E-Mountainbike Fahrtechnik: Tipps für mehr Fahrspaß und Sicherheit

Egal, welchem Fahrertypen du angehörst, mit einem E-MTB sind dir keine Grenzen mehr gesetzt. Unterschiedliche Fahrer haben natürlich auch unterschiedliche Ansprüche an ihr Bike: Vom spaßigen Beförderungsmittel über das schnelle Heizen über Waldautobahnen bis hin zum besonders sportlichen Aspekt inkl. aller möglichen Tricks.

Sowohl in der alltäglichen Nutzung als auch im sportiven Bereich gilt es, das eigene Bike unter Kontrolle zu haben. Wie bei so vielem im Leben, macht auch hier Übung den Meister. Wer ambitioniert unterwegs ist, schafft es mit einigen Tipps, Tricks und reichlich Übung ebenfalls zum E-Mountainbike Profi.

Anfahren am Berg mit dem E-Mountainbike

Gerade bei anstrengenden Streckenabschnitten mit Steigungen ist es manchmal notwendig, eine kurze Verschnaufpause einzulegen. Dennoch kannst du einige Tipps befolgen, um diese Hürde bestmöglich zu meistern. Dank des unterstützenden Motors deines E-Mountainbikes, ist das Anfahren am Berg jedoch um einiges leichter als das Anfahren mit herkömmlichem Mountainbike.

Positioniere dein E-MTB zunächst schräg im 45°-Winkel zur Fahrtrichtung hin ausgerichtet. Mit dieser solltest du dich mit deinen Füßen besser auf dem Boden ausbalancieren können. Wer sie hat, kann gerne auf eine absenkbare Sattelstütze zurückgreifen. Wähle jetzt einen der kleineren Gänge deines Bikes und schalte in den stärksten Modus.

Kurz vor dem Losfahren verlagerst du dein Gewicht nach vorne und rutschst mit deinem Gesäß in Richtung Sattelnase. Nun verlagerst du auch deinen Oberkörper in Richtung Vorbau. Die Ellbogen hältst du dabei fest an deinen Körper gedrückt. Halte jetzt beide Bremsgriffe gedrückt.

Kurvenfahren mit dem E-Mountainbike

Wo uns der Motor beim Anfahren am Berg zur Hilfe eilt, bringen Akku und Antrieb beim Fahren in Kurven etwas mehr Anforderungen mit sich. Aufgrund des höheren Gewichts gegenüber konventionellen Mountainbikes gilt es, einige Tipps zu befolgen, wenn man nicht vom Sattel gedrückt werden will.

Das richtige Werkzeug für das Fahren in Kurven trägst du stets bei dir: Deinen Körper. Du willst die Kurve nach rechts nehmen, dann sollte dein Blick dies anzeigen und dein Oberkörper sich ebenfalls in Richtung Uhrzeigersinn öffnen. Gib mit deiner Körperhaltung und deinem Kopf bzw. Blick vor, in welche Richtung dein E-MTB fahren soll.

Bei besonders engen Kurven kannst du noch tiefer in die Neigung gehen, indem du deinen inneren Arm weiter gen Boden ziehst. Fazit: Du arbeitest weniger mit dem Lenker deines Bikes als dass du mit deinem Körper die Führung übernimmst.

Aufgrund der flinken Fahrweise neigen viele E-Mountainbiker dazu, ihre Geschwindigkeit mitten in der Kurve reduzieren zu wollen. Dies solltest du auf keinen Fall tun, da du sonst einen Sturz riskierst.

Die Schiebehilfe am E-Mountainbike

Schiebehilfen unterstützen dich mit einer Maximalgeschwindigkeit von bis zu 6 km/h und zwar ohne dass du als Fahrer eigene Tretleistung hinzugibst. Um Missgeschicke zu vermeiden, bauen die Hersteller eine gewisse Verzögerung zwischen Tastendruck und Start der Schiebehilfe ein. Du selbst weist währenddessen lediglich die Richtung an, läufst bequem nebenher und hältst das Gleichgewicht deines Bikes.

Natürlich benötigt nicht jeder Fahrer eine Schiebehilfe. Andererseits sind sie auch im Geländeeinsatz und bei steilen sowie verblockten Passagen ein echter Segen und können Ärger ersparen. Es gibt jedoch verschiedene Situationen, in denen du von einer solchen profitierst. Einerseits leisten Schiebehilfen beim Manövrieren des Bikes in die Auffahrt gute Arbeit.

Wer sich schon zu Beginn der Fahrt bei schwer passierbaren Strecken mit Schieben abmüht, dem vergeht schnell die Lust. Das vereinfachte Handling mit Schiebehilfe weiß zu überzeugen. Mittels Schiebehilfe kannst du dich anschließend dem wichtigsten Thema widmen: dem puren Fahrspaß.

Hindernisse überwinden mit der Tippeltechnik

Du bist auf felsigem Untergrund unterwegs, willst die kleinen Brocken unter dir geschickt überfliegen und … setzt mit dem Pedal deines Bikes auf und stürzt. Das Zauberwort zur Lösung dieses Problems lautet “Tippeltechnik“. Dieses Szenario stellt sich wohl keiner von uns gerne vor.

Dabei führst du keine ganzen Pedalumdrehungen mehr aus, sondern tippelst dich in kleinen Pedalimpulsen aus einer parallelen Kurbelstellung vorwärts und nutzt die Schubkraft deines E-MTB Motors. Alternativ dazu kannst du dich von deinem E-MTB auch mit viel Schwung über Hindernisse boostern lassen.

Wähle dazu die höchste Unterstützungsstufe in einem mittleren Gang und lasse dich von deinem Antrieb über Wurzelpassagen, Steine und andere Hürden katapultieren. Nimm dann durch zwei bis drei kräftige Tritte an Fahrt auf und stoppe das Pedalieren kurz vor dem kleinen Hindernis.

Anheben der Räder

Ein einfaches Überrollen bzw. boostern über ein Hindernis ist ab einer bestimmten Höhe nicht mehr unbedingt möglich. Auch bei alltäglichen Ausfahrten kann es ganz hilfreich sein, wenn du die Räder deines Bikes geschickt handlen kannst, um damit größere Hindernisse zu überwinden. Daher ist das Anheben der Räder, wie beispielsweise beim Wheelie, nicht immer mit einer akrobatischen Einlage gleichzusetzen.

Im Wald erwartet dich beispielsweise hin und wieder ein heruntergefallener Baumstamm und im Straßenverkehr möchtest du Bordsteinkanten mühelos überwinden, um im Flow zu bleiben.

Bei Hindernissen in der Höhe eines Bordsteins musst du dir keine Gedanken um deine Räder bzw. Reifen machen. Klassische E-MTB Reifen sind solchen Herausforderungen durchaus gewachsen. Deine Arme sowie Beine sollten dabei leicht angewinkelt sein und jederzeit in Bereitschaft, sich mitzubeugen. Zum Überwinden einer Hürde verlagerst du dein Gewicht zunächst nach hinten.

Auf diese Weise entlastest du dein Vorderrad, weshalb es leichter über das Hindernis gleiten kann. Währenddessen solltest du, wie wir bereits gelernt haben, die Pedale parallel zueinander halten und mit genug Schwung gleiten.

Fahrtechnikkurse und geführte Touren

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Weitere Tipps für E-Mountainbike-Fahrer

Du suchst den perfekten Übungsgegenstand? Ganz gleich, ob du beabsichtigst, mit voller E-Power an steilen Rampen zu starten, bergauf den passenden Gang zu wählen oder dein Bike gelegentlich zu schultern und zu tragen - die vielfältigen neuen Funktionen eines E-Bikes bedingen besondere Techniken.

Hast du schon Erfahrungen auf einem Rennrad, Gravelbike oder Mountainbike gesammelt? Das ist von Vorteil! Denn wer schon länger im Sattel sitzt, hat definitiv einen Vorsprung. Dennoch stehen selbst für erfahrene Radler neue Herausforderungen bereit, denen sie sich stellen müssen. Besonders bei steilen Anstiegen.

1. Die richtige Trittfrequenz

Für eine maximale Reichweite bevorzugen die meisten E-Bike-Motoren generell hohe Trittfrequenzen. Im technisch anspruchsvollen Terrain kann es jedoch vorteilhaft sein, gelegentlich einen oder zwei Gänge höher zu schalten.

2. Anfahren in steilem Gelände

Wer im steilen Terrain bergauf zum Stehen kommt, ist im Nachteil. Es sei denn, er beherrscht die korrekte Anfahrtechnik. Schritt eins: Niemals direkt in der Falllinie starten, da das Hinterrad sonst durchdreht. Positioniere dich schräg zur Fahrtrichtung, ziehe die Bremse an, setze den zweiten Fuß auf das Pedal, übe den dosierten Druck auf das Pedal aus und löse die Bremsen langsam.

3. Schieben und Tragen des E-Bikes

Auch mit reichlich Power und ausgezeichneter Fahrtechnik kann es vorkommen, dass du dein Bike schieben oder tragen musst. Die Schiebehilfe deines E-Mountainbikes erleichtert dir die Fortbewegung erheblich. Doch was tun, wenn das freischwebende Hinterrad beginnt, unkontrolliert zu drehen? Kommt man mit dem Schieben nicht voran, ist es an der Zeit, das Bike auf das Hinterrad zu stellen.

Diese Methode mag beeindruckend aussehen, ist aber recht einfach umzusetzen. Ziehe die Hinterradbremse an und stelle das Bike ruckartig auf das Hinterrad. Sie eignet sich besonders für steile und schmale Passagen bergab, die zu eng sind, um das Bike nebenherzuschieben. Die Fortbewegung wird durch dosiertes Bremsen erleichtert, wodurch das Bike zusätzlich stabilisiert wird.

Wenn auch das Schieben auf dem Hinterrad keinen Fortschritt mehr bietet, bleibt nur noch eine Option: Das E-Bike muss auf deinen Rücken. Die meist über 20 Kilogramm schweren E-Bikes sollten allerdings mit der richtigen Technik getragen werden. Gehe in die Hocke, ergreife das Bike an Kurbel und Gabel und hebe es über deine Schulter. Positioniere dein Bike quer zum Hang, während du unterhalb stehst und bergauf blickst.

4. Die Drucktechnik in Kurven

Unabhängig von der Geschwindigkeit kommt die Drucktechnik zum Einsatz, sobald du auf unbefestigten Wegen unterwegs bist. Dabei drückst du das E-Bike unter dir ins Kurveninnere, während dein Körperschwerpunkt außen bleibt.

5. Akku-Management

Ein leerer Akku, weitab von jeglicher Infrastruktur, ist der Albtraum eines jeden E-Bike-Fahrers. Stelle sicher, dass dein Akku vollgeladen ist und dass du das Ladegerät stets im Rucksack dabei hast. Auch der Umgang mit Zusatzakkus auf der Tour bedarf Sorgfalt.

Zusatzakkus sind schwer und können bei Stürzen, wenn sie ungesichert im Rucksack liegen, schwere Verletzungen verursachen. Der Akku sollte daher immer ganz unten im Rucksack und gut mit Kleidung gepolstert verstaut werden.

6. Hindernisse bergauf überwinden

Steht dir ein kleines Hindernis auf einem Uphill-Trail im Weg, ist es Zeit, "leicht" zu werden! Verlasse kurz den Sattel, um das E-MTB über das Hindernis, wie beispielsweise eine Wurzel, zu heben. Idealerweise beschleunigst du etwas vor dem Hindernis, um den nötigen Schwung zu bekommen.

Bergauf auftretende Hindernisse meisterst du am besten mit der Tippeltechnik: Führe an der kritischen Stelle ein paar Pedalbewegungen vor und zurück durch.

7. Reifendruck

Das Motto lautet: So wenig wie möglich, so viel wie nötig. Ein geringerer Luftdruck in den Reifen verbessert sowohl die Traktion als auch den Fahrkomfort. Dabei gilt: Je breiter der Reifen, desto niedriger kann der Luftdruck sein. Eine Faustregel im Gelände besagt, dass niemand mehr als zwei Bar benötigt.

8. Blickführung

Diese Regel gilt für sämtliche Fahrsituationen, ob bergauf oder bergab: Schau möglichst weit voraus und scanne die Linie. Für Ereignisse direkt vor dem Vorderrad ist es meist schon zu spät. Indem du deine Fahrlinie scannst und dich daran erinnerst, dass du dorthin fährst, wohin du schaust, vermeidest du Hindernisse effektiver.

9. Bremsen bergauf

Auch bergauf ist beim E-MTB das Bremsen wichtig: Du musst mit deinem Kraftpaket nicht nur bergab bremsen. Durch dosiertes Bremsen kannst du deine Motorleistung fein regulieren und das E-Bike besser kontrollieren. Halte also stets einen Finger am Bremshebel und bremse bedacht.

Blockierende Reifen sollten in jeder Situation vermieden werden, um genügend Traktion und Sicherheit zu gewährleisten.

10. Traktion in steilen Anstiegen

Mit dem E-MTB erklimmst du Anstiege, die du ohne Motorunterstützung nicht einmal zu träumen wagst. Die Traktion setzt hier die Grenzen. Besonders auf Schotter ist es wichtig, das Hinterrad so stark zu belasten, dass das Vorderrad beinahe abhebt.

Senke die Sattelstütze um ein bis drei Zentimeter und verlagere den Körperschwerpunkt so tief und so weit nach vorne wie möglich, um ein Abheben des Vorderrads zu verhindern.

Umgang mit der Technik

Die Kombination aus Motorunterstützung und dem hohen Gewicht verwandelt viele Geländesituationen in eine echte Herausforderung. Viele dieser Situationen sind mit herkömmlichen, unmotorisierten Bikes kaum zu meistern, da schlicht die körperliche Power fehlt. Jedoch bedarf die Kraft des Motors einer gewissen Kontrolle. Und hier sind die besten Tipps, um mit der Technik schnell voranzukommen:

  • Nimm dir die Aufgaben der Reihe nach vor, stets mit Freude und Gelassenheit.
  • Halte immer einen Finger an der Bremse, bereit zu bremsen! Gewöhne dich allmählich an die Stärke deiner Bremsen. Beginne mit dem Üben des dosierten Bremsens auf ebenem Grund, bevor du dich auf anspruchsvollere Trails oder in die Stadt wagst.
  • Langsamkeit führt zum Ziel! Balance ist der Schlüssel. Reduziere deine Geschwindigkeit schrittweise, bis du vollständig zum Stehen kommst. Übungen zum Stehenbleiben und zur Balance sind fundamentale Fähigkeiten für sicheres Fahren auf dem E-Bike und bieten perfektes Training für Winter oder schlechtes Wetter.
  • Verbessere deine Blickführung! Überblicke deine Fahrlinie von vorne nach hinten und umgekehrt. Wenn du ein Hindernis erst unmittelbar vor deinem Vorderrad bemerkst, ist es bereits zu spät.
  • Bleibe entspannt, denn Übermut ist meist kontraproduktiv. Körper und Geist sollten nicht überlastet werden. Ein verweigernder Kopf und verkrampfende Muskeln beeinträchtigen den Fahrspaß und deine Sicherheit.

Grundlegende E-Mountainbike-Fahrtechniken

Das E-Mountainbike fahren hat in den letzten Jahren stark an Beliebtheit gewonnen. Große Steigungen stellen keine unbezwingbare Herausforderung mehr dar, weite Streckenabschnitte können fast mühelos bewältigt werden und ihr genießt die Landschaft in vollen Zügen. Wer sich in schwierigerem Gelände bewegt, dem raten wir zu einem Fahrtechniktraining.

Das höhere Gewicht eines E-MTB erfordert v.a. Um sicher technische Passagen wie Kurven oder Hindernisse auch beim bergauf fahren zu meistern, ist es wichtig herauszufinden, welcher Fuß vorne und welcher hinten steht. Wie beim Snowboard fahren oder Surfen (Regular/Goofy) gibt es auch beim Radfahren eine Schokoladenseite. Man spricht dabei auch gerne vom „guten“ oder „schlechten“ Fuß. Der gute Fuß steht beim Radfahren vorne.

Welcher nun aber der „gute“ Fuß ist, könnt ihr ganz leicht in der Ebene ausprobieren, indem ihr das Fahrrad rollen lasst und einen Kreis fahrt. Um die E-Mountainbike-Fahrtechnik zu üben, wählt ihr einen Gang, bei dem mit einer halben Pedalumdrehung eine Fahrradlänge zurückgelegt wird.

Ein Fixpunkt am Boden wie zum Beispiel ein Rucksack kann euch dabei helfen, den richtigen Gang zu finden. Generell kann durch den Antrieb beim E-MTB ein höherer Gang gewählt werden als beim regulären Fahrrad. Stellt die Sattelstütze zum bergauf Fahren ungefähr zwei Finger breit tiefer als gewöhnlich - dadurch bietet das E-Mountainbike mehr Flexibilität auf dem Trail.

Spezielle Techniken für das Bergauffahren mit dem E-MTB

Der Motor erlaubt dem Fahrer zwar, ganz andere Steigungen zu bewältigen, jedoch wird das Hinterrad zum limitierenden Faktor und dreht schnell mal bei zu wenig Belastung durch. Wer bergauf bremst, gewinnt. Das klingt erstmal seltsam, ist jedoch ein nützliches Mittel, um die Traktion des Hinterrads auch in steileren Passagen nicht zu verlieren.

Beim Berganfahren mit dem E-MTB steht euer Fuß, der zum Hang zeigt, auf dem Boden. Der andere Fuß ist auf dem Pedal. Beim E-MTB könnt ihr sowohl einen niedrigen Gang einstellen, als auch einen höheren, da ihr die Unterstützung des Motors habt. Wichtig ist beim Anfahren, den „Hangfuß“ erst auf das Pedal zu stellen und dann loszufahren, anstatt mit dem Fuß Schwung zu holen und dann krampfhaft versuchen, irgendwie das Pedal zu treffen.

Bei der Anfahrt einer engen Kurve ist das richtige Pedalmanagement wichtig. Nur so wird gewährleistet, dass der „gute“ Fuß beim Beschleunigen am Kurvenausgang wieder vorne ist. Der „schlechte“ Fuß ist im Scheitelpunkt der Kurve vorne. Der Körperschwerpunkt liegt dabei im Kurvenäußeren und das E-MTB wird leicht in die Kurve gedrückt. Das Schwierigste dabei ist, das Gleichgewicht zu halten.

Kurvenfahren im Detail

Fahrt mit gebeugten Armen und Beinen auf die Kurve zu. In der Kurve ist der innere Arm etwas mehr gestreckt als der äußere. Das Rad neigt sich in die Kurve. Eventuell habt ihr sogar einen fünften Kontaktpunkt, wenn das Oberrohr oder der Sattel die Innenseite eures Oberschenkels berühren. Die Knie sind parallel und zeigen leicht nach innen, die Hüfte wandert leicht nach außen.

Wichtig bei der Kurve ist der Blick, er scannt schon vor der Einfahrt die Kurve und spätestens ab dem Scheitelmittelpunkt geht der Blick weit voraus zum Kurvenausgang. Vor der Kurve solltet ihr eure Geschwindigkeit verringern, je nach Gelände bis auf Schrittgeschwindigkeit. Enge Kurven versucht ihr möglichst weit auszufahren und weit außen anzufahren.

Stufen überwinden

Ihr rollt langsam auf eine Stufe zu, erkennt die Höhe der Stufe und senkt euren Körperschwerpunkt entsprechend noch tiefer ab. Kurz vor der Stufe öffnet ihr die Vorderradbremse. Arme und Beine beugen sich noch weiter, der Oberkörper ist recht flach auf dem Rad.

Sobald das Vorderrad über die Kante fährt, führt ihr die Arme mit, dazu nutzt ihr die Beugung der Arme. Beim Bewältigen der Stufe strecken sich die Arme, um die Höhendifferenz auszugleichen. So fällt der Oberkörper nicht dem Vorderrad hinterher. Der Po schiebt sich über das Hinterrad, der Schwerpunkt bleibt jedoch zentriert.

Wenn das Hinterrad über die Kante fährt, gleichen die Beine durch Streckung den Fall des Oberkörpers aus. Sobald das Hinterrad den Boden berührt, solltet ihr wieder in der Aktivposition sein. Arme und Beine sind wieder ausgefedert, der Körper über dem Rad zentriert.

Empfehlung für Fahrtechnikkurse

Wir empfehlen euch dennoch, einen E-MTB Fahrtechnikkurs zu absolvieren, um sicher im Gelände unterwegs zu sein. Beim ASI Vorbereitungungskurs zur Transalp erhaltet ihr von einem qualifizierten ASI Radguide die notwendigen Kenntnisse und erlernt Fähigkeiten sowohl im Uphill als auch Downhill.

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