Wir haben lange darauf gewartet - nun haben unsere Partner Van Raam und pfautec endlich die Mobilitätslösung für steile Lagen. Mit den neuen Dreirädern ist selbst der höchste Anstieg nicht zu steil. Insbesondere in Süddeutschland ist die hügelige Landschaft oftmals ein Grund, wieso viele Interessierte sich gegen ein Dreirad entscheiden.
Easy Rider Dreiräder für Erwachsene im Test
Van Raam Easy Rider 3 mit Berggang
Denn Van Raam hat mit der Option Berggang beim Easy Rider 3 vorgelegt. Hier wird eine spezielle Software aufgespielt, die ungefähr 15 % mehr Bergleistung ergibt. Die Kombination hat zwar den Wermutstropfen, dass die Maximalgeschwindigkeit, die der Motor unterstützt, auf 20km/h abgesenkt wird. Die meisten Kund:innen sind jedoch mit 20km/h ausreichend bedient und zufrieden.
Bei unserem Test waren zwei Fahrzeuge mit dabei. Ein Modell mit der Enviolo City Nabe ohne Berggang und das zweite Fahrzeuge mit 8-Gang Nexus mit Berggang. Diese haben wir softwareseitig auf maximale Unterstützung mit minimaler Kraft eingestellt. Die Idee, eine Enviolo (stufenlose) Nabenschaltung zu verwenden ist eigentlich sehr elegant, da die Schaltung auch unter Last geschaltet werden kann, wenn ich in einen steiler werdenden Anstieg hineinfahre. Leider hat die hier verbaute City Nabe zu wenig Schaltungsbandbreite, sodass der theoretisch vorhandene Vorteil mehr als entfällt.
pfautec Scoobo Plus
Unser zweiter Hersteller, die Firma pfautec, hat erst vor wenigen Monaten das Scoobo Plus auf den Markt gebracht. Dieses Fahrzeug ist mit dem Bosch Cargoline Motor mit 85 Nm ausgestattet und hat zusätzlich eine manuelle Rohloff Nabenschaltung erhalten. Die großen Vorteile dieses 14-Gang Präzisionsgetriebes sind, dass sie deutlich höhere Kräfte übertragen kann als die verbreitete Nexus 7 oder 8 Gang Nabenschaltung von Shimano und zusätzlich ein am Berg tolles Übersetzungsverhältnis bietet.
Teststrecke und Ergebnisse
Als Fahrstrecke haben wir eine Strecke gewählt, die an mehreren Stellen sehr steile Passagen aufweist, und zwar der Anstieg von der Esslinger Hammerschmiede über eine Strecke von knapp 600 m steil bergauf, vorbei am Vereinsheim des Fanclubs des VFB Stuttgart in Richtung Zollberg. An weiten Abschnitten beträgt der Anstieg 15% und an ein paar Passagen haben wir eine Steigung von etwas über 20%. Mit drei Fahrzeugen und drei Personen sind wir im Wechsel, mal mit niedriger und mal mit höherer Geschwindigkeit, den Anstieg teilweise mehrfach gefahren.
Im Ergebnis waren wir uns sehr einig: Testsieger, wenn es darum geht steile Anstiege mit wenig eigener Kraft zu bewältigen und auch beim Anfahren des Berges mit Hilfe eines Daumengases, ist der Easy Rider 3 von Van Raam mit Nexus 8-Gang Schaltung und Berggang. Mit geringem Abstand folgt das Scoobo Plus. Wer gleichmäßig rund treten kann ist mit dem Scoobo Plus sehr gut bedient. Lediglich das Anfahren am Berg ist zu Beginn etwas schwieriger. Ähnlich verhält es sich mit dem Easy Rider mit Enviolo.
Weitere Modelle und Beratung
Neben den genannten Fahrzeugen haben wir natürlich noch einige weitere Modelle in unserer Ausstellung hier in Esslingen am Neckar. Auf unserer Verkaufsfläche kann indoor als auch outdoor, inklusive kurzer Steigungen, getestet werden. Aufgrund unserer intensiven und individuellen Beratung sowie ausführlichen Probefahrten, konnten wir für nahezu jede Person eine Lösung finden und damit eine nicht mehr geglaubte Mobilität ermöglichen. Unser Ziel ist es, ein Fahrzeug zu finden, auf dem man sich wirklich wohl fühlt.
Kinderfahrrad-Test: Puky, woom und Early Rider im Vergleich
Ihr seid noch auf der Suche nach einem optimalen Einsteiger-Fahrrad für eure Kids? Für unseren Kinderfahrrad-Test haben wir uns die drei besonders beliebten Marken Puky, woom und Easy Rider rausgepickt. Und auch Stiftung Warentest und der ADAC haben einige Modelle genauer unter die Lupe genommen.
Um es gleich vorneweg zu sagen - generell gilt: Was für das eine Kind perfekt passt, ist für das andere vielleicht gar nichts. Zu unterschiedlich sind ihre Größe und Statur, Kraft, Fahr-Erfahrung und Ambitionen. Denn während das eine Kind am liebsten nur kleine Runden im Innenhof dreht, zieht es andere fast magisch auf herausfordernde Hügel-Strecken. Bei vielen Kids kristallisiert sich das auch schon erstaunlich früh heraus.
Unser wichtigster Tipp lautet daher: Schaut euch euer Kind und seine Bedürfnisse an, informiert euch erst mal gut über eure Möglichkeiten - und sucht dann zwei bis drei Räder aus, die ihr eure Kids in der Praxis testen lasst. Wer sich eine persönliche Beratung wünscht, macht das am besten bei unabhängigen Expert*innen, die mehrere Marken im Angebot haben. So liegt der Fokus auf eurem Fahranfänger oder eurer Fahranfängerin und nicht auf dem Verkauf einer speziellen Kinderfahrrad-Marke.
Überblick: Favoriten im Vergleich
Beliebt sind sie alle. Und doch hat jedes Kinderfahrrad so seine eigenen Vorteile. Hier seht ihr die wichtigsten Infos auf einen Blick. Danach gehen wir bei jedem Rad nochmal ins Detail und sagen euch, für wen es sich gut eignet und berichten von unseren Erfahrungen.
| WOOM Original 2 | Early Rider Belter | Puky Steel 12 | |
|---|---|---|---|
| Pro & Contra |
|
|
|
| Was wiegt es? | 5 kg / 14 Zoll Rad | 5,2 kg / 14 Zoll Rad | 8,2 kg / 12 Zoll Rad |
| Altersempfehlung | 3 bis 4,5 Jahre | 2,5 bis 5 Jahre | ab 3 Jahren |
| Größe des Kindes | 95 bis 110 cm | 93 bis 110 cm | 95 bis 120 cm |
| Innenbeinlänge | ab 38 cm | ab 37 cm | ab 42 cm |
Puky - der nicht ganz so leichte, aber gut ausgestattete Anfänger-Klassiker
Dass manche den Begriff Puky fast schon synonym für Kinderfahrrad benutzen, kommt nicht von ungefähr. Was auch an ihrer Robustheit und dem vergleichsweise günstigen Preis liegt: Das Pucky Steel 12 Zoll für Fahrradfahr-Anfänger*innen ab 3 Jahren (Schrittlänge 42 bis 51 cm, Körpergröße der Kinder 95 bis 120 cm) kostet um die 220 €. Damit ist es in unserem Kinderfahrrad-Test mit Abstand das günstigste Bike. Und keine Frage: So manches Kind hat damit schon sehr gut das Radeln gelernt.
Mit einem Gewicht von 8,2 kg ist das Puky Steel deutlich schwerer als die Leichtgewichte von woom oder Early Rider, was es gerade zarten Persönchen anfangs oft nicht ganz so einfach macht, das Radeln zu lernen. Man muss der Fairness halber aber dazu sagen, dass das Puky Rad schon einige Extras wie eine Klingel, einen Gepäckträger, Schutzbleche sowie Front- und Rückstrahler mitbringt. Und die wiegen eben auch etwas. Der Rahmen ist aus Stahl, die Felgen sind aus Aluminium.
Durch den tiefen Rahmeneinstieg beim Puky Steel können die kleinen Radl-Fahrer*innen leicht auf- und absteigen. Außerdem sitzt das Kind hier aufrecht, damit es sich weniger auf's Fahren und mehr auf seine Umgebung konzentrieren kann. Beim Puky Steel ist zudem der Kettenkasten vollständig geschlossen - was vor Verletzungen, Hoseneinzwicken und Schmutz schützt. Die Pedalen sind rutschfest und mit extra Reflektoren ausgestattet.
Der Bremsgriff für die Vorderradbremse ist beim Puky leicht zu greifen und individuell einstellbar. Die Sicherheitslenkergriffe verhindern, dass das Kind seitlich mit den Händen abrutscht und sich verletzt. Ein klarer Unterschied zu woom und Early Rider ist die Rücktrittbremse, die Expert*innen heute eher als Nachteil verbuchen. Zum einen ist die Bremskraft geringer und schwerer dosierbar, zum anderen gibt es das Problem mit der unflexiblen Pedalstellung. Dazu kommt: Das Kind muss sich später nochmal umgewöhnen, wenn es auf ein Modell ohne Rücktritt umsteigt.
Super dagegen: Das Kinderrad von Puky ist leicht zu montieren. Nach der Lieferung bzw. dem Kauf gilt es nur noch den Lenker gerade zu stellen und die Pedalen zu befestigen.
Leichtgewichte dürften es mit dem 8-Kilo-Rad eher schwer haben. Habt ihr schon ein Puky oder euer Kind kommt bei der Testfahrt im Fachgeschäft gut damit zurecht, ist es aber durchaus empfehlenswert. Man muss nur Fan von Rücktrittbremsen sein.
Woom - das leichte Trend-Rad für Einsteiger und Fortgeschrittene
Das Anfänger-Kinderfahrrad von woom ist aktuell sehr beliebt, weil: bunt, leicht und optimal für den Einstieg. Das liegt am leichten (ca. 5,4 kg) und speziell auf die kindlichen Proportionen abgestimmt.
Der größte Pluspunkt ist, dass schon 3-Jährige mit einem Fahrrad von woom easy Radeln lernen können. Das liegt am leichten, kindgerecht geformten Aluminium-Rahmen inklusive Sattel, der einen fast aufrechten Sitz ermöglicht. Kids mit (aber auch ohne) Laufrad-Erfahrung halten hier fast intuitiv das Gleichgewicht und können sich so aufs Treten der Pedale konzentrieren. Klappt das Fahren, liegt der Fokus vorrangig auf der Umgebung, was das Fahrradfahren noch sicherer macht.
Ein Kauf-Argument ist für viele Eltern der Lenkeinschlagsbegrenzer. Hier spannt sich zwischen Gabel und Rahmen ein Gummiring, der die Lenkung stabilisiert und dafür sorgt, dass nichts überdrehen kann. Das gibt Sicherheit beim Geradeausfahren und schützt unsicher lenkende Anfänger genauso wie übermütige Kids vor Stürzen.
Auch die zwei gut unterscheidbaren Hebel der Felgenbremsen sind ideal für Kids. Vielleicht fragt ihr euch jetzt: Warum ist ein Rad ohne Rücktrittbremse besser? Expert*innen sagen: Im Ernstfall können die Kleinen so rascher reagieren. Bei Felgenbremsen ist die Bremskraft größer und Kinder können sie leicht bedienen. Durch den Freilauf gelingt außerdem sowohl das Anfahren als auch das Bremsen bei jeder Pedalstellung.
Das woom 2 bietet sich eigentlich für alle Fahranfänger an. Besonders gut sind kleine Leichtgewichte damit beraten - und eher vorsichtige Kinder, die vom Lenkeinschlagsbegrenzer profitieren. Wobei: Er schützt auch wilde Hummeln vor Stürzen. Wer das Geld hat, macht mit dem woom zum Fahrradfahrenlernen also nichts verkehrt. Es lässt sich übrigens prima wieder verkaufen - mitunter fast zum Anschaffungspreis.
Early Rider - für Kinder, die von Anfang an "richtig biken" wollen
Das Rad von Early Rider sieht schon in der 14-Zoll-Variante richtig cool und sportlich aus. Es wiegt mit 5,5 kg vergleichsweise wenig und ist auffallend leichtgängig, wodurch schon kleine Fahranfänger schnell Erfolgserlebnisse haben. Außerdem sieht es dank Mountainbike-Look und breiten Reifen sehr cool aus. Allerdings muss dem Kind die Farbe gefallen - es gibt das Rad mit Aluminium-Rahmen nur in Silber. Das macht zusammen mit der sportlichen Form aber auch den Wiedererkennungswert der Early Rider Bikes aus.
Der englische Hersteller empfiehlt das Rad für Kids zwischen 2,5 und 5 Jahren (bzw. ab einer Innenbeinlänge von 37 cm). Es ist hochwertig, toll verarbeitet und hält im Praxistest einiges aus. Stichwort Sichtbarkeit: Das Early Rider Belter kommt inklusive Reflektoren an den Pedalen und für die Speichen und punktet mit Front- und Rückreflektoren sowie einer Klingel.
Wie beim woom gibt es beim Early Rider keine Rücktrittbremse, sondern zwei Felgenbremsen - und damit je einen kindgerecht konstruierten, leicht zu betätigenden Bremshebel für vorne und hinten. Die größte Besonderheit beim Early Rider: Statt einer Kette hat das Rad einen pflegeleichten Riemenantrieb. Dieser schützt kleine Radler vor Verletzungen, muss nicht geölt werden - und ist mit ein Grund für den gehobenen Preis.
Das Mountainbike eignet sich für alle Kinder, die sich schon richtig ausprobieren und auch mal mutig über hügelige Fahrradstrecken fahren oder im Wald mountainbiken. Der Anschaffungspreis ist hoch - und das Geld muss man erst mal übrig haben oder in Form eines Sammelgeschenks zusammenkriegen. Aber man kann es hinterher zu einem guten Preis gebraucht verkaufen. So holt man einen Teil der Kosten wieder rein.
Verwandte Beiträge:
- Revolutionäre Lösung: So bleibt Ihr Fahrrad sicher in der Wohnmobilgarage – Einfaches Radhaltesystem erklärt!
- Das Easy Rider Motorradmodell: Warum es zum Kultobjekt der Biker-Szene wurde!
- Enik Falt-Elektrofahrrad Easy 20 Zoll im Test – Das perfekte City- und Reise-Bike entdecken!
- Unverzichtbare Tipps für den sicheren Fahrradtransport im Wohnmobil – So gelingt der Easy Bike Fix garantiert!
- MTB-Dämpfer richtig einstellen: Ultimative Schritt-für-Schritt-Anleitung für perfekte Performance
- Reifendichtmittel Fahrrad Test & Vergleich – Die besten Produkte für sorgenfreies Radfahren!
Kommentar schreiben