Das Radfahren mit dem Elektrofahrrad hat viele Vorteile, da man schneller unterwegs ist. Dafür benötigen Sie ein E Bike mobiles Ladegerät. Der kleine und leichte Lion Smart Charger verspricht intelligentes Laden verschiedener E-Bike Akkus. Wie er genau funktioniert, erfahren Sie hier.
Was ist der Lion Smart Charger?
Laut des Herstellers ONgineer unterstützt das Ladegerät viele unterschiedliche Akku-Typen. Dazu zählen bekannte Systeme wie Bosch, Brose oder Fazua, aber auch sehr viele andere Modelle. Zum Zeitpunkt des Tests sind neun unterschiedliche Ladekabel verfügbar. Durch das modulare Konzept lassen sich nicht nur E-Bikes laden. Auch auf Akku-Zellen in E-Scootern versteht sich das blaue Kästchen. Das jeweilige Ladekabel für deinen Akku ist im Lieferumfang dabei.
Design und Abmessungen
Die eigentliche Produktverpackung lässt sich per Magnetverschluss öffnen und enthüllt ein schönes Etui mit Reißverschluss. 145 mm lang, 80 mm breit und 30 mm hoch - das misst der Smart Charger. Verglichen mit den meisten Standardnetzteilen ist es damit ziemlich klein und kommt zudem komplett ohne Lüfter aus. Das Gewicht beträgt nur 370 Gramm, was etwas weniger als vier Tafeln Schokolade entspricht.
Effizienz und Langlebigkeit
Langfristig etwas Geld sparen soll mit dem Ladegerät von ONgineer ebenfalls möglich sein. Der aus der Steckdose entnommene Strom gelangt mit einer Effizienz von 94 % in den Akku. ONgineer hat wenig Material für die Herstellung und damit wenig Ressourcen verwendet. Der wohl wichtigste Punkt ist jedoch eine längere Lebensdauer des Akku. Durch eine schonende Ladeoption sollen die Zellen länger arbeitsfähig bleiben.
Technische Details
Der Lion Smart Charger ist prinzipiell für alle Akkus mit 36 Volt Spannung geeignet, sofern das richtige Adapterkabel verfügbar ist. Das Kabel besitzt an einem Ende den Anschluss für den Akku und am anderen Ende einen etwas altmodisch aussehenden Stecker, der an früheren PCs auf die sogenannte serielle Schnittstelle bildete. Diese Steckverbindung hat jedoch den Vorteil von vielen Pins, also mehreren Anschlüssen. Die sind wichtig, damit der Charger auch intelligent das Kabel erkennt und den Akku entsprechend lädt.
Praxistest mit dem Himiway City Pedelec Akku
Was der Hersteller verspricht ist eine Sache, doch wie schlägt sich das intelligente Kästchen im Praxistest? Wir wollen das Ladegerät richtig herausfordern und wählen dafür einen Akku aus, der in Deutschland noch unbekannt ist: Ein E-Bike Akku des Himiway City Pedelecs mit einer hohen Kapazität. Der Amerikanische Hersteller Himiway benennt auf Anfrage die Ladezeit mit 6-9 Stunden für eine Vollladung mit dem mitgelieferten Charger. Wichtiges Detail: Während der Lion Charger maximal 4 Ampere Ladestrom liefert, dürfen es bei diesem Akku nur 3 Ampere sein.
ONgineer hat uns alle bereits verfügbaren Ladekabel bereitgestellt, so dass wir nur das passende Kabel finden müssen. Es kommen lediglich zwei Kabel in die engere Auswahl. Wir wählen rein nach der Optik das tendenziell besser passende aus, wie es vermutlich alle Endkunden auch tun würden. Ob das funktionieren wird? Wir schließen sowohl das Adapterkabel, als auch das Netzkabel an den Lion Smart Charger an und verbinden ihn anschließend mit der Steckdose. Eine LED fängt an zu leuchten. Beim Anschließen des Akku entstehen wie erwartet keine Funken und wir hören kurz danach ein leises Klicken und der Akku beginnt mit dem Ladevorgang.
Die Lion-App
Wir laden die App auf ein iPhone XR und fangen an einen neuen Akku einzurichten. Die Lion-App ist für iOS und Android verfügbar. Die Benutzerführung ist spielerisch und funktioniert nach dem Frage- und Antwort-Spiel wie in einem Chatbot. Zunächst ist der Name des Akkuprofils zu wählen. Danach sollen wir uns entscheiden, ob wir das Profil für den Akku selbst konfigurieren oder aus einer Datenbank wählen. Wir versuchen den Weg über die Datenbank, wovon wir in diesem Fall allerdings keinen Erfolg erwarten. Dort lässt sich nach dem Hersteller oder der Artikelnummer vom verwendeten Akku suchen. Das ist toll gelöst, zumal die Datenbank ständig wächst.
Mittlerweile sind hier über 254 verschiedene Akkus gelistet, die sich im Hintergrund in der App auch ohne App-Update aktualisieren. Manuell ist die Konfiguration jedoch ebenfalls möglich. Hierzu muss der maximale Ladestrom für den Akku und die Kapazität angegeben werden. Nun geben wir die Akkukapazität von 644 Wh an. Alternativ lassen sich auch die Amperestunden eintragen. Danach muss noch bestätigt werden, dass es sich um einen 36 Volt-Akku handelt. Im nächsten Dialog kannst du deinem Akkuprofil noch ein Bild zuordnen, was gerade bei vielen Akkus im Haushalt durchaus sinnvoll erscheint.
Abschließend können wir noch das Ladeprofil für den erstellten Akku auswählen. Wir wollen schnell laden, was ein Ladeziel von 100 % bei 3 Ampere für diesen Akku bedeutet, und übertragen das Profil an den Charger. Dazu bringen wir das Smartphones in die Nähe des NFC-Tag am Ladegerät. Wir sind bei 42 % Akkustand und uns werden etwas mehr als vier Stunden verbleibende Zeit angegeben. Das Gute: Du kannst dich von der App erinnern lassen, wenn der Akku voraussichtlich fertig geladen ist.
Ladezeit und App-Funktionen
Nach etwa dreieinhalb Stunden sind wir neugierig und checken den Status: 82 % geladen und 1:17 Minuten verbleibende Ladezeit. Jetzt erinnert uns die App, dass es soweit ist. Wir checken erneut: 99 % und noch vier Minuten zu laden. Noch ein Kaffee. Aber auch danach bleibt es beim Ladestand. ONgineer erklärt, dass “es darum geht, die Batterie maximal zu schonen. Daher senkt der Charger den Ladestrom am Ende des Ladevorganges langsam ab. Wenn der LiON den Akku noch nicht kennt, kann es ebenfalls zu dem genannten Phänomen kommen. Der LiON lädt dann langsam nach. LiON ist allerdings lernfähig!
Das probieren wir aus und laden den Akku nach ein paar Tagen erneut und es klappt wie angekündigt. Wiederum ein paar Tage später stellt sich allerdings heraus, dass wir die Akkukapazität in der App zu gering angegeben haben - statt 655 Wh nur 644 Wh. Das erklärt im Nachhinein, warum die App noch Ladebedarf angezeigt hat. Verglichen mit dem Originalladegerät ist die Ladezeit bei diesem Akku ungefähr identisch.
Für wen ist der Lion Smart Charger sinnvoll?
Prinzipiell kann es alle 36 Volt Akkusysteme von E-Bikes und E-Scootern laden. Der Lion Smartcharger ist sinnvoll, wenn es im Haushalt mehrere E-Bikes oder E-Scooter mit unterschiedlichen Akkus gibt.
Weitere E-Bike Ladegeräte
Neben dem Lion Smart Charger gibt es auch andere Ladegeräte auf dem Markt, die für 36V E-Bike Akkus geeignet sind. Hier sind einige Beispiele:
- Ladegerät für 36V E-Bike Vision Power Pack Akkus für 36 V Antrieb - Hoher Ladestrom von 6A
- Amflow 12A Ladegerät für DJI Avinox
- Fazua Ride 60 3A Ladegerät
- Sram Eagle Powertrain 4A Ladegerät
- TQ 4A Ladegerät
Worauf Sie beim Kauf eines E-Bike-Ladegeräts achten sollten
Haben Sie Probleme, das richtige Ladegerät für Ihr Fahrrad zu finden? Die Auswahl eines Fahrradbatterieladegeräts erfolgt durch einen umfangreichen Vergleich der Ladegeräte. Dies ist notwendig, da es gefährlich sein kann, wenn Sie das falsche auswählen.
Hier sind einige wichtige Faktoren, die Sie berücksichtigen sollten:
- Kompatibilität: Achte darauf, dass das E-Bike-Ladegerät mit deinem E-Bike-Akku kompatibel ist.
- Spannung und Stromstärke: Stelle sicher, dass die technischen Daten des Ladegeräts zu deinem E-Bike passen. Die richtige Spannung und Stromstärke sind entscheidend für die Leistung und Langlebigkeit deines Akkus.
- Ladezeit: Überprüfe die Ladegeschwindigkeit des Ladegeräts. Ein schnelleres Ladegerät kann Zeit sparen, ist aber oft teurer.
- Sicherheit: Ein gutes E-Bike-Ladegerät sollte über integrierte Sicherheitsfunktionen wie Überladungsschutz, Kurzschlussschutz und Temperaturschutz verfügen, um sowohl den Akku als auch das Ladegerät zu schützen.
- Portabilität: Wenn du dein Ladegerät oft mitnimmst, achte auf ein kompaktes und leichtes Design.
Berücksichtigen Sie die Spannung des Ladegeräts so, dass Sie mit der des Akkus übereinstimmt. Weiterhin ist die Ampere-Anzahl auch ein wichtiger zu berücksichtigender Faktor. Schließlich sollten Sie auch die Stecker vergleichen, denn wenn ein E-Bike-Ladegerät nicht richtig passt, wird der Akku beschädigt.
Schnellladegeräte im Test
Quizfrage: Wie viel Ampere hat das Ladegerät, das bei Ihnen im Schrank liegt? Nie drauf geachtet? Vier Ampere sind es meist bei Bosch, oft nur zwei bei Shimano. Das sind Unterschiede mit erheblichen Auswirkungen. Denn die Ampere-Zahl bestimmt, wie schnell das Ladegerät den Akku lädt. Vereinfacht gesagt: Ein Ladegerät mit zwei Ampere müsste eigentlich halb so schnell laden wie eines mit vier Ampere.
Da Bosch drei Ladegeräte von zwei bis sechs Ampere im Sortiment hat, bot sich ein exemplarischer Test an (auch von Shimano gibt es unterschiedlich schnelle Lader). 90 Minuten lang ließen wir die Ladegeräte die Akkus aufladen - und die Unterschiede sind mehr als markant. Mit 788 Gramm wiegt der schnellste 6A-Charger von Bosch nur etwa ein Viertel einer 500-Wh-Batterie. Aber schnelle Ladegeräte sollen den Akku auch stärker verschleißen.
Im Test:
- Bosch 2A
- Bosch 4A
- Bosch 6A
- Lion Smart Charger von Ongineer
Laden unterwegs: Tipps und Tricks
Unbeschwert mit dem E-Bike unterwegs sein macht enorm viel Spaß. Wären da nicht ab und zu die Gedanken an den Akku. Auf diese Fragen gibt es heutzutage ganz verschiedene Antworten. Meist spielt es eine Rolle, wo ihr euch gerade befindet, welchen Anlass eure aktuelle Fahrt hat und wie weit euer Ziel entfernt ist.
- Zuhause laden: Komfortabler als an einer gut gewarteten Ladestation ladet ihr euer E-Bike wahrscheinlich nur zuhause auf.
- Ladestationen nutzen: Sowohl in touristischen Regionen als auch im urbanen Raum an zentralen Orten finden sich solche Ladestationen.
- Ladegerät mitführen: Sein Mitführen versetzt euch schnell in die Lage, flexibel auf verschiedene Gegebenheiten reagieren zu können.
- Zweitakku nutzen: Noch schneller seid ihr jedoch, wenn ihr unterwegs einfach den ursprünglichen Akku gegen einen Zweitakku tauscht.
- DualBattery verwenden: Bosch Dualbattery ermöglicht den gleichzeitigen Einsatz zweier Akkus und damit das Verdoppeln der Reichweite.
- Range Extender: Im Grunde handelt es sich um eine abgewandelte Form der DualBattery-Variante, jedoch mit geringerer Kapazität.
- Rekuperation: Einige E-Bike-Antriebe ermöglichen die Rückgewinnung von Energie während der Fahrt.
Die Bedeutung des richtigen Ladens
Damit elektronische Geräte lange halten und ihren Job beherrschen, sollten der Akku und das Ladegerät als perfekt eingespieltes Team arbeiten. Bei E-Bikes ist dies besonders wichtig. Im Gegensatz zu den meisten elektronischen Gadgets gibt es für E-Bikes keine Universalladegeräte. Jeder Hersteller setzt weitestgehend auf ein eigenes Anschlusssystem, das zudem nach Modelljahren eingeteilt ist.
Ladezyklen und Akkupflege
Wie bei allen Lithium-Ionen-Powerzellen liegt der ideale Ladestand eines E-Bike-Akkus zwischen 30 und 70 Prozent. Denn bei jedem Aufladen werden die elektrochemischen Reaktionspartner wieder in ihren ursprünglichen Zustand versetzt. Je öfter das geschieht, desto eher sind diese Reaktionspartner erschöpft. Obwohl hochwertige E-Bike-Ladegeräte nach dem vollständigen Laden abschalten, sollte der Akku nicht an der Powerstation verbleiben. E-Bike-Akkus sollten zum Überwintern sorgfältig verpackt und eingelagert werden. Wird das Fahrrad länger nicht genutzt, sollte der Akku ebenfalls separat gelagert und wenigstens alle paar Monate geladen werden.
Powerbanks für E-Bikes
Wer mit seinem elektrischen Fahrrad unterwegs Nachschub braucht, kann sich eine öffentliche Steckdose suchen und ein Schnellladegerät ins Gepäck tun. Auch gibt es immer mehr Fahrrad-Ladesäulen, die ähnlich wie bei E-Autos den notwendigen Strom zur Verfügung stellen. Darüber hinaus gibt es spezielle Powerbanks. Diese sogenannten Range Extender werden auch für E-Autos angeboten. Fürs Fahrrad werden sie so gebaut, dass sie sich am Rahmen befestigen lassen und mit Kapazitäten über 250 Wh wesentlich E-Bike-Akku-tauglicher sind.
Fazit
Das smarte Ladegerät von ONgineer ist eine sinnvolle und durchdachte Innovation. Prinzipiell kann es alle 36 Volt Akkusysteme von E-Bikes und E-Scootern laden.
Bei komplizierteren Produkten wie E-Bike-Ladegeräten ist guter Expertenrat immer gefragt. Das AkkuShop-Team steht für alle Fragen bereit und hilft gern bei der Auswahl. Am einfachsten geht’s über unser Kontaktformular.
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