E-Bike Deutsche Herstellung Test: Ein umfassender Überblick

Die E-Bike-Branche erfreut sich weiterhin großer Beliebtheit. Insgesamt hat der Fachhandel in Deutschland im vergangenen Jahr 3,85 Millionen Fahrräder und Elektrofahrräder verkauft. Der Markt für E-Bikes ist entsprechend groß und unübersichtlich, das Produktportfolio ist riesig. Unterschiedliche Modelle konkurrieren mit unterschiedlichen Antriebskonzepten.

Deutsche E-Bike Hersteller im Überblick

Cube

Cube ist einer der größten Fahrradproduzenten in Deutschland. Marcus Pürner gründete die Firma im Jahre 1993. Im oberpfälzischen Waldershof findet die Montage der Räder statt. Teile der Produktion sind nach Asien ausgelagert. Nach eigenen Angaben verkauft der E-Bike-Hersteller mehr als fünf Millionen Räder jährlich. Das Familienunternehmen exportiert in knapp 70 Länder weltweit und ist als Ausrüster der Tour de France bekannt. Cube hat sich besonders im Mountain-Bike-Segment einen Namen gemacht. E-Bikes werden in fast allen Kategorien angeboten.

Haibike

Als Pionier von Haibike kann Engelbert Wiener betrachtet werden. Der Urgroßvater von Gründerin Susanne Puello produzierte bereits im Jahre 1914 in Schweinfurt Fahrräder. 1996 erlebte die damalige E. Wiener GmbH mit der Gründung von Haibike ihre Renaissance. Der Betrieb startete mit vier Modellen: Hardtrail, Fully, Cross & Trekking. Auf der Eurobike 2010 stellte Haibike mit dem eQ XDURO den Urvater aller E-MTBs vor. Der Baustil und das eigens entwickelte, gedrehte Motorenkonzept wurden in der Folgezeit häufig kopiert. Leistung und Innovation bewies Haibike auch mit dem ersten eigenen E-Bike-Komplettsystem.

Winora-Staiger

Der deutsche Fahrradhersteller Winora-Staiger existiert bereits seit 1914 und wurde von Radsportler Engelbert Wiener gegründet. 1918 entstand die erste Fahrradgroßhandlung in Schweinfurt. In den 1950-er Jahren wurden jährlich etwa 6.000 Fahrräder hergestellt. Dies geschah damals noch in Einzelmontage. 1963 rollten die ersten Winora-Räder vom Fließband. Durch die Übernahme der Firma Staiger im Jahre 1988 wurde die Winora-Staiger GmbH gegründet. Die niederländische Accell Group übernahm die Winora-Group im Jahre 2002. Unter verschiedenen Marken werden E-Bikes, Sporträder, Kleidung und Zubehör für den Großhandel auf den Markt gebracht.

Hercules

Carl Marschütz verfolgte die Vision, ein Fahrrad für alle zu entwickeln und gründete im Jahre 1896 mit der Velocipedfabrik Marschütz & Co. in Nürnberg die zweitälteste deutsche Fahrradfabrik. Heute ist Hercules im Oldenburger Münsterland beheimatet und wird von einem jungen, kreativen Team betreut. Im Jahre 1985 wurde das erste E-Bike von Hercules herausgebracht. Am Firmenstandort wird nichts dem Zufall überlassen. Die Bikes können auf der hauseigenen Teststrecke erprobt werden. In Anlehnung an den Firmengründer, der für seine robusten und langlebigen Fahrräder bekannt war, wurde die Marke Hercules Programm.

Weitere Deutsche Hersteller

  • Fischer: Bietet Komfort und ausgefeilte Technik zu bezahlbaren Preisen.
  • Rennstahl: Anspruch ist es, Bikes fast für die Ewigkeit zu bauen.
  • Kalkhoff: Eignet sich perfekt für Kurztrips und längere Ausflüge.

Niederländische Hersteller

Gazelle

Gazelle ist ein niederländischer Fahrradhersteller mit Sitz in Dieren. Seit 1982 fertigt die niederländische Marke Fahrräder in höchster Qualität. Die e Bikes von Gazelle werden sogar jedes Jahr von unabhängigen Test-Juries ausgezeichnet. 2018 erhielt das Unternehmen den German Design Award und den Best-Buy-Award des AD Bike Test. Im Fokus steht bei Gazelle die „Freude am Fahren mit dem e-Bike“. Die City- und Trekking E Bikes sind daher vielseitig und auf die verschiedenen speziellen Bedürfnisse und Geschmäcker ausgerichtet.

Ob ihr ein Gazelle e Bike Damen 2025 mit Tiefeneinstieg wählt oder die Optik eines Herrenrads mit hohem Einstieg bevorzugt: Mit einem Gazelle e Bike bekommt ihr in jeder Situation den nötigen Schubs. Sei es für die sportliche Radtour oder das stilvolle Cruisen durch die City.

Beliebte Gazelle Modelle

  • Ultimate T10 HMB: Ein hervorragendes Trekkingrad für unterschiedlichste Einsatzzwecke.
  • Arroyo C7+ HMB: Ein beliebtes Cityrad mit aufrechter Sitzposition.
  • Miss Grace: Ein elegantes E Fahrrad in zeitgemäßem Design.

Weitere E-Bike Marken

  • Bulls: Bietet ein breitgefächertes, bezahlbares Sortiment an Fahrrädern aller Art.
  • Cannondale: Bekannt für seine Mountainbikes, stellt aber auch E-Bikes her.
  • Centurion: Liefert seit 1976 hervorragende Bikes.
  • Corratec: Baut bodenständige Bikes für jeden Tag.
  • Diamant: Umfasst hauptsächlich gemütliche, aber wahnsinnig schicke E-Bikes.

Testkriterien für E-Bikes

Beim Test von E-Bikes werden verschiedene Kriterien berücksichtigt, um eine umfassende Bewertung zu gewährleisten. Zu den wichtigsten Kriterien gehören:

  • Fahreigenschaften: Bewertung des Fahrverhaltens mit und ohne Motorunterstützung.
  • Sicherheit und Haltbarkeit: Überprüfung der Bremsen, Belastbarkeit des Rahmens und der Stabilität.
  • Antriebssystem und Motor: Beurteilung der Leistung, Effektivität und Reichweite des Motors.
  • Handhabung: Bewertung der Bedienung, des Akkus und des Ladegeräts.
  • Schadstoffe: Untersuchung auf Schadstoffe in Griffen und Sattel.

ADAC E-Bike Test

Der ADAC hat zehn preiswerte E-Bikes mit elektrischer Tretunterstützung bis 25 km/h getestet. Überprüft wurden Tiefeinsteiger-Pedelecs unter 2000 Euro auf Fahreigenschaften, Antrieb, Handhabung, Sicherheit sowie Schadstoffe. Im Gesamtergebnis des Tests sind nur zwei von zehn Pedelecs gut, fünf befriedigend, eines ist ausreichend, und es gibt auch zwei mangelhafte Modelle.

Testergebnisse im Detail

Hier eine Übersicht der Ergebnisse des ADAC Tests:

Hersteller/Modell Preis in Euro ADAC Urteil
Deruiz E-Bike Quartz 1399 2,5
Fischer E-Bike Cita 2.2i 1949 2,5
Lidl/Crivit Urban E-Bike Y.21 599 2,8
Decathlon Elops 900E 1299 3,0

Wichtige Erkenntnisse aus dem ADAC Test

  • Reichweite: Viele günstige Pedelecs haben eine geringe Akku-Reichweite.
  • Ladezeit: Die Ladezeiten können sehr lang sein.
  • Antrieb: Defizite bei drehfrequenzgesteuerten Antrieben.
  • Schadstoffe: Bei einigen Modellen wurden Schadstoffe in Griffen und Sattel gefunden.

E-Bike Typen und ihre Einsatzbereiche

  • Citybikes: Primär für den Stadtverkehr konzipiert.
  • Trekkingräder: Geeignet für komfortable Fahrten und Abstecher über Feld- oder Waldwege.
  • Mountainbikes: Für wilde Ausritte über Stock und Stein konzipiert.
  • Rennräder: Auch als E-Bike erhältlich für sportliche Fahrer.

Motorpositionen

  • Mittelmotor: Sorgt für einen tiefen Schwerpunkt und eine gleichmäßige Gewichtsverteilung.
  • Hinterradnabenmotor: Ermöglicht eine direkte Kraftübertragung für ein dynamisches Fahren.
  • Vorderradnabenmotor: Kann das Lenkverhalten negativ beeinflussen.

Zusätzliche Informationen

  • Schiebehilfe: Viele E-Bikes sind mit einer Schiebehilfe ausgestattet, die Unterstützung bietet, wenn man das Rad schiebt.
  • Akku-Kapazität: Je größer die Akku-Kapazität, desto besser, weil dadurch die Reichweite des E-Bikes zunimmt.
  • Leasing: Für Arbeitnehmer, Selbstständige und Unternehmer kann sich das Leasen eines E-Bikes lohnen.

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