Die Tour hatte wirklich alles zu bieten, was einem auf (asphaltierten) Wegen begegnen kann: Enge Radien, weite Radien, aufgebrochener Asphalt und rennstrecken-ähnlicher Bodenbelag, breite Straßen und enge Pfade durchs hügelige Hinterland. Zudem öffnete der Himmel in der ersten Tageshälfte unvermuteter Weise seine Schleusen.
Fahrwerk und Motor
Es gibt so gut wie nichts, was dem in den zahlreichen Berichten zur Ducati Multistrada V4S Geschriebenen hinzufügen könnte. Das großartige Fahrwerk (semi-aktiv, automatische Vorspannungsanpassung, der neue Minimun-Preload-Modus erleichtert das Hieven des Motorrads auf den Hauptständer) schafft den Spagat zwischen dem Gleiten auf einer Wolke und sportlich straffer Fahrmaschine (hier helfen auch die entfernten Gummis die den Lenkers bisher gelagert haben) wie kaum ein anderes Produkt am Markt.
Das Ansprechverhalten des Motors ist kultiviert und die Drehfreude des V4 großartig. Die supdersportlichen Bremsen (Brembo Stylema auf 330 mm Doppelscheibe) machen den Einsatz der auf höchstem Niveau arbeitenden Assistenzsysteme selten erforderlich. Der, auch dank der herausragenden Ergonomie, hohe Komfort wird von akkurat arbeitenden Luxus-Features ideal ergänzt.
Verbesserungen und Kritikpunkte
Eine im wahrsten Sinne des Wortes spürbare Verbesserung bringen die neuen Hitzeschutzteile mit sich. Selbst im Stop&Go Verkehr durch die Rush-Hour Bolognas, heizt die Multistrada V4S Grand Tour deutlich weniger ein als ich es von unserem Dauertester in Erinnerung habe. Bei höheren Geschwindigkeiten führt die Steuerung des Luftstroms via der, von mir Windlets getauften, seitlich angebrachten Flügel zum gewünschten Ergebnis. In offener Position wird gekühlt, kappt man die Luftzufuhr entwickelt sich der V4 zum wärmenden Ofen für die Beine.
Die Nähe zur Perfektion wird lediglich durch einen großen Punkt und ein paar Kleinigkeiten getrübt. Die Hiobsbotschaft, die in jedem Bericht zur Multistrada zu finden ist, muss auch hier Einzug halten. Der Verbrauch ließ sich auch während unserer aufgrund des Regens gemächlich gefahrenen Vormittagsrunde nicht unter 6,8 Liter (laut Display) drücken, zieht man am Kabel können spielerisch deutlich höhere Werte produziert werden. Das kann die Konkurrenz einfach besser. Dazu gesellt sich, dass auf der Fahrersitzbank nach rund dreieinhalb Stunden durchgehender Fahrt zwei Kanten im Sitzpolster feststellen ließen, auch ein weiterer Kollege, der in etwa meine Statur (1,87 Meter und gut genährt) besaß konnte die Spürbarkeit im Gesäß bestätigen.
Das belüftete Smartphonefach darf ebenfalls lediglich als Behelfslösung gelten. Die Mitarbeiter von Ducati versichern mir jedoch, es wird weiter daran gearbeitet, dass an der Verbesserung der Smartphone-Systemintegration (derzeit braucht man zwei Apps gleichzeitig und das Display des Handys muss dauerhaft eingeschalten sein) fieberhaft gearbeitet wird. Der Lüfter verkleinert das ohnedies fummelig zu beladende Fach zusätzlich. Ich hatte meine liebe Mühe mein Iphone 13 welches von der nicht sonderlich aufragenden Quad-Lock Hülle geschützt wird, im Fach zu platzieren. Erst danach konnte ich das USB-Kabel anstecken, um das Handy mit Strom zu versorgen.
Service und Zubehör
Zwar zeichnen sich die Multistrada V4 Modelle seit ihrem Marktdebut durch ihre Zuverlässigkeit aus, Ducati lässt die Treiber seiner Luxus-Enduro jedoch auch nicht im Stich, wenn doch einmal ein ungeplanter Werkstattaufenthalt ansteht. Das Roadside Assistance Programm bietet Pannenhilfe, Transport für Fahrer und Beifahrer, ein Ersatzfahrzeug und eine Übernachtung in einem Vier-Sterne-Hotel im Falle von Problemen, die während der Fahrt innerhalb des Standardgarantiezeitraums von 4 Jahren auftreten sollten.
Nicht, dass noch sonderlich Bedarf bestünde, aber auch für die Ducati Multistrada V4 S Grand Tour gibt es noch Zubehör: Darunter verschiedene Satteloptionen, eine Motorrad-Tieferlegung und verschiedene Windschilder. Zusätzliche Gepäcklösungen für Tank und Heckplatte sind ebenfalls erhältlich, wahlweise ein Topcase oder eine Softtasche.
Preis und Verfügbarkeit
Die Ducati Multistrada V4 S Grand Tour ist ein in Deutschland zu einem Preis von 26.690 Euro erhältlich ist. Im Vergleich dazu liegt der Preis für die Standardvariante, die Ducati Multistrada V4 S, bei 23.290 Euro. Konfiguriert man alle Optionen, die bei der Grand Tour Variante serienmäßig sind, auf eine Standard V4 S landet man bei einem um 700 Euro höheren Preis. In der Schweiz ist die Ducati Multistrada V4 S Grand Tour zum Preis von 27.990 Schweizer Franken erhältlich. Die Ducati Multistrada V4 S Grand Tour wird im Laufe der nächsten Wochen bei den ersten Ducati Händlern eintrudeln.
Schon bei zahlreichen Tests musste sich die Multistrada auf extrem vielseitigem Terrain gegen viele Gegner behaupten und war dabei meistens das schnellste und insgesamt auch beste Motorrad. Mit der V4 S Grand Tour packt Ducati jetzt alle Hightech-Features serienmäßig zusammen und ergänzt das Modell um sinnvolle Upgrades beim Temperaturmanagement.
Dauertest der Ducati Multistrada V4 S
Die Ducati Multistrada V4 S nimmt im MOTORRAD-Dauertest insgesamt 100.000 Kilometer unter die Räder. Hier erfahrt ihr, wie es der Multi V4 über die Distanz ergeht.
"Jetzt sind wir endgültig im Automobilbau angekommen!" Werkstattchef Gerry Wagner führt die Dauertest-Eingangsmessungen der High-End-Reiseenduro durch. Dazu gehören neben dem Verplomben wichtiger Schraubverbindungen eine Kompressions- und Druckverlustmessung. Und dafür müssen die Zündkerzen raus. Und wie das heutzutage eben ist, ist die Ducati zum einen sehr kompakt und verschachtelt aufgebaut und zum anderen die Verkleidung weitgehend ohne sichtbare Verschraubungen montiert.
So gilt es bei jedem der rund zwei Dutzend zu entfernenden Bauteile erst einmal herauszufinden, wo und wie es verschraubt, verclipst, verzapft oder versonstwast ist.
Erfahrungen im Dauertest
- Kilometerstand 70.550, 7/2024 (René Correra): Im Juli ging es mit der Multistrada in die Berge nach Südtirol. Einige Hundert Kilometer gingen für An- und Abreise drauf und gestalteten sich wie gewohnt maximal angenehm: Radarsystem in jeglicher Hinsicht top, Windschutz ebenso und bei gemütlichem Autobahn-Richttempo schmeichelt der Motor fein und fordert gar nicht sooo oft neuen Kraftstoff. Einmal in den Bergen angekommen, zeigt sich die Multistrada V4 dank leichtfüßigem und präzisen Handling erwartungsgemäß als hervorragendes Tool für Kurven und Spitzkehren.
- Kilometerstand 66.800, 6/2024 (Jens Kratschmar): Nach über 50.000 Kilometer nach der letzten Fahrt, ist die Ducati Multistrada V4 S so gut und stark wie bekannt. Einzig die Schalter sind etwas speckig geworden und natürlich zeigen sich deutliche Gebrauchsspuren.
- Kilometerstand 61.420, 4/2024: Ducati fahren war schon immer ein finanziell forderndes Vergnügen. Die jüngst erledigte 60.000-Kilometer-Inspektion an der Ducati Multistrada V4 S bestätigt das aufs Neue. Satte 1.991,58 Euro waren zu bezahlen. Das ist mehr als das Doppelte des 45.000er-Services und erklärt sich damit, dass bei dieser Laufleistung zum ersten Mal das Ventilspiel kontrolliert werden muss, was sehr schraub- und somit zeitaufwendig ist.
- Kilometerstand 51.982, 10/2023 (Philipp Genikomsidis): Hightech oder Handling, Power oder Stauraum? Nicht oder - UND! Ducati Multistrada V4 S heißt das Schweizer Taschenmesser. Okay, so kompakt wie die weltberühmten Multifunktionswerkzeuge aus unserem Nachbarland ist sie nicht. Aber dafür genauso rot, scharf, vielfältig und für jedes Abenteuer zu gebrauchen. Und für alles andere auch.
- Kilometerstand 41.600, 5/2023 (Peter Mayer): MOTORRAD-Chef Uwe Seitz musste die Ducati Multistrada V4 mit üblen Schleifgeräuschen abstellen. Der Grund waren defekte Radlager hinten, die bereits die Felge beschädigt hatten, weswegen diese getauscht wurde.
- Kilometerstand 41.000, 4/2023 (Jens Möller-Töllner): Der Termin für die 45.000er-Inspektion beim Servicepartner stand bereits. Doch unsere Dauertest-Ducati-Multistrada V4 S hatte erst 41.000 km auf der Uhr.
- Kilometerstand 27.800, 3/2023 (Stefan Glück): Um ihre Travelskills zu improven, wie man auf Neudeutsch sagt, bekam die V4 jüngst zusätzlich zu den schon vorhandenen Koffern ein Topcase spendiert.
- Kilometerstand 24.270, 11/2022 (PS-Redaktion): Beim MOTORRAD-Alpen Masters 2022 holte die Ducati Multistrada dieses Jahr erneut den Pott. So lag der Gedanke unserer hochdrehzahlorientierten Kollegen von PS so fern nicht, den sportlichen Talenten der Multi in Begleitung von BMW GS und KTM Super Adventure auf der Rennstrecke auf den Zahn zu fühlen (siehe PS 12/2022).
- Kilometerstand 17.800, 9/2022 (René Correra): Exakt 2362,5 Kilometer zeigt der Tripzähler an, als ich die Rase-Enduro aus Bologna nach dem Spätsommerurlaub in der Tiefgarage des Verlags parke. Zustande gekommen sind die vielen Kilometer vor allem im Allgäu mit kurzen Abstechern Richtung Schweiz und Österreich. Erwartungsgemäß brillierte die redaktionsintern liebevoll Multistrudel genannte Ducati Multistrada V4 S auf großer Tour.
Weitere Testberichte und Meinungen
In verschiedenen Foren und Artikeln wurden unterschiedliche Aspekte der Multistrada V4 diskutiert. Einige Nutzer bemängelten den hohen Verbrauch und das Gewicht im Vergleich zur Konkurrenz, während andere die überragende Handlichkeit und den Komfort lobten. Es wurde auch darauf hingewiesen, dass ein 19-Zoll-Vorderrad im Vergleich zu einem 17-Zoll-Rad weniger handlich ist, was jedoch für den Geländeeinsatz bewusst gewählt wurde.
Technische Daten und Features
Die Ducati Multistrada V4 bietet eine Vielzahl von technischen Finessen und Ausstattungsmerkmalen:
- Flüssigkeitsgekühlter Vierzylinder-V-Motor (90°) mit 1158 ccm Hubraum
- 125 kW/170 PS bei 10.500 U/min
- 125 Nm bei 8250 U/min
- Kurven-ABS, Traktions- und Wheeliekontrolle
- Mehrere Fahr- und Leistungsmodi
- Semiaktives Skyhook-Fahrwerk
- Vollfarbiges TFT-Display mit Ducati-Connect-System
- Adaptive Geschwindigkeitsregelung und Totwinkelwarner (optional)
Mit einem fahrfertigen Gewicht von rund 240 Kilogramm ist die Multistrada V4 angesichts ihrer Ausstattung als "noch schlank" zu bezeichnen. Die Zuladung beträgt 230 Kilogramm.
Ducati Multistrada V4 S Modelljahr 2025
Die Ducati Multistrada V4 S startet mit einer Reihe feiner Updates in das Modelljahr 2025, die insgesamt zu einer beeindruckenden Evolution führen. Optisch zeigt sich die Multistrada V4S 2025 weitgehend unverändert bis auf einen entscheidenden Blickfang: die neu gestaltete Frontpartie. Neu ist auch das überarbeitete Kurvenlicht, das in Schräglagen blitzschnell aktiviert wird.
Der V4 Granturismo-Motor der Multistrada V4S bleibt eine Konstante mit seiner beeindruckenden Leistung von 170 PS überzeugt er weiterhin jeden, der das volle Ducati-Erlebnis sucht. Neu ist jedoch die Euro5+ Konformität, die zeigt, dass Ducati auch in puncto Umweltschutz mithalten kann, ohne Einbußen beim charakteristischen Sound in Kauf zu nehmen. Effizienz wurde ebenfalls gesteigert: Der Motor verbraucht nun 6 % weniger Kraftstoff, und das wird durch ein cleveres Feature erreicht die Abschaltung der hinteren zwei Zylinder im Leerlauf.
Sicherheitsfeatures 2025
Ducati bringt mit der Multistrada V4S 2025 gleich drei bedeutende Neuerungen im Bereich der Sicherheit auf die Straße.
- Kollisionswarnung: Erkennt vorausliegende Fahrzeuge und warnt den Fahrer frühzeitig.
- Rear-to-Front Braking System: Integriert zahlreiche Sensoren und den Ducati Vehicle Observer für eine ausbalancierte und sichere Bremswirkung.
- Automatisches Warnblinksystem bei Notbremsungen.
Komfort-Updates 2025
Im Bereich Komfort setzt die Multistrada V4 S 2025 mit einem überarbeiteten Skyhook-Fahrwerk neue Maßstäbe. Ein spannendes Upgrade ist das automatisierte Absenken des Fahrwerks im Stand. Mithilfe eines tieferen Sitzes und einem optionalen Fahrwerkstieferlegungskit lässt sich die Sitzhöhe auf nur 795 mm reduzieren.
Weitere Neuerungen 2025
- Fahrmodus WET, speziell für Regenfahrten entwickelt.
- Als Zubehör erhältliche Schmiedräder, die 2 kg leichter sind als die Standardräder.
- Möglichkeit, die Fahrwerkseinstellungen unabhängig vom Fahrmodus zu konfigurieren.
Insgesamt präsentiert sich die Multistrada V4S für das Jahr 2025 als intelligenteres und sichereres Adventure-Bike. Besonders erfreulich ist Ducatis Entscheidung, dem Fahrer mehr Freiheiten zu lassen.
Die Geschichte der Ducati Multistrada
Die Ducati Multistrada hat eine lange Tradition. Die erste Serienausführung wurde im September 2002 auf der Münchener Intermot vorgestellt, die Auslieferung an die Kunden begann im März 2003.
- 2003: Multistrada 1000 DS mit luft-/ölgekühlten V2 (61 kW/84 PS)
- 2006: Multistrada 1000 DS (Öhlins, Carbon) und Multistrada 620
- 2007: Hubraumerhöhung auf 1.078 Kubikzentimeter (63 kW/86 PS)
- 2010: Multistrada 1200 mit flüssigkeitsgekühltem Vierventiler (110 kW/150 PS)
- 2015: Modifizierte Version der Multistrada 1200 (117,7 kW/160 PS)
- 2016: Multistrada 1200 Enduro mit 19-Zoll-Vorderrad
- 2017: Multistrada 950 (83 kW/113 PS)
- 2018: Multistrada 1260
- 2021: Multistrada V4 (125 kW/170 PS)
Testfahrt im Regen mit der Ducati Multistrada V4 S (2025)
Edoardo Licciardello, Produktmanager der kräftig modellgepflegten Ducati Multistrada V4, ist sichtlich stolz auf das vollbrachte Werk. Erstmals gibt es einen "Wet-Mode", also das, was bei anderen Herstellern „Regenmodus“ heißt. Im Wet-Mode stehen 114 PS zur Verfügung, während es normalerweise 170 PS sind.
Eine weitere Neuerung ist das in „Wet“ freigeschaltete ABS 3. Angesichts der ausschließlich nassen Straßen, eine gute, weil in der Praxis angenehme Sache. Für einen fast ausschließlich reinen Frontbremser wie den Autor dieses Textes bedeutet es eine echte Überwindung, mal komplett die Finger vom Bremshebel zu lassen; das Ergebnis überzeugt.
Bump Detection und Skyhook-System
Da zeigt sich die positive Auswirkung einer weiteren Neuheit an der 2025er-Multistrada, nämlich die neuartige Verknüpfung der Skyhook-Sensoren an Gabel und Federbein. Ducati nennt das auf Englisch „Bump Detection“. Erfährt die neu abgestimmte USD-Gabel nämlich einen härteren Schlag, wird ein elektrischer Impuls an das Federbein gesendet, der dieses quasi auf das kommende Unheil vorbereitet und für eine Einstellung sorgt, die den Impuls bestmöglich absorbieren kann. Der Sozius-Kurztest offenbart, dass das Skyhook-System diesbezüglich optimal aufgestellt ist.
Bereifung
Ohne jede Auffälligkeit taten auch beide gefahrenen Reifentypen ihren Dienst, also der straßenorientierte Pirelli Scorpion Trail II, der Serienreifen, und der Scorpion Rally STR. Ersterer ist auf die als Sonderausstattung lieferbaren, sehr filigran wirkenden Schmiederäder aufgezogen, der zweite, deutlich grobstolligere Pneu befindet sich auf den neuen, ebenfalls aufpreispflichtigen Kreuzspeichenrädern.
Schotter-Abstecher ins „Grüne“
Die italienische Modellbezeichnung Multistrada verweist bekanntlich darauf, dass das Italo-Bike Geläufe der unterschiedlichsten Arten zu bewältigen imstande ist. Die Multistrada V4 im Enduromodus verfügt über eine angenehm sanfte Gasannahme und der Quickshifter funktioniert auch beim Fahren im Stehen prächtig.
Das Fahrwerk machte seine Sache insgesamt gut; die Möglichkeiten des 19-Zoll-Vorderrades reichen für die Anforderungen des kiesigen, aber niemals wirklich tiefen Untergrunds auch dank des groben Profils vollkommen aus.
TFT-Display, Fahrmodi und Connectivity
Ablesbarkeit und Menüführung überzeugen - das 6,5-Zoll-TFT-Display kommt sehr klar gegliedert und gut ablesbar daher, auch wenn es sehr viele Informationen gleichzeitig bietet. Die fünf Fahrmodi Sport, Touring, Enduro, Wet und Urban sind neuerdings nicht mehr zwingend mit bestimmten, vordefinierten Fahrwerkseinstellungen kombiniert; die Fahrwerkseinstellungen lassen sich also jederzeit individualisieren.
Absenkautomatik
Die S-Version der Multistrada V4 verfügt nun über eine Fahrzeughöhen-Absenkautomatik. Deren Amplitude beträgt zwischen 15 und 30 Millimeter, und zwar in Abhängigkeit von der aktuellen Beladung. Grundsätzlich erscheint das System für alle jene sehr vorteilhaft, die unter 1,80 Meter groß sind, weil die Erreichbarkeit des Bodens beim Anhalten oder Rangieren erheblich verbessert wird.
Zylinderabschaltung
Dass die Abschaltautomatik der hinteren Zylinderbank nun unter bestimmten Umständen auch während der Fahrt aktiviert wird, bleibt unterwegs vom Fahrer vollkommen unbemerkt. Es gibt kein Rucken und kein Zucken, wenn sich das System während einer drehzahlarmen Fahrphase aktiviert.
Zusammenfassung
Unterm Strich kann die deutlich modellgepflegte Ducati Multistrada V4 S überzeugen: Der V4 ist ein Gedicht, das Fahrwerk ausgezeichnet austariert und extrem leistungsfähig. Die gesamten Regelsysteme arbeiten logisch und decken ein breites Anforderungsspektrum ab. Das Skyhook-System, das für die einfache V4 nicht verfügbar ist, kann in der feinen V4 S auf ganzer Linie überzeugen. Auch der Sitzkomfort, die Einhand-Bedienung des Windschilds und die Aerodynamik gefallen. Mehr Freude dürften künftig die mitfahrenden Damen des Herzens haben: Ihnen steht mehr Raum zur Verfügung; die Seitenkoffer und Aluboxen wurden um zweieinhalb ...
Die Ducati Ingenieure haben in das Motorrad alle hochwertigen Zutaten eingefüllt, welche man für Geld kriegen kann. Diese wurden zu einem harmonischen Gesamtpaket vereint, welches unfassbar gut fährt.
Die Multistrada V4S präsentiert sich für das Jahr 2025 als intelligenteres und sichereres Adventure-Bike. Besonders erfreulich ist Ducatis Entscheidung, dem Fahrer mehr Freiheiten zu lassen: Die zahlreichen neuen Features wie die Assistenzsysteme können nach Belieben ein- oder ausgeschaltet werden, sodass jeder selbst entscheiden kann, ob er sie nutzen möchte. Insgesamt zeigt sich die Multistrada in einem vertrauten Design, aber mit einem deutlich erweiterten Inneren.
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