Elvent Laufrad 14 Zoll Test: Ein umfassender Überblick

Die Welt zu entdecken ist nicht nur ein Wunsch von Erwachsenen, sondern auch von den Kleinsten. Laufräder sind ideal für die ersten Abenteuer. Kinder können damit schon ab zwei Jahren munter losdüsen, ohne dass Mama oder Papa ständig hinterherlaufen müssen.

Warum ein Laufrad?

Laufräder sind für Kleinkinder ein erster kleiner Schritt in die Eigen- und Selbstständigkeit. Denn die Kleinen sitzen nicht mehr im Kinderwagen oder laufen an der Hand von Mama und Papa, sondern begeben sich auf kleine Entdeckungsreisen - natürlich im Blickfeld der Eltern. Sie erfahren damit eine ganz neue Art und Weise der Fortbewegung.

Dabei lernen die Kids nicht nur Geschwindigkeiten einzuschätzen, sondern vor allem auch die Koordination von Armen und Beinen. Das ist auch der Grund, warum Kinderlaufräder so gut auf das Fahrradfahren vorbereiten. Lernten Kinder früher noch auf Fahrrädern mit Stützrädern äußerst prekär auf zwei Rädern zu balancieren, machen sie diese Erfahrung heute viel einfacher und sicherer mit dem Laufrad, das im Englischen daher auch Balance Bike genannt wird.

Worauf Sie beim Kauf eines Laufrads achten sollten

Entscheidend ist, dass die Größe des Laufrads zur Größe und zum Alter des Kindes passt. Hierbei ist tatsächlich das Alter des Kindes weniger maßgeblich als die Größe bzw. Schrittlänge. Schließlich sind Kinder sehr unterschiedlich groß. Laufräder gibt es bereits für Kinder ab einer Körpergröße von ca. 85 cm.

Hier ist ein 5-Punkte-Check für Laufräder, um den Einstieg für kleine Nachwuchsradler zu erleichtern:

  1. Kindgerechte Rahmengeometrie: Viele Hersteller arbeiten mit Kinderärzten zusammen, um das Bewegungsverhalten von Kindern zu erforschen und ein komfortables und sicheres Design zu gewährleisten.
  2. Ergonomische Komponenten: Schmale Lenker, Griffe mit geringerem Durchmesser und leicht zu bedienende Bremshebel sind wichtig.
  3. Geringes Gewicht: Ein leichtes Fahrzeug lässt sich leichter bewegen. Rahmen aus Aluminium und Magnesium sind leichter als Stahl.
  4. Option zum Mitwachsen: Verstellbare Sattelstützen und Lenker ermöglichen es dem Laufrad, mit dem Kind mitzuwachsen.
  5. Robustheit und Ersatzteile: Eine gut sortierte Ersatzteilversorgung ist wichtig, da Laufräder einiges aushalten müssen.

Sicherheitshinweise

Genauso wie später beim Fahrradfahren, ist es auch beim Laufrad wichtig, dass Kinder einen Helm tragen. Bitte lassen Sie Ihr Kind nur mit einem Laufrad fahren, wenn es einen Helm trägt. Außerdem sollten Kinder laut Ärzten und Experten nicht zu früh auf ein Laufrad steigen. Zwei Jahre ist ein gutes Alter, je nach Entwicklungsstand des Kindes. Denn bevor die Kleinen auf zwei Rädern losrollen, sollten sie bereits gut eigenständig gehen können. Außerdem sollte das Laufrad nicht zu oft benutzt werden.

Einige Laufräder sind eher für ganz junge und kleine Fahrer geeignet als andere. Die verfügen dann »nur« über die wichtigsten Basics - soll heißen: Diese Laufräder brauchen keine Extras wie Bremsen oder Klingel. Das hat den einfachen Grund, dass Kinder mit zwei Jahren noch so kleine Hände haben, dass sie nicht gleichzeitig den Lenker greifen und klingeln oder bremsen können. Dabei ist aller Anfang schwer. Auch das Fahren mit dem Laufrad muss erst gelernt werden. Seien Sie nachsichtig und geduldig mit Ihrem Kind, wenn es nicht sofort klappt. Kinder sind ausdauernder als wir Eltern glauben.

Top Laufrad Modelle im Test

Puky LR M

Das Puky LR M ist äußerst robust, sehr gut verarbeitet und ein treuer Begleiter. Auch optisch überzeugt der Klassiker, der auf unnötige Spielereien am Rahmen oder beim Zubehör verzichtet. Der Fahrspaß steht hier ganz klar im Vordergrund. Das LR M hat keine Bremse, ist für Kinder ab zwei Jahren, die zum ersten Mal auf einem Laufrad sitzen, aber bestens geeignet. Durch die lange Sattelstütze und die verstellbare Höhe des Lenkers können Nachwuchsrennfahrer auf dem Puky recht lange Vollgas geben.

Schon beim Zusammenbau hat man ein gutes Gefühl, da die Befestigungen an der Sattelstütze und am Lenker durchdacht und hochwertig sind. Es gibt keine unnötigen, scharfen Kanten, keine windigen Verschraubungen und vor allem keinen überflüssigen Schnickschnack. Das Puky ist genau das, was es ist - ein Laufrad!

Beim Puky-Bike lassen sich Sattel- und Lenkerhöhe problemlos verändern. Durch die hochwertige Verarbeitung sind solche kleinen Montageschritte sehr einfach und schnell umsetzbar. Ein Innensechskantschlüssel für Lenker und Sattel sowie ein Schraubenschlüssel für die Achsen an Vorder- und Hinterreifen genügen, um entsprechend arbeiten zu können.

Details zum Puky LR M

  • Reifen: 8,8 Zoll große Vollgummireifen mit Kunststofffelgen und breiten Kunststoffspeichen
  • Vorteile: Wartungsfrei, kein Platten möglich, guter Bodenkontakt
  • Sattelrohr: Spielraum von 15 Zentimetern
  • Gewicht: 3,5 Kilogramm

Er ist vorne hochgezogen und sorgt dafür, dass die kleinen Rennfahrer nicht herunterrutschen und dass sie ihren Schwung behalten, da dieser direkt auf das Laufrad übertragen wird. Wenn dann die Kinder schon etwas schneller unterwegs sind, können sie ihre Füße bequem auf das Trittbrett stellen. Das wirkt sich auch günstig auf den Schwerpunkt aus und erhöht die Fahrsicherheit.

Der Lenker hat keine Begrenzung und lässt sich somit komplett herumdrehen. Das ist nicht so optimal.

Kritikpunkte

Wenn überhaupt, könnte man sagen, dass die 3,5 Kilogramm gegenüber moderneren Laufrad-Konkurrenten etwas zu viel sind. Im Vergleich zu allen Laufrädern im Test liegt das Puky LR M gewichtstechnisch ziemlich genau in der Mitte, gehört aber zu den kleineren Modellen und bringt für die Größe relativ viel auf die Waage.

Puky LR Light

Das sportliche Puky LR Light ist schon allein optisch ein echter Hit. Die Rahmengeometrie, die Gabel, Luftreifen und Speichen: Das Laufrad kommt wie ein Mini-Mountainbike daher. Auch bei unseren kleinen Testpiloten kam das LR Light sehr gut an - optisch wie fahrtechnisch sorgte es für strahlende Gesichter.

Fangen wir mit den Luftreifen an: Sie geben dem Laufrad eine Menge Fahrkomfort und sorgen für Spaß bei jeder Tour, ob nun in der Stadt auf Asphalt oder Kopfsteinpflaster, im Park auf Kieswegen oder Rasenflächen, bei Spielplätzen auf Sand und sogar im Wald, wenn es über Stock und Steine geht. Wenn dann allerdings dem jungen Rennpiloten mal die Puste ausgehen sollte, können Mama oder Papa das Rad gut tragen. Mit 3,6 Kilogramm gehört es für diese Größe zu den Leichtgewichten. Dafür sorgen Rahmen, Gabel und Naben, die aus Alu gefertigt sind.

Der Name ist bei diesem Puky hier also Programm. Mit den leichtesten Laufrädern in diesem Test kann es das LR Light zwar nicht aufnehmen, doch das braucht es auch nicht. Denn zu viel Gewichtsersparnis bedeutet oft auch einen Qualitätsverlust. Und da punktet das Puky auf der gesamten Linie. Neben den sehr hochwertigen Verschraubungen am Steuersatz, an den Achsen und bei der Sattelstütze sind auch die Kunststoff-Sicherheitsgriffe am Lenker toll verarbeitet. Gleiches gilt für das sehr kleine Trittbrett für die Füße zwischen Lenker und Sattel, das ebenfalls aus Kunststoff besteht. Sattel und Lenker sind zudem in der Höhe verstellbar.

Wer noch ein paar Euro drauflegt, bekommt das LR Light auch mit Bremse - eine V-Brake. Ein dickes Plus gibt es dagegen für die Montage: Ohne großen Verpackungsmüll steht das Puky LR Light mit zwei Handgriffen einsatzbereit vor einem. Perfekt!

Minuspunkte

So ist das Puky LR Light mit knapp 150 Euro nicht gerade ein Schnäppchen. Allerdings: Die Qualität, Funktionalität und das Design dieses kleinen und langlebigen Flitzers dürften sich auszahlen.

Elvent BalanceGo 12 & 14 Zoll

Das Start-Up Elvent aus dem schwäbischen Spaichingen geht im Laufradbau ganz eigene Wege. Dem Elvent Balance Go 12 spendierten die Unternehmensgründer kurzerhand einen Rahmen aus einer leichten Magnesium-Legierung und sparen im Vergleich zu Aluminium damit 30% an Gewicht ein. Auch der Rest ist durchdacht: Reichlich Komfort auf unebenem Terrain liefern die Luftreifen und durch die lange Sattelstütze wächst das Laufrad mit.

Das Elvent BalanceGo 12 Zoll hat eine Schritthöhe von 32,5 bis 45,5 cm und ist damit für Kinder von ca. 1,5 bis 4 Jahren bzw. 80 bis 100 cm ideal geeignet. Der ergonomische Sattel ist höhenverstellbar und bietet viel Komfort für ausgiebige Touren in der Stadt sowie in der Natur. Beim BalanceGo handelt es sich um ein hochwertiges Metallmodell. Um genau zu sein handelt es sich um ein Laufrad aus Magnesium. Der Rahmen aus Magnesium ist ca. 30 Prozent leichter als ein vergleichbarer Rahmen aus Aluminium und so bringt das BalanceGo leichte 3,0 Kg auf die Waage. Trotzdem ist das Elvent Laufrad ein solides Modell, welches laut Hersteller maximal mit 30 Kg belastet werden darf.

Bei den Rädern handelt es sich um 12 Zoll Luftreifen. Diese bieten viel Komfort und ein Fahrgefühl ähnlich wie bei einem normalen Fahrrad.

Das BalanceGo 14 Zoll Laufrad ist sehr ähnlich zum 12 Zoll Modell von Elvent. Es verfügt ebenfalls über komfortable Luftreifen sowie über einen bequemen Sattel für längere Ausflüge. Damit das Rad nicht so schnell in der Abstellkammer landet, ist der Sattel ebenfalls höhenverstellbar und bietet eine Schritthöhe von 34 bis 48,5 cm. Ideal für Kinder ab 3,5 jahren bzw. ab einer Körpergröße von 95 cm.

So ist das Elvent BalanceGo 14 Zoll mit einer Handbremse ausgestattet. Diese ist mit dem Hinterrad verbunden und so kommt das Fahren mit dem BalanceGo Laufrad, dem Fahren mit dem Fahrrad noch ein Stückchen näher.

Woom 1

Das Woom 1 ist was für den großen Geldbeutel und von seiner Geometrie her genau auf die Bedürfnisse kleiner Kinder abgestimmt. Es sorgt mit besten Komponenten, einem sehr leichten Rahmen, einer speziellen Hinterradbremse und einem breiten Lenker für viel Fahrspaß.

Der Bremshebel des Woom 1 ist speziell auf die kleinen Hände und Bedürfnisse der jungen Laufradpiloten angepasst. Er kommt bereits mit geringer Kraft zur Wirkung. Für die gute Bremswirkung ist allerdings auch die V-Bremse im Miniformat verantwortlich, die jedem großen Mountainbiker, Rennradler oder Tourenfahrer bestens bekannt sein dürfte. Fahrraduntypisch sitzt sie unter dem Rahmengestell.

Der Einstieg beim Woom 1 ist sehr niedrig gehalten, damit bereits die Kleinsten eine Runde auf dem Flitzer drehen können. Zudem verhalten sich der Steuersatz - also die Lenkung - als auch die Räder extrem geschmeidig. So lässt sich das Woom 1 ohne großen Aufwand bewegen.

Nachteil

Der einzige Nachteil an diesem Flitzer ist der hohe Preis. Doch dafür bekommt man von der österreichischen Edelschmiede ein echtes Top-Laufrad geliefert.

Kettler Speedy

Das Kettler Speedy ist das richtige Laufrad für Kinder, die es schneller mögen und sich bereits sicher mit Laufrädern fortbewegen können. Wenn Ihr Nachwuchs eher vorsichtig ist, sollten Sie lieber ein anderes Laufrad wählen. Leider ist der Sattel nicht besonders bequem.

Pinolino Jojo

Das Jojo von Pinolino ist ebenfalls aus Holz und ein guter Gefährte. Allerdings können Laufräder aus Holz recht schwer sein. So bringt das Jojo stattliche 4,6 Kilo auf die Waage. Der Aufbau des Jojo geht schnell und problemlos vonstatten.

Der Sattel des Jojo ist sechsfach höhenverstellbar: Von einer sehr niedrigen Einstiegshöhe als Chopper bei 28 Zentimetern geht es auf 30 und 32 Zentimeter hoch. Diese niedrige Höhe wird möglich, weil der Rahmen komplett gedreht werden kann. Wenn dann der Umbau zum Laufrad ansteht, sind die Kleinen mit ihrem Rad schon vertraut. Als Laufrad lässt sich der Sattel auf 39, 41 und schließlich 43 Zentimeter hochstellen. Der Abstand zum Untergrund wird somit stetig erhöht, sodass das Laufrad mit den Kindern mitwächst. Durch das Verstellen vom Chopper zum Laufrad wird gewährleistet, dass sich der Winkel proportional zu den Kinderbeinen verändert.

Ansonsten ist das Jojo schon allein durch sein robustes Holz ein sehr solides und zuverlässiges Laufrad. Es hat ein gutes Handling und überzeugt durch seine hochwertige Verarbeitung. Es gibt Sticker in Flammenoptik und zarte Schmetterlinge, die aufgeklebt werden können.

Hauck Balance N Ride

Das Hauck Balance N Ride besteht aus Holz und hat ein sportliches Design. Es ist sehr hochwertig verarbeitet, schnell aufgebaut und sorgt mit seinen Luftreifen für ein hervorragendes Fahrgefühl. Der Rahmen besteht aus einer einfachen, geschwungenen Holzkonstruktion, an der bereits der höhenverstellbare Sattel befestigt ist. So muss man nur noch Gabel und Vorbau, die aus einem Holzteil bestehen, über ein Steck-System mit der Holzkonstruktion verbinden, den Lenker mit zwei Schrauben befestigen und die Luftreifen montieren. Über die hochwertigen Steck-Achsen mit Sechskantschrauben werden diese fixiert.

Die Griffe bestehen aus Kunststoff und sind etwas glatt. Sie haben einen Aufprallschutz für die kleinen Hände der Rennfahrer und Rennfahrerinnen an den Seiten. Eine Klingel gehört zur Grundausstattung und ist bereits am Lenker montiert - sehr praktisch und gut! Der bequeme Sattel lässt sich über zwei Sechskantschrauben in vier verschiedene Höheneinstellungen bringen. Die Reifen haben nach außen gebogene Ventile, das erleichtert das Pumpen. Die Felgen und Speichen bestehen aus hochwertigem Kunststoff. Ein Set-Up, mit dem man in der Stadt auf Asphalt und Kies sowie draußen im Gelände seine Freude hat. Die Luftreifen sorgen für viel Fahrkomfort. Tolles Extra: der Tragegriff zwischen Sattel und Lenker durch eine einfache Aussparung in der geschwungenen Holzkonstruktion.

Manko

Das Balance N Ride von Hauck hat wie das Pinolino Jojo einen recht kleinen Lenkradius. Das macht den Spielraum des Hauck-Flitzers leider etwas zäh und starr. Das sorgt bei unserem kleinen Testpiloten für Irritation. Enge Kurven bringen das Laufrad aus der Balance.

Affenzahn Mini-Flitzer

Der Mini-Flitzer von Affenzahn ist ein Laufrad, das auf fast jeglichen Schnickschnack verzichtet. Dafür legt es ganz offenbar Wert auf sehr hochwertige Materialien und eine optimale Verarbeitung. Von der Optik her ähnelt das Laufrad einem Mountainbike - wie das kleine Zweirad von Berg. Ein Allrounder mit einem ganz speziellen Rahmen, den so bisher kein anderes Modell in unserem Test hatte. Dieser besteht aus Polyamid und Glasfaser. Polyamid ist ein technischer Kunststoff. Polyamide (PA) werden in gewaltigen Mengen zu Fasern verarbeitet, zählen allerdings auch zu den wichtigsten technischen Thermoplasten. Der Rahmen ist im Spritzgussverfahren hergestellt und besteht laut Hersteller zu 100 Prozent aus recyclingfähigem Material. Der Lack des Rahmens kommt zudem ohne Farbstoffe aus.

Weitere empfohlene Modelle

Neben den bereits genannten Modellen gibt es viele weitere qualitativ hochwertige Laufräder auf dem Markt. Hier eine kurze Übersicht:

  • Puky LR 1: Ein Klassiker mit tiefem Einstieg und robustem Stahlrahmen.
  • Puky LR Trail: Eine Sonderedition für Abenteuer in Wald und Wiese mit grobstolligen Reifen.
  • Woom Original 1: Ein unschlagbar leichtes Laufrad mit altersgerechtem tiefen Einstieg.
  • Strider 12 Classic: Mit Moosgummireifen und leichtem Stahlrahmen.
  • Kokua Like a Bike Jumper: Für große Sprünge mit Elastomer-Federung.
  • Frog Bikes Tadpole Mini: Das kleinste Laufrad mit Hinterradbremse und Klingel.
  • KU Bikes Laufrad 12 Custom: Individuell zusammenstellbar und komplett im Allgäu montiert.
  • Early Rider Lite: Mit stabilem Vollholzrahmen und lässigem (Kunst-) Ledersattel.

Laufrad Test 2022/2023 - Die besten 5 Modelle im Vergleich vom Eltern-ABC

Für unseren Laufrad Test 2022/2023 haben wir über 20 Laufräder miteinander verglichen. Die besten fünf haben es in unsere Vergleichstabelle geschafft. Dieser Tabelle kannst du die wichtigsten technischen Daten und Eigenschaften der einzelnen Laufräder entnehmen und gleichzeitig miteinander vergleichen.

Welche Vorteile hat ein Laufrad?

Ein Laufrad kann euch verschiedene Vorteile bieten, wovon nicht jeder Vorteil bei jedem gleich ausgeprägt sein muss. Es ist jedes Kind individuell zu betrachten. Ein Laufrad ist hervorragend für Kinder, die gern schnell unterwegs sind. Noch ein dicker Pluspunkt ist, dass es durch das Laufrad angeregt ist, sich schneller fortzubewegen und sich überhaupt selbst zu bewegen. Oft sind lange Spaziergänge für Kinder auf Dauer zu langweilig. Sie wollen dann irgendwann nicht mehr laufen und überhaupt kann man als Erwachsener oft nur langsam gehen, weil die kurzen Kinderbeinchen nicht hinterherkommen. Häufig muss das Kind dann auch getragen werden, weil die Beine müde sind. Mit einem Laufrad kann euer Kind länger durchhalten, ist schneller unterwegs und hat selbst mehr Freude am Spazieren.

Ab welchem Alter kann ein Laufrad genutzt werden?

Generell sagt man, dass ein Kind ab etwa einem Jahr lernen kann sich mit einem Laufrad fortzubewegen. Allerdings ist das natürlich nicht auf den Tag genau bestimmt. Die Größe ist ein entscheidender Punkt. Findet sich kein passendes Laufrad in der richtigen Größe, solltet ihr auch noch warten bis ihr eurem Kind ein Laufrad holt. Ist das Laufrad zu groß, macht ihr es eurem Kind nur unnötig schwer. Dann hat es am Ende keine Freude am Laufrad fahren lernen und ist nur gefrustet. Außerdem besteht dann auch eine Verletzungsgefahr. Der Gleichgewichtssinn kann unterschiedlich ausgeprägt sein. Zwar trainiert ein Laufrad auch den Gleichgewichtssinn, aber dafür sollte dieser dennoch schon gut genug ausgeprägt sein. Konzentration sollte für das Laufrad fahren genügend vorhanden sein, denn euer Kind muss sich beim Laufrad fahren nicht nur auf seine Umgebung konzentrieren, sondern auch auf das Laufrad. Lässt es sich noch zu sehr ablenken, solltet ihr noch etwas warten oder nur langsam anfangen Laufrad fahren zu lernen. In diesem Fall solltet ihr euer Kind am Anfang besonders oft darauf hinweisen, dass es sich auf das Laufrad und seine Umgebung konzentrieren soll.

Welche Größe ist sollte das Laufrad haben?

Damit euer Kind möglichst viel Freude am Laufradfahren hat, sollte das Laufrad die geeignete Größe haben. Das ist auch eine wichtige Voraussetzung, damit das Fortbewegen mit dem Laufrad verletzungsfrei bleibt und euer Kind auch lange durchhalten kann. Zusätzlich kann eine falsche Größe auf Dauer zu Haltungsfehlern und Gelenkschmerzen führen. Nehmt euer Kind am besten zum Laufradkauf mit oder messt die Schrittlänge sowie die Körperlänge aus.

Tabelle zur Größenorientierung:

Körpergröße (cm) Alter (Jahre) Schrittlänge (cm) Sattelhöhe (cm)
68 - 78 ca. 1 20 - 26 19 - 25
78 - 88 ca. 1,5 - 2 26 - 33 -
88 - 98 ca. 2 - 3 - -
98 - 108 ca. 3 - 4 39 - 46 -
ab 108 ab 4 ab 46 ab 45

Welche Arten von Laufrädern gibt es?

Neben den verschiedenen Größen an Laufräder für verschiedene Altersgruppen, unterscheiden sich Laufräder vor allem in Sachen Material. Hier gibt es drei Gruppierungen, welche Kinderlaufräder in entsprechende Arten unterscheiden.

  1. Laufrad aus Holz: Holzlaufräder sind meist aus massivem Birkenholz gefertigt. Das Holz der Birke ist zum einen relativ leicht und zum anderen extrem stabil und robust. Aufgrund dieser Eigenschaften eignet es sich hervorragend für Laufräder. Modelle aus Holz sind oft besonders langlebig und zeigen selbst nach viel Nutzung nur wenige Ermüdungserscheinungen. Außerdem sind diese Modelle besonders nachhaltig und bieten die wohl geringste Verletzungsgefahr. Holzlaufräder besitzen oft eine Plastik oder Vollgummibereifung und sind meist für Kinder ab 12 Monate, bis maximal 3 Jahre geeignet.
  2. Laufrad aus Metall: Für Laufräder aus Metall wird meistens Aluminium verwendet. Aluminium ist sehr leicht, aber dennoch stabil. Das ist besonders dann von Vorteil, wenn euer Kind noch etwas jünger ist und das Laufrad selbst tragen muss. Außerdem sind Laufräder aus Metall sehr robust und können auch mal einen Sturz aushalten, ohne gleich kaputt zu gehen.
  3. Laufrad aus Kunststoff: Laufräder aus Kunststoff sind meist sehr leicht und eignen sich daher besonders gut für jüngere Kinder. Allerdings sind sie nicht so robust wie Laufräder aus Holz oder Metall.

Fazit

Die Wahl des richtigen Laufrads hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter das Alter und die Größe des Kindes, das Budget und die persönlichen Vorlieben. Ob Puky, Woom oder Elvent - jedes Modell hat seine Vor- und Nachteile. Wichtig ist, dass das Laufrad sicher und bequem ist und dem Kind Spaß macht.

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