Rennrad Shimano 105: Test und umfassende Kaufberatung

Genau wie im Mountainbike-Bereich gibt es auch bei Rennrädern, Cyclocrossern und Gravelbikes diverse Qualitätsunterschiede zwischen den Schaltgruppen, die an den Bikes verwendet werden. Auch für Rennräder werden sehr günstige Schaltgruppen angeboten. Aufgrund des rein sportlichen Einsatzbereiches von Rennrädern empfehlen wir allerdings nicht unter einer Shimano Tiagra einzusteigen und gehen deshalb auch nicht genauer auf die Gruppen darunter ein.

Die Rangordnung der Shimano Schaltgruppen

Der Einsteiger-Bereich startet bei der Tiagra-Gruppe. Die hochwertigste Gruppe, Shimano Dura Ace, wird von den besten Teams der Welt bei den härtesten Rennen gefahren. Egal ob von der gemütlichen Wochenendausfahrt oder den anspruchsvollsten Einsatz, von Shimano gibt es eine passende Gruppe für jeden Bedarf.

Der Name gibt also die Information über die Qualitätsstufe der Gruppe. Die Nummer hinter dem Namen indexiert die Generation der Gruppe. Beispielsweise ist die 105 R7000 die neueste Iteration der 105er und ihr Vorgänger war die R5700.

Generelle Unterschiede zwischen den Schaltgruppen

Von Gruppe zu Gruppe werden hochwertigere Materialien und genauere Fertigungstoleranzen verwendet. Das bedeutet, dass die hochwertigen Gruppen aufwändiger zu fertigen sind und die hochwertigen Materialien zusammen mit dem größeren Herstellungsaufwand einen höheren Preis, allerdings auch eine genauere Schaltperformance und geringeres Gewicht erzeugen. Beispielsweise wiegt eine 11-28 Zähne Kassette der Dura Ace Gruppe 193g und eine 105er Kassette mit gleicher Abstufung 284g. Dieser Gewichtsvorteil wird durch einen Carbon Ritzelträger und Titanritzel erzielt. Die 105er Kassette ist damit also knapp 50% schwerer als die Dura Ace Kassette, allerdings auch ca. 80% günstiger.

Shimano Tiagra R4700

Wie oben bereits erwähnt, ist die Tiagra Gruppe an Einsteiger gerichtet und bietet einen günstigen Preis mit guter Funktionalität, allerdings leichten Abstrichen in puncto Gangauswahl und Ergonomie. Tiagra verfügt über eine Kurbel mit zwei oder drei Kettenblättern, obwohl eine dreifach Kurbel im Rennrad Bereich recht selten anzutreffen ist, und einer 10-Fach Kassette. Seit der 4700er Serie ist die Tiagra auch mit hydraulischen Scheibenbremsen erhältlich. Die Brems-Schalthebel sind in ihrer Form sehr ähnlich zur aktuellen 105er und Ultegra. Die Felgenbremshebel unterscheiden sich hingegen stark von der Ergonomie der neuesten Hebel.

Die Auswahl an Übersetzungen der Kassette sind recht eingeschränkt im Vergleich zu den hochwertigeren Gruppen.

Shimano 105 R7000

Bei jeder neuen Generation der 105er schreiben die Fachzeitschriften “die 105er ist näher an Ultegra als je zuvor” und es stimmt. Die R7000 Ist fast identisch zur Ultegra was die Ergonomie und Übersetzungen angeht. Die Brems-Schaltgriffe gibt es sogar in einer kleineren Version für Fahrer*innen mit kleinen Händen.

Wie auch die mechanischen Ultegra und Dura Ace, gibt es auch die 105er Gruppe nur noch mit zweifach Kurbeln und 11 Ritzeln an der Kassette. Die Übersetzungsbandbreite wird über die Kettenblätter (Standard 53-39, Semi-Compact 52-36 oder Compact mit 50-34 Zähnen) und die Kassette erzeugt, die es mit einer maximalen Zähnezahl von 25 bis 34 Zähnen gibt.

Shimano Ultegra R8000

Jetzt kommen zum ersten mal in der Gruppenreihenfolge Leichtbaukomponenten und besonders hochwertige Materialien zum Einsatz. Das bedeutet zum einen Gewichtsersparnis und etwas genauere Schaltvorgänge sowie ein präziseres Schaltgefühl. Sowohl die Kette als auch die Kassette bekommen eine spezielle Beschichtung, die für schnellere Schaltvorgänge sorgt. Insgesamt sorgen viele Anpassungen im Detail für ein spürbar besseres Schaltverhalten und geringeres Gewicht gegenüber der 105er Gruppe.

Shimano Dura Ace R9100

Carbon, Titan und ein unvergleichliches Finish. Die Dura Ace ist als Top Gruppe bis ins letzte Detail entwickelt und definitiv an die Rennfahrer und absoluten Enthusiasten gerichtet. Hier geht es darum, die letzten Gramm Gewichtsersparnis herauszukitzeln und weniger um eine Verbesserung der hervorragenden Schaltperformance der Ultegra.

Shimano Di2 Ultegra 8100 und Dura Ace 9200

Mit dem 12. Ritzel, neuen Schaltungstechnologien und verbesserter Bremsperformance sitzen die Ultegra und Dura Ace Di2 Gruppen an der Spitze der Rennrad Gruppen von Shimano. Das zusätzliche Ritzel an der Kassette wurde schlau integriert und sorgt für eine besonders feine Abstufung bei fast jeder Geschwindigkeit. Die Hyperglide+ Technologie aus den neuesten MTB Gruppen wurde in die neuesten Di2 Gruppen adaptiert und macht Schaltvorgänge geschmeidiger und schneller. Die größte Neuerung neben dem 12. Ritzel ist die kabellose Übertragung von Schaltbefehlen der Bremsschalthebeln.

Shimano 105 Di2 im Dauertest

Shimanos 105 Di2 erfreut sich wachsender Beliebtheit im Segment der günstigen, elektronischen Schaltungen. Nach über 6000 Testkilometern mit Shimanos 105 Di2 urteilte einer von zwei Testfahrern: "Bei der 105 fragt man sich, warum man überhaupt mehr Geld für eine Dura-Ace oder Ultegra ausgeben sollte ..." In der Praxis sind die Unterschiede zu den darüber angesiedelten, höherpreisigen Elektro-Gruppen der Japaner tatsächlich kaum spürbar.

Ergonomie und Bedienung

Die Hebel liegen angenehm in der Hand, die Ergonomie ist identisch, ebenso die Größe der Schalttasten, die auch gut mit Winterhandschuhen zu bedienen sind.

Schaltperformance

Die Gänge wechseln knackig und präzise, auch wenn der 105 Di2-Umwerfer für den Kettenblattwechsel einen Wimpernschlag länger benötigt als die Pendants von Dura-Ace und Ultegra. Dennoch: Gegenüber mechanischen Antrieben sind die elektronischen Gangwechsel einer 105 Di2 eine Offenbarung - vor allem unter Vollast.

Bremsen

Auch die Bremsen überzeugen: Sie verzögern mit geringer Handkraft, sehr gut dosierbar und auf Wunsch kraftvoll - quietschen bei Nässe allerdings gerne empört.

Unterschiede im Detail

Unterschiede zwischen den Gruppen finden sich im Detail: Die STIs der 105 Di2 verzichten auf die zusätzlichen Schalttasten auf den Höckern der Hebel, mit denen man bei Dura-Ace und Ultegra schalten, aber auch den Radcomputer bedienen kann. Und die 105 setzt auf andere Materialien, was sich auch im Gewicht niederschlägt: mehr Alu und Stahl, weniger Carbon und Titan.

Haltbarkeit

Vom Umwerferdefekt abgesehen, gefiel Shimanos 105 Di2 mit guter Haltbarkeit: Nach 6000 Testkilometern war beispielsweise die Kette noch nicht verschlissen - das ROADBIKE-Werkstattpersonal prüfte mehrfach und konnte es selbst kaum glauben. Auch die Bremsbeläge sind noch in Ordnung, selbst wenn ein Tausch näher rückt.

Shimano 105: Wie ein Uhrwerk (Mechanische Version)

Zuverlässige Technik, einwandfreies Schaltverhalten, Top-Ergonomie: Mit der 105-Gruppe bietet Shimano eine preiswerte Alternative zu teurer Elektronik. Die rein mechanisch betätigte Kettenschaltung am Rennrad hat auch im Zeitalter elektronisch angetriebener Schaltwerke und Umwerfer noch eine Menge Fans.

Mit zwölf Ritzeln am Hinterrad bietet sie ein Gängespektrum, das bislang deutlich höherpreisigen Rädern vorbehalten und fast flächendeckend von Elektroschaltungen geprägt ist.

Knackpunkt Zugführung

Neu an der Gruppe sind genau genommen nur wenige Teile: Schalthebel, Schaltwerk und Umwerfer. Antrieb und Bremsen entsprechen der 2022 vorgestellten 105 Di2, die als elektronisch betätigter Zwilling im Shimano-Portfolio bleibt.

Kabel und Leitungen verlaufen heute auch bei preiswerten Rennrädern fast ausschließlich an oder im Cockpit und von dort direkt in den Rahmen. Solche verwinkelten Leitungsführungen können die Funktion von Bowdenzügen aber erfahrungsgemäß stark beeinträchtigen.

Ergonomie der Shimano 105

In Sachen Ergonomie sind die neuen Hebel der 105 der Konkurrenz weit überlegen. Die Hände finden eine üppige Auflagefläche auf den Griffgummis; gleichzeitig sind die Griffkörper schlank genug, damit auch kleine Hände sie gut umgreifen können. Zwischen Hebel und Lenker ist am oberen Ende viel Platz und im Wiegetritt stört keine Kante; weiter unten nähert sich der Bremshebel schwungvoll dem Unterlenker und auch kurze Finger können ihn dort gut fassen.

Schnelle und präzise Gangwechsel

Mit den zur Seite leicht ausgestellten Hebeln können auch mehrere Gänge gleichzeitig gewechselt werden, ohne sich groß die Hände zu verrenken. Vor allem das Schaltverhalten des vorderen Umwerfers finden wir im positiven Sinne bemerkenswert: Beim Wechsel aufs große Kettenblatt muss zunächst ein angenehm definierter Widerstand überwunden werden - danach geht alles rasend schnell und die Kette rastet in Sekundenbruchteilen sauber auf dem benachbarten Blatt ein.

Die Gänge hinten wechseln etwas weniger definiert, aber, wie von Shimano gewohnt, geschmeidig und tadellos - zumindest, sofern die korrekte Kassette montiert ist. Für die mechanische Variante musste Shimano die 105-Kassette gegenüber der Di2-Version leicht anpassen, erkennbar ist sie an der Bezeichnung R7101 (statt R7100).

Shimano 105: Reibung

Die angesprochene Leitungsintegration scheint für die mechanische Shimano 105 indes kein Problem darzustellen. Die Bedienkräfte sind bei allen niedrig und auch die sensible Schaltung hinten arbeitet über alle zwölf Ritzel präzise und ohne Verzögerungen.

Auch reibungsarm beschichtete Innenzüge sind bei der neuen 105 nicht mehr notwendig. Sie arbeitet mit den mitgelieferten einfachen, unbeschichteten Zügen völlig fehlerfrei. Eine geänderte Zugführung am Schaltwerk, an dem der Zug jetzt einen größeren Bogen beschreibt, scheint die Verluste wieder aufzufangen.

Shimano 105: Starke Leistung, hohes Gewicht

Die Gruppe bringt ansonsten alle Stärken und Schwächen mit, die auch für die Di2-Variante gelten. Kräftige und sehr gut dosierbare Scheibenbremsen sowie ein gutes Verschleißverhalten verbucht sie auf der Habenseite. Die Kette ist von der Mountainbike-Gruppe SLX entliehen und als haltbar und preiswert bekannt, ebenso wie die große 11-36-Kassette. Ankreiden könnte man ihr das vergleichsweise hohe Gewicht, denn gegenüber der Vorgängerin sind fast alle Teile ein wenig schwerer geworden.

Rennrad-Kaufberatung: Die Grundlagen

Am Anfang solltest du dir über ein paar Dinge klarwerden. Fahrtechnik, Konditionslevel, Vorliebe für bestimmte Strecken und vor allem die Frage, welchen Zwecke dein neues Rennrad erfüllen soll. So lässt sich die Auswahl schon am Anfang stets verkleinern.

Was macht ein Rennrad aus?

  • Leichter Rahmen: Alle Rennräder haben im Vergleich zu anderen Fahrradtypen einen recht leichten Rahmen.
  • Schmale Reifen: Rennradreifen haben typischerweise eine Breite zwischen 23 mm und 25 mm, bei komfortablen Reifen für lange Touren auch mal bei 28 mm.
  • Keine Federung: Im Gegensatz zu Mountainbikes verzichten Rennräder in der Regel auf jegliche Federung.
  • Mehrere Gänge: In der Regel verfügen Rennräder über zwei Kettenblätter vorne und bis zu 11 Gänge in der hinteren Kassette, insgesamt also 22 Gänge.

Typenfrage: Welches Rennrad ist das richtige?

Die Vielfalt an Rennradtypen ist groß - schließlich muss für jede Fahrweise und jedes Terrain ein spezieller Rahmen her. Es gibt Aero-Bikes für flache Strecken, leichtgewichtige Rennräder für hügelige Strecken, Endurance Bikes für die Langstrecke sowie „All-Road“ und Freizeit-/Fitnessbikes, die mehr auf Spaß ausgelegt sind. Nachfolgend beschreiben wir im Detail, was die einzelnen Typen auszeichnet und für wen sie geeignet sind.

Aero-Bikes

Aero-Bikes stehen für ein Ziel - Höchstgeschwindigkeit! Hier geht es weniger um Gewicht und Komfort, sondern einzig und allein darum, mit einer möglichst aerodynamischen Form den Wind hinter sich zu lassen und dabei Energie zu sparen.

Die größten Unterscheidungsmerkmale der Aero-Rennräder sind die dickeren Rahmen-Rohre sowie die totale Integration der einzelnen Rahmenkomponenten und die Felgen. Die Rahmengeometrie verlangt eine aggressivere Sitzposition, der Radstand ist relativ kurz und das Steuerohr ist recht kurz.

Endurance-Rennrad

Endurance- oder Langstreckenrennräder werden dank ihrer entspannten Geometrie, dem stabilem Fahrverhalten und hohem Komfort immer beliebter. Dafür sorgen der längere Radstand und das höhere Steuerrohr, die aufrechtere Sitzposition und in letzter Zeit auch die Ausstattung mit Scheibenbremsen.

Klassisches Rennrad (ultraleichtes Rennrad)

Die „klassischen“ Rennräder sind die Lieblingsräder der Profis, wenn es um den Erfolg in der Gesamtwertung geht oder Bergetappen anstehen. Sie zeichnen sich durch einen ultraleichten Rahmen aus, der sich extrem agil und schnell durch kurvige Strecken manövrieren lässt.

Gravel Bikes & Touring Bikes (All Road Bikes)

Gravel Bikes sind der neueste Trend in der Rennradwelt und eignen sich für jede Art von Terrain. Ermöglicht wird das durch einen widerstandsfähigen und flexiblen Rahmen, der außerdem eine solide Performance auf der Straße ermöglicht. Touring Bikes sind noch ein Stück weit weniger auf Performance fokussiert und legen besonderen Wert auf Stabilität, Komfort und Langlebigkeit.

Fitness-Rennrad

Zweckmäßigkeit und Komfort sind die beiden wichtigsten Faktoren des Fitness-Rennrads, was hauptsächlich für den Freizeit- und Trainingsgebrauch gedacht ist. Einsteiger sind damit bestens versorgt und kommen schnell von A nach B.

Budget: Wie investiere ich mein Geld am besten?

Bei der Frage "Welches Rennrad kaufe ich?" ist das liebe Geld auch beim Rennrad der wichtigste Faktor, wenn es um die Qualität und Performance geht. Die Preisspanne ist enorm und reicht von Fitnessbikes ab 300€ bis hin zu High-Tech-Profirennrädern jenseits der 10.000€.

Auch in den unteren Preisklassen finden sich solide Bikes, die deinen Ansprüchen genügen werden. In den meisten Fällen bekommst du aber für mehr Geld ein Bike mit weniger Gewicht, höherer Steifigkeit, besseren Antriebskomponenten sowie robusterem und komfortableren Rahmen.

Preisklassen und Ausstattung

Nachfolgend findest du eine Einteilung der unterschiedlichen Preisklassen beim Rennrad und welche Ausstattung du für dein Budget erwarten darfst.

Rennräder bis 750€

In dieser Preisklasse richten sich Rennräder meistens an Freizeit-Athleten, die besonders hohen Wert auf Langlebigkeit und Vielseitigkeit legen. Daher haben die meisten Bikes eine Kassette mit 8 bis 9 Gängen und zwei bis drei Kettenblättern vorne, was gutmütige Übersetzungsverhältnisse und 16 bis 27 Gänge bietet. Der Rahmen ist meist aus Aluminium oder Stahl, die Gabel kann auch schon mal aus Carbon sein. Die Laufräder und Reifen sind eher robust und schwer und lassen sich bei Bedarf nach mehr Performance einfach upgraden.

Rennräder bis 1.500€

Die wichtigste Entscheidung in diesem Preisbereich ist die Frage ob Aluminium oder Carbon. Denn bis 1.500€ findet man bei vielen Herstellern bereits Bikes mit Carbonrahmen für Einsteiger. Beide Materialien erlauben steife, komfortable Rahmen die sich in Sachen Gewicht nicht zu sehr unterscheiden. Obwohl es natürlich bei den einzelnen Herstellern Unterschiede gibt, raten wir euch dazu, High-End-Aluminium-Rahmen dem Carbonrahmen vorzuziehen. Großer Vorteil dabei: Durch die Einsparung beim Rahmen haben die Alu-Modelle bessere Komponenten fürs Geld zu bieten.

Rennräder bis 3.000€

In dieser Preisklasse sind wir definitiv im Leistungsbereich angelangt. Das Gewicht der Biker hier nimmt quasi mit jedem Euro ab, die Schaltgruppen werden hochwertiger und es werden immer höhere Geschwindigkeiten möglich. Performance Features wie aerodynamische Rohrprofile und Renngeometrie findet man genauso wie mehr Komfort bei Langstrecken-Bikes.

Eine 11er Kassette mit einer Zweifach-Kettengarnitur vorn ist der gängige Standard in diesem Bereich. Als Gruppen findet man häufig die SRAM Rival oder die Shimano Dauerbrenner 105 oder Ultegra. Der Rahmen ist häufig aus Carbon, genauso wie die Gabel und wenn du ein echtes Schnäppchen erwischst auch die Laufräder. Die Reifen werden geschmeidiger und haben geringeren Rollwiderstand.

Rennräder bis 4.500€

Jetzt kommen wir langsam zu den Profibikes. In diesem Bereich muss man schon sehr viel Pech und schlechtes Karma haben, um eine Gurke zu erwischen - um die 4.000€ gibt es eigentlich nur noch High-Tech vom Feinsten. Hier dreht sich jetzt alles um den bevorzugten Typ Rennrad - Aero, klassisch oder Endurance.

Unabhängig davon ist es das selbe Spiel wie in der vorangegangenen Kategorie: Das Gewicht fällt, Ausstattung wird besser und die Laufräder werden aerodynamischer. Die Kombination 11er Kassette und Zweier-Kurbel ist Standard, Gruppen sind von SRAM die Rival, Force und Red, von Shimano die Ultegra und Dura-Ace oder von Campagnolo die Potenza und die Chorus. Auch elektrische Schaltungen von Shimano kann man in diesem Bereich bereits finden. Das vorherrschende Material für Rahmen, Gabel und Laufräder ist hochwertiges Carbon.

Rennräder ab 4.500€

Rennräder ab 4.500€, oder auch „Sky is the Limit“ - generelle Unterschiede in Sachen Performance sind hier nur noch schwer auszumachen und steht häufig in keiner Relation zum damit in Verbindung stehen dem Preis. Hier dreht sich alles um persönliche Präferenz, High-Tech-Spielereien und die letzten Gramm Gewicht.

Wer das Geld auf dem Konto hat, kann sich auf feinste Carbonrahmen und -gabeln freuen, eine wenn gewünscht elektrische Schaltung wie SRAM Red eTap, Shimano Ultegra Di2 oder Dura-Ace Di2 und federleichte Laufräder mit Aero-Design. Wer über 10.000€ für sein Rennrad-Replika eines Profis ausgeben möchte, ist hier genau richtig.

Der Rennrad-Rahmen: Welches Material bringt es am meisten?

Das Rahmenmaterial bei Rennrädern beschränkt sich heutzutage auf Carbon, Aluminium, Titan, Stahl oder eben eine Kombination derer. Jedes hat seine Stärken und Schwächen, die sich vor allem in den Bereichen Preis, Komfort, Gewicht und Fahrgefühl äußern.

Carbonrahmen

Durch verbesserte und vor allem günstigere Herstellungsprozesse ist Carbon heute neben Aluminium das gängigste Material für Rennräder. Die Kohlenstoff-Fasern lassen sich durch ihren direktionalen Aufbau leicht und sauber verarbeiten und formen, sodass Entwickler mit verschiedenen Rohrdurchmessern experimentieren können und so Stück für Stück die beste Balance aus Steifigkeit, Gewicht und Aerodynamik finden. Carbon dominiert das Verhältnis Gewicht zu Steifigkeit und ist deswegen im Profibereich der etablierte Standard.

Einziger Haken beim Carbon? Sobald der Rahmen beschädigt ist, d.h. er gerissen ist bzw. einen Sprung hat, ist die Integrität, also der Zusammenhalt des Carbons im Eimer und der Carbonrahmen muss komplett ersetzt werden.

Aluminiumrahmen

Aluminium bietet im Grunde die gleichen Vorzüge wie Carbon: leicht, steif und einfach zu bearbeiten, noch kostengünstiger als Carbon, weswegen Alurahmen stets billiger sind. Der größte Pluspunkt ist die herausragende Kraftübertragung, die durch die Steifigkeit des Aluminiums möglich wird. Auf der anderen Seite steht dann aber ein relativ unnachgiebiger Rahmen, der zudem auf lange Sicht an Steifigkeit verlieren wird wenn das Material Ermüdungserscheinungen zeigt.

Titanrahmen

Durch den Siegeszug des Carbons sind Titanrahmen immer seltener geworden, machen aber in Form von Custom-Anfertigungen gerade ein Comeback. Das relativ leichte und sehr widerstandsfähige Material korrodiert nicht wie Stahl.

Vergleich: Shimano 105 Di2 vs. Ultegra Di2 vs. SRAM Rival eTap AXS

Die folgende Tabelle zeigt einen Gewichtsvergleich der Shimano 105 Di2, Shimano Ultegra Di2 und SRAM Rival eTap AXS Schaltgruppen:

Schaltgruppe Gewicht
Shimano 105 Di2 [Gewicht der Shimano 105 Di2]
Shimano Ultegra Di2 [Gewicht der Shimano Ultegra Di2]
SRAM Rival eTap AXS [Gewicht der SRAM Rival eTap AXS]

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