Ducati Monster 1100 Sitzbank: Testberichte und Erfahrungen

Die Ducati Monster 1100 ist ein Klassiker unter den Naked Bikes. Zum achtzehnten Geburtstag spendierte Ducati ihm den stärksten luftgekühlten V2 aller Zeiten, eine verfeinerte Ergonomie und weitere nette Gaben, was ihm den Namenszusatz "Evo" bringt.

Ergonomie und Komfort der Sitzbank

Die große Monster kehrt zu ihren Wurzeln zurück. Die Fan-Gemeinde spürt: Die große Monster definiert sich neu.

Die soll deshalb aber keineswegs ins Abseits geraten. Nein, Ducati weiß um die Anziehungskraft der Monster-Familie im Allgemeinen und ihrem Oberhaupt im Besonderen und lässt diesem deshalb eine ordentliche Modellpflege angedeihen. Die soll deshalb aber keineswegs ins Abseits geraten.

Damit das so bleibt, bekam sie 20 Millimeter höhere Lenkerböcke und eine neu konturierte Sitzbank. Beides lässt sich am Vorgängermodell nachrüsten, um die Nörgelei an der bislang sehr vorderradorientierten Sitzposition abzustellen.

Und doch ist es erstaunlich, welchen Unterschied 20 Millimeter Lenkerhöhe machen können. Man fühlt sich längst nicht mehr so stark über das Vorderrad gespannt, hat die Sache locker in der Hand.

Und weil die neue Sitzbank den Piloten nun nicht mehr so aufdringlich Richtung Tank schiebt, scheucht man die Monster mit ausgesprochener Lockerheit durch die Kurven. Keine Frage, das neue Sitzplatzarrangement tut ihr ausgesprochen gut.

Technische Daten der Ducati Monster 1100 Evo

Hier sind einige technische Details zur Ducati Monster 1100 Evo:

Merkmal Details
Motor Luftgekühlter Zweizylinder-Viertakt-90-Grad-V-Motor
Hubraum 1079 cm³
Leistung 70,0 kW (95 PS) bei 7500/min
Max. Drehmoment 103 Nm bei 6000/min
Sitzhöhe 810 mm
Trockengewicht 169 kg
Tankinhalt 15,0 Liter

Fahrberichte und Fahreigenschaften

Entspannt und mit deutlich weniger Druck auf den Handgelenken lässt sie sich am höheren Lenker durch das chaotische Treiben auf den vernarbten Straßen Catanias dirigieren.

So, raus aus dem Stadtgewühl, rauf auf die Landstraße, die sich in herrlichen Biegungen dem schneebedeckten Gipfel des Ätna entgegenwindet.

Die Monster Evo zelebriert nicht den wuchtigen Antritt aus dem Drehzahlparterre, sie baut vielmehr auf eine kräftige Mitte und Temperament oben raus.

Wer es ruhiger angeht, dem wird der sanft und gut kalkulierbar einsetzende Schub von unten reichen.

Sollen die Kurvenfolgen aber zügig bezwungen werden, ist häufiges Schalten angesagt, damit die Drehzahl nicht unter die 5 fällt.

Und insofern gibt es eigentlich keine Überraschungen: Und doch ist es erstaunlich, welchen Unterschied 20 Millimeter Lenkerhöhe machen können.

Hundertprozentig neutral fährt zwar auch diese Monster nicht durch die Kurven, einen sanften Zug am Lenker braucht sie nach wie vor.

Die Leichtigkeit, die das Fahren durch die sportlich-relaxte Sitzposition bekommt, macht mächtig Laune, und so segelt die Monster mit fein und exakt gezogenen Bögen durch die Kurven.

Treibt es der Fahrer am Dampfrad doch mal zu weit, steht ihm die Traktionskontrolle in brenzligen Situationen, wie vom Regen quer über die Fahrbahn verteilter Vulkanerde, sanft regelnd zur Seite.

Nicht einmal von dieser Auspuffklappe vor den beiden Schalldämpfern. Kupplung gezogen, erster Gang, AbfahrtDass die 1100er-Monster gegenüber der 696 durch gestrecktere Gabelholme und ein längeres Federbein um vier Zentimeter in die Höhe gewachsen ist, fällt kaum auf.

Aufrechter, deutlich weniger angestrengt über den Tank gespannt und insgesamt weiter vorn sitzt man sportlicher, aktiver und doch komfortabler.

Dafür überzeugt die 1100er schon auf den ersten Metern mit ihrem Motor. Nur ein wenig schüttelt sich der Kurzhuber unter 2000 Umdrehungen, um dann kurz darauf die Magie des schieren Volumens zu verströmen.

Was zählt, ist dieser kraftvolle Punch. Selbst, dass das Spiel im Antriebsstrang beim Lastwechsel in der Kurvenmitte des Öfteren mit einem harten Ruck einen Zacken in die anvisierte Linie zeichnet. Die Bremsen lassen sich, im Gegensatz zur alten Monster, exzellent dosieren, Federbein und Gabel sind tendenziell sportlich, aber doch ausreichend komfortabel abgestimmt.

Im Vergleich zur Monster 696 hat die 1100 S deutlich mehr Drehmoment, was das Beschleunigen und Überholen erleichtert.

Sie bietet eine hervorragende Straßenlage und ein agiles Handling, das besonders in Kurven begeistert. Im Vergleich zur Monster 796 ist die 1100 S sportlicher abgestimmt, was sie besonders für erfahrene Fahrer attraktiv macht.

Probleme und Lösungen mit der Sitzbank

Servus zusammen, habe mir für längere Touren die Komfort Sitzbank (+20mm) von Ducati gegönnt, in meinem Urlaub jetzt tat mir nach dem dritten Tag so der A*** Weh das ich die restlichen Touren nur bedinkt genießen konnte. Werde zum test mal eine größere Tour mit den originalen Sitzbank machen die deutlich härter ist.

Bei einigen meiner Vorgängermopeds habe ich die Sitzbank individuell bei einem Sattler anpassen lassen. Wer längere Touren fährt bevorzugt meistens eine härtere Polsterung....

Grundsätzlich ist härter - auf Dauer! - besser und angenehmer als weicher.

Auf meiner HYM 939 hatte ich eine recht harte sitzbank - war nach ein paar stunden sehr anstrengend. die sitzbank meiner MTS 1000s war bockhart - viel härter als die der 939 - und doch auch auf dauer sehr bequem.

Tatsächlich scheint gerade beim Motorrad die Form entscheidend zu sein, so jedenfalls mein befragter Sattler.

Ich habe dann meine Standard-Sitzbank aufpolstern lassen, weil ich vor allen Dingen diese tiefe Sitzmulde weg haben wollte und das ganze eher eben haben möchte.

Ich habe dann die originale Sitzbank neu beziehen und mit einem Gelkissen ausstatten lassen - seitdem habe ich keine Probleme mehr, auch auf längeren Touren.

Zusätzliche Tipps für Komfort

Vielleicht sollte man den Arsch auch nicht zu sehr verwöhnen. Atmungsaktive Unterwäsche. Ein Freund von mir, trägt auf längeren Touren immer eine Rad Unterhole mit Gel Polster.

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0