Laut Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) sind in Deutschland besonders E-Mountainbikes sehr beliebt. Bei den insgesamt verkauften E-Bikes im Jahr 2024 lagen E-MTBs wie auch im Vorjahr auf Platz eins, so eine Erhebung der Marktdaten des ZIV. Nachdem der Markt sehr zurückhaltend war, was Innovationen betrifft, drängen nun neue Modelle mit frischen oder komplett überarbeiteten Komponenten in den Handel. Der Jahrgang 2025 bringt einige technische Neuerungen zur Serienreife.
Was ist ein E-MTB?
Im Gegensatz zum E-MTB Hardtail mit zwei Federungen ausgestattete Fullsuspension Bike, auch „Fully“ genannt, ist für dich der perfekte Begleiter, wenn du dich auf ausgiebigen Offroad Touren und erlebnisreichen Trails wie zu Hause fühlst. Charakteristisch für Damen Mountainbikes ist der meist aus Aluminium oder Carbon gefertigte, leichte Diamantrahmen.
Besonderheiten von Damen E-Mountainbikes
Das abfallende Oberrohr und der verkürzte Abstand zwischen Sattel und Lenker erleichtern insbesondere kleineren Bikerinnen, aufgrund ihrer geringeren Schrittlänge, das Auf- und Absteigen auch auf anspruchsvollem Untergrund. Hier kann zwischen verschiedenen Rahmen- und Reifengrößen gewählt werden, um je nach Körpergröße, ein effektives Training und eine gute Streckenkontrolle zu erfahren. Kombiniert man diesen mit einer absenkbaren Sattelstütze, kann in Sekundenschnelle, selbst während der Fahrt, der Schwerpunkt optimal verlagert werden. Diese kann bei Bedarf jederzeit nachgerüstet werden. Auch der Radabstand spielt gerade hinsichtlich dem Thema Wendigkeit eine große Rolle. Je kleiner die Frau, desto geringer sollte dieser sein.
Ergonomie und Komfort
Bei der Wahl und Ausrichtung des Lenkers ist darauf zu achten, dass dieser nicht zu breit ausfällt und mit dünneren Griffen für kleinere Hände ausgestattet wird. Auch die Bremshebel sollten diesbezüglich entsprechend angepasst werden. Der Lenkwinkel sollte dabei möglichst flach gehalten werden für ein besseres und sicheres Fahrgefühl. Je nach Armlänge kommen bei den Vorbauten längere oder entsprechend kürzere Varianten zum Einsatz. Auch der Sattel ist der Ergonomie des weiblichen Körpers angepasst, um auch auf längeren Ausflügen eine komfortable Sitzposition zu gewährleisten.
Federung und Bremsen
Bei der Wahl des Federwegs sollte außerdem das Gewicht der Fahrerin berücksichtigt werden. Bei einem zu geringen Gewicht, wird mit weniger Druck in der Federgabel gefahren, um die optimale Federung zu erzielen. Leider geht dabei einiges an Performance und stabilem Fahrverhalten verloren. Um das bestmögliche Fahrverhalten zu vervollständigen, kommen beim E-MTB Fully moderne Scheibenbremsen von namhaften Herstellern, wie Shimano zum Einsatz. Hier müssen nach entsprechender Nutzung hin und wieder die Bremsbacken gewechselt werden.
Schaltung und Reifen
Mit der hochwertigen Shimano Kettenschaltung und deren sehr guten Übersetzungsbreite, meisterst du nahezu jede Hürde. Die Standards der Reifengrößen liegen aktuell bei 29“ und 27,5“. Bei großen Körpergrößen und dem Wunsch nach Komfort und besonders großer Laufruhe empfehlen sich die 29er Laufräder, während die 27,5“ Räder aufgrund ihrer Agilität und dem leichteren Handling eher in steilerem Gelände und bei kleineren Körpergrößen zum Einsatz kommen. Dabei kann außerdem, je nach Bedarf und Einsatzgebiet, auf gröbere Reifen mit tiefem Profil zurückgegriffen werden oder filigrane, profilärmere Reifen gewählt werden.
Neue E-MTB Modelle für 2025
Die aktuelle Auswahl an E-MTB-Neuheiten zeigt interessante Modelle für 2025. Das ist für uns Endkunden ein zweischneidiges Schwert. Denn auf der einen Seite endet die Phase so langsam, in der wir dank der großzügigen Rabatte der Fahrradläden bares Geld sparen konnten.
Beispiele für neue Modelle
- Amflow PL Carbon: Basis für das 19 Kilogramm leichte E-Mountainbike ist ein Carbon-Rahmen. Das Fox-Fahrwerk bietet vorn 16 und hinten 15 Zentimeter Federweg. Zur Ausstattung gehören Magura MT5 Bremsen, eine 1x12-Kettenschaltung von Sram und ein Farbdisplay. Der Preis startet bei rund 6500 Euro.
- Amflow Pro: Dieses Modell wird für einen Preis von ab 9800 Euro angeboten. Besonderheiten der Ausstattung sind eine elektronische Kettenschaltung von Sram, höherwertige Fahrwerkskomponenten und Bremsen (MT7) sowie eine kleinere 600-Wh-Batterie.
- Canyon Spectral:Onfly: Beim Elektroantrieb setzt der Fahrradhersteller auf den kompakten und leisen TQ-Motor HPR50, der ein moderates Drehmoment von 50 Nm hat. Der Akku mit einer Kapazität von 360 Wh ist im Rahmen integriert. Die Reichweite kann mit dem optionalen 160 Wh Range Extender erhöht werden. Insgesamt stehen vier Modell-Versionen des Spectral:Onfly mit unterschiedlichen Qualitäts- und Funktionsstufen bei Fahrwerk, Bremsen und Schaltung zur Auswahl. Nur 18 Kilogramm wiegt das schlanke Fully mit 16 Zentimetern Federweg vorne und 15 Zentimetern hinten. Die Preisspanne reicht von 5600 bis 9000 Euro.
- Centurion Fully: Zum neuen Modelljahr gehört ein überarbeiteter Rahmen, der den Bosch-Motor integriert. Lufteinlässe versorgen das Aggregat mit kühlender Frischluft, Luftkammern schützen die Kettenstrebe vor Kettenschlägen. Die vordere Federgabel bietet 12 Zentimeter Federweg. Hydraulische Scheibenbremsen von Shimano sowie eine Deore XT 11-Gang-Kettenschaltung und eine integrierte Lichtanlage gehören zur Serienausstattung des 4850 Euro teuren Basismodells.
- Centurion Numinis: Das Modell Numinis ist für den sportlichen Geländeeinsatz konzipiert und verfügt über ein Fox-Fahrwerk mit 15 Zentimetern Federweg vorne und 14 Zentimetern hinten.
- Centurion Lhasa: Das mit Schutzblechen, Gepäckträger, Lichtanlage und Seitenständer ausgestattete und als Allrounder ausgelegte Modell Lhasa setzt auf Fahrwerkskomponenten von Suntour mit 12 Zentimetern Federweg vorn und hinten.
- Cube Stereo Hybrid One44: Angetrieben wird es vom neuen Bosch-Motor CX Performance Line Gen 5 mit 85 Nm Drehmoment, dieser ist leiser als beim Vorgängermodell und bietet ein natürlicheres Fahrgefühl. Das neue Modell von Cube bietet verschiedene Größen: die Rahmengröße S hat 27,5 Zoll-Laufräder, ab Rahmengröße M hat das Stereo Hybrid One44 eine Reifengröße von 29 Zoll. Die Variante "Action Team" gibt es für rund 7000 Euro, das Einstiegsmodell ab rund 4500 Euro.
- Simplon Cure :e: Simplon verspricht einen Carbon-Rahmen, der Trail-Geometrie mit Tourentauglichkeit in Einklang bringen soll. Dazu passend bietet Simplon eine Dual-Batterie-Option. An eine zusätzliche Halterung im Rahmendreieck lässt sich eine zweite Batterie anbringen und damit die Kapazität auf bis zu 1,6 kWh erweitern. Das rund 20 Kilogramm leichte Cure steht auf 29-Zoll-Rädern mit voluminösen MTB-Reifen. Die RockShox-Federgabel bietet 12 Zentimeter Federweg. Die rund 6000 Euro teure Basisausstattung Core hat eine 1x12-Schimano-Deore-Kettenschaltung und MT5-Scheibenbremsen von Magura.
- Simplon Sengo :e: Bei 6500 Euro startet das alltagstauglichere Sengo, dass mit Schutzblechen, Lichtanlage, Gepäckträger, Seitenständer und Allterrain-Reifen vorfährt.
E-Mountainbikes um 4000 Euro im Check
Von wegen teuer: Diese 17 vollgefederten E-MTBs beweisen eindrücklich, dass du schon um 4000 Euro richtig viel E-Mountainbike-Spaß für dein Geld bekommst. Wir stellen dir Modelle von B wie Bulls bis Y wie YT vor. Die meisten Bikes verorten sich in der klassischen "Touren-Fully"-Klasse mit 130-mm-Federweg. Das reicht für erste Trail-Abenteuer im heimischen Mittelgebirge, auf harten Alpen-Trails sehen wir diese E-MTBs aber eher weniger.
Beispiele für E-MTBs um 4000 Euro
- Bulls Copperhead EVO AM 1 29: Ein veritables All-Mountain für relativ schmales Geld ist das Copperhead Evo AM 1 von Bulls. Gegen Aufpreis lässt sich das Copperhead mit größeren Bosch-Akkus (625 oder 750 Wh) ausrüsten.
- Canyon Neuron:ON AL 6.0: Ab 3799 Euro kostet das E-Fully mit 130/120 mm Federweg - wobei die kleinen Rahmengrößen XS und S mit dem kleineren 504-Wh-Akku und "nur" einer 120-mm-Forke daher kommen. Top: für den Preis prima ausgestattet.
- Centurion Numinis R800i: Zugelassen für sagenhafte 150 Kilo Systemgewicht (also Fahrer, Schutzausrüstung plus E-Bike) ist Centurions Numinis - und glänzt auch sonst mit guter Ausstattung! Ab 4699 Euro kostet das mit Boschs CX-Smart angetriebene Fully mit 140/130 mm Federweg und Vario-Sattelstütze mit bis zu 170 mm Hub (Rahmengröße L und XL).
- Conway eWME 4.9: Satte 160 mm Federweg rundherum verspricht Conway. Unser Tipp für ambitionierte, aber preisbewusste Trail-Junkies - oder die, die es werden wollen.
- Cube Stereo Hybrid 120 Race 625: Ein Tourer durch und durch - so sieht sich das Stereo Hybrid 120 in der Race-Ausstattung von den Waldershofern. Cube baut für 4299 Euro ein attraktives, wenn auch nicht primär für harte Trail-Action ausgelegtes E-Touren-Fully.
- Giant Stance E+ 1: Auch Giant hat ein Herz für schwere Piloten und erlaubt ein Systemgewicht von satten 156 Kilo. Sattes Systemgewicht, gemessen am Kaufpreis gute Parts.
- Haibike AllTrail 4 29: Auch die Erfinder des E-MTBs haben ein preislich attraktives E-Fully im Angebot: AllTrail 4 nennt Haibike deren Schöpfung.
- Radon Render AL 8.0 750: superfair kalkuliertes E-MTB.
- Scott Strike eRIDE 940: Ein Schnäppchen in dieser Liste ist Scotts Strike eRide zu nur 3599 Euro! Trotz spitzer Kalkulation bekommst du Boschs modernen CX-Smart-Antrieb und gute 140/140 mm Federweg.
Günstige E-Mountainbikes im Test
Günstig & trotzdem gut: Wir haben preiswerte E-Mountainbikes von 600 Euro bis 1400 Euro getestet. Auch im Stadtverkehr zahlt sich die robuste Verarbeitung aus.
Testsieger: Eleglide M2
Eleglide hat es wieder einmal geschafft: Mit dem M2 zeigen sie ein E-MTB, das in dieser Preisklasse ungewöhnliche Features wie hydraulische Scheibenbremsen, einen starken Motor sowie einen großzügigen Akku bietet. Geekmaxi will für das Eleglide M2 799 Euro.
Mittelmotor Telefunken Aufsteiger M925
Das Telefunken Aufsteiger M925 bietet solide Ausstattung und gute Verarbeitung für einen günstigen Preis. Trotz einer etwas geringen Reichweite überzeugt es mit Mittelmotor, hydraulischen Scheibenbremsen und hochwertigen Schwalbe-Reifen. Das Telefunken Aufsteiger M925 kostet bei Amazon 1383 Euro.
Die wichtigsten Fragen vor dem E-MTB-Kauf
- Was willst du mit deinem E-Mountainbike machen?
- Welches E-Bike-Motor-Konzept passt am besten zu dir?
- Wie viel Akkukapazität brauchst du wirklich?
- Wie wichtig ist ein entnehmbarer Akku für dich?
- Welche Fahreigenschaften erwartest du von deinem Bike?
- Welche Features brauchst du wirklich am Bike?
E-Bike Test 2024 der Stiftung Warentest
Die Vielfalt auf dem E-Bike-Markt ist riesig: Fast jeder Fahrradtyp - vom klassischen Tiefeinsteiger bis hin zum Lastenrad - wird mittlerweile auch mit Elektromotor angeboten. Elf solcher Trekking-Räder mit integrierten Akkus hat die Stiftung Warentest im E-Bike-Test 2024 geprüft. Die Räder kosten zwischen 1 100 und 4 500 Euro. Gute kosten ab rund 3 200 Euro.
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