Brose ist weltweit der viertgrößte Automobilzulieferer. Jährlich werden mehrere Millionen Elektromotoren produziert. Dieses Know-how ist die Grundlage für die E-Bike Antriebe, welche seit 2014 in Berlin produziert werden.
Bärenstarkes Drehmoment für maximalen Fahrspaß
In unseren Tauber-Rad E-Bikes setzen wir ausschließlich den stärksten BROSE Drive-S Motor mit maximal 90 Nm Drehmoment ein. Das bedeutet maximalen Fahrspaß bergauf oder beim Beschleunigen!
Besonders leise dank Zahnriemengetriebe
Das Alleinstellungsmerkmal unter allen E-Antrieben ist der geräuschlose BROSE E-Motor. Die Übersetzung wird im Motorgetriebe mittels Zahnriemen übertragen. Daraus resultiert die einmalige Laufruhe der BROSE E-Motoren.
BROSE Drive-S: Verstärkt für den harten Einsatz
Aus der Erfahrung im harten Wettkampfeinsatz wurde der BROSE Drive-S E-Motor komplett überarbeitet und verstärkt. Daher setzen wir dieses unverwüstliche Aggregat erfolgreich in unseren Tauber-Rad E-Tandems und E-Bikes ein.
Leichtgewicht durch Magnesiumgehäuse
Die BROSE E-Motoren werden sowohl mit Aluminium als auch mit Magnesium Gehäuse produziert. Letztere Variante wiegt nur 2,9 kg und wird in unseren Tauber-Rad CROSSOVER Modellen eingesetzt.
Neustart für Brose: Der E-Bike-Motor Drive3 Peak
Der E-Bike-Motor Drive3 Peak löst seinen in die Jahre gekommenen Vorgänger ab. Der neue Motor liefert die in Deutschland erlaubte Nenndauerleistung von 250 Watt bei maximalen Spitzen von 600 Watt und entfaltet ein maximales Drehmoment von 95 Nm. Kern des Systems ist der 2,9 Kilogramm schwere Mittelmotor Drive3 Peak, der den in die Jahre gekommenen Drive S Mag im Brose-Portfolio ablöst.
Der Brose Drive S Mag im Detail
Im Spätsommer 2018 stellte Brose den Drive S Mag Motor erstmals der Öffentlichkeit vor und bereits im Folgejahr war der Antrieb an den ersten E-MTBs zu finden. Die größte Neuerung war damals sein Gehäuse aus Magnesium, das nicht nur einige Gramm gegenüber dem Vorgänger sparen konnte, sondern durch die bessere Wärmeleitfähigkeit auch mehr Power aus dem Aggregat herausgekitzelt werden konnte. Mit seinem Gewicht von 2,9 kg und bis zu 90 Nm maximalem Drehmoment ist er auch heute - rund drei Jahre später - noch voll auf der Höhe der Zeit.
Obwohl die technischen Daten laut der jeweiligen Hersteller meist sehr ähnlich sind, fühlen sich die Motoren in der Praxis doch ziemlich unterschiedlich an. Dafür wählen wir eine sehr hohe Eingangsleistung an der Kurbel von 250 Watt und eine Kadenz zwischen 70 und 75, wo die meisten Motoren ihren Sweet-Spot haben. Der Brose Drive S Mag ordnet sich dabei im oberen Mittelfeld ein und spielt in einer Liga mit dem etwas kräftigeren Bosch CX.
So interessant ein Blick auf die Maximalleistung auch sein mag und auch Erkenntnisse zu den Leistungsreserven bringt - für die Praxis sind die Daten nur teilweise relevant. Aus diesem Grund haben wir uns die Leistung noch in einem weiteren Szenario angesehen - und zwar bei 100 Watt Eingangsleistung. Hier lässt der Brose Drive S Mag seine Muskeln spielen und zeigt sich als einer der stärksten Mittelmotoren im Feld.
Neben der Leistung dürfte für die meisten E-Mountainbiker auch die Energieeffizienz und damit die Reichweite der verschiedenen Antriebe eine durchaus gewichtige Rolle spielen; nicht umsonst sind Akkus mit hoher Kapazität immer gefragter. Dabei wird oft vergessen, dass die reine Akkukapazität zunächst nicht unbedingt viel über die Reichweite aussagt, da die Antriebe unterschiedlich viel Energie benötigen. Um jedoch ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen, haben wir die Reichweite der jeweiligen Antriebssysteme in mehreren Durchläufen, oft auch in unterschiedlichen Rädern gemessen. In puncto Effizienz zeigt sich der Brose Drive S Mag im positiven Sinne unauffällig.
Natürliches Fahrgefühl und geringe Lautstärke
Beim Anschalten des Brose Displays grüßt dieses mit den Worten „Natural Riding“ - und dieses Versprechen kann der Drive S Mag in der Praxis auch halten. Zum einen ist er noch immer der mit weitem Abstand leiseste Motor in seiner Leistungsklasse. Selbst bei starker Beanspruchung und/oder hoher Trittfrequenz wird die Lautstärke nie unangenehm. Neben der Lautstärke unterstreicht auch die gesamte Charakteristik den Anspruch eines möglichst natürlichen Fahrverhaltens. Auch wenn es vielleicht Konkurrenten geben mag, die im Antritt etwas spritziger sind, gibt es keinen anderen Motor, der derart unaufgeregt, sanft und dennoch Kräftig unterstützt.
Die Power ist zu jedem Zeitpunkt vorhanden (das zeigen ja auch unsere Prüfstandsmessungen), aber auf einem E-MTB mit Brose Drive S Mag Antrieb läuft man durchaus Gefahr, zu vergessen, dass man überhaupt ein Rad mit Motor unter dem Hintern hat.
Brose Drive System: Akku, Displays und App
Neben zahlreichen Akkus von Drittherstellern bietet der Motoren-Spezialist nämlich seit einiger Zeit auch einen eigenen Akku mit 630 Wh an. Zusammen mit den ebenfalls selbst entwickelten Bedienelementen samt Displays bietet man seit 2019 nun wie die meisten Konkurrenten auch komplettes System an - das Brose Drive System. Einer der Vorteile ist die Möglichkeit, die hauseigene Brose Smartphone App nutzen zu können, die auch eine Individualisierung des Motors erlaubt. Mit einem Gewicht von 3,8 kg ist er im Vergleich zur Konkurrenz ein paar Gramm schwerer. Natürlich setzen zahlreiche Hersteller aber auch weiterhin auf Akkus von Drittherstellern wie beispielsweise BMZ.
Ähnlich wie bei den Akkus bietet Brose seit einiger Zeit auch bei den Displays bzw. Bedienteilen eigene Komponenten an. Am sportlichen E-MTB dürfte das „Allround“ Bedienelement am häufigsten genutzt werden. Es vereint ein helles Farbdisplay mit sämtlichen Knöpfen, die man für die Bedienung des Antriebs benötigt. Die Knöpfe sitzen auf der unteren Seite des Displays, was zunächst etwas ungewohnt ist, in der Praxis dann aber überraschend gut funktioniert. Neben dem Brose Allround gibt es auch noch eine besonders kompakte Brose Remote, die kaum größer ist als die Klemmeschelle eines Lenkergriffs.
Das genaue Gegenteil bietet Brose dann dagegen mit der Display Central an. Die Brose eBike App befindet sich seit dem vergangenen Jahr in den App Stores für iOS und Android Smartphones und ist kostenlos. Einerseits lässt sich die App wunderbar als Displayersatz nutzen. Hierfür bringt sie konfigurierbare Kacheln mit, in denen sich benutzerdefinierte Werte anzeigen lassen. Darüber hinaus zeigt eine Karte die aktuelle Umgebung und erlaubt auch das Tracking der aktuellen Fahrt.
Darüber hinaus erlaubt die Brose eBike App auch eine Individualisierung des Antriebs, wenn auch in begrenztem Maße. So lässt sich über die intuitiv gestaltete Oberfläche die Leistung für jede Unterstützungsstufe einzeln zwischen 0% und 100% definieren.
Brose Drive S: Mehr Leistung für E-Mountainbikes
Für 2018 erweiterte das Berliner Unternehmen seine Produktfamilie durch die neue Drive-Linie, bestehend aus dem Drive T für den Trekkingbereich, dem Drive TF für S-Pedelecs und dem Drive S für den ambitionierten Mountainbike-Sektor. Gegenüber dem Vorgängermodell, dem Gen. 1, ist rein äußerlich kein Unterschied erkennbar; ebenso wenig in Sachen Montagepunkte, Anschlüsse etc. Die Neuerungen liegen im Motorinneren verborgen.
Das Augenmerk lag hierbei auf einem besseren Temperaturmanagement, einem sensibleren Ansprechverhalten und einem breiteren Drehzahlband. Der Drive S soll länger und vor allem schneller die Höchstleistung abrufen. So stehen dem Biker in den gängigen Trittfrequenzbereichen zwischen 60 und 90 Umdrehungen pro Minute 15 Prozent mehr Drehmoment zur Verfügung. Das maximale Drehmoment liegt bei 90 Newtonmeter.
In Hinblick auf Akku, Display und Bedieneinheit ist Brose recht flexibel und lässt Fahrradherstellern mehr Gestaltungsspielraum als andere Antriebshersteller. Gegenüber dem Vorgängermodell zieht der Drive S Alu im steilen Gelände deutlich kraftvoller durch und bietet hier beispielsweise dem Shimano oder Bosch Antrieb Paroli. Im flachen oder leichten Gelände heißt es minimal mehr in die Pedale treten, um ein flottes Tempo zu halten. Insgesamt ist das Fahrverhalten sehr geschmeidig und angenehm.
Brose Drive S Mag: Gewichtsreduktion und mehr Leistung
Brose vergrößert die 2018 vorgestellte „Drive-Familie“ in 2019 um den Drive S Mag. Bei diesem Antrieb spart Brose, unter anderem durch das Magnesiumgehäuse, satte 500 Gramm beim Gesamtgewicht ein. Zudem konnte die Baugröße um 15 Prozent verkleinert werden. Wie bisher stehen maximal 90 Newtonmeter Drehmoment parat, die dem Fahrer nun jedoch über einen ausgedehnteren Kadenzbereich zur Verfügung stehen.
Neu ist auch der Flex Power Mode, der sich durch eine drehmoment- und drehzahlgesteuerte Unterstützung auszeichnet. Damit ist es möglich, in einem großen Kadenzbereich um bis zu 30 Prozent mehr Leistung abzurufen. Schnell wird klar: Der neue Drive S Mag zieht deutlich kraftvoller durch, sowohl im steilen Gelände als auch im flachen bzw. leichten. Mit Bravour schrauben wir uns im technischen Gelände über diverse Uphills nach oben. Das Ansprechverhalten des Brose ist sehr direkt und harmonisch und gefällt uns sehr gut. Zügig beschleunigen wir bis auf 25 km/h. Brose Antriebe zeichnen sich durch einen für Mittelmotoren sehr leisen Fahrbetrieb aus.
Verbesserungen gegenüber dem Vorgänger
Im September 2017 hat der deutsche Automobilhersteller Brose einen Motor speziell für e-Mountainbikes herausgebracht, den Brose Drive S. Mit 90 Nm Drehmoment hatte sich bereits sein Vorgänger (Brose Drive T) im Vergleich mit anderen Premium-Mittelmotoren von Bosch oder Shimano in Sachen Kraft an die Spitze gesetzt - aber eben nur auf dem Papier.
Um eine merkliche Performance-Steigerung für sportliche e-MTBler zu erreichen, musste Brose einiges am bewährten e-Bike Antrieb verändern. Äußerlich unterscheidet sich der Drive S dabei kaum vom Brose Drive T. Das um 15 % höhere Drehmoment wurde durch eine völlig neue Elektronik und die überarbeitete Software des Antriebs erreicht. Zahlreiche Elektronikbauteile wurden ausgetauscht, um so eine feinere Sensorik zu erhalten, die noch sensibler als beim Vorgänger auf dein Tretverhalten reagiert.
Mit dem Drive S sind die Zeiten der Kritik aber vorbei, denn dieser eMTB-Antrieb bietet 15 % mehr Leistung, der Motor spricht in höheren Trittfrequenzen schneller an und bringt mehr Druck. Im Gelände kann die maximale Motorleistung nun endlich auch an steilsten Anstiegen genutzt werden, der Motor hängt wesentlich besser am Pedal. Wurzelpassagen, kurvige Trails und auch Stufen auf dem Uphill-Trail stellen also kein Problem mehr dar - vor allem, da die bewährte feinfühlige Brose-Sensorik erhalten geblieben ist.
Mehr Power bei natürlichem Fahrgefühl
Deshalb war die Spannung bei den ersten Testfahrten mit dem Brose Drive S auch sehr groß: Hatte der Motor sein sensibles Ansprechverhalten zugunsten der Kraft eingebüßt? Selbst bei 15 % mehr Leistung arbeitet der Drive S noch ebenso sensibel und ebenso leise wie der Drive T. Der Drive S klebt geradezu am Pedal und reagiert mit seiner feinfühligen Sensorik schnell und kraftvoll.
Wie sein Vorgänger trumpft der e-Mountainbike-Antrieb Drive S im Vergleich zu seinen Konkurrenten jenseits der 25 km/h-Grenze. Die Technik des e-Bike Motors basiert auf Technik aus dem PKW-Bereich. Aus diesem Bereich also stammte die Idee, den Lenkungsmotor durch einen Zahnriemen anzutreiben, der im Vergleich zum Kettenantrieb sehr viel leiser ist. Und dieser Zahnriemen wurde auch im Drive S e-Mountainbike-Antrieb von Brose verbaut, weshalb auch dieser Motor leiser als viele Konkurrenzprodukte arbeitet.
Der Entwicklungsfokus lag bei Brose eindeutig auf der Leistungssteuerung und der Wärmeableitung, weshalb wir im Vergleich zum Shimano E8000 oder dem Bosch Performance CX mit eMTB-Modus eine dynamische Tretkraftunterstützung noch immer vermissen. So müssen Fahrer zunächst noch auf die volle Motorpower ab der ersten Kurbelumdrehung etwas warten.
Der Brose Drive S Mag im Praxistest
Der nächste Motor unseres Full-Power Motorenvergleichs ist der sportive Brose Drive S Mag. Die e-Bike Antriebe von Brose zeichnen sich im Allgemeinen durch ein natürliches Fahrgefühl aus, da die Leistung, trotz des hohen Drehmoments, sanft abgegeben wird. Es vermittelt das authentische Gefühl des Fahrradfahrens, jedoch mit erweiterten Möglichkeiten.
Einsatzbereiche des Brose Drive S Mag
Der Brose Drive S Mag Motor findet vielseitigen Einsatz in verschiedenen Biketypen, darunter e-Mountainbikes und vollgepackte Trekkingbikes. In e-Mountainbikes bietet der Motor durch seine gute Unterstützung eine leistungsstarke Performance, die den anspruchsvollen Anforderungen von Offroad-Strecken gerecht wird. Darüber hinaus eignet sich der Brose Drive S Mag Motor ideal für Trekkingbikes, insbesondere wenn sie vollbeladen sind, beispielsweise beim Bikepacking. Die starke Unterstützung des Motors erleichtert das Fahren mit zusätzlichem Gewicht und ermöglicht ein komfortables und effizientes Fortbewegen, selbst wenn das e-Bike mit Gepäck beladen ist.
Innovative Antriebskonstruktion und Geräuschreduktion
Beim Brose Drive S Mag handelt es sich um einen Motor, der bereits lange auf dem e-Bike Markt verfügbar ist und damit schon die einen oder anderen Überarbeitungen und Feinschliffe genießen konnte. So hat die hier vorgestellte Version beispielsweise ein überarbeitetes Getriebe und einen verbesserten Riemen, was sich auch in Sachen Haltbarkeit bemerkbar macht.
Mit seinen 90 Nm ist der Brose Drive S Mag der stärkste Motor aus unserer Vergleichsreihe. Dank des Einsatzes eines Riemens statt traditioneller Zahnräder bietet der Brose Drive S Mag Motor trotz seiner Power nicht nur eine geräuschärmere und wartungsärmere Lösung, sondern auch eine geschmeidige Kraftübertragung. Die bemerkenswerte Geräuschreduktion ermöglicht es, sich während der Fahrt voll auf die Strecke zu konzentrieren.
Fahrverhalten und Kontrolle
Für Leon zeichnet sich das Fahrverhalten des Brose Drive S Mag Motors durch seine beeindruckende Leistung und präzise Kontrolle aus. “Beim normalen Fahren merkt man, dass der Motor wirklich bis 25 km/h stark unterstützt. Im Besten Fall fährst du daher verschiedene Motoren und e-Bike Modelle zur Probe, um das Gesamtkonzept kennenzulernen und herauszufinden, ob das Fahrgefühl für dich stimmig ist.
E-Bikes mit Brose Drive S Mag Motor
Über 30 Bikemarken weltweit setzen inzwischen auf einen e-Bike Antrieb von Brose. Specialized Motoren wie der 2.2/2.1 machen sich die Antriebseinheiten des deutschen Herstellers Brose zu Nutze und geben dem Ganzen mit ihrer eigenen Software einen individuellen Touch. So kommen beispielsweise Bikes wie das Specialized Turbo Como oder Turbo Tero mit Specialized 2.2 Antrieb, basierend auf dem S Mag Motor von Brose. Auch e-Mountainbikes aus der M1 Erzberg Reihe sind mit dem Brose Drive S Mag ausgestattet. Dank des kraftvollen Motors mit 90 Nm Drehmoment profitiert das Erzberg von den hervorragenden Leistungswerten, sodass auch herausfordernde Streckenabschnitte kein Problem mehr sind.
Highlights des Brose Drive S Mag:
- Vielseitiger Einsatz in verschiedenen Bike-Kategorien
- Innovative Antriebskonstruktion mit Riemen statt Zahnrädern
- Beeindruckendes Fahrverhalten und präzise Kontrolle
Hoch individualisierbar und offen für Drittanbieterlösungen ist der 2018 vorgestellte Brose Drive S Mag nach wie vor ein interessanter Motor und mit einem Unterstützungsverhältnis von bis zu 410 % ein richtiges Kraftpaket. Mit gutem Grund, denn Kunden, die 2018 direkt auf den damals neu erschienenen Brose Drive S Mag aufgesprungen sind, mussten einiges mitmachen.
Von häufigen Problemen mit dem internen Riemen war zu lesen - ein Fluch, aber auch ein Segen des Motors. Der Brose-Motor wurde seitdem leicht mechanisch überarbeitet und die Software nachgebessert, entsprechend wurden die technischen Probleme weniger. Entwickelt wurde der Brose Drive S Mag für den Einsatz an E-Mountainbikes, er findet aber auch im urbanen Bereich Anwendung.
Komplettsystem und Individualisierung
Seit 2019 bietet Brose den Bike-Herstellern ein Komplettsystem aus Brose Drive S Mag-Motor, 630-Wh-Akku, verschiedenen Display- und Remote-Optionen und Geschwindigkeitssensor an. Bei den Displays und Remotes kann der Bike-Hersteller aus minimalistischen LED-Lösungen bis hin zum großen, zentral am Cockpit angebrachten Display mit zusätzlicher Daumen-Remote auswählen. Die wohl gängigste Display/Remote-Kombination ist das Brose Display Allround, das die wichtigsten Informationen wie den Akkustand in 20-%-Schritten, Geschwindigkeit oder die gewählte Unterstützungsstufe anzeigt.
Für Nutzer des kompletten Brose-Motorsystems inklusive Akku, Remote und Display hat Brose eine eigene App entwickelt, alle anderen können die App nicht nutzen. Wie bei den meisten anderen Motoren im Test, lassen sich die Unterstützungsstufen in der Brose E-Bike App auf eigene Vorlieben anpassen. Jedoch ist die Anpassung wenig durchdacht und die Modi können nach Belieben und ohne jede Limitierung bearbeitet werden. Die Anpassung erfolgt auch nur mit einem Regler pro Unterstützungsstufe, der von 0 bis 100 positioniert werden kann.
Fahrverhalten und Motorcharakteristik
Die Freiheit, die Brose den Bike-Herstellern bei der Motorcharakteristik lässt, spiegelt sich im Fahrverhalten unterschiedlicher Bikes wider. Je nach Motor-Setup und Unterstützungsstufe reicht die Spanne von ungestüm, kraftvoll und schwer zu kontrollieren bis hin zu super natürlich, progressiv und intuitiv kontrollierbar. Startet man auf den Trail, hat der Rider die Qual der Wahl, aus den vier verschiedenen Fahrmodi Eco, Normal, Flex Mode und Sport auszuwählen. Der Flex Mode ist ein dynamischer Fahrmodus, der die Unterstützungsleistung an die jeweilige Fahrsituation anpasst und mit einer guten Balance aus Power und Dosierbarkeit überzeugt.
Gerade an Schlüsselstellen, bei denen oftmals langsames Fahren in niedrigen Kadenzen gefragt ist, spielt der Brose Motor seine Stärken aus und glänzt mit einem starken Durchzug. Selbst wenn man mal zum Stehen kommt, säuft der Motor nicht ab und unterstützt einen zuverlässig beim Anfahren, der kraftvolle Nachlauf schiebt einen über Stufen oder Hindernisse. Lässt man es entspannter angehen, kann man mit dem Brose gemütlich cruisen, ohne viel Input geben zu müssen.
Wird es auf dem Trail ruppiger, ist der Brose E-Bike-Motor im Gegensatz zu vielen anderen Motoren des Testfelds mucksmäuschenstill. Aufgrund der Konstruktionsweise greifen weniger Getrieberädchen ineinander, die ein Klappern erzeugen könnten.
Die Qualität des gesamten Motorsystems steht und fällt letztendlich mit der Umsetzung des Bike-Herstellers. Er überzeugt zwar mit einem starken Durchzug, aber die Motorcharakteristik kann je nach Bike-Hersteller stark schwanken. Auch in Sachen Konnektivität haben viele andere Motorenhersteller die Nase vorn.
Technische Daten des Brose Drive S Mag
Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten technischen Daten des Brose Drive S Mag zusammen:
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Maximales Drehmoment | 90 Nm |
| Gewicht | 2,9 kg |
| Nenndauerleistung | 250 Watt |
| Unterstützungsverhältnis | Bis zu 410 % |
| Akku-Optionen | 630 Wh (Brose), Drittanbieter |
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