8 l/100 km angegeben, was einer rechnerischen Reichweite von rund 250 km entspricht.

Technische Daten Ducati Monster S2R 1000 (Modelljahr 2006)

Merkmal Wert
Motor Luftgekühlter Zweizylinder-Viertakt-90-Grad-V-Motor
Ventile pro Zylinder zwei
Hubraum 992 cm³
Nennleistung 69,9 kW (95 PS) bei 7750/min
Drehmoment 94 Nm bei 6000/min
Radstand 1440 mm

Ist die Ducati Monster 1000 i.e. für Anfänger geeignet?

Aufgrund ihrer Leistung, Sitzhöhe und fehlender Assistenzsysteme richtet sich die Monster 1000 S i.e. nicht primär an Fahranfänger.

Die Monster 1000 i.e. richtet sich an erfahrene Fahrer. Das direkte Ansprechverhalten des Motors und das hohe Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen erfordern ein geübtes Handling. Ducati positioniert das Modell nicht als Einsteigerfahrzeug.

Hat die Monster 1000 i.e. ABS?

Nein, die Ducati Monster 1000 S i.e. ist ab Werk nicht mit ABS ausgestattet. Auch optional war ABS für dieses Modell nicht erhältlich.

Nein, die Ducati Monster 1000 i.e. ist serienmäßig nicht mit ABS ausgestattet. Auch eine ABS-Option wird während der gesamten Bauzeit nicht angeboten.

Monster 1000 S i.e. vs. Monster 1000 i.e. - Unterschiede?

Die S-Version verfügt über eine voll einstellbare Showa-Upside-Down-Gabel, ein hochwertigeres Sachs-Federbein und ein serienmäßiges Windschild. Die Standardversion hat eine konventionelle Gabel und einfachere Federelemente.

Die Monster 1000 i.e. nutzt den 1000-DS-Motor mit Dual-Spark-Technologie, während die 900 i.e. einen einfach gezündeten Motor verwendet. Die 1000 i.e. bietet ein höheres Drehmoment, eine überarbeitete Einspritzung und eine verbesserte Abgasreinigung gemäß Euro-2-Norm.

Ducati Monster 1000 i.e. Tankinhalt und Reichweite?

Der Tank fasst 15 Liter. Bei einem offiziellen Durchschnittsverbrauch von 5,8 l/100 km ergibt sich eine rechnerische Reichweite von etwa 250 km.

Der Tankinhalt beträgt laut Ducati 15 Liter. Eine offizielle Reichweitenangabe macht der Hersteller nicht. Verbrauchswerte sind nicht Bestandteil der offiziellen technischen Daten.

Darf man mit der Ducati Monster 1000 i.e. nach Tirol fahren?

Das Standgeräusch der Ducati Monster 1000 S i.e. beträgt laut EG-Typgenehmigung 95 dB(A).

Das Standgeräusch der Ducati Monster 1000 i.e. variiert je nach Ausführung und ist nicht einheitlich mit 95 dB(A) belegt. Eine pauschale Aussage zur Tiroler Fahrverbotsregelung ist daher nicht möglich.

Gebrauchtberatung Ducati Monster 1000-Reihe

2003 wird die Ur-Monster mit neuem Motor aufgewertet, 2006 folgen neuer Look mit Einarmschwinge und Highend-Auspuff. Ducati-Schrauber beschreiben die Zweiventil-1000er als standfest und zuverlässig - eine regelmäßig Wartung vorausgesetzt. Ideal ist, wenn das Ventilspiel frisch eingestellt und der Zahnriemen getauscht wurden.

Im Regelfall kostet eine 20.000er-Inspektion, bei der diese Arbeiten anstehen, rund 500 Euro, der kleine Service (im Wechsel alle 10.000 km) ist deutlich günstiger.

Gelegentlich kann der Lichtmaschinendeckel undicht sein: Auf verölte Dreckstellen achten. Auch die Simmerringe der Upside-down-Gabel können siffen: Auf Schlieren nach der Probefahrt untersuchen. Rasselt die Trockenkupplung besonders laut, haben sich die Reibscheiben in den Kupplungskorb eingeschlagen. Der Korb ist schnell abgeschraubt und geprüft. Beim Blick ins Serviceheft klären, ob Rückrufe (Federbeinumlenkung, Ölpumpenschraube) erledigt wurden.

Im Idealfall kann der Vorbesitzer die Originalteile wie Kennzeichenhalter, Blinker, Spiegel, Auspuff fein in einer Kiste verpackt noch beilegen. Ansonsten sollte man sich gründlich überlegen, ob man sich ein Custombike - selbst wenn es handwerklich einwandfrei ist - vor die Garage stellt (Stichwort: Wiederverkauf).

Die Preise für eine ältere Monster 1000/S beginnen knapp unter 4000 Euro, die Laufleistung liegt meist jenseits der 40.000er-Marke. Die 2006 eingeführte S2R 1000 mit Einarmschwinge und „Doppellauf“-Schalldämpfer beginnen bei rund 5000 Euro mit Laufleistungen um die 20.000 Kilometer.

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