„E-Motocross oder Elektro Enduro? So etwas gibt es?“ Ja, das tut es. Nach den E-Rollern kamen langsam aber sicher E Motorräder auf den Markt und jetzt existieren tatsächlich auch Elektro Motocross Maschinen. Wir stellen euch die Hipster auf dem Elektromarkt in Sachen Enduro oder Cross vor. Solche, die es schon zu kaufen gibt und die die noch kommen.
Was ist der Unterschied zwischen E Enduro und Cross?
Von der Ausstattung her sind beide Fahrzeuge ähnlich: Lange Stoßdämpfer, hohe Schutzbleche und natürlich Crossbereifung. Oftmals haben Crossmotorräder keine Straßenzulassung, weil sie nur für das Gelände für Crosstraining gemacht sind.
Marktübersicht und neue Trends
Der Automobilmarkt ist in Bewegung, es gibt keinen etablierten Hersteller, der nicht gleich mehrere Elektromodelle im Portfolio hätte. Wie aber sieht es bei den Zweirädern aus, vor allem den Motorrädern über 50 Kubik? Sind es auch auf diesem Sektor der Elektromobilität die Chinesen, die die etablierten Hersteller aus Japan, Deutschland, England oder Italien unter Druck setzen? Und welche originären Elektro-Motorrad-Marken gibt es eigentlich? Eine Marktübersicht.
„Die Zahlen, die der europäische Motorradverband herausgeben hat, weisen für alle Zweiräder über 50 Kubik, egal ob mit Verbrenner oder mit Elektroantrieb, für 2021 eine leichte Steigerung von 3 Prozent aus“, sagt Werner Hagstotz. „Ganz anders aber sieht es aus, wenn man nur die Elektrobikes nimmt. Die Zahl, 23.000 Stück, mag zwar absolut gesehen noch klein sein, aber der Zuwachs liegt hier gegenüber 2020 gar bei starken 28 Prozent!“
Und auch der Markt der elektrisch betriebenen Roller à la Vespa boome. Statt mit dem Auto mit dem elektrischen Roller zur Arbeit zu fahren, das sei für viele heute nicht nur ein Statement in Sachen Umweltschutz, sondern spare vor allem Geld, nicht nur angesichts der aktuellen Spritpreise, so der Professor für Markt- und Meinungsforschung, dessen Institut etliche größere Motorrad- und Automobilhersteller berät.
Michael Lenzen hat beobachtet, „dass wir an der Schwelle stehen, wo sich kein Hersteller größerer Hubraum-Klassen dem Thema Elektromobilität verschließen kann. Und selbst ein Mann wie KTM-Boss Stefan Pierer, eigentlich ein Verfechter des Verbrenners, sagt, dass Elektro durchaus sinnvoll sein könne - wenn auch für ihn bisher nur bei kleineren Hubräumen.“ Vor allem aber sind es die chinesischen Hersteller, die das Vorstandsmitglied des Bundesverbands der Motorradfahrer (BVDM) als Wegbereiter der Elektromobilität auf zwei Rädern sieht: „Unter anderem Voge, eine Marke, die bereits eine Reihe von verbrennergetriebenen Bikes auf dem deutschen Markt anbietet, arbeitet mit Nachdruck an einem Elektro-Bike, das natürlich auch nach Deutschland kommen wird.“
Was die Chinesen zum starken Herausforderer der ohnehin noch nur im stillen Kämmerlein vor sich hin experimentierenden Platzhirsche von BMW bis Yamaha macht, ist die Kombination aus günstigem Preis und guter Qualität, die man mittlerweile erreicht hat. „Die Zeiten, in denen aus China ausschließlich extrem preisgünstige, aber auch minderwertige Roller für den Baumarkt kommen, sind vorbei“, so Lenzen. Heute setze man bei Voge und den weiteren in Deutschland verfügbaren China-Marken wie Zontes, CF Moto oder Alrendo auf Qualitätszulieferer von Bosch, die Brembo-Tochter Bybre oder bei Reifen auf Produkte europäischer Hersteller.
Auch Hagstotz ist überzeugt von der chinesischen Vorreiterrolle. „Nicht nur bei den Motorrädern, sondern bei der Elektromobilität per se haben die Chinesen eine sehr hohe Lernkurve erreicht. Kein Wunder, schließlich hat man im Prinzip bereits Hunderttausende von elektrisch betriebenen Zweirädern gebaut.“ Und da mittlerweile auch das Design der China-Bikes stimme, lernten interessierte deutsche Kundinnen und Kunden, dass Elektromobilität auf zwei Rädern nicht nur gut funktioniere, sondern vor allem keine 30.000 Euro kosten müsse, so der Experte. „Auch für 6000 oder 7000 Euro bekommt man heute ein vernünftiges E-Bike oder für 4000 Euro einen guten E-Roller.“
Bekannte Hersteller und ihre Modelle
30.000 Euro - etwa so viel kostet die Live Wire, das bisher einzige Elektromotorrad von Harley-Davidson, gleichzeitig eines der wenigen überhaupt, das etablierte Hersteller bisher anbieten. Wobei das so nicht ganz richtig ist. Denn etabliert ist längst auch Zero, eine US-Marke, deren Portfolio mittlerweile neun verschiedene Modelle, vom Sportler über das Naked Bike bis zur Enduro, umfasst. Größter Unterschied zu traditionsreichen, jahrzehntealten Marken wie BMW, Ducati, Honda oder KTM ist, dass Zero gerade einmal seit 2007 existiert und schon immer ausschließlich auf Elektromobilität gesetzt hat. Trotz dieser kurzen Zeitspanne hat man eine Reife erlangt, die Zero nicht unverdient zum Marktführer gemacht hat. Allerdings sind auch Zero-Bikes alles andere als ein Schnäppchen. Zwischen 13.500 und deutlich über 21.000 Euro liegt hier der Preis, je nach Modell und Akkukonfiguration.
So exklusiv ist bisher das Angebot bei den Elektromotorrädern, dass das Fachmagazin „Motorrad“ im vergangenen Jahr den italienischen Hersteller Energica, wie Zero seit rund einem Jahrzehnt mit der serienmäßigen Produktion von E-Bikes befasst, als einen der „übriggebliebenen Pioniere der E-Mobilität auf zwei Rädern“ bezeichnete. Ebenso wie bei Zero und Harley-Davidson steht bei Energica oder auch bei der finnischen Marke Verge der Preis einer weiteren Verbreitung entgegen. Unter 20.000 Euro geht hier nichts. Deutlich günstiger ist mit 11.200 Euro zwar das schon seit einigen Jahren von KTM angebotene Modell Freeride E-XC. Die reinrassige, leichtgewichtige Enduro ist mit nur „90 Minuten Fahrspaß“, so KTM, aber wohl nur als Sportgerät nutzbar.
Die Frage, was eigentlich die Japaner in Sachen elektromobiler Motorräder machen, hat „Motorrad“ im vergangenen Jahr so beantwortet: „Die Erfahrung zeigt: Die riesigen japanischen Konzerne brauchen öfter lange, bis etwas Neues kommt, dann aber mit der Konsequenz einer Planierraupe.“ Es wird also wohl Elektro-Bikes geben von Honda, Kawasaki, Suzuki oder Yamaha, wann aber ist noch offen.
Noch sind es vor allem kleine bis sehr kleine Start-ups, die sich neben den Chinesen, Zero, Energica, Verge und Harley-Davidson dem Thema Elektromotorrad widmen. „Die schwedische Firma Regent Motorcycles etwa bietet mit dem vielversprechend betitelten Modell No. 1 für 12.495 Euro einen puristischen Nachbau der SR 500 an. Jener ikonischen Einzylindermaschine von Yamaha, die in den 80er-Jahren eines der meistverkauften Motorräder überhaupt war“, weiß Hagstotz zu berichten. „Allerdings kommen viele dieses Start-up-E-Motorräder nicht über den Rang als Concept-Bike hinaus, das heißt, sie gehen nie in Serie.“
Aber selbst wenn sie in Serie gehen sollten, bliebe die Frage nach dem Vertrieb, nach der Wartung und der Ersatzteilversorgung wohl unbeantwortet, da diese kleinen Unternehmen die Rundumversorgung oftmals strukturbedingt gar nicht leisten können.
Top 5 Elektromotorräder 2025
Während auf dem Automobilmarkt die batterieelektrischen Modelle bereits knapp 20 Prozent aller Neuzulassungen ausmachen, liegen die Zulassungszahlen für Motorräder mit Akku und Elektroantrieb noch im einstelligen Bereich. Dennoch wächst das Angebot an E-Maschinen, und mit ihm vermutlich in Zukunft auch das Interesse der Biker. Denn ähnlich wie für Elektro-Autos gilt auch für elektrische Zweiräder, dass sie ein völlig neues, extrem sportliches und intensives Fahrerlebnis vermitteln. GQ hat sich umgesehen und stellt fünf aktuelle E-Maschinen vor, die für weiteren Zuspruch bei den heißen Öfen mit E-Antrieb sorgen könnten.
5: Royal Enfield Flying Flea C6
Royal Enfield, gegründet 1893 in England, seit 1995 ein indisches Unternehmen - ist die älteste noch produzierende Motorradmarke der Welt. Für die Zukunft hat die Firma aus Chennai jetzt die Marke Flying Flea gegründet, die sich um Elektromobilität kümmern soll. Der Name Flying Flea geht zurück auf die Royal Enfield Flying Flea, ein kleines, leichtes Motorrad aus den Vierzigerjahren. Die neue Flying Flea soll ab 2026 mit Elektroantrieb und retro-futuristischem Design auf den Markt kommen. Details zu den Leistungs- und Fahrdaten gibt es bislang kaum. Den Antrieb wird vermutlich eine E-Maschine mit 11 kW Leistung übernehmen, ein Zahnriemen wird die Power ans Hinterrad übertragen. Dazu kommen schmale 19-Zoll-Räder, die gut zum insgesamt schlanken, sportlichen Erscheinungsbild passen.
Weitere Hersteller und Modelle
- NIU: Bekannt für Elektroroller, hat mit der NIU XQi3 eine elektrische Cross Enduro vorgestellt, deren Markteinführung noch aussteht.
- KTM: Das Elektro Motorrad Enduro von KTM heißt Freeride E-XC und ist eine geländegängige Maschine mit Straßenzulassung. Die Reichweite reicht leider nur für 1,5 Stunden Fahrspaß. Der Elektromotor verfügt aber über vergleichsweise starke 18 kW, also 24,5 PS.
- Husquarna: Plant, eine Crossversion auf den Markt zu bringen. 2022 soll das E Cross Motorrad als Serienmodell auf den deutschen Markt kommen.
- Zero Motorcycles: Der amerikanische Elektro Motorrad hersteller Zero Motorcycles kommt mit dem Modell Zero FXE. Die E-Enduro schafft eine Höchstgeschwindigkeit von 132 Km/h mit einem Drehmoment von 106 Nm. Die Reichweite des E Motorrades liegt bei 161 Kilometern.
E-Cross Motorräder für Kinder
Inzwischen gibt es sogenannte Actionsbikes auch als Cross Modell für Kinder. Die kleinen E Crosser sind mit einem kleinen Elektromotor zwischen 350 und 500 Watt ausgestattet und wiegen um die 25 Kg. Die Kinder Enduros sind schon für 500 Euro zu haben.
Straßenzulassung und Führerschein
- Die Elektro Enduros von Horwin, KTM oder Tinbot haben auch als Enduro eine Straßenzulassung. Sie müssen natürlich angemeldet werden und versichert werden.
- Ein E Cross muss versichert und angemeldet werden, wenn man es im öffentlichen Straßenverkehr fahren will. Auf dem Privatgelände ist das nicht nötig.
- Auf einem Privatgelände braucht Ihr keine Zulassung und im öffentlichen Verkehr braucht Ihr in Deutschland auf jeden Fall eine Straßenzulassung in Deutschland.
- Der Führerschein für ein E Cross Motorrad richtet sich nach der Höchstgeschaindigkeit bzw. Leistung. Für die Horwin bis 45 Km/h braucht Ihr entweder einen Leichtkraftrad Schein oder einen Autofüherschein.
- Für die 125er Klasse darf eine Elektroenduro nicht mehr als 11 Kw Motorleistung bzw. eine Höchstgeschwindigkeit von 110 Km/h haben. Und die meisten Enduros mit Elektromotor gehen heutzutage nicht darüber hinaus.
Technische Aspekte und Kaufberatung
Worauf muss man beim Kauf einer Elektro Enduro bzw. eines E Cross Motorrad achten? Zunächst einmal für was das Fahrzeug geeignet sein soll. Wollt Ihr ausschließlich im Gelände, also offroad fahren oder auch auf öffentlichen Straßen. Für letzteres braucht das Motorrad oder auch Moped bzw. Leichtkraftrad eine Straßenzulassung, eine Versicherung und Ihr den entsprechenden Führerschein. das gilt für Erwachsene und aber auch für Kinder. Bei letzteren ist die Möglichkeit einen bestimmten Führerschein auch vom Alter abhängig. Für das Gelände, auch Privatgelände braucht das Modell keine ABE, also Allgemeine Betriebserlaubnis.
- Gewicht und Sitzhöhe: Es gibt Kindermodelle, die nur 25 Kg auf die Waage bringen und leicht zu händeln sind. Auch die Modelle für Erwachsene sind leichter, als sonstige Tourenmaschinen. Die Horwin wiegt zum Beispiel nur ca. 120 Kg. Bei der Tinbot Essum Pro beträgt die Sitzhöhe schon 855 mm.
- Höchstgeschwindigkeit: Die Höchstgeschwindigkeit einer E Cross oder Elektro Enduro sollte eurer Führerscheinklasse entsprechen. Braucht man einen Mopedführerschein, A1 oder B Führerschein. In der Klasse der 125er dürfen sie nur max. 110 Kilometer schnell fahren.
- Motorleistung: Ein weiterer Parameter ist die Motorleistung des Elektromotors. Diese ergibt aus der maximalen Leistung und Drehmoment in der Beschleunigung. Es gibt Motoren mit 11 Kw, das sind ca.
- Reichweite: Natürlich ist die Reichweite bei Elektro Enduros im vergleich zu Verbrennern noch etwas reduziert. Eine Tinbot Essum Pro zum Beispiel kann schon bis zu 120 Km erreichen. Auch in der Standard Version sind 75 Km Reichweite schon cool.
- Akkusystem: Wichtig bei der Kaufentscheidung sollte aber nicht nur die Akkuleistung und damit der zu erreichende Radius sein, sondern das Akkusystem. Die Lithium Ionen Akkus werden bei manchen Modellen fest verbaut und sind bei anderen herausnehmbar. Es gibt Modelle wie das der Tinbot Enduro, die sogar Pletz für einen zweiten Akku bieten, um die Reichweite zu erhöhen.
- Kraftübertragung: Die Kraftübertragung bei einem Elektro Motorrad erfolgt kupplungsfrei. Der Fahrer legt keinen Gang ein und schaltet das Getriebe sondern betätigt den Gasgriff in der Art einer Motorautomatik. Dabei schaltet die Leistung in mehreren Stufen hoch.
- Fahrmodi: Bei diesen handelt es sich um einen vom Fahrer gewünschten Fahrmodus in zum Beispiel Eco, Drive oder Sport. In den verschiedenen Modis verändert sich die Leistung und entsprechend auch der Stromverbrauch.
- Federung: Die Stoßdämpfer bzw. Federung sind das charakteristischste Merkmal bei einer Cross bzw. Enduro Maschine. An der Vorderradgabel befinden sich längere Stoßdämpfer, also Federbeine und aufgrund des längeren Federwegs ein größerer Abstand zwischen Reifen und Schutzblech.
- Bremsen: Gute Enduros sind mit Scheibenbremsen ausgestattet, die meist hydraulisch gesteuert werden. Ein Mehr-Phasen-Controller mit regenerativem Bremssystem unterstützt die Bremsanlage.
- Reifen: Crossreifen sind Standadrd bei E Crossern und Elektro Enduros. Mozocrossreifen oder sogenannte Stollenreifeen sind für unterschiedliche Untergründe konzipiert. Es gibt reine Crossreifen, die nur für das Gelände gemacht sind und keine Straßenzulassung haben und auch Offroad-Reifen, mit denen man auch auf Straßen fahren kann.
- Traglast: Bei der Traglast einer Elektroenduro geht es nicht um das eigentliche Gewicht, sondern um das zulässige Gesamtgewicht. Also was das Fahrzeug mit Fahrergewicht, Taschen und einem eventuellen Beifahrer / in aufnehmen kann. Achtet drauf, nicht jede E-Enduro ist für 2 Personen zugelassen.
THG Prämie für E-Motorräder
Auch Elektromotorräder bzw. Elektro Enduros werden neuerdings über die Treibhausgasquote gefördert. Es gibt vom Karaftfahrtbundesamt, also vom Staat eine Förderprämie von ca. 350,- Euro zum Kauf dazu. Über die sogenannte THG Förderung für E-Motorräder könnt Ihr jedes Jahr einen Antrag auf die Prämie stellen, egal ob Ihr das Zweirad schon besitzt oder es neu kauft. Der Antrag muss dann in den Folgejahren immer wieder neu gestellt werden, bis der Staat das Förderprogramm bzw. das Budget auslaufen lässt.
Wo kann man eine Elektro Motocross für Erwachsene kaufen?
Es gibt vescheidene Elektro Motocross für Erwachsene direkt in den Webshops der hersteller, wie Tinbot oder Zero Motorcycles zu kaufen, bzw. über Drittanbieter oder eben, wenn Ihr welche findet beim Händler in der Nähe.
Vergleich: Sur-Ron Light Bee (E Cross Testsieger)
Ein Beispiel für ein beliebtes Modell ist die Sur-Ron Light Bee. Hier sind die technischen Daten:
| Merkmal | Daten |
|---|---|
| Straßenzulassung | Ja |
| Geschwindigkeit | 90 Km/h |
| Motorleistung | 12500 W |
| Drehmoment | 440 Nm |
| Beschleunigung | 0-50 km/h in nur 2.3 sek! |
| Reichweite | 140 km |
| Ladezeit | 4 Std. |
| Akku | Li-Ionen 74V 55 Ah |
| Gewicht | 85 Kg (inkl. Akku) |
| Zuladung | 125 kg |
| THG Prämie | förderfähig |
| Führerschein | mit A1 / B196 Führerschein |
| Preis | 7.440 € inkl. |
Weitere empfehlenswerte Modelle im Jahr 2024
Alle oben genannten Marken bieten eine Reihe von Elektromotorrädern mit unterschiedlichen Stilen, Leistungsniveaus und Preisklassen an, um eine Vielzahl von Bedürfnissen und Vorlieben zu erfüllen.
- Kawasaki Ninja e-1 / Z e-1: Die bahnbrechenden Elektromotorräder Z e-1 und Ninja e-1 von Kawasaki sind seit Oktober 2023 auch in Europa und Deutschland erhältlich. Mit beeindruckenden 9 kW (12 PS) Leistung und einer Höchstgeschwindigkeit von 99 km/h bieten sie ein aufregendes Fahrerlebnis.
- Bravo GLS: Hervorzuheben beim Bravo GLS ist die Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h, die Reichweite von 100 km und die Ladezeit von fünf Stunden. Das Modell ist mit einer Lithium 100Ah 72V Batterie ausgestattet, hat ein ansprechendes Design und eine gute Fahrdynamik.
- Cake Kalk INK: Das Cake Kalk INK ist ein preislich attraktives Motorrad mit einem bescheidenen Motor (11 kW), der es zu einem energieeffizienten Reisepartner macht.
- KTM FREERIDE E-XC 2023: Die KTM FREERIDE E-XC 2023 setzt neue Maßstäbe im Bereich der Elektromotorräder mit ihrem leistungsstarken 18-kW-Synchronmotor und einem fortschrittlichen Fahrwerk, das erstklassige Offroad-Fähigkeiten garantiert.
- BMW CE 04: Eine Reichweite von 129 km und eine Höchstgeschwindigkeit von 121 km/h sind nicht außergewöhnlich, aber das Motorrad ist mit einem Preis von unter 12.000 Euro attraktiv und zudem zuverlässig.
- Zero FX: Eine Reichweite von 111 Kilometern mit einer Akkuladung, eine Höchstgeschwindigkeit von 137 km/h und gute Fahreigenschaften im Gelände machen die Zero FX zu einem lohnenden Elektromotorrad.
- Lightning Strike: Dieses superschnelle Motorrad erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von knapp über 350 km/h, ein wahrhaft blitzartiges Tempo.
- LiveWire S2 Del Mar: Mit einer Reichweite von 177 km und einem 60-kW-Motor liegt die LiveWire S2 Del Mar im Mittelfeld der Elektromotorräder, was die technischen Daten angeht.
- Evoke 6061: Die Vorteile des Evoke 6061 sind seine Höchstgeschwindigkeit von 230 km/h, eine Reichweite von 470 km und eine Motorleistung von 120 kW. Das Modell braucht nur 15 Minuten, um bis zu 80 % aufgeladen zu sein, eine beeindruckende Leistung.
Vor- und Nachteile von Elektromotorrädern
Elektromotorräder bieten zahlreiche Vorteile. Sie sind nicht nur umweltfreundlich, sondern haben auch einen geringeren Wartungsbedarf als herkömmliche Motorräder und eine geringere Pannen-Wahrscheinlichkeit. Auch die Fahrtkosten sind in der Regel niedriger, da Strom im Vergleich zu Benzin billiger ist.
Allerdings lassen sich in dem sehr viel geringeren Platz eines Bikes auch nur sehr viel kleinere Akkus unterbringen - in einem Auto steht dafür der ganze Unterboden zur Verfügung. Entsprechend haben die aktuellen E-Bikes in der Regel je nach Fahrweise Reichweiten von 100 bis 200 Kilometer. Tourenmotorräder mit Verbrennermotor liegen dagegen problemlos bei gut 400 Kilometer mit einer Tankfüllung.
Auch da stehen E-Bikes deutlich länger als die üblichen Modelle mit Verbrennungsmotor. Wenn denn der Ladeanschluss passt. Einige Hersteller verpassen ihren Modellen nämlich Stecker, die nicht überall passen. Immerhin: Als Standard-Ladestecker hat sich der Typ 2 etabliert. Kaum verbreitet sind der Combo-Stecker und der CHAdeMO-Stecker.
Wie schon bei den Elektroautos ist es auch auf zwei Rädern nicht gerade preiswert, elektrisch unterwegs zu sein. Die Preisspanne reicht - je nach Leistung - von knapp 8.000 bis 55.000 Euro. Staatlich gefördert werden Elektromotorräder in Deutschland eher marginal.
Verwandte Beiträge:
- Elektro Dreirad mit Anhänger: Test & Kaufberatung – Die besten Modelle 2024
- Elektro Moped mit Pedalen: Testsieger, Kaufberatung & Modelle 2024
- Elektro Dreirad Mountainbike Test & Vergleich: Modelle & Funktionen
- Stark Elektro Motocross: Leistung & Fahrspaß
- Ultimative Shimano Nexus 8 Wartungsanleitung: So bleibt Ihre Nabenschaltung immer topfit!
- Ultimative Anleitung: Hinterrad Ausbauen und Einbauen bei Shimano Nabenschaltungen – So Geht's!
Kommentar schreiben