Die Zahl der E-Bikes in Deutschland steigt seit Jahren stetig an und ist aus zahlreichen Haushalten nicht mehr wegzudenken. Inzwischen sind E-Mountainbikes sogar beliebter als E-Trekkingräder. Doch welches E-Mountainbike ist das Beste?
E-Mountainbikes im Test: Kriterien und Ergebnisse
In den Testberichten von Stiftung Warentest, ADAC und weiteren wurden verschiedene Mountainbikes mit elektrischer Unterstützung im Detail untersucht, unter anderem hinsichtlich Antriebssystem, Motor, Handhabung, Sicherheit und Verarbeitung. Beim E-Mountainbike-Test wurde neben anderen Kriterien Wert auf leistungsfähige Bremsen sowie auf eine hohe Reichweite (bzw. Reichhöhe im Gebirge) gelegt. Starke Akkus, bspw. 630 Wh oder 750 Wh, hatten die Nase vorne, da sie eine höhere Reichweite ermöglichten.
Der ADAC hat acht E-Mountainbikes bis 5000 Euro nach den Kriterien Fahren, Antriebssystem und Motor, Handhabung, Sicherheit und Verarbeitung sowie auf Schadstoffe getestet. Das Ergebnis: Sechsmal "gut", zweimal "befriedigend".
Testergebnisse im Detail
- Testsieger von Cube: Mit guten Allround-Eigenschaften.
- Ein-Finger-Bremse: Ein Muss für sicheres Fahren.
- Reichhöhen: Zwischen 1371 und 2179 Höhenmeter.
Die Testberichte zu den elektrisch unterstützten Mountainbikes haben gezeigt, dass es zwischen den Modellen der einzelnen Hersteller große Unterschiede geben kann. Jedes Modell hat seine individuellen Stärken, und nicht jedes Modell ist für jeden Nutzer geeignet. Ein Testbericht gibt stets gute erste Hinweise, welches Fahrrad für Dich in Frage kommen kann.
E-Mountainbikes: Vor- und Nachteile
E-Mountainbikes bieten ein unterhaltsames und anspruchsvolles Fahrerlebnis. Sie bieten mit entsprechend kraftvollem Motor zusätzliche Unterstützung beim Treten, insbesondere beim Bergauffahren oder bei schwierigem Gelände. Dies ermöglicht es Fahrern, anspruchsvollere Trails zu befahren, längere Strecken zu erkunden und bietet auch für weniger erfahrene Mountainbiker Zugang zu abgelegenen oder technisch anspruchsvollen Geländen.
E-Bikes bieten zahlreiche Vorteile, aber auch einige Nachteile. Mal abgesehen vom Preis gehört ihr Gewicht zu ihrem schwerwiegendsten Minuspunkt - und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. So sind Elektrofahrräder deutlich schwerer als reguläre Fahrräder. Zum Vergleich: Während herkömmliche Fahrräder etwa 15 Kilogramm wiegen, bringen E-Bikes zwischen 20 und 25 Kilogramm auf die Waage.
Warum das Gewicht ein Problem darstellt
Gerade für kleinere oder schwächere Menschen können manche E-Bikes zu schwer sein. Das gilt vor allem beim Fahren ohne Motorunterstützung, das durch das zusätzliche Gewicht anstrengender wird. Zudem können schwere E-Bikes Schwierigkeiten beim Schieben oder Parken bereiten. Wer das E-Bike beispielsweise nicht im Hof oder auf der Straße stehen lassen möchte, sondern lieber in der Wohnung oder auf dem Balkon abstellen will, muss viel Kraft aufwenden, um es an seinen Stellplatz zu schleppen.
Dazu kommen Nachteile wie die geringere Agilität, der höhere Energieverbrauch und der längere Bremsweg, die zu Handhabungsproblemen führen können.
Leichte E-Mountainbikes
Obwohl alle E-Bikes schwerer als die meisten herkömmlichen Fahrräder sind, gibt es auch vergleichsweise leichte Modelle, die unter 20 Kilogramm wiegen. Sie eignen sich für eine Vielzahl an Fahrradfahrerinnen und -fahrern, die mit einem schwereren Modell überfordert sein könnten. Leichte E-Bikes wie das KTM Macina Race SX wiegen unter 20 Kilogramm.
Empfehlungen für E-Mountainbike-Fahrer
Ein E-Mountainbike ist ein Sportgerät, das der Übung bedarf. Der ADAC empfiehlt, vor dem Kauf nicht nur eine ausgiebige Probefahrt, sondern auch ein "Bikefitting" beim Fachhändler zu machen: Dort wird die Größe richtig angepasst und die Dämpfung optimal eingestellt.
Da die Fullys relativ teuer sind, noch zwei Spartipps: Eventuell auf einen Carbon-Rahmen beim Bike verzichten, denn der ist teuer, bringt aber nur wenig Gewichtsvorteil. Und in der Gangschaltung sind Stahlritzel günstiger als Aluritzel - und dazu noch verschleißärmer.
Weitere Empfehlungen des ADAC
- Die Bedienung der Bremsen sollte möglichst mit der "Einfingertechnik" möglich sein.
- Die absenkbare Sattelstütze muss auch in schwierigen Situationen mit dem Daumen von der Lenkergriffposition unkompliziert und sicher erfolgen können.
- Zum Kauf sollte ein z.B. kostenvergünstigtes Techniktraining selbstverpflichtend durch den Hersteller mit angeboten werden.
- Die Schalthebel sollten, um Schäden der Antriebsübertragung (Kette, Ritzel) zu vermeiden, möglichst in der "Eingangrastung" erfolgen, d.h. beim Drücken des Schalthebels wird nur ein Gang geschaltet.
- Eindeutige Hinweise zum zulässigen Gesamtgewicht bzw. Systemgewicht müssen am e-MTB gut sichtbar sein.
Sicherheitstipps für E-Mountainbiker
- Neben einem Helm sorgen weitere Sicherheitsausrüstungen wie Knie- und Ellenbogenschützer für guten Unfallschutz auf Trails.
- Je nach Beschaffenheit des Trails können auch Rumpfprotektoren oder ein Vollvisierhelm sinnvoll sein.
- Zur besseren Erkennung für andere sollte bunte oder auffällige Kleidung gewählt werden und zur akustischen Warnung eine Klingel am Fahrrad angebracht sein.
- Für eine klare Sicht ist eine Schutzbrille zu empfehlen, um die Augen vor Insekten, Schmutz und Staub zu schützen.
- Touren sollten gut vorbereitet sein.
- Zur Grundausstattung gehört ein kleines Erste-Hilfe-Set, ein Flickzeug sowie ein Ersatzschlauch inklusive Montagematerial, um für eine Panne gerüstet zu sein.
- Für Notfälle sollte ein vollgeladenes Handy oder eine Powerbank mitgeführt werden.
Stiftung Warentest: E-Bike Tests und Sieger
Stiftung Warentest hat E-Bikes getestet und neue Sieger gekürt. Die Wahl des richtigen E-Bikes ist jedoch nicht ganz einfach, da sie keine Alleskönner sind. Im Test erhielten sechs Pedelecs die Gesamtwertung "gut", während die restlichen fünf Modelle immerhin noch "befriedigend" abschnitten. Die Räder setzen unterschiedliche Schwerpunkte, mal sind sie sportlicher, mal komfortabler. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass sie keine Mountainbikes sind und nicht für Sprünge geeignet sind, da die Rahmen nicht darauf ausgelegt sind.
Die beiden Testsieger des Stiftung Warentest sind das Kalkhoff Endeavour 5 Advance+ und das KTM Macina Gran 610. Beide Trekking-E-Bikes erhalten die Note 1,8 und werden von den Testern als "famos, robust und sicher" beschrieben. Auf dem dritten Platz landet das Cube Kathmandu Hybrid One 625 mit der Note 2,0, das als Preistipp gilt, da es fast genauso gut ist wie die Testsieger, aber mit einem Preis von 3150 Euro deutlich günstiger ist.
KTM Macina Gran 610: Ein genauerer Blick
Beim genaueren Hinsehen überrascht das Auftauchen des KTM Macina Gran 610 im Test ein wenig. Ob es konkret angefragt wurde oder eher vom Hersteller selbst dafür ausgewählt, wissen wir leider nicht. Fest steht, dass es innerhalb des Sortiments von KTM zu den eUrban-Modellen zählt. Eigentlich soll es euch ein treuer Begleiter auf den Radwegen durch die Stadt sein. Gleichzeitig bringt es allerdings Qualitäten mit, die aus ihm einen geeigneten Kandidaten für längere Touren machen.
Für volle Zufriedenheit sorgte ebenfalls der Antrieb von Bosch, ein Smart System mit Performance Line CX-Motor, PowerTube 625-Akku sowie Intuvia 100-Display. Der Motor unterstütze kräftig und sei optimal abgestimmt, heißt es im Urteil. Punkten konnte KTM darüber hinaus mit seiner eigenentwickelten Akkuentnahme. Der Hersteller arbeitet an der Stelle mit einer eigenen Aufnahme, die das Entnehmen des Akkus mit einem separaten Griff nach oben enorm erleichtert.
Testergebnisse der Stiftung Warentest
Insgesamt elf Trekking-E-Bikes ließ die Redaktion der Stiftung Warentest gegeneinander antreten. An der Stelle als auch unter zahlreichen weiteren Aspekten konnte das KTM Macina Gran 610 Stiftung Warentest anscheinend absolut überzeugen. Vor allem hat die Juroren das Fahrerlebnis mit dem Modell beeindruckt. In ihrem Urteil heben sie das stabile Fahrverhalten hervor, das sich in Anstiegen, Abfahrten und Kurven zeige und das Zuladen von Gepäck bestens vertrage. Als angenehm empfanden sie die Sitzposition, die von breiten Reifen und einer guten Federung flankiert werde.
E-Bike-Markt und Trends
E-Bikes sind so beliebt wie noch nie. "2023 wurden in Deutschland mit 53 Prozent erstmals mehr Elektrofahrräder (2022: 48 Prozent) als klassische Fahrräder (47 Prozent) verkauft. In Zahlen sind das 2,1 Millionen E-Räder und 1,9 Millionen klassische Fahrräder", berichtet der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club auf seiner Webseite und bezieht sich dabei auf Zahlen des Fahrradindustrieverbands (ZIV). Besonders für längere Ausflüge kann sich ein E-Bike lohnen. Durch den verbauten Motor kann der Fahrer unterstützt und somit eine Route mit etlichen Kilometern zurückgelegt werden.
Der Jahrgang 2025 bringt einige technische Neuerungen zur Serienreife. Ganz oben auf der Innovationsliste: die Automatik-Schaltung. Gleich eine ganze Reihe an Testrädern im Großen ElektroRad-Test (GERT) 2025 sind mit den intelligenten Getrieben ausgestattet.
Die Bedeutung des Preises
Viele Fahrradbauer nehmen vermehrt den Budget- und mittelpreisigen Sektor in den Fokus. Die größte Zahl an Testrädern sind und bleiben allerdings die Mittelklasseräder im Preissegment zwischen 3000 und 5000 Euro. Das ist viel Geld. Doch genau hier bekommen Sie die attraktivste Mischung aus hochwertigen und innovativen Komponenten an clever zusammengestellten und für den jeweiligen Einsatzzweck optimierten Bikes.
Mit dem neuen Testschema hält auch eine neue Unterkategorie Einzug in den GERT: Trekking-Light. Denn diese Klasse war vor wenigen Jahren eine Nische, wird inzwischen aber immer wichtiger. Etwas reduzierte Motorkraft, kleinere Akkus, dafür Fahrleistungen, die sehr nah dran sind am klassischen Trekkingrad ohne Motor. Dieses Konzept lockt zahlreiche Pendler, Tourenfahrer und sogar Radreisende an.
Aktuelle Entwicklungen im E-Bike-Markt
Nach einigen wirklich fiesen Monaten und einer epischen Rabattschlacht leeren sich die Lager der Fahrradhersteller und damit auch die Verkaufsräume der Händler. Das schafft Platz für Neues! Nachdem der Markt sehr zurückhaltend war, was Innovationen betrifft, drängen nun neue Modelle mit frischen oder komplett überarbeiteten Komponenten in den Handel.
Wie sehr das Thema Radgewicht an Bedeutung gewinnt, zeigt sich daran, dass erstmals seit Beginn des GERT das Durchschnittsgewicht aller Testräder (ohne Cargo-Bikes) gesunken ist - und zwar deutlich. 25,6 Kilogramm ist der Mittelwert. Im vergangenen Jahr lag der noch bei 27,1 kg. Nicht gesunken ist der mittlere Preis. Er liegt bei 4950 Euro und somit etwas über dem Vorjahresschnitt.
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