Die Ducati Monster ist bekannt für ihre einzigartige DNA, die sich in jedem Detail widerspiegelt: ein kompakter, aber bulliger Tank, der typische Scheinwerfer und das schlanke Heck. Sie ist der Einstieg in die Ducati Welt und das perfekte erste Motorrad. Natürlich garantiert die neue Monster 797 auch den erfahrenen Piloten jede Menge Fahrspaß. Dabei steht aktive Sicherheit im Vordergrund, dank des serienmäßigen Bosch ABS.
Die Ergonomie und das Fahrgefühl
Die größte Auswirkung auf das Fahrgefühl im Sattel haben aber die sich unterscheidenden Ansätze bei der Fahrzeuggeometrie. Die Yamaha MT-09 ist für ihre zurückgelehnte, sehr aufrechte Sitzposition bekannt. Der Fahrer sitzt auf einer Sitzhöhe von 825 mm relativ tief in der Maschine. Sportliche Piloten bemängelten schon früher, dass durch diese eher heckorientierte Positionierung das Gefühl für das Vorderrad verloren geht.
Die Monster ist ein Naked Bike, das dem Fahrer die Angriffsposition in Richtung Vorderrad zwar ermöglichen, sie aber nicht aufzwingen soll. Schön aufrecht lässt es sich entspannt auf ihr thronen, doch eine leichte Neigung des Oberkörpers reicht aus und schon rutscht das Messer zwischen die Zähne.
Technische Details und Performance
Die sportliche Performance der Ducati wird von feinsten Bauteilen erweitert, die die SP-Variante ab Serie mit an Bord hat. An der Front federt eine NIX 30 Upside-Down Telegabel von Öhlins mit 140 mm Federweg und hinten ein Öhlins Federbein mit 150 mm am Heck, beides voll einstellbar. Im Serientrimm ist das Fahrwerk auf der härteren Seite und harmoniert dadurch ganz gut mit der brachialen Bremserei der Monster.
Die hintere Bremsanlage mit der 245 mm Einzelscheibe ist zwar unverändert von der normalen Monster übernommen, doch vorne werden die 320 mm Doppelscheiben von mächtigen Brembo Stylema Bremssätteln in die Zange genommen. Damit lässt es sich mit kaum Kraft am Bremshebel schon mächtig verzögern. Auf der Monster SP lässt es sich so echt radikal in den Radius hineinbremsen.
Durch die hohe Stabilität des Fahrwerks und der Bremsperformance schafft die Monster SP auch ein Gefühl von Sicherheit und Kontrolle, wodurch ihre extreme Agilität erst voll ausgenutzt werden kann. Sobald die sportlichen Pirelli Diablo Rosso IV Serienreifen warm sind, lässt es sich mit der Monster SP pfeilschnell durchs Winkelwerk wirbeln.
Elektronik und Assistenzsysteme
Mit schräglagenabhängigen Assistenzsystemen sind beide Motorräder ausgestattet, die Ducati hat jedoch das umfangreichere Elektronik-Paket. Drei Fahrmodi, Sport, Road und Wet, passen alle Parameter für den jeweiligen Fahrmodus an, zusätzlich können Kurven-ABS, 8-stufige Traktionskontrolle, Wheelie-Kontrolle und Launch-Control auch noch separat über das 4,3-Zoll TFT-Display gesteuert werden.
Die Yamaha besitzt mit vier Stück einen Fahrmodus mehr, dafür jedoch "nur" eine dreistufige schräglagenabhängige Traktionskontrolle, Wheelie-Control, Kurven-ABS und einen Tempomaten, der auf der Ducati gänzlich fehlt.
Vor- und Nachteile der Ducati Monster SP
Denn während die Italienerin mit ihren edlen Bauteilen im Winkelwerk brilliert, bleibt sie eine Diva aus Bologna. Das heißt, sie kann nicht nur, sondern möchte dezidiert sportlich bewegt werden. Gemütliche Ausfahrten oder dichten Stadtverkehr mag sie eher nicht. Der V2 läuft ruppig unter 3.000 Touren, die strenggängige Kupplung lässt meine zarten Journalistenhände nach wenigen Ampeln schmerzen und der Motor heizt mir auch im Stand ordentlich ein.
Alternativen und Anpassungen
Sagt mal, welche Sitzbänke kann ich denn für die Evo nutzen? Gehen auch die der 696/796/1100 (S)? Ich habe eine Orginale der 1100 übrig. Bei beiden sitze ich deutlich besser als bei der orginalen Unveränderten.
Auch die Sitzposition ist da noch ausschlaggebend. Bei sehr "eingeklappter" Haltung können auch Knieprobleme auftreten, gerade bei längeren Touren. Ist also nicht ganz so einfach die richtige Kombi rauszufinden. Für mich habe ich 10mm Geleinlage einarbeiten lassen, damit a)der Sprung nicht zu groß wird und b) die Sitzfläche etwas straffer wird.
Umbau und Individualisierung
Eine Monster im eigenen Stile zu kreieren, ist nicht einfach. Der Gitterrohrrahmen setzt da recht enge Grenzen. Cafe Racing beruht auf Reduktion und so fliegen die Brocken vom Rahmen der Duc wie die Blätter im Herbstwald. Der Rahmen setzt von Haus aus enge Grenzen beim Umbau der Monster.
Kineo-Speichenräder, Tellert-Schaltautomat mit umgedrehtem Schaltschema, Federbein aus der S4R und eine Fahrwerksabstimmung von GL-Suspension. Das wahre Happy End zeigt sich am Ende eh nicht an der Ziellinie, sondern beim TÜV: alles eingetragen, Plakette, raus auf die Landstraße!
Vergleich mit anderen Modellen
Die renovierte Ducati Monster 821 tritt an gegen die neue Triumph Street Triple RS und die Suzuki GSX-S 750. Drei Motorräder, drei Antriebskonzepte und dreimal die ideale Kombination aus Fun und Vernunft zum angemessenen Preis?
Die Ducati Monster 821 ist eine Ikone ihrer selbst. Was Miguel Angel Galluzzi vor 25 Jahren mit gelungenem Federstrich entworfen hat, begeistert auch in der heutigen Form. Ihre Formen wirken modern, flüssig, stimmig. Das trifft so auch aufs aktuellste Derivat der Baureihe zu, die neue Monster 821.
Zusammenfassung der Testergebnisse
Die Ducati Monster 821 ist ein tolles Motorrad ohne wirkliche Schwächen. Nüchtern betrachtet erscheint ihre Preisgestaltung aber durchaus ambitioniert, selbst beim Blick durch die grün-weiß-rote Brille. Dagegen zeigt die Suzuki GSX-S 750, dass es eine Performance auf leicht höherem Niveau für viel weniger Taler gibt. Sie entpuppt sich als knackige Fahrmaschine mit bestem Preis-Leistungs-Verhältnis. Unter diesem Aspekt liegt die Triumph Street Triple RS allerdings gar nicht so weit entfernt.
| Modell | Motor | Leistung | Preis (ca.) |
|---|---|---|---|
| Ducati Monster 821 | V2 | 109 PS | 11.490 € |
| Triumph Street Triple RS | Triple | 123 PS | 11.700 € |
| Suzuki GSX-S 750 | Reihenvierer | 114 PS | 8.890 € |
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