E-Mountainbikes für schwere Fahrer im Test: Was Sie wissen müssen

Viele Mountainbike-Hersteller haben sich der Realität gebeugt und geben ihre Bikes auch für gewichtigere Piloten frei. Spitzenreiter ist hierbei Giant mit bis zu 156 Kilo bestehend aus Fahrer, Schutzausrüstung und E-MTB.

E-Mountainbikes um 4000 Euro im Check

Diese 17 vollgefederten E-MTBs beweisen eindrücklich, dass du schon um 4000 Euro richtig viel E-Mountainbike-Spaß für dein Geld bekommst. Aufgehorcht und mitgelesen - denn die hier gezeigten vollgefederten E-Mountainbikes versprechen mit ihren dicken Motoren von Bosch, Shimano oder Yamaha samt ihren reichweitenstarken Akkus spaßige Touren und (teils) richtige Bergab-Action. Und das Beste: Das alles gibt's schon um die 4000 Euro!

Abstriche? Musst du machen. Die meisten Bikes verorten sich in der klassischen "Touren-Fully"-Klasse mit 130-mm-Federweg. Das reicht für erste Trail-Abenteuer im heimischen Mittelgebirge, auf harten Alpen-Trails sehen wir diese E-MTBs aber eher weniger. Auch die weitere Ausstattung ist mitunter einfach, aber keinesfalls schlecht: Die allermeisten Bikes haben gute Fahrwerke ohne teuren Schnickschnack, die Schaltungen sind zwar günstig, aber haltbar und im Unterhalt preiswert.

Größter Wermutstropfen: Nicht jeder Hersteller verbaut in dieser Preisklasse sogenannte Vario-Sattelstützen, also Sattelstangen, die sich vom Lenker aus ins Sitzrohr versenken lassen. Solltest du dein zukünftiges E-MTB vorrangig auf Trails nutzen wollen, solltest du auf dieses Feature unbedingt achten!

Aber: Es verstecken sich in dieser Preisklasse auch echte Highlights! So schnüren Centurion, Conway, Propain, Radon, Rose, Specialized und YT für knapp unter der magischen 5000-Euro-Grenze richtig hart kalkulierte Bikes mit Federwegen von 140 bis satten 170 mm - teilweise sind diese Boliden bereits jetzt zum Saisonstart kräftig reduziert, weswegen hier ein genauer Blick in jedem Fall lohnt!

Loben muss man die Bikes für ihre in aller Regel dicken Bremsanlagen, die allermeisten E-MTBs in dieser Preisklasse kommen nämlich mit "dicken" 200-mm-Scheiben und eignen sich damit auch für schwerere Fahrer. Wo das nicht der Fall ist, haben wir es explizit erwähnt. Gleiches gilt für die maximalen Systemgewichte.

Empfehlenswerte E-MTBs um 4000 Euro

Hier eine Übersicht einiger empfehlenswerter E-MTBs in der Preisklasse um 4000 Euro, die sich besonders für schwere Fahrer eignen:

1. Bulls Copperhead EVO AM 1 29

Ein veritables All-Mountain für relativ schmales Geld ist das Copperhead Evo AM 1 von Bulls. Es kommt mit einer Bulls-eigenen 34-mm-Gabel in Kombination mit einem Dämpfer von SR Suntour daher. Vorn 140 mm und hinten 150 mm Federweg versprechen bereits veritable Trail-Einsätze, es mangelt jedoch an einer Vario-Sattelstütze - schade! Geschaltet und gebremst wird mit einfacher, aber funktionaler Shimano-Hardware, allenfalls die Scheiben dürften für schwere Fahrer größer ausfallen. Cool: Gegen Aufpreis lässt sich das Copperhead mit größeren Bosch-Akkus (625 oder 750 Wh) ausrüsten.

  • Gegen Aufpreis mit dicken Akkus verfügbar
  • Keine Vario-Sattelstütze, kleine Bremsscheiben
  • Preis: 4399 Euro
  • Rahmengrößen: S bis XL
  • Gewicht: keine Angabe
  • Zul. Gesamtgewicht: 130 kg
  • Motor/Akku: Bosch CX Smart / 500 Wh
  • Federweg: 150 / 140 mm

2. Canyon Neuron:ON AL 6.0

Auch der Koblenzer-Versender mischt die E-MTB-Szene auf - erst recht mit dem preiswerten Neuron:ON AL 6. Ab 3799 Euro kostet das E-Fully mit 130/120 mm Federweg - wobei die kleinen Rahmengrößen XS und S mit dem kleineren 504-Wh-Akku und "nur" einer 120-mm-Forke daher kommen. Bei den ausgewachsenen Rahmengrößen gibt's hingegen volle 130 mm vorn sowie einen 630 Wh Akku - dann erhöht sich der Preis jedoch um 200 auf immer noch faire 3999 Euro. Die Anbauteile sind für den Preis klasse: Das Fahrwerk stammt von Fox, gebremst und geschaltet wird mit einfacher, aber guter Shimano-Hardware, auch eine Vario-Sattelstütze ist dabei. Top!

  • für den Preis prima ausgestattet
  • kleine Rahmen nur mit 504-Wh-Akku verfügbar
  • Preis: ab 3799 Euro
  • Rahmengrößen: XS bis XL
  • Gewicht: keine Angabe
  • Zul. Gesamtgewicht: keine Angabe
  • Motor/Akku: Shimano EP6 / (504) 630 Wh
  • Federweg: (120) 130 / 130 mm

3. Centurion Numinis R800i

Zugelassen für sagenhafte 150 Kilo Systemgewicht (also Fahrer, Schutzausrüstung plus E-Bike) ist Centurions Numinis - und glänzt auch sonst mit guter Ausstattung! Ab 4699 Euro kostet das mit Boschs CX-Smart angetriebene Fully mit 140/130 mm Federweg und Vario-Sattelstütze mit bis zu 170 mm Hub (Rahmengröße L und XL). Geschaltet wird mit der neuen Cues-Schaltung von Shimano, als Bremse kommt Tektro-Hardware mit 203-mm-Scheiben zum Einsatz - passend zum Systemgewicht-Maximum. Cool: Das Centurion kommt bis auf Rahmengröße S immer mit dem dicksten Bosch-Akku mit 750 Wh, auch an eine Licht-Anlage mit StVZO-Zulassung wurde gedacht.

  • für den Preis hervorragend ausgestattet
  • kleiner Rahmen nicht mit 750-Wh-Akku bestellbar
  • Preis: ab 4699 Euro
  • Rahmengrößen: S bis XL
  • Gewicht: 26,5 kg
  • Zul. Gesamtgewicht: 150 kg
  • Motor/Akku: Bosch CX Smart / 625 Wh
  • Federweg: 140 / 130 mm

4. Centurion No Pogo F800i

Noch eine Option von Centurion: Komplett StVZO-konform dank Lichtanlage, dickem Systemgewicht von satten 150 kg und Shimano EP6-Antrieb: Was will man mehr? Denn auch der Rest passt: Zwar ist das Suntour-Fahrwerk sicherlich nicht das Hochwertigste in dieser Übersicht, mit 140/135 mm Federweg aber eines der potenteren. Dazu passt, dass das Centurion zudem mit einer Vario-Sattelstütze mit 170 mm Hub (Größe L und XL) im Laden steht. Die, gepaart mit der kräftigen Tektro-Bremse, machen aus dem No Pogo ein echtes E-MTB für spaßige Trail-Ausflüge!

  • für den Preis super ausgestattet
  • Preis: 4399 Euro
  • Rahmengrößen: XS bis XL
  • Gewicht: 25,6 kg
  • Zul. Gesamtgewicht: 150 kg
  • Motor/Akku: Shimano EP6 / 630 Wh
  • Federweg: 140/135 mm

5. Conway eWME 4.9

"We make Enduro" verkündet Conway bei seinem eWME 4.9 stolz - und verkauft für 4500 Euro einen echten Vertreter dieser Gattung! Satte 160 mm Federweg rundherum verspricht Conway, die Gabel stammt von Rock Shox, der Dämpfer von den Konkurrenten Fox - und heben sich wohltuend in der "Güteklasse" von den anderen Mitbewerbern dieser Liste ab. Auch der Rest passt: Geschaltet wird mit 12-Fach-XT-Komponenten von Shimano, gebremst mit Maguras MT5 samt großer 203-mm-Scheiben. Selbst für einen Dropper-Post hat's in der Kalkulation gereicht - und das trotz Shimanos EP8 und einem 720-Wh-Akku! Unser Tipp für ambitionierte, aber preisbewusste Trail-Junkies - oder die, die es werden wollen.

  • Sattes Fahrwerk, gute Parts
  • nur 130 Kilo Systemgewicht
  • Preis: 4499,95 Euro
  • Rahmengrößen: S bis XL
  • Gewicht: 25,3 kg
  • Zul. Gesamtgewicht: 130 kg
  • Motor/Akku: Shimano EP8 / 720 Wh
  • Federweg: 160/160 mm

6. Cube Stereo Hybrid 120 Race 625

Ein Tourer durch und durch - so sieht sich das Stereo Hybrid 120 in der Race-Ausstattung von den Waldershofern. Cube baut für 4299 Euro ein attraktives, wenn auch nicht primär für harte Trail-Action ausgelegtes E-Touren-Fully. Dazu passt der bärige Bosch-CX-Antrieb mit reichweitenstarkem 625-Wh-Akku, die XT-Schaltung, das Fox-Fahrwerk mit 120 mm Federweg und Magura-Bremsen mit großen 203-mm-Scheiben. Aber: Es fehlt für den Kampfpreis eine Vario-Sattelstütze.

  • Bäriger Motor, funktionale Ausstattung
  • Vario-Sattelstütze fehlt
  • Preis: 4299 Euro
  • Rahmengrößen: S bis XL
  • Gewicht: 24,9 kg
  • Zul. Gesamtgewicht: 135 kg
  • Motor/Akku: Bosch CX Smart / 625 Wh
  • Federweg: 120/120 mm

7. Ghost E-ASX 130 Essential

Auch das Ghost E-ASX sieht sich mit seinen 130 mm Federweg eher als touristischer Alltagsbegleiter. Dazu spricht die Ständer-Aufnahme und die für die Trail-Action quasi unentbehrliche Vario-Sattelstütze. Die restlichen Anbauteile sind - gemessen am Kaufpreis - durchaus fair: Als Antrieb fungiert einmal mehr Boschs-CX-Motor mit Smart-Anbindung und 625-Wh-Akku, geschaltet wird mit Shimanos kreuzstabiler und im Unterhalt günstiger Deore 1x11. Das eher einfache Fahrwerk stammt von SR Suntour, die Bremse ist wiederum guter Shimano-Standard.

  • Gemessen am Kaufpreis gut ausgestattet
  • Preis: 4499 Euro
  • Rahmengrößen: S bis XL
  • Gewicht: keine Angabe
  • Zul. Gesamtgewicht: keine Angabe
  • Motor/Akku: Bosch CX Smart / 625 Wh
  • Federweg: 130/130 mm

8. Giant Stance E+ 1

Auch Giant hat ein Herz für schwere Piloten und erlaubt ein Systemgewicht von satten 156 Kilo (also Fahrer plus Schutzausrüstung und E-MTB) - ideal, wenn du als groß gewachsener einen Trainingsbegleiter gegen die überschüssigen Pfunde suchst. Und auch sonst kann sich das Stance E+ 1 sehen lassen: Das Fahrwerk aus Rock-Shox-35-Gabel und SR-Suntour-Dämpfer liefern im Alu-Rahmen touristische 140 mm Federweg vorne wie hinten, eine Sattelstütze mit 170 mm Hub (in Größe L) schafft Platz und Vertrauen auf dem Trail. Und auch der Antrieb kann sich sehen lassen: Power liefert der von Yamaha stammende SyncDrive-Sport2-Motor mit 75 Nm Drehmoment, Energie liefert ein 625-Wh-Akku. Geschaltet wird wie in der Preisklasse üblich günstig, aber mit Shimanos Deore-Gruppe gut, als Bremse kommt Tektros Orion mit großen 203-mm-Scheiben zum Einsatz.

  • Sattes Systemgewicht, gemessen am Kaufpreis gute Parts
  • Motor nicht ganz so kräftig wie Bosch/Shimano, eher schwer
  • Preis: 4399 Euro
  • Rahmengrößen: S bis XL
  • Gewicht: 25,8 kg
  • Zul. Gesamtgewicht: 156 kg
  • Motor/Akku: (Yamaha) SyncDrive Sport2 / 625 Wh
  • Federweg: 140/140 mm

9. Haibike AllTrail 4 29

Auch die Erfinder des E-MTBs haben ein preislich attraktives E-Fully im Angebot: AllTrail 4 nennt Haibike deren Schöpfung, angetrieben von Yamahas PW-ST-Motor gepaart mit einem 630-Wh-Akku und einem SR-Suntour-Fahrwerk mit 120 mm Federweg vorn wie hinten. Schade: Es ist nur bis 120 Kilo Systemgewicht zugelassen, zudem fehlt eine Vario-Sattelstütze. Löblich hingegen: Das Alltrail gibt's mit großen 29"-Reifen oder mit wendigeren 27,5-Zöllern - bei letzterem wächst der Federweg auf stolze 140 mm an, der Preis und Antrieb bleiben identisch. Aber: Das 27,5er gibt es nur in den Rahmengrößen S bis L.

  • als 29"- oder 27,5"-Bike erhältlich
  • Systemgewicht für gewichtige Piloten zu niedrig, keine Vario-Sattelstütze
  • Preis: 4399 Euro
  • Rahmengrößen: M bis XL (kleinere Rahmen mit 27,5"-Bereifung!)
  • Gewicht: keine Angabe
  • Zul. Gesamtgewicht: 120 kg
  • Motor/Akku: Yamaha PW-ST / 630 Wh
  • Federweg: 120/120 mm

10. KTM Macina Chacana 591

Auch die Truppe von KTM stellt in der um-4000-Euro-Liga ein cooles E-Fully auf die Räder: Angetrieben wird das Macina Chacana von Boschs CX-Smart-Antrieb, ab Werk kommt es mit einem 500-Wh-Akku daher - der reicht fürs anvisierte, eher Stand-Land-Fluss-Territorium trotzdem aus. Dazu passt auch der Federweg von in der Preisklasse typischen 130/125 mm, die fehlende Vario-Sattelstütze - für Trail-Action solltest du aber nachrüsten (lassen). Der Rest hingegen passt für jeden Einsatzzweck: Die Gabel stammt von SR Suntour, der Dämpfer hingegen von Rock Shox, geschaltet wird - du hast es erraten - mit Shimanos Deore mit zehn Gängen. Schade: Gebremst wird nur vorn mit einer großen 203-mm-Scheibe, hinten verbaut KTM eine kleinere mit 180-mm-Durchmesser - schwere Fahrer sollten für Bergab-Spaß diese daher besser tauschen.

  • ordentliche Parts, bäriger Motor
  • kleiner Akku, keine Vario-Sattelstütze
  • Preis: 4599 Euro
  • Rahmengrößen: M bis XL
  • Gewicht: 24,9 kg
  • Zul. Gesamtgewicht: 144 kg
  • Motor/Akku: Bosch CX Smart / 500 Wh
  • Federweg: 130/125 mm

11. Propain Ekano 2 AL Mix

Let's fetz: Mit dem Ekano 2 AL hat Versender Propain ein haarscharf unter der 5000-Euro-Liga rangierendes Hammer-E-MTB im Programm! Satte 180 mm Federweg aus der fetten Rock-Shox-Zeb-Gabel, hinten schafft ein Stahlfederdämpfer aus gleichem Hause im berühmt-berüchtigten Pro10-Hinterbau satte 170 mm! Auch der Rest passt Versendertypisch: Angetrieben wird das E-Enduro von Shimanos EP6-Motor, als Akku kommt ein Speicher mit guten 626 Wh zum Einsatz - genügend für actionreiche Feierabend- oder Bikepark-Runden. Cool: Im Bike-Konfigurator lässt sich das Ekano 2 zum Traumbike wandeln - mit entsprechendem Aufpreis.

  • Preis: ab 4994 Euro
  • Rahmengrößen: S bis XL
  • Gewicht: keine Angabe
  • Zul. Gesamtgewicht: keine Angabe
  • Motor/Akku: Shimano EP6 / 626 Wh
  • Federweg: 180/170 mm

12. Radon Render AL 8.0 750

Radon ist in der Welt der "Versender", wie man die Direktvertriebler allgemein nennt, nicht mehr wegzudenken. Kaum verwunderlich also, dass sie auch ein Stück vom E-MTB-Kuchen abhaben wollen! Mit dem Render schnürren sie zudem ein richtig fair kalkuliertes, aktuell heftig rabattiertes Gesamtpaket zusammen. Bosch-CX-Smart-Motor, 750-Wh-Akku, Sram-NX-Schaltung, Marzocchi-Fox-Fahrwerk mit 150/140 mm - wir finden zu dem Preis von aktuell 3499 Euro beim besten Willen keinen echten Nachteil an diesem Rad.

  • superfair kalkuliertes E-MTB
  • Preis: 4599 Euro
  • Rahmengrößen: M bis XL
  • Gewicht: 25,45 kg
  • Zul. Gesamtgewicht: 135 kg
  • Motor/Akku: Bosch CX Smar / 750 Wh
  • Federweg: 150/140 mm

13. Rose Root Miller Plus

Es ist derzeit der Preiskracher schlechthin: Das Root Miller Plus kommt zwar noch mit Boschs "altem" CX-Motor ohne Smart-Anbindung, ist davon ab aber für den Preis himmlisch ausgestattet - und mit 23 Kilo sogar wirklich leicht. Rock-Shox-Fahrwerk mit 150/150 mm Federweg, Vario-Stütze, dickem 630-Wh-Akku und der derzeit kräftig rabattierte Kaufpreis machen aus ihm unseren Tipp für Preis-Leistungs-Bewusste!

  • derzeit ein richtiges Schnäppchen
  • Motor ohne Smartphone-Anbindung
  • Preis: 4999 Euro
  • Rahmengrößen: S bis XL
  • Gewicht: 23 kg
  • Zul. Gesamtgewicht: 130 kg
  • Motor/Akku: Bosch CX (ohne Smart!) / 625 Wh
  • Federweg: 150/150 mm

14. Scott Strike eRIDE 940

Ein Schnäppchen in dieser Liste ist Scotts Strike eRide zu nur 3599 Euro! Trotz spitzer Kalkulation bekommst du Boschs modernen CX-Smart-Antrieb und gute 140/140 mm Federweg. Geschaltet wird mit Srams günstiger SX-Schaltung, die Marzocchi-Gabel ist aber dafür richtig gut. Löblich: Auch an große Bremsscheiben hat Scott gedacht. Schade: Das Strike kommt nur mit einem kleinen 500-Wh-Akku.

  • sehr günstig, fair ausgestattet
  • kleiner 500-Wh-Akku
  • Preis: 3599 Euro
  • Rahmengrößen: S bis XL
  • Gewicht: 23,9 kg
  • Zul. Gesamtgewicht: 128 kg
  • Motor/Akku: Bosch CX Smart / 500 Wh
  • Federweg: 140/140 mm

Worauf sollten Personen mit Übergewicht beim Kauf eines Fahrrads oder E-Bikes achten?

Ein wichtiger Indikator beim Kauf eines XXL-Fahrrades oder eines Fahrrades für große und schwere Menschen ist das angegebene zulässige Gesamtgewicht des Fahrrades. Darin enthalten ist bereits die Zuladung des Rades, zum Beispiel durch Packtaschen oder Trinkflaschen. Große und schwere Radfahrerinnen und Radfahrer, die ein Mountainbike oder E-Bike suchen, sollten sich am besten vorher im Fachhandel informieren, welcher Radtyp für sie am besten geeignet ist. Denn viele Fahrradkomponenten wie Rahmen, Gabeln, Laufräder, Reifen/Schläuche, Bremssysteme und Pedale sowie Tretlager gibt es speziell für hohe Belastungen. Im Detail werden beispielsweise Rahmen mit dickeren Wandstärken und größeren Durchmessern hergestellt.

Wichtig zu wissen ist auch, dass vollgefederte Fahrräder in der Regel für deutlich geringere Zuladungen/Gewichte ausgelegt sind als Hardtails (Fahrräder mit ungefedertem Hinterbau). Ähnliches gilt für Federgabeln: Sie sollten den höheren Kräften gewachsen sein. Auch hier gilt es, die zulässigen Gesamtkräfte, die auf die Gabel wirken dürfen, genau zu prüfen. Wer ganz sicher gehen will, wählt eine Tandemgabel. Diese sind oft für 180 kg und mehr zugelassen.

Komponenten für hohe Belastungen

  • Rahmen: Rahmen mit dickeren Wandstärken und größeren Durchmessern.
  • Gabeln: Federgabeln, die den höheren Kräften gewachsen sind; Tandemgabeln für sehr hohe Belastungen.
  • Reifen und Schläuche: Widerstandsfähige Breitreifen mit verstärkten Seitenwänden oder Tubeless-Systeme.
  • Laufräder: Verstärkte Felgen und Speichen; handgefertigte, mehrfach gedrückte Laufräder mit hoher Speichenspannung.
  • Bremsen: Scheibenbremsen mit großen Bremsscheiben (mindestens 180 mm Durchmesser, am Vorderrad 200 mm); 4-Kolbenbremsen.

Besonders bei E-Bikes für Übergewichtige haben sich deshalb hydraulische Scheibenbremsen mit großen Bremsscheiben etabliert. Die Leistung der E-Bikes reicht auch für schwere Fahrer aus. Zu einem kräftigeren Motor musst du also nicht zwingend greifen. Viel ausschlaggebender ist ein reichweitenstarker Akku, da der Antrieb bei der größeren Masse mehr Strom verbraucht.

Die Reifen und Laufräder übernehmen eine wichtige Aufgabe. Sie tragen das gesamte Gewicht und sie beeinflussen die Fahreigenschaften erheblich. Grundsätzlich halten kleine Laufräder Belastungen besser stand, doch große Laufräder sorgen für mehr Laufruhe. Hier gilt es also, einen geeigneten Kompromiss zu finden. Bei den Reifen darf es gern etwas breiter ausfallen, um eine optimale Gewichtsverteilung sicherzustellen.

XXL-Fahrräder für große und schwere Radfahrer

Wenn man größer und schwerer ist, werden Hebel, Kraft und Gewicht verstärkt auf den Rahmen, die Gabel, das Tretlager und die Laufräder ausgeübt. Dies hat nicht nur Auswirkungen auf die Langlebigkeit des Fahrrads, sondern kann auch zu Beschwerden wie Verspannungen oder Gelenkschmerzen führen, die durch eine ungeeignete Haltung entstehen können. Die Lösung für dieses Problem sind speziell konzipierte XXL-Fahrräder, die auf die Bedürfnisse großer und schwerer Menschen zugeschnitten sind. Diese Fahrräder passen nicht nur besser zu den ergonomischen Verhältnissen kräftiger Radfahrer, sondern sind auch viel stabiler und robuster gebaut. Dadurch steht einem ungetrübten Fahrspaß nichts mehr im Wege.

Tabelle: Empfohlene E-Mountainbikes für schwere Fahrer

Modell Preis (ca.) Zul. Gesamtgewicht Federweg (vorne/hinten) Besonderheiten
Bulls Copperhead EVO AM 1 29 4399 € 130 kg 150/140 mm Optional größere Akkus
Canyon Neuron:ON AL 6.0 ab 3799 € k.A. (120) 130 / 130 mm Gute Ausstattung für den Preis
Centurion Numinis R800i ab 4699 € 150 kg 140/130 mm Hohes Systemgewicht, Lichtanlage
Centurion No Pogo F800i 4399 € 150 kg 140/135 mm StVZO-konform, hohes Systemgewicht
Conway eWME 4.9 4499,95 € 130 kg 160/160 mm Sattes Fahrwerk, gute Komponenten
Cube Stereo Hybrid 120 Race 625 4299 € 135 kg 120/120 mm Bäriger Motor, funktionale Ausstattung
Ghost E-ASX 130 Essential 4499 € k.A. 130/130 mm Gute Ausstattung für den Preis
Giant Stance E+ 1 4399 € 156 kg 140/140 mm Hohes Systemgewicht, gute Komponenten
Haibike AllTrail 4 29 4399 € 120 kg 120/120 mm Erhältlich als 29" oder 27,5" Bike
KTM Macina Chacana 591 4599 € 144 kg 130/125 mm Ordentliche Parts, bäriger Motor
Propain Ekano 2 AL Mix ab 4994 € k.A. 180/170 mm Konfigurierbar
Radon Render AL 8.0 750 4599 € 135 kg 150/140 mm Fair kalkuliert
Rose Root Miller Plus 4999 € 130 kg 150/150 mm Schnäppchen
Scott Strike eRIDE 940 3599 € 128 kg 140/140 mm sehr günstig, fair ausgestattet

Worauf sollten besonders große Frauen und Männer beim Fahrradkauf achten?

Wie bei schweren Menschen sollten auch besonders große Radfahrer beim Kauf auf ein robustes Modell achten, das neben Stabilität auch angenehmen Fahrkomfort bietet. Als besonders groß gelten Frauen ab einer Körpergröße von 1,83 m und Männer ab 1,95 m. Welches Rad von der Körpergröße her optimal passt, findest du über unsere Fahrrad-Rahmengrößen-Beratung heraus. Dort findest du jeweils einen Rahmengrößen-Rechner für deinen bevorzugten Fahrradtyp. Viele Händler bieten auch eine spezielle Vermessung an, bei der Rahmengröße, Vorbaulänge sowie Lenker- und Sattelbreite genau ermittelt werden. Mit diesen Daten lässt sich dann ein passendes XXL-Rad finden oder sogar entwerfen. Denn viele Fahrradhändler können aus verschiedenen Bausätzen ein Modell zusammenstellen, das auf große Fahrerinnen und Fahrer zugeschnitten ist.

Generell empfiehlt sich für große Menschen ein großer Rahmen. Am besten über 60 cm (25 Zoll) und eine Laufradgröße von 28 Zoll. Bei Lenker, Vorbau und Sattelstütze sind hochwertige Modelle (z.B. von Humpert/Ergotec) vorteilhaft, die für hohe Belastungen zugelassen sind und sich trotzdem bequem fahren lassen. Außerdem fahren sich Räder mit langem Ober- und Sitzrohr und verstellbarem Vorbau für große Menschen ergonomischer.

Außerdem lastet durch die Größe und die damit verbundene höhere Kraft viel mehr Druck auf Wirbelsäule, Sitzknochen, Armen und Händen. Dem kann durch einen höher montierten und breiteren Lenker mit stärkerer Rückkröpfung (mindestens 12 Grad) und geschraubten ergonomischen Griffen sehr gut entgegengewirkt werden.

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