Für viele Ducati Scrambler-Fahrer stellt das Thema Sitzkomfort ein großes Problem dar. Die originale Sitzbank wird oft als unbequem empfunden, was die Suche nach alternativen Lösungen auslöst. Auch ich habe mich mit diesem Thema auseinandergesetzt, da ich mir eine bequemere Sitzbank wünschte.
Alternativen im Überblick
Es gibt verschiedene Optionen, um den Sitzkomfort der Ducati Scrambler Desert Sled zu verbessern:
- Mustang Sitzbank: Von der Mustang Sitzbank hört man viel Gutes. Allerdings ist sie niedriger als die originale Sitzbank, was für größere Fahrer problematisch sein kann, da der Kniewinkel dadurch spitzer wird. Der hohe Preis hat mich letztendlich davon abgehalten, diese Option in Betracht zu ziehen.
- Ducati Premium Sitzbank (Sitzbank Premium Scrambler 96880771A): Ich habe mich für die originale Ducati Premium Sitzbank entschieden. Ein Grund dafür war, dass mir die originale Sitzbank zu rutschig war und die Fläche mit dem Soziussitz eine Einheit bildete. Da ich selten zu zweit fahre, störte mich, dass der Beifahrer beim Bremsen immer nach vorne rutschte. Mit der Premium Sitzbank ist dies deutlich besser.
Erfahrungen mit der Ducati Premium Sitzbank
Nach mittlerweile 20.000 km kann ich meine Erfahrungen mit der Premium Sitzbank zusammenfassen:
- Vorteile:
- Bequemer als die Standard Sitzbank.
- Wertigeres Aussehen.
- Weniger Rutschen für den Fahrer.
- Besserer Komfort für den Beifahrer.
- Nachteile:
- Das Alcantaraleder saugt sich bei Regen mit Wasser voll.
Weitere Aspekte der Ducati Scrambler Desert Sled
Die Desert Sled unterscheidet sich deutlich von den anderen Scrambler-Modellen. Gemeinsam haben sie nur den Motor, ansonsten ist es eine andere Kategorie. Die Desert Sled hat meiner Meinung nach das Scrambler-Thema am besten verstanden. Sie ist die Einzige, welche sich auch in leichtes Gelände trauen kann, macht dabei aber trotzdem eine sehr gute Figur am Asphalt.
Für wahre Gelände-Talente verbaut Ducati an der Desert Sled eine fette 46er-USD-Gabel mit 200 Millimeter Federweg, spendiert dem hinteren Federbein ebenfalls 20 Zentimeter Hub und stattet den Wüstenschlitten sogar mit einem Offroad-Modus aus, in dem das ABS am Hinterrad abgeschaltet werden kann.
Die Sitzposition würde ich persönlich sogar über jene der Icon stellen, da sie richtig bequem ist und trotzdem noch ein präzises ernsthaftes Handling ermöglicht - während die Icon eben vorrangig auf chilliges Vergnügen ausgelegt ist.
Ducati Scrambler Modelle im Vergleich
Ducati bietet eine breite Palette an Scrambler-Modellen an, die sich in Ausstattung und Fahrgefühl unterscheiden:
| Modell | Federweg vorne | Besonderheiten | Geeignet für |
|---|---|---|---|
| Icon | 150 mm | Kurven-ABS, breiter Lenker | Entspannte Cruiser, Trips zum Strand |
| Nightshift | 150 mm | Tiefer Lenker, Cafe Racer-Stil | Stylische Fahrer, Stadtbetrieb |
| Desert Sled | 200 mm | Offroad-Modus, abschaltbares ABS | Geländeausflüge, Schotterstraßen |
| 1100 Sport Pro | - | Öhlins-Fahrwerk, Brembo-Bremsen | Sportliche Fahrweise, Topmodell-Liebhaber |
Custom-Bikes und Inspirationen
Ducati präsentierte auf der „Bike Shed MotoShow“ in London zwei neu gestaltete Scrambler: den smarten Café Racer CR24I und die RR24I im gestrippten Tracker-Look. Beide basieren auf der aktuellen Scrambler-Generation und verfügen über Kurven-ABS, Traktionskontrolle und zwei Fahrprogramme.
Die RR24I könnte als Nachfolger der Desert Sled für Furore sorgen: hoher Kotflügel vorn, hochgezogener Auspuff, Pirelli Scorpion Rally-Reifen und ein robuster Koffer im Kanister-Stil.
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