Ducati Scrambler Desert Sled: Test und Custom-Konzepte

Custom-Bikes sind schwer angesagt in London. Optimale Bühne für Umbauten aller Art ist die „Bike Shed MotoShow“, einmal jährlich veranstaltet vom gleichnamigen Motorradclub, eine Moto-Lifestyle-Institution in Englands Hauptstadt. Ausrüster, Customizer und Hersteller zeigen auf der MotoShow neue Klamotten, spektakuläre Umbauten und gern auch mal Konzept-Bikes. Dieses Jahr war Ducati am Start.

Ducati Scrambler CR24I und RR24I: Neue Custom-Konzepte

Ende Mai 2024 präsentierte Ducati zwei Concept-Bikes auf Scrambler-Basis: die RR24I und die CR24I im Café-Racer-Stil. Im Rahmen der Bike Shed Moto Show in London, am 24. Mai 2024, enthüllte Ducati diese beiden als Konzepte deklarierten Ausstellungsstücke.

Ducati Scrambler CR24I als Café Racer

Als "natürliche Weiterentwicklung der Ducati Scrambler " beschreibt Ducati das Konzept der CR24I - die jedoch ganz offensichtlich gar kein Scrambler mehr ist, sondern ein Café Racer. Entworfen im Centro Stile Ducati, unterstreicht die CR24I die Vielseitigkeit der technischen Basis der Ducati Scrambler, hier kombiniert mit 17-Zoll-Rädern vorn und hinten sowie mit sportlichen Lenkerstummeln samt Lenkerenden-Rückspiegeln.

Die schlanke, am Tank befestigte Verkleidung im Retro-Stil erinnert an Ikonen der Ducati-Historie wie etwa die Pantah oder die 750 SS. Mit abnehmbarer Sozius-Abdeckung spielt die Sitzbank auf die klassischen "Panettone"-Sättel an Sportmotorrädern der 1970er-Jahre an und lässt sich scheinbar in einen Solo-Sitz (Monoposto) verwandeln. Eher britisches Understatement ist hingegen die dezente Farbgebung der Ducati CR24I. Eine ähnliche Scrambler-Variante gab es bereits ab 2017: die Ducati Scrambler Café Racer.

Ducati Scrambler RR24I als Retro-Enduro

Umso konsequenter ins Gelände zielt das Konzept der Ducati Scrambler RR24I. Am Tank hat sie ein rustikales Gepäck-Rack, anstelle des Soziuspolsters ist der Gepäckträger erweiterbar, und links am Heck hängt ein kleiner, kanisterförmiger Koffer. Trotzdem wirkt die Retro-Enduro mit den besonders grobstolligen Pirelli Scorpion Rally auf ihre Weise ebenfalls edel und lässt ihre vielen Aluminium-Teile glänzen.

Von Termignoni stammt der maximal hochgelegte Auspuff. Auf gleicher Höhe hängt die knappe Vorderradabdeckung in der Upside-down-Telegabel. Doch das wohl auffälligste Detail an der Ducati Scrambler RR24I ist die Hinterradschwinge aus Aluminium - offenbar übernommen vom Enduro-Modell Ducati DesertX. Eine Scrambler-Variante in diese Richtung gab es bereits ab 2017: die Ducati Scrambler Desert Sled, und die hatte sogar ein Vorderrad im Format 19 Zoll statt 18 Zoll.

Technische Details der Konzepte

Technische Basis für die beiden Konzepte CR241 und RR241 ist die aktuelle Ducati Scrambler. Und die wird anno 2024 immer noch vom luftgekühlten L-Twin mit jeweils 2 desmodromisch gesteuerten Ventilen pro Zylinder angetrieben. Eckdaten: 803 Kubik und maximal 73 PS (53,5 kW) bei 8.250/min sowie 65 Nm bei 7.000/min. Immerhin mit 6-Gang-Getriebe.

Ebenfalls Ducati-Tradition ist der Stahl-Gitterrohrrahmen, modern das TFT-Farb-Display im Cockpit. Mit vollem 13,5-Liter-Benzintank wiegt die Ducati Scrambler circa 185 Kilogramm, je nach Modell-Variante ein paar Kilo mehr oder weniger. Preise im Frühjahr 2024: ab 10.590 Euro (Scrambler Icon).

Aus der Ducati CR241 könnte tatsächlich eine neue Modellvariante im Café-Racer-Stil werden. Dass die dann noch die Bezeichnung "Scrambler" im Namen trägt, ist indes unwahrscheinlich. Jedenfalls sehen die wesentlichen, spezifischen Komponenten - die Verkleidungsteile - bereits serienreif aus. Aus der Ducati RR241 könnte ebenfalls eine neue Modellvariante der Ducati Scrambler werden, als Retro-Enduro mit gesteigertem Offroad-Potenzial.

Ducati Scrambler Desert Sled im Detail

Der Name Desert Sled, „Wüstenschlitten“, bezieht sich auf Motorräder mit mehr als 500 cm3 Hubraum, die von ihren Fahrern für den Einsatz in den kalifornischen Wüsten mit Stollenreifen, verstärkten Federelementen, Drahtspeichenrädern und Motorschutzplatten präpariert wurden. Ducati selbst nennt als Quelle der Inspiration die Offroad-Motorräder der 60er und 70er Jahre, die in den USA bei Rennen eingesetzt wurden. Die Desert Sled ist zwar nicht für den harten Offroadeinsatz gemacht, aber für Spaßpartien auf Schotterstraßen und im leichten Gelände.

Erfreulicherweise ist das Scheinwerfergitter der neuen Scrambler homologiert, wie auch die hohen Kotflügel. Die Fahrwerkskomponenten mit je 200 mm Federweg sind vorne voll und hinten in Zugstufe und Vorspannung einstellbar. Die 19 und 17-Zoll Felgen sind mit Pirelli Scorpion Rally STR in den Dimensionen 120/70-19 vorne und 170/60-17 bereift.

Für mehr Belastbarkeit wurde die Schwingenaufnahme mit Seitenplatten verstärkt, die Schwinge selbst stabiler gemacht und velängert und die Gabelbrücken geändert. Die Ducati Scrambler Desert Sled besitzt den EURO 4-konformen, luft-/ölgekühlten 803 cm³ großen L-Twin-Motor der Icon. Aufgrund der nötigen neuen Euro4-Homologation wurde das Motormanagement überarbeitet und die Gasgriffübersetzung (nun progressiv) geändert, was das Ansprechverhalten im unteren Drehzahlbereich noch weicher gemacht hat. Die Spitzenleistung beträgt 75 PS, das Drehmoment liegt bei maximal 68 Nm.

Heute bezeichnet Scrambler eine Untermarke der Bologneser und somit eine ganze Modellpalette, die nicht nur über alle Erwartungen erfolgreich, sondern auch sehr breit aufgestellt ist. Der Desert Sled aber trifft es genau, ist er doch noch stärker auf den On/Offroadeinsatz abgestimmt als der Vorgänger Urban Enduro.

Erreicht wurde dies vor allem durch ein neues Fahrwerk von Kayaba mit je 200 mm Federweg - Gabel voll einstellbar und das dezentral platzierte Federbein in Vorspannung und Zugstufe -, aber auch durch eine neue, längere Aluschwinge, eine stabilere Gabelaufnahme, einen neuen Lenker, einen neuen Sitz und eine neue Bereifung in Form von Pirelli Scorpion Rally STR in 120/70-19 vorne und 170/60-17 hinten.

Die Sitzhöhe von 860 mm, wahlweise 840 mm wird die größte Hürde für Leute unter 175 cm darstellen, denn vor dem 75 PS starken, luftgekühlten 803 cc L-Twin muss sich niemand fürchten. Durch einen progessiven statt linearen Gasgriff spricht der Motor nun noch sanfter an.

Man darf in der Ducati Desert Sled weder eine Supermoto noch eine Hard Enduro sehen. Sie ist ein Funbike, ein Freizeitmobil, eine Urban Enduro. Sie sieht aggressiver und ärger aus, als sie ist. Denn tatsächlich ist sie ein freundliches Motorrad, das jedem zuzutrauen ist. Hart im Nehmen, aber zart im Geben.

Durch den Radstand von 1505 mm, das Gewicht von 191 kg trocken und besonders die Bereifung verhält sie sich stabil und nicht nervös, dafür aber auch nicht so agil, wie manche erwarten werden. Das grobe Profil und die flache Kontur der Reifen brauchen auf Asphalt ein wenig Eingewöhnung, im Gelände weiß man beides aber schnell zu schätzen. Die Geländegängigkeit des gewöhnlichen Straßenfahrers übertrifft der Wüstenschlitten locker, was bei unserer Testfahrt ausreichend unter Beweis gestellt wurde.

Wer meist alleine unterwegs ist, der kann übrigens die Beifahrerfußrasten in Sekundenschnelle mit einem Imbus abschrauben. Was wir in Almeria am meisten vermisst haben, war aber nicht die Begleitung, sondern die Handguards. Die gibt's nur im Zubehör, wie viele weitere Individualisierungsmöglichkeiten. Wer mit den beiden verfügbaren Farben Weiß und Rot kein Auskommen findet, der kann die abschraubbaren Seitenpanele am Tank tauschen. Unter dem X neben dem Scrambler-Logo versteckt sich nämlich eine Schraube. Auch eine Auspuffvariante von Termignoni wird angeboten, die aber nach meinem Geschmack die Optik nicht verbessert, hoffentlich aber den sympathisch schnarrenden, aber zivilisierten Sound. Etwas enttäuschend auch das runde LC-Display, das zwar wichtige Infos wie z.B.

Das Design der Ducati Scrambler Desert Sled ist trotzdem eines der besten des Jahres und wir haben uns alle schwer verliebt, weil sie aussieht wie etwas, das wir in Kindheit und Jugend gerne gehabt hätten. Ducati hat diesen Traum wiederbelebt und ist anderen Marken zuvorgekommen.

Die Desert Sled ist zwar nicht für den harten Offroadeinsatz gemacht, aber für Spaßpartien auf Schotterstraßen und im leichten Gelände. Mit ihrem verstärkten Rahmen, dem großen 19“-Vorderrad und ihren voll einstellbaren Federelementen trägt sie den Anforderungen ihres neuen Einsatzgebiets Rechnung, die Sitzhöhe von 860 Millimetern (mit einer niedrigeren Sitzbank 840 Millimeter) lässt ebenfalls erahnen, dass Geländeausritte nicht völlig absurd sind.

Genauso, jedoch ohne den Geist des Lifestyles außer Acht zu lassen, gibt sich die Ducati Scrambler Desert Sled.

Zusätzliches Zubehör und Individualisierung

Das Fahrrad wird mehr „aus“ und weniger „an“. Es ist einfacher zu fahren, da es einen kürzeren Tank hat, der eine bessere Fahrposition ermöglicht. Sie können bis zu sechs Zentimeter weiter vorausfahren. Sie werden das seltsame Gefühl der Distanz zum Lenker nicht mehr haben, das Fahrgefühl ändert sich zum Besseren. Die Teile des Bausatzes werden lackiert, komplett mit Grafiken unter transparent und montagefertig geliefert oder neutral, wenn Sie sie nach Ihren Wünschen bemalen möchten. In wenigen Stunden wird Ihr Scrambler zu einem großartigen Special, ohne dass Sie an einem Originalteil manipulieren müssen, das Kit ist vollständig reversibel.

  1. Tank viel kürzer als das Original, ermöglicht eine nach vorne gerichtete Fahrposition, unverzichtbar für Geländefahrten ... und noch besser auf der Straße. Seine Linien und Farben erinnern an die "Normalität" Motorräder der 70er / 80er Jahre. Der Tankdeckel und die Kraftstoffpumpe bleiben die Originalteile Ihres Fahrrads, die Reservewarnleuchte funktioniert weiterhin, Sie müssen nichts manipulieren, das Kit ist vollständig reversibel. Der originale Aktivkohlefilter (Canester) bleibt das Original.
  2. Der Sattel aus hochwertigem Schaumkunststoffboden und mit Radiofrequenz bedruckter Abdeckung wird komplett mit ABS-Abdeckung für den hinteren Rahmen geliefert. Es ist sehr komfortabel und wurde so konzipiert, dass Sie Ihr Gepäck für Alleinreisende erheblich vergrößern können, aber es kann dennoch von Fahrer und Beifahrer verwendet werden. Das Schließsystem bleibt unverändert und Sie können weiterhin denselben Schlüssel wie das Fahrrad verwenden.
  3. Für die Ducati Scrambler wollten wir einen besonderen Auspuff, etwas Einzigartiges ... und wir finden, das ist uns gelungen! Edelstahlbeschlag mit Titanterminal und Kohlefaserschutz komplett handgefertigt, im perfekten GP-Stil. Es wiegt 5.350 kg weniger als das Original und verfügt über einen abnehmbaren DB-Killer. Es lässt sich leicht montieren, ohne Änderungen am Fahrrad vorzunehmen. Er erinnert an die Zweitakt-Auspuffanlagen der 70er Jahre und ist nicht nur schön, sondern auch sehr leistungsstark. Entwickelt für das Fuorilugo-Kit, kann es auch am Originalfahrrad montiert werden. Der Sound wird Sie verrückt machen und die Lieferung ...
  4. Rahmenabdeckung aus ABS.
  5. Seitengepäckträger für Fuoriluogo Kit aus Stahlrohr mit mattschwarzem Epoxy-Pulver-Finish. Vervollständigen Sie das Heck, ideal als Haltegriff für den Beifahrer. Er lässt sich ganz einfach am Rahmen anbringen und ist sehr praktisch zum Anbringen von Ersatzschläuchen oder Werkzeugrollen.
  6. Als wir unsere Motorräder für die Paris Dakar vorbereiteten, reichte der Platz für Kleinwerkzeug oder Ersatzteile nie aus, der gesamte verfügbare Platz musste ausgenutzt werden und das war lebenswichtig. Als wir bei der Scrambler den Originalauspuff eliminiert haben, haben wir uns entschieden, den Platz des Katalysators für diese schöne Werkzeugkiste zu nutzen. Aus Spezialharz und MAT, mit Kohlefaserverstärkungen und mattschwarzem Finish. Sehr leicht, sehr schnell montiert, anstelle des Katalysators ist es komplett mit Löchern, Schrauben, Gummis und Befestigungswinkeln.
  7. Werkzeugtasche aus Baumwolle und Leder. Erinnert in Größe und Form an die alten Kosmetiktaschen; für Ihre Reparaturen mit Stil.

Hinweis: Das KIt ist mit allen Ducati Scrambler-Modellen kompatibel, es wird komplett mit allem geliefert, was für die Montage benötigt wird. Um Ihnen das Beste zu bieten, verbessern wir unsere Produkte ständig im Detail.

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