Endura Fahrradbekleidung für Damen im Test: Innovation und Komfort für jede Tour

So langsam kann die dicke Jacke wieder in den Schrank gehängt werden. Denn mit der Vorfreude auf den Frühling präsentieren viele Sportartikelhersteller nun ihre neuesten Kollektionen, die speziell auf die Bedürfnisse für Fahrradfahrer abgestimmt sind. IMTEST verrät, worauf sich E-Biker und natürlich auch Radler ohne Motor freuen können und welche Kleidung bei keiner Tour fehlen darf.

Jack Wolfskin: Softshelljacke Morobbia Wind Jkt M mit brrr-Technologie

Lang geschnittener Rücken und verkürzte Frontpartie sowie leicht zugängliche Taschen. Die neue Fahrrad-Kleidung von Jack Wolfskin ist nach eigenen Angaben optimal aufs Radfahren abgestimmt. Winddicht, wasserabweisend und hoch atmungsaktiv beschreibt der Hersteller selbst seine Softshelljacke Morobbia Wind Jkt M. Sie soll dabei nicht nur klein packbar sein, sondern dank der sogenannten brrr-Technologie für einen kühlenden Effekt sorgen. Dadurch wird laut Jack Wolfskin die Temperatur auf der Haut sofort und dauerhaft gesenkt.

Die Softshelljacke Morobbia Wind Jkt M von Jack Wolfskin verfügt über eine spezielle Technologie, die für angenehme Kühlung auf der Haut sorgen soll. Laut Jack Wolfskin wiegt die Jacke nur 140 Gramm und kostet 109,95 Euro. Die Softshelljacke von Jack Wolfskin ist mit praktischen Gesäß- und Schlüsseltaschen ausgestattet.

Inspiriert von Gecko-Füßen: Handschuhe Cecko Bike Glove von Ziener

Inspiriert von den Füßen eines Geckos, hat der Hersteller seine Handschuhe mit einer speziellen 3D-Innenhandtechnologie ausgestattet. Viele flexible, griffige Noppen in unterschiedlichen Zonen sollen das Abrutschen vom Lenker verhindern und zusätzlich für Komfort sorgen. Ziener selbst sagt über seinen Handschuh Cecko, dass er mit der Hand zu einer Einheit wird und zudem größte Bewegungsfreiheit bietet. Die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers beträgt 49,99 Euro.

Pinstripe Pro-Trikot von Q36.5: Trainieren wie ein Profi

Einer der Bestseller soll das Pinstripe Pro-Trikot sein, welches mit einem neuen und innovativen Schnitt präsentiert wird. Praktisch für etwas anstrengendere Touren bei hohen Temperaturen: Das Shirt soll atmungsaktiv und dank des dreidimensionalen Gewebes schnell trocknend sein. Die Italiener selbst sagen von ihrer Kleidung, dass sie besonderen Wert auf Tragekomfort, Sicherheit und Leistung legen. Für gute Laune sorgen die knalligen Farben, in denen das Pinstripe Pro-Trikot jeweils für Damen und Herren angeboten wird. Kosten: 162,82 Euro.

Zum Radeln und für die City: Hose Comyou von Vaude

Die Fahrrad-Leggings Comyou von Vaude eignet sich auch für andere Sportarten oder den Stadtbummel. Hier ist bewusst auf ein Sitzpolster verzichtet worden, damit die Hose vielseitig einsetzbar ist. Egal ob mit einem Longshirt zum Stadtbummel oder mit einem T-Shirt zum Joggen kombiniert, in allen Bereichen will die Comyou eine gute Figur machen. Für angenehmen Komfort und Bewegungsfreiheit sorgt das Vier-Wege-Strechmaterial. Darüber hinaus verfügt das Kleidungsstück über eine kleine Beintasche sowie reflektierenden Elementen. Der Preis für die Hose liegt bei 80 Euro.

Keine Tour ohne Regenjacke: Endura Hummvee Lite

Das Modell Hummvee Lite von Endura verspricht, wasserdicht, winddicht und atmungsaktiv zu sein. Für die Wasserdichtigkeit sollen unter anderem vollständig versiegelte Nähte sorgen. Die Jacke besteht zudem aus 2,5 Lagen, ist hinten länger geschnitten, soll PFC frei sein, besitzt eine kleine Tasche sowie reflektierende Elemente. Eine sogenannte Sturmlasche hinter dem Frontreißverschluss lässt keinen Wind durch. Kosten: 99,95 Euro.

Für den sicheren Halt: Fahrrad-Schuhe Garmont 9.81 Hi-Ride

Ein gutsitzender Schuh ist beim Fahrradfahren nicht zu unterschätzen, denn gerade, wenn man mit dem E-Bike etwas schneller unterwegs ist, sollte er dem Radfahrer nicht nur guten Halt bieten, sondern auch den Fuß schützen, wenn man doch mal von den Pedalen abrutschen sollte. Der Garmont 9.81 Hi Ride ist ein sogenannter Hybridschuh, der sich gleichermaßen zum Wandern und Radeln eignet. Dafür sorgt die Sohlenkonstruktion, die auf der einen Seite steif genug sein soll, um effizient in die Pedale zu treten und zeitgleich so bequem sein soll, um eine längere Strecke zu wandern. Laut Garmont liegen die Stollen so weit auseinander, dass die Schuhe den erwünschten Kompromiss zwischen Griffigkeit, Traktion und Strapazierfähigkeit bieten. Der 9.81 Hi-Ride ist in den Farbkombinationen Schwarz/Gelb und Moosgrün/Geld für 140 Euro erhältlich. Reflektierende Elemente sorgen für erhöhte Sichtbarkeit im Dunkeln.

Falke BC Impulse Unisex Biking Socken versprechen Fußmassage beim Radeln

Fahrradsocken, wie die von Falke, versprechen, dass sie eng am Fuß anliegen und so zusätzlichen Halt bieten. Aber was unterscheidet diese speziellen Kleidungsstücke von normalen Modellen? Laut Falke ist ihr Produkt, die BC Impulse Unisex Biking Socken, aus stimulierendem Netzstrick gefertigt, wodurch der Fuß massiert wird, und Taubheitsgefühle vermieden werden sollen. Durch den offenen Netzstrick an der Sohle sollen zudem Schweiß und Wärme optimal abgeführt werden. Die Polsterung soll in Verbindung mit der Reizung der Rezeptoren in den Fußballen und den Zehen eine bessere Balance und Dynamik bieten, sowie für eine optimale Kraftübertragung sorgen. Die Falke-Socken sind nach eigenen Angaben feuchtigkeitsregulierend, schnell trocknend und sollen sogar kühlend wirken. Kosten für ein Paar: 20 Euro.

Weste MT500 von Decathlon: Perfekt für schwankende Frühlingstemperaturen

Westen eignen sich perfekt als Jacke oder wärmende Zwischenschicht. Eine Weste kann dabei sowohl als Jacke fungieren, als auch als wärmende Zwischenschicht. Das Modell MT500 von Decathlon soll winddicht und atmungsaktiv sein, zudem bietet es laut Hersteller dank Microfleece am Rücken optimalen Komfort bis 13 Grad. Mit einem angegebenen Gewicht von 250 Gramm belastet sie den Rucksack kaum. Das imprägnierte Obermaterial vorne und an den Schultern soll wasserabweisend sein. Die praktische Weste kostet 34,99 Euro.

Winterjacken-Test für Fahrradfahrer

Regen, Schnee und eisige Temperaturen sind kein Grund das Bike in der Garage stehen zu lassen. Vorausgesetzt die Kleidung stimmt. Die schottischen Entwickler von Endura kennen sich mit kalt-nassem Wetter aus. Daher ist die MT500 Serie der Platzhirsch in Sachen Regenkleidung. Am Zusatz Freezing Point lässt die Winter-Version erkennen. Für 2022 haben die Schotten ihre Jacke, Hose und Handschuhe für die richtig kalten Tage überarbeitet und eine Damenversion hinzugefügt.

Radsportler müssen leiden - erst recht im Winter? Von wegen! Diese Winterjacken zum Stadtradeln, Mountainbiken, Graveln und Rennradfahren beweisen, dass man es auch mollig-warm haben kann, ohne sich dabei tot zu schwitzen. Die hier gezeigten Winterjacken wurden von uns BikeX-Redakteuren über Wochen, teils Monate hinweg im Alltag gefahren und getragen, weswegen die Modelle und Preise sehr unterschiedlich ausfallen. Untereinander vergleichen kann man sie also nicht.

Die besten Damen-Winterjacken im Alltags-Test!

  • ION MTB Jacke Primaloft Shelter Damen: Gut durchdachte Details wie die verstellbare Kapuze, zwei Reißverschlusstaschen, ein integriertes Brillenputztuch und kleines Packmaß machen die Shelter Primaloft MTB-Jacke zur gern gesehenen Begleiterin von Redakteurin Katharina Binzenhöfer. Der atmungsaktive Fit verhindert Überhitzen, selbst bei langen Anstiegen.
  • Gonso Trail Jacket Primaloft W: Die Jacke ist sehr universell einsetzbar: unter einer Hardshell-Regenjacke auf dem City-Bike oder an sehr kalten Tagen im Bikepark, an denen ich im Lift nicht frieren möchte. Sogar auf Skitour macht sie eine richtig gute Form.
  • ION Shelter 2L Softshell Damen: "Die Shelter 2L Damen-Softshell von Ion ist bei mir im Winter im Dauereinsatz", sagt unsere Volontärin Katharina Binzenhöfer. "Ich kombiniere sie je nach Temperatur mit einer Primaloft-Weste oder -Jacke.
  • Gonso Marmora: "Ich bin ein echter Freund von Produkten mit Primaloft-Isolierung. Die "Kunstdaune" hat kein Tierleid verursacht, ist laut Herstelleraussage in manchen Fasern aus Recycling-Material und hält in quasi allen Klamotten, die ich habe, mollig warm.

Endura MT500 Freezing Point Jacke

Durch den gezielten Einsatz von isolierendem, wasserabweisendem und atmungaktivem Stretch-Material soll die MT500 Freezing Point Jacke den Fahrer warm halten und gleichzeitig robust sein. Damit man an steilen Rampen trotzdem nicht überhitzt, verfügt sie über Lüftungsöffnungen an den Achseln. Zusätzliche Kühlung bieten die zwei Zipper-Fronttaschen. Für 2022 bietet Endura eine extra Damenversion mit angepasstem Schnitt an. Bei der Herrenversion haben die Briten lediglich Details verbessert. In den Größen XS bis XXL und in jeweils zwei Farben ist die MT500 Freezing Point zu haben.

MT500 Freezing Point Weste

Ob unter der Jacke oder über dem Trikot. Die Freezing Point Weste dient als zusätzliche Isolationsschicht. Sie verfügt über die gleichen Eigenschaften, wie die MT500 Jacke, nur ohne Ärmel und Kapuze. Sie enthält das gleiche Material, einen robusten Schulterbereich mit Silikon, Fronttaschen, die auch als Belüftungsöffnungen dienen, sowie reflektierende Elemente am hinteren Rückenteil. Die Weste ist in Blau und Schwarz in den Größen XS-XXL erhältlich.

MT500 Freezing Point Handschuhe

Die Finger frieren meist als erstes an kalten Tagen. Denn sie sind dem Fahrtwind schutzlos ausgeliefert. Noch schlimmer wird es , wenn es regnet oder schneit. Dank einer Isolationsschicht und einer wasserdichten Membran sollen die MT500 Freezing Point Handschuhe die Hände trocken und warm halten. Ein hoher Schaft mit Klettverschluss sorgt für einen guten Halt und leichteres An- und Ausziehen.

Enduras Winterhose im Test

Im aktuellen Test tritt Enduras Winterhose gegen die Konkurrenz von Fox, Rapha, Craft und Gonso an. Wie sich die MT500 Freezing Point geschlagen hat und wie warm sie wirklich hält, lest ihr in der neuen Ausgabe BIKE 01/2022.

Alles in allem ist dies eine leichte Regenjacke, die gegenüber anderen Regenjacken mit vier Funktionen glänzt. 1) Absolut winddicht, also auch als Windjacke geeignet. 2) Absolut regendicht, da kommt kein Wasser durch. 3) Sowohl für MTB-Touren als auch für Wanderungen geeignet. 4) Immer dabei, durch das geringe Gewicht und das kleine Packmaß passt die Jacke sogar in eine Hüfttasche.

Die ENDURE Regenhose verfügt über die gleiche GORE-TEX PACLITE® PLUS Technologie wie die ENDURE Regenjacke. Die einzige Reißverschlusstasche auf der rechten Seite ist weiter hinten angebracht, damit Smartphone oder Portemonnaie beim Treten nicht stören. Sie dient aber auch als integrierte Packtasche. Dazu zieht man die Tasche heraus und stopft die ganze Hose hinein. Das geht ganz einfach, denn der Zipper befindet sich sowohl auf der Außen- als auch auf der Innenseite.

Die Jacke verfügt über die GORE-TEX PACLITE® PLUS Technologie. Die GORE-TEX Membran wurde dabei auf die abriebfeste Außenschicht geklebt. Dadurch ist die Endure-Jacke zu jeder Zeit wasser- und winddicht sowie extrem leicht. Ganz oben an der Innenseite der Kapuze befindet sich eine gummierte Einlage, die dafür sorgt, dass die Kapuze am Helm haften bleibt und nicht bei jedem Windstoß sofort abrutscht. Die Kapuze habe ich über mehrere meiner Helme gezogen. Sie passte auf jeden Helm und ist oben weiter geschnitten als unten. Die Jacke sitzt auch mit Rucksack sehr gut, die Ärmel sind ausreichend lang und der Rücken ist verlängert.

Bei meinen Touren hatte ich entweder meinen Rucksack oder meine Hüfttasche dabei. Und da unterscheidet sich die GOREWEAR Endure ganz klar von Produkten anderer Jackenhersteller. Ich kam während der Fahrt problemlos an jeden Reißverschluss der Jackentaschen und konnte z. B. einen Riegel etc. herausziehen. Speziell bei den Hüfttaschen blockiert bei anderen Jackenherstellern der Hüftgürtel die Jackentaschen, bei der GOREWEAR Endure nicht. Dieses Feature gefällt mir sehr gut. Außerdem lässt sich die Jacke leicht in einer der Fronttaschen verstauen. Einfach das Innenteil herausziehen und die ganze Jacke in die Tasche packen. Der Zipper befindet sich auf beiden Seiten. Durch die integrierte Lasche kann man die Jacke auch am Gürtel aufhängen oder z. B. Uphill habe ich mich über die ausgezeichnete Atmungsaktivität der Jacke gewundert. Ich hatte keinen Hitzestau, obwohl ich bei ca. Die Jacke hat sogar starkem Wind standgehalten, meine zusätzliche Windjacke benötige ich ab sofort nicht mehr.

Auf dem Trail habe ich festgestellt, dass mich nichts an der Jacke stört. Perfekter Sitz, kein Ziehen oder Drücken am Oberkörper oder an den Armen auf dem Sattel oder im Wiegetritt. Das liegt auch an der vorgeformten Ellbogenpartie. Da ich nicht nur auf Trails fahre, sondern auch längere Strecken entlang des Rheins, konnte ich auch einigen Regenschauern mit Wind nicht ausweichen. Wie auf den Trails im Wald war die Jacke absolut regen- und winddicht.

Die BTWIN City 540 hat ein wattiertes Innenfutter, gummierte Bündchen an den Armabschlüssen und einen hohen Kragen. Komplett geschlossen, wärmt sie gut, Fahrtwind hat kaum Chancen, einzudringen. Wird es zu warm, kann man links und rechts unterhalb der Achseln Reißverschlüsse auf einer Länge von rund 20 Zentimetern öffnen.

Diese Reißverschlüsse, ein großer vorn und zwei über den seitlichen Taschen, sind nicht abgedichtet, aber jeweils von einem Stück Umschlagstoff geschützt. Über dem Hauptreißverschluss ist dieser Stoff so breit gehalten, dass er auch noch den Reißverschluss der Brusttasche abdeckt. In die wiederum passen auch große Smartphones gut hinein. Bei einer Fahrt durch Regen blieb mein Smartphone darin trocken.

Ich übrigens auch. Allerdings wird der Stoff nach einer Stunde Regenfahrt langsam feucht, aber nur außen. Bei Temperaturen um die sieben Grad wurde es nach einer halben Stunde sehr warm in der Jacke. Die Lüftung unter den Armen hilft etwas, aber für sportliche Fahrten bei herbstlichen Temperaturen ist sie zu warm.

Die Kapuze ist nicht gefüttert. Sie hat einen nicht einstellbaren Gummizug und hinten eine kleine Lasche zum enger Ziehen. Sie sitzt ausreichend stramm, sodass sie bei Gegenwind nicht nach hinten umklappt. Allerdings zieht mir der Gummizug trotz der Einstelllasche den kleinen Schirm so über die Augen, dass mein Sichtfeld eingeschränkt wird. Ich muss den Schirm nach oben klappen, und dann wirkt er nicht mehr. Die Kapuze passt nur unter meinen Helm, nicht darüber. Wer die Kapuze nicht benötigt, kann sie im Kragen verschwinden lassen.

Die Jacke wiegt mit 870 Gramm recht viel, ist aber, anders als viele Konkurrenzmodelle, auch gefüttert.

Die EXPLR Waterproof Lightweight ist tatsächlich beides: wasserfest und leicht. Auf meiner einstündigen Pendlerstrecke bin ich darin zumindest nicht nass geworden. Es kommt nach einiger Zeit etwas Feuchtigkeit in das Material, die aber nicht stört. Leicht und gut packbar ist die Jacke auch: Mit 268 Gramm ist sie fast so leicht die weiter unten beschriebene GV500 von Endura.

Der Preis für das geringe Gewicht: Die EXPLR hat nur eine von außen zugängliche Tasche an der Brust. Seiten- oder Innentaschen fehlen. Immerhin kann ich in der Brusttasche mein Smartphone (auch große Geräte passen) trocken aufbewahren. Der Reißverschluss der Tasche ist, ebenso wie der Hauptreißverschluss, abgedichtet. Ich kann die Jacke am Abschluss hinten am Rücken mit einem Gummizug enger ziehen, ebenso die Kapuze. Letztere passt bei mir nur unter den Helm, nicht darüber. Fahre ich ohne Helm, so bleibt die Kapuze trotz Fahrtwind fest am Kopf.

Mit einem eher locker sitzenden Schnitt richtet sich die Save Essential weniger an Rennradfahrer als an Pendler und Radreisende, die auf dem Rad Bewegungsfreiheit schätzen. Der Schnitt ist unauffällig, die Farben modisch. So kann man die Jacke nicht nur auf dem Rad tragen, sondern auch mal in der Mittagspause oder abends auf dem Weg zur Verabredung.

Trotz des lockeren Schnitts flattert der Stoff nicht im Fahrtwind. Das Material ist ausreichend steif, aber gleichzeitig bequem. Das liegt auch an dem netzartigen Innenmaterial, das leicht wärmt, aber auch Schweiß aufnimmt. Atmungsaktiv ist die Außenjacke aber nicht. Das macht sich bemerkbar: Auf meinem Arbeitsweg gerate ich bei Außentemperaturen um zwölf Grad ins Schwitzen.

Innen gibt es eine Smartphonetasche. Sie verhindert mit einem kleinen Gummizug, dass die teure Fracht beim Ausziehen der Jacke herausfällt. Vorteil gegenüber einem Reißverschluss: Man kann das Smartphone mit einer Hand herausfischen, wenn der Hauptreißverschluss halb geöffnet ist. Der Nachteil: Große Smartphones wie ein iPhone Pro Max oder Pixel Pro passen kaum hinein.

Im Regen hielt mich die Jacke etwa eine halbe Stunde lang trocken. Anschließend wurde ich nicht direkt nass, aber die Feuchtigkeit drang bei Dauerregen langsam durch.

Der 1Dry2 Manteloverall ist genau das: Mantel und Overall in einem Kleidungsstück. Ersonnen hat das Konzept die Hamburger Gestalterin Bianca Gabriel. Die leidenschaftliche Radfahrerin wollte ein Kleidungsstück, das auch bei kräftigem Regen den gesamten Körper schützt, gleichzeitig aber bequem ist und nicht nach Funktionskleidung aussieht.

Wir würden die Funktion als Mantel als Basisfunktion sehen, den Einsatz als Overall für Situationen, in denen es auf kompletten Regenschutz ankommt. Als Mantel lässt sich der 1Dry2 einfach anziehen wie jeder andere Mantel auch. Der hochwertige, absolut regendichte Stoff ist weicher, aber auch schwerer, als bei anderen Regenjacken.

Er wird ergänzt durch gedichtete Reißverschlüsse auch an den Taschen, einen Überwurf für den zentralen Reißverschluss, der sich von oben und unten öffnen lässt sowie durch Spanner in der Taille und an der Kapuze, um den Mantel besser anpassen zu können.

Die Kapuze passt sowohl über als auch unter einen Fahrradhelm. Der recht lange Mantel kann im unteren Bereich über einen Reißverschluss enger und weiter geöffnet werden - hier muss man bei leichtem Regen einen Mittelweg finden zwischen der Abdeckung der Oberschenkel und der Beinfreiheit, die man zum Radeln braucht.

Regnet es stärker, so baut man den Mantel zum Overall um. Man muss zwar absteigen, aber nicht die Schuhe ausziehen: Die doppelten Aufschläge des Mantels lassen sich links und rechts zu Beinen verwandeln. Sie sind mit einem Druckknopf und einem Klettverschluss befestigt.

Die abgedichtete Brusttasche eignet sich zudem gut für ein Smartphone. Das Material aus drei dünnen Lagen ist erstaunlich stabil. Verzichtet hat Endura jedoch auf weitere Taschen oder besondere Features: Lediglich die Kapuze lässt sich verstellen. Im Test im Hamburger Dauerregen bewährt sich das atmungsaktive und dennoch komplett wasserdichte Material. Alle Nähte sind versiegelt, der Reißverschluss vorn hat eine Sturmlasche und bleibt ebenfalls dicht.

Endura bietet die Jacke in den Farben Schwarz, Olivgrün und »Paprika« an. Letzteres leuchtet hellrot. Das Modell gibt es ausschließlich in einem Schnitt für Männer und in sieben Größen.

Tatsächlich hat AGU das Design eines Herrenhemdes in eine Art Regenmantel für Frauen übertragen. Im Testverlauf zeigt sich, dass das Konzept aufgeht: Der Regenmantel lässt sich einerseits gut über bürotaugliche Kleidung ziehen und fällt mit seinem Design andererseits im quirligen Hamburger Stadtteil Ottensen kaum auf.

Die zahlreichen Knöpfe sind zwar alle nur Designelemente, verdecken aber Druckknöpfe: Mit ihnen lassen sich die Schutzlasche auf dem vorderen Zwei-Wege-Reißverschluss schließen, die Armabschlüsse in zwei Stufen verstellen und die beiden Brusttaschen öffnen. Dazu kommen zwei verdeckte Seitentaschen mit Reißverschluss und eine schließbare Innentasche - viel Raum für die Mitnahme von Smartphone, Schlüssel oder Portemonnaie. Zwei Schlitze an den Seiten und der auch von unten zu öffnende Reißverschluss lassen Raum für die Beine, gleichzeitig ist der Beckenbereich vor Regen geschützt.

Das schwere Material (700 Gramm wiegt der Mantel in Größe S) ist mit seinen gedichteten Nähten wasserdicht und gleichzeitig atmungsaktiv. Man muss den Mantel nicht gleich ausziehen, wenn sich kurz die Sonne blicken lässt oder ein Anstieg schweißtreibend Kraft erfordert. Allerdings: Einmal ausgezogen lässt sich der Mantel nicht so klein zusammenfalten wie andere Produkte im Test: Es braucht schon eine ausgewachsene Gepäckträgertasche oder einen Fahrradkorb, um das Rain Shirt zu transportieren. AGU bietet den Regenmantel nur in zwei Beigetönen (hell und dunkel) an.

Überblick: Fahrradbekleidung im Test

Produkt Beschreibung Preis (ca.)
Jack Wolfskin Morobbia Wind Jkt M Softshelljacke mit kühlender brrr-Technologie 109,95 Euro
Ziener Cecko Bike Glove Handschuhe mit 3D-Innenhandtechnologie 49,99 Euro
Q36.5 Pinstripe Pro-Trikot Atmungsaktives und schnelltrocknendes Trikot 162,82 Euro
Vaude Comyou Hose Vielseitige Fahrrad-Leggings ohne Sitzpolster 80 Euro
Endura Hummvee Lite Wasserdichte, winddichte und atmungsaktive Regenjacke 99,95 Euro
Garmont 9.81 Hi-Ride Hybridschuh zum Wandern und Radeln 140 Euro
Falke BC Impulse Unisex Biking Socken Socken mit stimulierendem Netzstrick für Fußmassage 20 Euro
Decathlon MT500 Weste Winddichte und atmungsaktive Weste 34,99 Euro

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