Mountainbike Pflege Anleitung: So bleibt dein Bike fit

Das regelmäßige Waschen deines Mountainbikes bietet mehrere Vorteile:

  • Lebensdauer des Fahrrads: Schmutz, Schlamm und Schmutzpartikel können sich im Laufe der Zeit auf deinem Fahrrad ansammeln und zu vorzeitigem Verschleiß der Komponenten führen. Indem du dein Fahrrad regelmäßig reinigst, entfernst du diese Ablagerungen und hilfst, die Lebensdauer deines Mountainbikes zu verlängern.
  • Funktion und Leistung: Schmutz und Ablagerungen können die Funktion und Leistung der beweglichen Teile deines Mountainbikes beeinträchtigen, insbesondere der Schalt- und Bremskomponenten. Durch regelmäßiges Reinigen bleiben diese Teile frei von Schmutz und funktionieren optimal.
  • Ästhetik: Ein sauberes Fahrrad sieht einfach besser aus! Wenn du stolz auf dein Fahrrad bist, möchtest du sicherstellen, dass es immer glänzend und sauber aussieht.

Zusammenfassend ist das regelmäßige Waschen deines Mountainbikes wichtig, um seine Lebensdauer zu verlängern, die Funktionsfähigkeit zu erhalten, die Sicherheit zu gewährleisten und das ästhetische Erscheinungsbild zu verbessern.

Die richtige Reinigung: So geht's!

Viele Leute putzen ihr Fahrrad falsch. Viele stellen ihren Hochdruckreiniger auf maximalen Druck ein. Das sind oft bis zu 100 Bar. Das entspricht dem Wasserdruck in 1000 Metern Tiefe. Die meisten Outdoor-Uhren sind nur bis 30 Meter wasserdicht. Das heißt: Das ist ein echter Lager- und Gelenkkiller.

Ein weiterer Anwenderfehler: Die Leute sprühen ihr Bike mit dem Reiniger ein und waschen es direkt danach ab. Die Inhaltsstoffe brauchen aber eine gewisse Einwirkzeit, die steht in der Gebrauchsanleitung.

Der Gartenschlauch als bessere Alternative

Ja, wer trotzdem einen Dampfstrahler benutzen will, sollte den Druck runterregeln und erst auf den Boden zielen, denn zu Beginn ist der Druck höher. Wenn der Schmutz angetrocknet ist, empfehle ich, das Bike kurz mit dem Gartenschlauch abzuspritzen, dann mit dem Reiniger einzusprühen und das Reinigungsmittel mit der Bürste einzuarbeiten. Nach fünf Minuten kann man das Fahrrad dann endgültig abspritzen.

Übrigens: Den Druck des Gartenschlauchs halten alle Lager und Gelenke problemlos aus. Damit kann man also bedenkenlos überall draufhalten. Spezielle Bike-Reiniger sind im Trend. Auch das löst den Schmutz und funktioniert recht gut.

Wie oft sollte man den Antrieb reinigen?

Wenn du die Kette richtig reinigst und ölst, musst du auch den Antrieb seltener reinigen. Auf den Schaltröllchen sammelt sich oft viel Schmutz an. Zuerst kratze ich sie mit einem Teppichmesser ab. Dann mit Antriebsreiniger einsprühen, mit einer Bürste einarbeiten und einwirken lassen.

Reinigung bei trockenen Bedingungen

Staub ist schlimmer als Schlamm und Matsch. Denn bei Schlamm sind die Steinchen im Dreck so groß, dass sie nicht so leicht in Federelemente und Lager kriechen. Staub ist viel feiner und dringt daher leichter ein.

Vorsicht bei quietschenden Teilen

Finger weg von WD40 oder Kriechöl! Denn das schmiert nicht nur, sondern reinigt auch. Das heißt: Im Lager löst sich die Grundfettung, die Kugeln werden nicht mehr geschmiert und laufen trocken. Das ist der Lagertod.

Produkte für die Bike-Reinigung

Es gibt eine Vielzahl von Produkten, die speziell für die Reinigung und Pflege von Fahrrädern entwickelt wurden. Hier eine kleine Auswahl:

Fettlöser

Mit speziellen Antriebsreinigern werden Ritzel, Schalt-rollen und Kettenblatt wieder auf Vordermann gebracht. Bewährt hat sich der Kettenreiniger von Tunap. Er entfettet nicht nur, sondern schmiert dank Paraffin auch. Außerdem lässt er sich leicht mit dem Pinsel auftragen.

Schaumschläger

Gärtner füllen Pflanzenschutzmittel in solche Sprühflaschen. Auch für die Bike-Reinigung sind die Pumpflaschen sinnvoll. Reinigungsmittel lässt sich einfach nachfüllen (umweltfreundlich) und die Düse lässt sich besser einstellen als bei Einwegflaschen. Zwei-Liter-Flaschen haben sich bewährt.

Mikrofasertuch

Schließlich fährt das Auge mit. Ein Mikrofasertuch sorgt für eine glänzende, streifenfreie Oberfläche. Tipp: am besten ein großes, ab 40 x 40 Zentimeter.

Grobreiniger

Will man den Schmutz von den Schaltrollen abkratzen, eignet sich ein Cutter oder ein altes Küchenmesser. Besonders einfach geht das, wenn das Fahrrad im Bike-stand hängt. Dann das Messer seitlich am Schaltröllchen ansetzen, die Kurbel rückwärts drehen und so den Schmutz abkratzen.

Mobile Waschstraße

Ist der Schmutz erst einmal eingetrocknet, ist die Reinigung um ein Vielfaches schwieriger. Mit einem mobilen, akkubetriebenen Druckreiniger kann das Bike vor Ort gereinigt werden.

Die Reinigung in der Praxis

Am besten ist, wenn Ihr Euer Bike direkt nach dem Biken putzt. Zu diesem Zeitpunkt ist der Dreck noch feucht und lässt sich schnell und einfach lösen. Im ersten Schritt einfach mit einem Wasserstrahl alles an grobem Schmutz abspritzen.

Wenn Ihr mit einem Hochdruckreiniger arbeitet, achtet bitte darauf, dass Ihr nicht direkt auf die Lager des Rahmens, Tretlager und Radnaben spritzt. Hier besteht die Gefahr, dass die Lagerfettung ausgespült wird.

Damit Euer Bike beim Reinigen nicht umkippt, ist ein sicherer Stand sehr wichtig. Hier gibt es die verschiedensten Ansätze. Der bequemste ist ein Hinterbauständer, somit steht das Bike sicher und Ihr könnt es von allen Seiten mühelos erreichen, ohne es immer wieder umzudrehen und festzuhalten. Zudem erspart es Euch die unzähligen Schreckmomente, falls es sich kurz ein paar cm bewegt.

Ist der Reiniger und der ganze Schmutz erfolgreich entfernt, könnt Ihr jetzt mit einem Baumwoll- oder Mikrofasertuch das Rad trocken reiben und ihm somit den finalen Schliff geben. Achtet dabei auf alle Ecken und Kanten zum Beispiel rund um das Tretlager, untere Verbindung Unterrohr-Steuerrohr, Innenseite der Kurbelarme usw..

Reinigung und Schmierung des Antriebs

Der Antrieb sollte von Dreck und Staub befreit werden, da der feine Staub in Verbindung mit dem Schmiermittel ähnlich wie eine Schleifpaste wirkt und den Verschleiß erhöht. Wie beim Putzen des übrigen Bikes gilt es hier erst einmal den groben Schmutz von der Kette und den Ritzeln zu entfernen, um anschließend Schmiermittel aufzutragen.

Die Kette reinigt Ihr am besten, indem Ihr sie mit einem fusselfreien Tuch umschließt und die Kurbel nach hinten dreht. Nach ein paar Kurbelumdrehungen solltet Ihr die Stelle des Tuches wechseln und nochmal ein paar Kurbelumdrehungen machen.

Zum Reinigen der Schalträdchen haben wir den Zahnkranzreiniger von Park Tool genutzt. Drückt diesen mit seinen Bürsten einfach mit ausreichend Druck an die Schalträdchen und dreht die Kurbel nach hinten. Das solltet Ihr an beiden Schalträdchen von beiden Seiten machen.

Den feinen Schmutz und Ölrückstände könnt Ihr mit einen Lappen nach und nach abwischen. Mit der anderen, gezackten Seite des Zahnkranzreinigers könnt Ihr nun die Ritzelzwischenräume der Kassette von Verunreinigungen befreien. Danach einfach mit der Bürste alle Ritzel abbürsten.

Dabei solltet Ihr darauf achten, dass die Steighilfen (Ausfräsungen auf den Ritzeln und Zähnen) frei von Dreck sind, um die bestmögliche Schaltperformance zu garantieren. Weiter geht es mit den vorderen Ritzeln. In unserem Fall haben wir Glück und es ist nur ein Ritzel verbaut, die Vorgehensweise ist aber identisch. Auch hier gilt es mit der Bürste das Ritzel gründlich vom Schmutz zu befreien. Hierzu könnt Ihr beide Seiten der Bürste gebrauchen.

Schmierung des Antriebs und der beweglichen Teile

Damit bei der nächsten Tour alles läuft wie geschmiert, empfiehlt es sich nun die Kette und alle beweglichen Teile des Antriebes zu schmieren. Neben der Schmierung der Kette muss auch das Schaltwerk gängig gehalten werden.

Hier sind zwei Sichtweisen zu beachten. Wenn Ihr ein neues Schaltwerk verbaut habt, ist die Schmierung der Gelenke mehr als ausreichend. Mit der Zeit lässt diese allerdings nach und Ihr müsst für Euch entscheiden, wann Ihr anfangt regelmäßig mit einem Kettenöl oder mit Ballistol nachzuschmieren.

Da unser Bike schon einige Trail-Kilometer auf dem Buckel hat, schmieren wir es regelmäßig, aber pauschal möchten wir hier keine Zeit- oder Kilometerintervalle angeben. Nun lasst Ihr die Federelemente einmal einfedern.

Das überflüssige Ballistol könnt Ihr jetzt mit einem Lappen abwischen und das Bike ist startklar für den nächsten Ausritt. Auch wenn Balistol sehr dichtungsschonende Eigenschaften nachgesagt werden empfiehlt Fox nur eine außerliche Pflege mit Schmiermitteln, die auch in der Gabel verwendet werden.

Hier macht es die Häufigkeit. In unserem Beispiel reinigen wir die Standrohre mit einfachem Fox Gabelöl. Sicherlich erzählen wir Euch nicht viel Neues zum Thema Bikereinigung und ein jeder von uns hat sein eigenes Vorgehen und Routinen beim Bike Wash entwickelt. Vielleicht konnten wir Euch dennoch den einen oder anderen Tipp mit auf den Weg geben.

Weitere wichtige Pflegetipps

Du liebst dein Bike und legst Wert auf eine 100%ige Funktion sowie tadellose Optik? Dann solltest du es regelmäßig reinigen und anschließend pflegen! Eine ausführliche Grundreinigung ist sehr wichtig. Diese führst du als Erstes durch, bevor du mit der Pflege anfängst. Zum Reinigen eignet sich ein spezieller Zweiradreiniger zum Sprühen am besten. Diesen lässt du kurz einwirken und spülst ihn anschließend mit Wasser ab.

Generell solltest du dein Bike immer direkt nach deiner Tour reinigen, denn dann sind die Verschmutzungen noch frisch und lassen sich leichter entfernen.

Zum Reinigen deines Bikes solltest du auf keinen Fall einen Hochdruckreiniger verwenden. Durch den hohen Druck wird nicht nur das Wasser in die Lager gespült, sondern auch der Dreck. Dadurch werden die Lagerlaufflächen zerstört und es entstehen Korrosionen. Am besten eignet sich ein sanfter Wasserstrahl wie z.B. der einer Blumendusche. Als zusätzliche Hilfsmittel empfehlen wir einen Schwamm und Reinigungsbürste mit weichen Borsten für den Rahmen und härteren Borsten für den Antrieb.

Sorge für eine undurchlässige Unterlage, damit keine Reinigungs- und Schmiermittel ins Erdreich gelangen. Sollte der Antrieb stark verschmutz oder verölt sein, benötigst du einen speziellen Reiniger, der auch eine entfettende Wirkung haben sollte. Verwende den Fahrradreiniger auch nie in der prallen Sonne, denn dadurch vermeidest du ein direktes Antrocknen.

Bevor du mit der weiteren Pflege durch Wachs, Öl und andere Produkte beginnst, muss dein Fahrrad komplett trocken sein. Nur so halten Pflegemittel und Schmiermittel zuverlässig. Nur mit den passenden Pflegeprodukten erhöhst du die Langlebigkeit deines Bikes. Dabei solltest du bei der Rahmenpflege auf die Oberfläche achten. Bei matten Rahmen empfehlen wir daher eine spezielle Mattpflege zu verwenden und bei glänzenden ein Schutzwachs oder eine Politur. Dadurch wird die Oberfläche zuverlässig versiegelt und ein Anhaften von Schmutz erschwert.

Die richtige Schmierung für jedes Wetter

Beim regelmäßigen reinigen deines Bikes darfst du das Schmieren auf keinen Fall vernachlässigen. Bei nassem Wetter eignen sich besonders WET-Kettenöle da sie stark haften und somit für eine zuverlässige und langanhaltende Schmierung sorgen. Bei trockenem Wetter eignen sich hingegen DRY-Kettenöle auf Wachs oder PTFE Basis, die das Anhaften von Staub und Dreck erschweren und somit den Verschleiß der Kette minimieren. Ist dein Bike mit einem Riemenantrieb ausgestattet, empfehlen wir den Einsatz eines speziellen Pflegestiftes für Zahnriemen.

Bitte beachte vor allem beim Verwenden von Schmiermitteln in Sprühform darauf, dass deine Bremsscheiben und Bremsbeläge, sowie bei Felgenbremsen, deine Felgen nicht damit in Berührung kommen. Alle beweglichen Teile wie z.B. Schaltwerk, Umwerfer sowie bei Fullys die Drehpunkte am Rahmen, sollten regelmäßig mit z.B. einem Silikonöl behandelt werden.

Falls dein Bike mit einer Federgabel und Dämpfer ausgestattet ist, empfiehlt es sich die Standrohre regelmäßig mit einem vom Gabel- und Dämpferhersteller frei gegebenem Pflegeöl zu behandeln.

Schutz vor Lackschäden

Durch Stein- und Kettenschläge können recht schnell unschöne Lackschäden entstehen. Um diese zu vermeiden, eignen sich besonders robuste, selbstklebende Schutzfolien, welche einfach an die gefährdeten Stellen angebracht werden können.

Regelmäßige Überprüfung und Werkzeug

Neben der Reinigung deines Bikes ist es wichtig in regelmäßigen Abständen die Verschleißteile wie z.B. Reifen, Kette oder Ritzelpaket auf Mängel zu überprüfen. Die passenden Werkzeuge dazu findest du in unserem Shop. Bitte beachte dabei immer die Angaben der Hersteller insbesondere bei den angegebenen Drehmomenten. Von daher gehört ein passender Drehmomentschlüssel zur Grundausstattung deiner Werkstatt dazu.

Die richtige Ausrüstung für unterwegs

Für unterwegs empfiehlt sich eine kleine Satteltasche mit einem passenden Ersatzschlauch, Multitool, Reifenheber und Flickzeug für Schlauch und Reifen sowie Einweghandschuhe. Wenn es besonders schnell gehen soll, empfiehlt sich eine Pannenspray, um kleine Löcher einfach abzudichten. Zudem gehört eine, dem Fahrradtyp entsprechende, Pumpe mit zur Grundausstattung an jedes Bike.

Reifen und Kette im Blick behalten

Neben dem richtigen Reifendruck solltest du auch auf den Verschleißgrad des Reifenprofils achten. Durch Witterungseinflüsse wie z.B. Sonneneinstrahlung oder aufgrund von Alterung kann der Reifen porös werden. Dann sollte er auf jeden Fall erneuert werden, um eine Panne zu vermeiden.

Um den Verschleißgrad der Kette zu überprüfen, gibt es spezielle Verschleißmesslehren. Durch den rechtzeitigen Austausch der Kette, schonst du dein teures Ritzelpaket.

Besondere Hinweise zur Pflege von E-Mountainbikes im Winter

Viele von uns e-Mountainbikern sind auch während der kalten Jahreszeit aktiv auf dem e-MTB unterwegs. Vor allem der Winter bringt unter Umständen einen negativen Einfluss auf dein e-MTB mit sich: Kälte, Nässe, Schlamm und schlechtes Licht sind gängige Faktoren, gegen die es sich zu wehren gilt.

Mit dem e-MTB lässt sich beinahe jede Art von Gelände mit Spaß und in sportlicher Form befahren. Steinchen, Matsch und Regenschauer verlangen deinem e-MTB einiges ab und können unter Umständen auch seine Lebensdauer beeinträchtigen. Gerade im Herbst oder Winter lieben wir es hin und wieder, die Blätterhaufen hinter uns zu lassen und furchtlos durch den Matsch zu rasen. Vor allem in der kalten Jahreszeit sind Trails und Wege im Wald zumeist nass und entsprechend schlammig. Das Gemisch aus Wasser und Erde setzt sich beim Biken in jede Ritze des e-Mountainbikes und bedeckt darüber hinaus in dicken Schichten die exponierten Rahmenflächen oder, je nach e-Bike-Modell, den Akku.

Damit das Bike trotzdem in Schuss bleibt, empfehlen wir eine möglichst schonende Reinigung. Am einfachsten ist es, wenn frischer Schmutz möglichst schnell und nach jeder Fahrt entfernt wird. Bewegliche Teile sollten sehr behutsam gereinigt werden.

Die 3-Schritte-Formel für die E-MTB-Pflege

Ein Rundum-Sorglos-Paket für euer Vorhaben liefert beispielsweise der Reinigungshersteller Muc-Off. Dank des 3-Schritte-Programms, welches sich in “säubern, pflegen und ölen” unterteilt, wird für jede Gelegenheit das passende Produkt geliefert. Der pinke Alltagsheld sorgt mit passenden Rezepturen für das schnelle Abhaken des wichtigen To-dos.

Was du brauchst:

  • Eimer mit Wasser
  • Abgestimmte Reinigungsmittel (bspw. Muc-Off)
  • Trockener und feuchter Lappen (evtl. weiche Bürste für hartnäckige Flecken)
  • Gartenschlauch mit wenig Druck
  • Geeignetes Kettenöl (z.B. Wet Lube von Muc-Off)

Besondere Vorsicht im Winter

Gerade im Winter ist die regelmäßige Reinigung ein Muss, denn Streusalz geht eurem Bike an den Kragen!

Der empfindliche e-Bike Akku sollte vor der Reinigung des gesamten Bikes zur Sicherheit entfernt werden. Den Akku selbst wischt du mit einem sehr leicht angefeuchteten Lappen ab und begutachtest die Kontakte. Sind sie sauber und glänzen? Perfekt. Wenn nicht, kannst du die Kontaktstellen des Akkus sehr behutsam mit dem Lappen reinigen.

Die Kontaktstellen des Bikes kannst du ebenfalls mit einem feuchten Lappen reinigen. Vor dem erneuten Einsetzen des Akkus sollten alle Kontaktstellen jedoch unbedingt wieder staubtrocken sein, da du sonst einen Kurzschluss riskierst. Gerade Streusalz kann empfindlichen Gelenklagern schnell an den Kragen gehen.

Weniger ist mehr bei Gelenklagern

Bei der Pflege von e-Mountainbike Gelenken am besten nach der Devise “weniger ist manchmal mehr” verfahren. Das Gelenk mit Schmiermittel oder Kettenreiniger zu fluten macht wenig Sinn. So könnten Fette, welche zur Unterstützung der Gleiteigenschaften dienen, aus den Gelenken gespült werden. Zu viel Fette hingegen könnten Schmutzpartikel wie von Zauberhand anziehen und wichtige Stellen des Bikes erst recht verdrecken.

Also: Besser nur einen leichten Schutzfilm aufbringen und die Lager fetten. Dieser wird später wasserabweisend wirken. Von Hochdruckreinigern solltest du ebenfalls Abstand nehmen.

Die richtige Kettenpflege

Die Kette wird zunächst um ein Tuch gezogen, um sie von grobem Schmutz zu befreien. Mit einer Bürste kannst du zusätzlich die feinen Zwischenräume der einzelnen Kettenglieder bearbeiten. Tipp: Verfügt dein Bike über eine Schiebehilfe, kannst du diese betätigen und kommst somit vielleicht noch eine weitere Hand frei, da sich das Rad von selbst dreht.

Anschließend kannst du die Kette mit dem passenden Öl behandeln. Ein gutes Öl reduziert Reibung und schützt die Kette vor Korrosion durch Wasser und Straßensalz. Tipp: Über Tropfflaschen lässt sich das Öl punktuell an den wichtigen Stellen auftragen. Somit vermeidest du, dass an die Scheibenbremsen und Beläge ölige Texturen gelangen.

Bremsen regelmäßig überprüfen

Als e-Mountainbiker müssen wir uns ohne wenn und aber auf unsere Bremsen verlassen können. Da wir mit unseren e-MTBs in der Regel schwerer, länger und mit einem höheren Tempo unterwegs sind als herkömmliche Fahrradfahrer, werden die Bremsen auch stärker beansprucht. Ihr Verschleiß ist dadurch automatisch höher. Deswegen heißt es regelmäßig: Bremsen überprüfen!

Verschlissene Bremsen kannst du daran erkennen, dass an den Bremsbacken die Prüfrillen nicht mehr sichtbar sind und der Bremsbelag stark abgenutzt aussieht. Ist dies der Fall, wird es höchste Zeit für neue Bremsbeläge. Die Bremszüge sollten immer schön leichtgängig sein.

Bei kratzenden oder quietschenden Bremsgeräuschen solltest du hellhörig werden und die Augen offen halten, da eine Bremsscheibe ansonsten irreparable Schäden davontragen kann. Ebenso ist bei Fett oder Öl Vorsicht gefragt, denn kommen sie in Kontakt mit Bremsbelägen, wird die Wirkung stark eingeschränkt und die Beläge müssen getauscht werden.

Fazit: Dein e-Bike will gepflegt werden

Ist dein ganzes e-Bike nun aufgefrischt und mit einer feinen Schutzschicht versehen, ist es bestens gerüstet, um der nächsten Schlammschlacht mit reduziertem Verschleiß zu begegnen. Wasser und damit auch Schmutz haben nun deutlich weniger Angriffsmöglichkeiten, um sich in den filigranen Bauteilen festzusetzen. Dreckschichten lassen sich bei der nächsten Grundreinigung durch den dünnen Schutzfilm bereits beim Waschgang mit Wasser wesentlich besser entfernen.

Für die schnelle Grundpflege des Pedelecs sind alles in allem gute 30 min. anzusetzen. Sicherlich muss diese nicht nach jeder Ausfahrt geschehen, alle paar Wochen - wenn es die Zeit erlaubt - sollte man sich aber schon die Mühe machen.

Akkupflege für E-Mountainbikes

Der Akku ist neben dem Motor das Herzstück eines e-MTBs. Der Ersatz eines solchen lässt uns als e-MTB Fans dafür auch häufiger tief in die Taschen greifen. Um seine Lebensdauer zu erhöhen, solltest du daher ein paar Punkte beachten:

  • Teilladungen des Akkus sind nicht schädlich, entgegen vieler kursierender Vorurteile. Im Gegenteil, denn vor allem bei modernen Akkus gibt es keinen “Memory-Effekt” mehr und der Kapazitätsverlust-Albtraum gehört damit der Vergangenheit an. Teilladungen sind daher sinnvoll und sollten einer vollen Entladung des Akkus jederzeit vorgezogen werden.
  • Nutze zum Laden stets das zugehörige Ladegerät, um die bestmögliche Lebensdauer des Akkus zu erreichen.
  • Auch wenn du das Bike längere Zeit nicht benutzen solltest, lagerst du den Akku am besten kühl und trocken bei 10-15°C und zusätzlich bei 60% seiner Kapazität.

Vorsicht bei günstigen Angeboten

Vorsicht ist gefragt: Auch wenn günstigere Angebote aus dem Internet besonders verlockend erscheinen mögen, bergen sie einige Gefahren. Alle originalen Akku-Komponenten wurden durch den Hersteller weise gewählt und aufeinander abgestimmt, um mögliche technische Probleme zu verhindern.

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