Viele Motorradfahrer stehen vor der Herausforderung, wie sie ihre Einkäufe erledigen sollen, besonders wenn sie kein Auto besitzen. Hier sind einige Tipps und Tricks, wie Sie das Einkaufen mit dem Motorrad meistern können.
Ausrüstung und Stauraum
Die Wahl der richtigen Ausrüstung ist entscheidend, um Ihre Einkäufe sicher und bequem zu transportieren. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Stauraum auf Ihrem Motorrad zu schaffen:
- Packtaschen/Koffer: Für viele Modelle gibt es spezielle Packtaschen oder Koffer, die am Motorrad befestigt werden können.
- Tankrucksack: Ein Tankrucksack bietet zusätzlichen Stauraum und ist leicht zugänglich.
- Topcase: Ein Topcase ist eine weitere Option für zusätzlichen Stauraum.
- Gepäckrolle: Eine Gepäckrolle kann auf dem Soziussitz oder Gepäckträger befestigt werden.
Insgesamt gibt es viele Möglichkeiten, mit dem Motorrad etwas zu transportieren. Zur Not kann man auch zweimal fahren. Mit dem Motorrad ist man ja schließlich auch doppelt so schnell.
Eine stabile Umhängetasche oder ein Rucksack kann auch hilfreich sein. Für einen Wocheneinkauf reicht das bei vielen nicht, aber man kann die Einkäufe entsprechend verteilen, wenn man mehrfach an den Geschäften vorbeikommt.
In einen Tankrucksack bekommt man schon einiges rein. Dann gibt es Topcases und Seitenkoffer (je 25-38L) oder Packtaschen.
Manche Motorradfahrer nutzen auch einen Rucksack mit einem Volumen von ca. 40-50 Litern, also eine kleine Trekkinggröße, um ihre Einkäufe zu transportieren.
Sicherheit und Komfort
Beim Motorradfahren ist es wichtig, sich richtig zu schützen. Die passende Motorradbekleidung spielt eine entscheidende Rolle für Sicherheit, Komfort und Stil auf der Straße. Es gibt viele Faktoren zu beachten, um die richtige Motorradbekleidung auszuwählen.
Die Bedeutung der richtigen Motorradbekleidung
Die Wahl der richtigen Motorradbekleidung ist von großer Bedeutung, da sie nicht nur die Sicherheit gewährleistet, sondern auch den Komfort auf langen Fahrten verbessert.
- Sicherheit: Hochwertige Motorradbekleidung bietet Schutz vor Verletzungen im Falle eines Unfalls.
- Komfort: Bequeme Kleidung ermöglicht eine bessere Bewegungsfreiheit auf dem Motorrad und reduziert die Ermüdung bei längeren Fahrten.
- Stil: Motorradbekleidung kann auch den persönlichen Stil unterstreichen.
Arten von Motorradbekleidung
Bevor Sie sich auf die Suche nach der perfekten Motorradbekleidung machen, ist es wichtig, die verschiedenen Arten von Motorradbekleidung zu kennen:
- Helm: Der Helm ist das wichtigste Sicherheitsaccessoire für Motorradfahrer:innen. Stellen Sie sicher, dass Sie einen gut passenden Helm wählen, der den Sicherheitsstandards entspricht.
- Motorradjacke: Eine Motorradjacke bietet Schutz für Ihren Oberkörper und Ihre Arme. Wählen Sie eine Jacke aus hochwertigem Material, das abriebfest ist und über integrierte Protektoren an Schultern und Ellbogen verfügt. Denken Sie auch an einen Rückenprotektor. Viele Motorradjacken haben keinen integrierten Rückenprotektor, jedoch eine dafür vorgesehene Tasche. Sollte diese nicht vorhanden sein, können Sie einen Rückenprotektor auch unter der Jacke tragen.
- Motorradhosen: Motorradhosen schützen Ihre Beine vor Verletzungen und können zusätzlichen Komfort bieten während der Fahrt, z.B. durch eine Polsterung am Gesäß. Suchen Sie nach Hosen mit verstärkten Knien und Hüften sowie integrierten Protektoren.
- Motorradstiefel: Motorradstiefel sind speziell dafür konzipiert, Ihre Füße und Knöchel im Fall eines Sturzes zu schützen. Sie sollten stabil, wasserdicht und rutschfest sein. Wählen Sie einen Stiefel mit guter Knöchelunterstützung und einer rutschfesten Sohle für einen sicheren Halt auf den Fußrasten. Sie können bei Motorradstiefeln zwischen unendlich vielen Varianten wählen, manche Stiefel sehen eher aus wie Sneaker und eignen sich hervorragend für eine Fahrt ins Büro oder zum Kaffeetrinken mit Freunden.
- Motorradhandschuhe: Einen Sturz wollen wir reflexartig mit den Händen abfangen. Häufig sind unsere Hände daher die ersten, die im Fall eines Unfalls den Asphalt berühren. Motorradhandschuhe bieten Schutz für Ihre Hände und Knöchel und verbessern Ihren Griff am Lenker. Achten Sie darauf, Handschuhe zu wählen, die sowohl Abriebfestigkeit als auch Bewegungsfreiheit bieten.
Die richtige Passform
Die richtige Passform ist entscheidend für Ihre Sicherheit und den Komfort auf Motorradtour, egal ob kurze Runde um den Block oder eine ausgedehnte Motorradreise. Nehmen Sie vor dem Einkauf Ihrer Motorradbekleidung am besten Ihre Maße, insbesondere von Brust, Taille, Hüften und (Innen-) Beinlänge. Speziell wenn Sie Ihre Motorradkleidung online einkaufen möchten, werden Ihnen Ihre Maße eine gezieltere Auswahl ermöglichen. Jeder Hersteller hat möglicherweise etwas unterschiedliche Größenstandards. Daher ist es hilfreich sich die Größentabellen jedes Herstellers, anzusehen, um sicherzustellen, dass Sie die richtige Größe bestellen.
Egal ob Sie online oder in einem Motorradfachhandel Ihre Motorradbekleidung einkaufen gehen, probieren Sie die Motorradbekleidung vor dem Kauf unbedingt an und machen Sie eine Sitzprobe auf Ihrem eigenen Motorrad damit. Je nach Sitzposition kneift und zwickt es bei jeder von uns ein bisschen woanders. Achten Sie also nicht nur auf den Stil, sondern auf die gesamte Passform in allen Positionen, den Komfort und die Bewegungsfreiheit.
Materialien und Schutzfunktionen
Die Materialien und Schutzfunktionen der Motorradbekleidung spielen ebenfalls eine wichtige Rolle für Ihre Sicherheit und Ihren Komfort. Leder ist ein beliebtes Material für Motorradbekleidung und ein Muss auf der Rennstrecke, aufgrund seiner hohen Abriebfestigkeit. Es bietet ausgezeichneten Schutz vor Verletzungen und sieht zudem stilvoll aus. Achten Sie darauf, dass das Leder dick und von guter Qualität ist. Textile Motorradbekleidung wird immer beliebter, da sie leichter und atmungsaktiver ist. Hochwertige Textilien wie Cordura bieten eine gute Abriebfestigkeit und sind oft mit wasserdichten und winddichten Eigenschaften ausgestattet. Gerade auf Motorradtour setzen viele Motorradfahrer:innen auf textile Motorradbekleidung, da es hier Jacken und Hosen gibt, mit herausnehmbarem Futter.
Suchen Sie nach Motorradbekleidung, die über integrierte Protektoren an den kritischen Stellen wie Schultern, Ellbogen, Knien und Rücken verfügt.
Wetterbeständigkeit
Die Wetterbeständigkeit Ihrer Motorradbekleidung ist wichtig, um bei verschiedenen Witterungsbedingungen geschützt zu bleiben. Wenn Sie vorhaben, auch bei Regen oder gar im Winter zu fahren, wählen Sie Motorradbekleidung mit wasserdichten Eigenschaften. Versiegelte Nähte und wasserdichte Reißverschlüsse halten Sie trocken, selbst bei starkem Regen. Für heiße Tage ist es wichtig, dass Ihre Motorradbekleidung über Belüftungssysteme verfügt, um eine gute Luftzirkulation zu ermöglichen.
Marken und Budget
Es gibt eine Vielzahl von Marken, die Motorradbekleidung anbieten. Bevor Sie sich für eine Marke entscheiden, sollten Sie Ihr Budget festlegen und das Preis-Leistungs-Verhältnis der Motorradbekleidung berücksichtigen.
Pflege und Wartung
Um die Langlebigkeit und Funktionalität Ihrer Motorradbekleidung zu gewährleisten, ist eine regelmäßige Pflege und Wartung erforderlich. Befolgen Sie die Reinigungsanweisungen des Herstellers, um Ihre Motorradbekleidung richtig zu reinigen. Vermeiden Sie aggressive Reinigungsmittel und achten Sie darauf, dass die Bekleidung vollständig trocken ist, bevor Sie sie lagern. Wenn Sie Lederbekleidung haben, ist es wichtig, sie regelmäßig zu pflegen. Textile Motorradbekleidung kann in der Regel in der Waschmaschine gereinigt werden. Achten Sie jedoch darauf, die Anweisungen des Herstellers zu befolgen und keine aggressiven Reinigungsmittel oder Weichspüler zu verwenden. Meist ist es die beste Lösung Ihre hochwertige textile Motorradkombi in eine professionelle Reinigung zu geben.
Weitere Tipps
Lesen Sie die Kundenbewertungen und Empfehlungen, um weitere Einblicke in die Qualität und Leistung der Motorradbekleidung zu erhalten. Wenn möglich, machen Sie eine Probefahrt mit Ihrer Motorradbekleidung, um sicherzustellen, dass sie Ihnen passt und sich angenehm anfühlt. Die Auswahl der perfekten Motorradbekleidung ist entscheidend für Ihre Sicherheit, Ihren Komfort und Ihren persönlichen Stil auf der Straße. Achten Sie auf die richtige Größe, hochwertige Materialien, Schutzfunktionen und Wetterbeständigkeit. Vergleichen Sie verschiedene Marken und lesen Sie Kundenbewertungen und Erfahrungsberichte, um die beste Wahl zu treffen. Pflege und warte deine Motorradbekleidung regelmäßig, um ihre Langlebigkeit zu gewährleisten.
Es gibt viele renommierte Marken, die Motorradbekleidung anbieten, wie z.B. Alpinestars, Büse, Modeka und Rukka. Befolgen Sie die Reinigungs- und Pflegeanweisungen des Herstellers. Überprüfen Sie immer das Rückgaberecht des jeweiligen Händlers, bevor Sie dort Motorradbekleidung kaust.
Tipps für unterwegs
Bei mehrtägigen Touren mit Gepäck (Koffer und Gepäckrolle) stellt sich die Frage, wie man mit Zwischenstopps umgeht. Wenn man eine Stadt unterwegs besichtigt oder Aussichtspunkte anfährt, kann man die Gepäckrolle nicht einfach auf dem Motorrad lassen.
Hier sind einige Tipps:
- Nehmen Sie die wertvollsten Gegenstände (Kamera, Laptop) im Rucksack mit.
- Lassen Sie alles andere am Motorrad und legen Sie zur Sicherheit einen GPS-Tracker in die Tasche mit den wichtigsten Sachen.
- Parken Sie das Motorrad an einem belebten Ort, so dass sich ein Dieb nicht unbeobachtet fühlen kann.
- Planen Sie keine Besichtigungen/Wanderungen etc., wenn Sie mit dem Motorrad unterwegs sind.
Es gibt auch die Möglichkeit, Helm, Jacke und Hose mit einem Fahrradschloss am Motorrad zu sichern, wenn Sie es länger unbeaufsichtigt lassen oder ein ungutes Gefühl haben. Abnehmbare Taschen sollten jedoch nicht alleine gelassen werden.
Stadtbesichtigungen, Museumsbesuche und dergleichen können ans Ende einer Tagesetappe geplant werden, wenn das Gepäck verstaut ist. Es ist oft unangenehm, in Motorradklamotten herumzuwandern.
Gebrauchte Motorräder
Die Auswahl an gebrauchten Motorrädern ist vielfältig. Trotz eines gewissen Risikos kann sich eine gebrauchte Maschine lohnen. Hier sind einige Aspekte, auf die Sie achten sollten, wenn Sie ein Motorrad gebraucht kaufen möchten.
Vorteile eines Gebrauchtkaufs
- Besonders für Fahranfänger und Wiedereinsteiger bietet sich ein Gebrauchtkauf an.
- Viele gebrauchte Motorräder sind nur wenige Jahre alt und haben deswegen geringe Laufleistungen.
- Sie sind oft in einem guten Pflegezustand.
- Vereinzelt kommen auch Notverkäufe vor, bei denen Käufer und Käuferinnen echte Schnäppchen machen können.
Zuverlässigkeit, Standfestigkeit und die zu erwartende Lebensdauer von modernen Motorrädern stellen heute technisch kein Problem mehr dar. Auch die Laufleistungen der meisten Großserienmaschinen sind je nach Motorbauart, Fahrweise und Pflege kein Grund, vom Gebrauchtkauf Abstand zu nehmen. 100.000 Kilometer und mehr sind für viele Maschinen durchaus realistisch, zumal sie vielfach auf Langstrecken ihre Kilometer gesammelt haben und somit nicht dem schädlichen Kurzstreckenverkehr ausgesetzt waren.
Modelle für Anfänger und Wiedereinsteiger
Einfache Massenmodelle bzw. Bestseller sind häufig günstiger zu bekommen und Anfängern eher zu empfehlen als ausgefallene Modelle. Zudem ist auch das Angebot umfangreicher und vielfältiger. Auch die Ersatzteil- und Zubehörbeschaffung ist für die beliebteren Modelle flächendeckender und umfangreicher als für weniger verkaufte Typen, was sich im Unterhalt finanziell lohnt.
Zu den gängigen und beliebten Modellen zählen zum Beispiel BMW R 1200 GS, Yamaha MT-07, Kawasaki Z 900, Kawasaki Z 650, KTM 390 Duke, KTM 790 Duke oder die Honda Africa Twin.
Worauf Sie beim Kauf achten müssen
Leichte Beschädigungen der Maschine oder individuelle Anpassungen sind bei einem Gebrauchtkauf wahrscheinlich. Deswegen sollte ein eingehender technischer Check des Motorrads den Erhaltungszustand offenlegen.
- Vergleichen Sie als Erstes die Fahrgestellnummer am Motorradrahmen mit der im Fahrzeugbrief.
- Lassen Sie sich nicht vom ersten Eindruck blenden: Zum Verkauf stehende Motorräder sind meist auf Hochglanz poliert. Betrachten Sie den Gesamtzustand kritisch und notieren Sie sich Schäden und Mängel.
- Undichtigkeiten an Motor, Kühlsystem, Kraftstoffanlage und Getriebe sind vor allem für die Umwelt schädlich und sollten möglichst schnell beseitigt werden. Gleichzeitig zeugen sie von einer gewissen Nachlässigkeit des Besitzers und können als Argument für eine Preissenkung dienen.
- Schleifspuren an den Lenkerenden, Schwingungsdämpfern und den Armaturen geben Hinweise auf Stürze. Eine Reparatur dieser Schäden ist oftmals nur durch den Austausch des Rahmens möglich, da daran nicht geschweißt werden darf. Bei einem verformten oder abgerissenen Lenkeranschlag ist vom Kauf abzuraten.
- Grobe Schleifspuren am Rahmen weisen auf einen Off-Road-Einsatz oder Unfälle hin. Wenn das Motorrad kein Geländemotorrad ist und trotzdem diese Spuren aufweist, ist ebenfalls von einem Kauf abzuraten.
- Umbauten: Klären Sie mit dem Verkäufer, welche Komponenten und Bauteile verändert oder umgebaut wurden, weshalb dies vorgenommen wurde und wie diese eingetragen bzw. zugelassen wurden. Hierfür sind die Fahrzeugpapiere (Zulassungsbescheinigung Teil I und Teil II) sowie alle Gutachten, Prüfberichte und die Allgemeine Betriebserlaubnis heranzuziehen.
- Nachträgliche Bearbeitung des Rahmens und/oder der Schwingen: Hier ist besondere Vorsicht ist geboten. Vereinzelt werden Flächen und Schweißnähte des Rahmens abgeschliffen und poliert. Dies lässt vielfach die Betriebserlaubnis erlöschen und kann Ihnen deswegen bei der nächsten Hauptuntersuchung Probleme bereiten.
- Nehmen Sie in jedem Fall die Sitzbank herunter, um auch hier den Pflegezustand der Maschine zu prüfen.
Je nach Alter des Motorrads sind Gebrauchtspuren unvermeidbar. Ist das Ergebnis der optischen Prüfung zufriedenstellend, deckt eine weitergehende Detailprüfung der verschiedenen Komponenten Mängel auf. Ein unschönes Erscheinungsbild, das nicht direkt auf weitere Schäden hinweist, sollte als Argument bei der Preisverhandlung genutzt werden. Über Kosten für die Beseitigung von optischen Mängeln (Lackierungen usw.) machen Sie sich am besten vor Vertragsabschluss bei entsprechenden Fachbetrieben kundig.
Bei Maschinen, die längere Zeit nicht bewegt und zudem für die Einlagerung bzw. Standzeit nicht vorbereitet wurden, sollten Sie folgende Komponenten prüfen:
- Kunststoff- und Gummiteile
- Lackierte oder durchgefärbte Verkleidungsteile
- Elektrische Anlage inkl. Batterie
- Kraftstofftank und Kraftstoffleitungen
- Bremsanlage, besonders die Bremszangen und -kolben
Welcher Preis ist angemessen?
Bei dem vielfältigen Motorradgebrauchtangebot fallen oft besonders niedrige oder auch hohe Preise auf. Die Frage, welcher Preis für welche Maschine angemessen ist, kann nur nach eingehender Prüfung vor Ort und einer Probefahrt beurteilt werden. Für eine erste Orientierung sind professionelle Preisnotierungen verfügbar. Die Online-Preis- bzw. Wertermittlung ist aber überwiegend kostenpflichtig.
Die Gebrauchtpreiskalkulationen sind nicht verbindlich, sondern stellen nur eine Orientierungshilfe dar. Sie sind Mittelwerte, die aus den regional unterschiedlichen Preisen errechnet wurden. Es gibt oft große Preisunterschiede zwischen Ballungszentren und ländlichen Regionen.
Die Preise beziehen sich grundsätzlich auf unfallfreie, betriebs- und verkehrssichere Serienmotorräder mit einem durchschnittlichen, der angegebenen Gesamtfahrleistung und dem Alter entsprechenden Erhaltungszustand. Die nächste Hauptuntersuchung der Motorräder steht frühestens in einem Jahr an. Auch die Bereifung ist höchstens zu 20 Prozent abgenutzt.
Wichtige Fragen an den Verkäufer
Um unnötige Ausflüge zu vermeiden, können klare Fragen und deren ehrliche Beantwortung vorab die Entscheidungsfindung erleichtern. Widersprüchliche Aussagen unbedingt ansprechen und Unklarheiten beseitigen. Zudem ist es ratsam, die Angaben zu der Maschine in der Online-Anzeige inklusive aller Bilder abzuspeichern. Diese dienen als Grundlage für die Produktbeschreibung im Kaufvertrag.
Diese Fragen sollten Sie stellen:
- Ist der Verkäufer der Eigentümer oder der Besitzer?
- Wie lautet die genaue Modellbezeichnung? Um welches Baujahr und welche Leistungsvariante handelt es sich?
- Stammt das Motorrad ursprünglich von einem offiziellen Importeur, einem Re- oder Parallelimporteur?
- Wann wurde das Motorrad erstmalig zugelassen?
- Wie hoch ist die tatsächliche Kilometerleistung? Stimmt sie mit dem Tachostand überein?
- Wurden die regelmäßig fälligen Inspektionen von einer Fachwerkstatt durchgeführt?
- Wie viele Vorbesitzer hatte das Motorrad bereits?
- Ist das Motorrad unfallfrei?
- Welche Ausstattung hat das Motorrad ab Werk?
- Wurden Komponenten des Motorrades überholt oder ersetzt?
- Sind alle Bauteile original oder wurden Fremdteile bzw. Fremdzubehör montiert? Wurde die Maschine grundlegend umgebaut?
- Wann wurde das Motorrad zuletzt gefahren? Wenn es abgemeldet oder außer Betrieb gesetzt wurde: Wie lange ist das Fahrzeug bereits abgemeldet?
- Ist eine Probefahrt möglich?
- Werden sonstige Zubehörteile mit angeboten? In welchem Zustand sind diese?
Wenn die Beantwortung dieser Fragen einen vertrauenswürdigen Eindruck hinterlässt und die Fahrzeugeigenschaften den Wünschen entsprechen, sollten Sie einen Termin für Besichtigung und Probefahrt vereinbaren.
Weitere Tipps für Fahranfänger
- Fahranfänger oder Biker, die länger nicht gefahren sind, interessieren sich häufig für gebrauchte Motorräder - am besten natürlich in gepflegtem Zustand, mit geringer Kilometerzahl und zu einem guten Preis.
- Wollen Sie im Frühjahr und Sommer mit Ihrem Motorrad auf Tour gehen, machen Sie sich am besten schon im Winter auf die Suche nach Ihrem Lieblingsmodell. In den Wintermonaten sind gebrauchte Fahrzeuge zudem oft günstiger als im Frühjahr.
- Früher galt ein Motorrad mit einer Laufleistung von 40.000 Kilometern als überholungsbedürftig. Das sieht heute anders aus. Gebrauchte Motorräder mit mehr als 100.000 Kilometern Laufleistung sind heute nicht selten. Achten Sie deshalb nicht nur auf die Laufleistung.
- Haben Sie ein interessantes gebrauchtes Motorrad gefunden, vereinbaren Sie mit dem Verkäufer einen Besichtigungstermin. Dort sollten Sie das Motorrad zunächst genau unter die Lupe nehmen. Fragen Sie am besten einen Motorrad-Kenner Ihres Vertrauens, ob er sie zu dem Termin begleitet- dann entgehen Ihnen auch keine Details.
- Denken Sie daran, dass gängige Modelle wie eine BMW R 1200 GS oder Kawasaki Z 900 häufiger zu finden sind als ausgefallene Typen wie zum Beispiel eine Indian Roadmaster.
- Als Einsteiger achten Sie darauf, dass das Motorrad zu Ihrer Körpergröße und -proportion passt. Das bedeutet: Sie sollten aufrecht auf dem Zweirad sitzen und den Boden mit beiden Fersen berühren können.
Zusammenfassung
Das Einkaufen mit dem Motorrad erfordert etwas Planung und die richtige Ausrüstung. Mit den richtigen Packtaschen, einem bequemen Rucksack und der passenden Motorradbekleidung können Sie Ihre Einkäufe sicher und komfortabel erledigen. Achten Sie auf die Sicherheit und den Schutz Ihrer Waren und planen Sie Ihre Route sorgfältig, um unnötige Umwege zu vermeiden.
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