Fahrradfahren im Englischen Garten: Regeln und Tipps für eine entspannte Tour

Einer der bequemsten Wege, den Englischen Garten zu entdecken, ist sicherlich mit dem Fahrrad, besonders bei schönem Wetter. Die Wege sind breit genug und außerdem kommt man in kürzester Zeit überall hin. Zudem kann man sich auch mal Sachen anschauen, die man zu Fuß vielleicht nicht anschauen würde.

Fahrradverleih im Englischen Garten

Du hast verschiedene Möglichkeiten, ein Fahrrad auszuleihen oder zu mieten.

MUCbike

Erste Anlaufstelle wäre MUCbike direkt neben dem Milchhäusl. Der Fahrradverleih befindet sich gleich beim Haupteingang zum Englischen Garten. Hier kannst Du ausschließlich eBikes mieten, aber das ist natürlich sehr bequem. Die genaue Adresse wäre: Veterinärstr. Axel von MUCbike: „Wir haben - bei zumutbarem Wetter - von April bis Oktober täglich geöffnet, die aktuellen Öffnungszeiten kannst Du über Google Maps abfragen.

MVG Rad

Direkt am Englischen Garten gibt es auch feste Radstationen, sozusagen der Fahrradverleih vom MVG. Die Radstationen werden vom MVG immer wieder aufgefüllt, so dass in der Regel Leihfahrräder zur Verfügung stehen. Zusätzlich gibt es seit neuestem auch die Möglichkeit, eBikes zu mieten. Über die MVG-Rad App kann man die verfügbaren Fahrräder lokalisieren.

Die MVG Rad-Stationen für einen Fahrradverleih direkt am Englischen Garten findet man an folgenden Straßen:

  • Königinstr. 44
  • Münchner Freiheit Leopoldstr. 71
  • Universität Ludwigstr. 27
  • Prinzregentenstr.

Wer lieber eine geführte Fahrradtour durch den Englischen Garten bevorzugt, geht entweder zu MUCbike (in deutscher und englischer Sprache) oder schaut sich die Angebote von unserem Partner GetYourGuide an. Das Besondere bei MUCbike: Wer mag bekommt unsere „Insider-Infos“ mit auf den Weg.

Sehenswürdigkeiten entlang der Fahrradroute

Neben den Sehenswürdigkeiten der Innenstadt und Altstadt wie den Marienplatz, dem Rathaus, den Viktualienmarkt sowie dem Hofgarten und dem Königsplatz kommst Du bequem im Englischer Garten an folgenden Highlights vorbei:

  • die weltberühmte Eisbachwelle
  • dem Haus der Kunst
  • dem Monopteros mit der grandiosen Aussicht
  • direkt am Chinesischen Turm mit dem Biergarten
  • sowie am Kleinhesseloher See

Beispielsweise zu nennen wäre das Stauwehr Oberföhring sowie von dort zum nahe gelegenen Restaurant St. Emmerams Mühle mit herrlichem Biergarten. Außerdem wäre der Aumeister Biergarten ganz im Norden zu nennen. Auch kann man sich den nördlichen Teil des Parks bequem anschauen.

Monopteros

Hier locken unter anderem der berühmte Monopteros, der Chinesische Turm und die Eisbachwelle. Im weitläufigen Park lohnt sich zu jeder Jahreszeit ein Spaziergang. Der Monopteros ist gleichermaßen bekannt und beliebt - völlig zu Recht: die Aussicht von oben ist grandios und bei Sonnenschein und Herbstfarben macht die Silhouette der Altstadt gleich noch mehr her. Vom Monopteros aus seht ihr den Englischen Garten in seinen schönsten Facetten. Der tempelartige Rundbau wurde 1836 samt Hügel in die südliche Parklandschaft eingefügt. König Ludwig I. lies einen offenen Rundtempel im griechischen Stil auf einem 15 m hohen, künstlichen Hügel erbauen zu Ehren von König Maximilian I.

Chinesischer Turm

Das vielleicht bekannteste Bauwerk im Englischen Garten ist der Chinesische Turm mit seinem Biergarten im Sommer. Der Pagodenbau im kaiserlich-chinesischen Stil ragt 25 Meter in die Höhe und geht auf einen Entwurf von 1789 zurück. Mehrmals brannte der Turm aus, er wurde aber jedes Mal originalgetreu wiederaufgebaut. Gleich nebenan gibt es für die Kleinen ein Kinderkarussell im Biedermeier-Stil. Im Advent findet hier ein Christkindlmarkt statt.

Ein Top-Ereignis ist der Kocherlball am Chinesischen Turm, der einmal jährlich meist an einem Sommersonntag im Juli zwischen 6 und 10 Uhr morgens stattfindet. Der Trachtenball geht zurück auf eine Tradition Münchner Hausangestellter, die sich vor der Arbeit zum Tanz trafen.

Auf meiner Führung durch den Englischen Garten begleite ich Sie natürlich auch zum Chinesischen Turm, dem bekannteste Bauwerk und Wahrzeichen des Englischen Gartens. Der 25 Meter hohe Turm wurde 1789 nach einem Vorbild des 50 m hohen Chinesischen Turms im königlichen Kew Garden im Südwesten Londons erbaut. Der Chinesische Turm wurde im Englischen Garten als Aussichtsturm gebaut.

Eisbachwelle

An der Eisbachwelle beim Haus der Kunst sind das ganze Jahr über viele Wellenreiter*innen auf ihren Brettern unterwegs und schrecken nicht vorm kalten Wasser zurück. Na gut, ihr könnt euch als Alternative auch zu den Wasserfällen am Eisbach begeben. Dort ist es ruhiger und ihr könnt auf einer der Bänke einen Sonnenplatz suchen. Das Surfen an der Eisbachwelle nahe des Hauses der Kunst ist im Sommer 2010 legalisiert worden. Allerdings gilt diese Erlaubnis nur für geübte Surfer*innen - weniger geübte Sportler*innen können sich an der Floßlände testen.

Im Stadtteil Lehel tritt an der Prinzregentenstraße, nur wenige Schritte vom Haus der Kunst entfernt, der Eisbach an die Oberfläche. Der Bach ist dort nicht nur eiskalt (8 Grad), sondern auch extrem reißend schnell. Eine Steinstufe an der Austrittsstelle erzeugt eine etwa einen halben Meter hoch stehende Welle. Deshalb sind die meisterhaft surfenden Eisbach-Surfer so berühmt.

Nachtfahrverbot: Surfen ist nur in der Zeit von 05:30 bis 22 Uhr erlaubt. Es darf ausschließlich mit einer selbst öffnenden Leash (Sicherheitsleine) gesurft werden. Surfen ist grundsätzlich nur mit Begleitung erlaubt. Diese passt vom Ufer aus auf und alarmiert im Notfall die Rettungskräfte (Buddy-Prinzip).

Japanisches Teehaus

Erst 1972 entstand das Japanische Teehaus. Am Südende des Parks steht es auf einer künstlichen Insel im Schwabinger Bach. Japan-Fans treffen sich dort regelmäßig zur traditionellen Teezeremonie. Im kleinen Teich sind Enten und Schwäne zu Hause. Das Japanische Teehaus „KanShoAn“ wurde 1972 der Stadt München anlässlich der XX. Olympischen Sommerspiele von der Japanischen Partnerstadt Saporro geschenkt. Der frisch angelegte Japanischen Garten und das Teehaus sind ein Zeichen deutsch-japanischer Freundschaft der Städtepartnerschaft von München und Saporro.

Rumfordschlössl

Hinter dem Chinesischen Turm steht das Rumfordschlössl, ein klassizistisches Gebäude aus dem Jahr 1791. Es wird heute als Natur- und Kulturtreff für Jugendliche genutzt.

Schwammerlweiher

Und wenn ihr mehr Zeit mitbringt, dann spaziert durch den Nordteil des Englischen Gartens bis zum sogenannten Schwammerlweiher mit seiner kleinen Insel. Einfach am Oberstjägermeisterbach entlang, dann ist der Weiher nicht zu verfehlen.

Kleinhesseloher See

Mal lebendig, mal entspannt geht's am Kleinhesseloher See an der Grenze zum nördlichen Englischen Garten zu. Der See ist zwar nicht zum Schwimmen geeignet, aber mit dem Ruder- oder Tretboot könnt ihr einen perfekten Tag auf dem Wasser verbringen. Nicht nur im Sommer sitzen hunderte Menschen am Ufer.

Etwas ruhiger geht es am Kleinhesseloher See zu. Man kann in dem See zwar nicht schwimmen aber eine lustige Bootsfahrt mit einem Ruderboot unternehmen. Ein Besuch im populären Biergarten neben dem Seehaus bietet zusätzliche Abwechslung. Auf dem zugefrorenen See amüsieren sich im Winter Schlittschuhläufer.

Der General-Intendant des Englischen Gartens war nach Friedrich Ludwig von Sckell dann Reinhard Freiherr von Werneck, der in diesem Stadtpark den Kleinhesseloher See als künstlichen See anlegte mit drei Inseln. Die größte Insel ist den Wasservögeln vorbehalten, die hier “mausern”.

Aumeister

Im nördlichsten Teil des Englischen Gartens liegt der populäre Aumeister. Das war früher das Königliche Jägerhaus, welches 1810 erbaut wurde. Der Biergarten liegt sehr idyllisch unter schattigen Bäumen.

Fahrradtouren und -wege

Der Englische Garten ist ein Freizeit-Traum für alle Hobby-Sportler: Radlfahrer*innen und Jogger*innen trainieren auf 78 Kilometer Wegen. Im Frühling, Sommer und Herbst spannen die Seiltänzer zwischen Bäumen ihre Slacklines, Frisbee-Spieler*innen werfen ihre Scheiben und Hobbykicker*innen treffen sich zum Fußball.

Der Englische Garten ist ein unfassbar toller Teil von München. Für Familien, für Spaziergänger, Surfer, Besucher, Biergarten Gäste und für Pendler, die mit den Fahrrad umweltfreundlich und schnell in die Arbeit, zur Kita oder anderen Orten wollen.

Was bietet der Englische Garten ausserdem seit über 200 Jahren: Ein 78 Kilometer langes Wegenetz bietet viele abwechslungsreiche Möglichkeiten für Jogger, Radfahrer, Inline-Skater oder Spaziergänger mit Hunden (an der Leine), für die es sogar eine großzügig angelegt Hundewiese im nördlichen Teil gibt.

Geführte Fahrradtouren

Wer lieber eine geführte Fahrradtour durch den Englischen Garten bevorzugt, schaut sich unser Angebot von unserem Partner GetYourGuide an (Werbung). Die Touren machen super Spaß und sind sehr kurzweilig.

Eine Fahrradtour durch den Englischen Garten und durch die Münchner Innenstadt bietet Euch die Möglichkeit, auf ganz aktive Weise die Sehenswürdigkeiten kennen zulernen. Du kannst auf eigene Faust die Stadt erkunden.

Die geführten Fahrradtouren München und durch den Englischen Garten beinhalten:

  • Münchner Reiseleiter - alle Reiseleiter sind in München ansässig und kennen die besten Strecken, Anekdoten und Zwischenstopps für eine erfrischende Pause
  • Sprache der Tour je nach Buchung in Deutsch oder Englisch
  • Komplett ausgerüstetes Leihfahrrad
  • Dauer der Tour: zwischen 3 und 4 Stunden
  • Treffpunkt ist in der Regel am Hauptbahnhof.
  • Mühelose Stornierung bis zu 24 Stunden vor Beginn mit vollständiger Rückerstattung (bei gebuchten Touren von GetYourGuide)

Tourenvorschläge

Fahrradtouren München - 3 ausgesuchte Tourenvorschläge zur Auswahl, die alle durch den Englischen Garten führen:

  • München Fahrrad-Citytour mit einheimischem Reiseführer
  • Halbtages-Tour per Fahrrad
  • Klasische Fahrradtour - Altstadt und Englischer Garten (Deutsch und Englisch)

Besonders beliebt bei Englischen Besuchern sind die geführten Fahrradtouren von Mike Bike Tours. Euer Guide radelt mit Euch durch den Englischen Garten mit Halt am Chinesischen Turm mit dem tollen Biergarten, dann weiter zur Isar und zurück zum Odeonsplatz sowie die Altstadt. Auch der Königsplatz mit seinem vielfältigen Sehenswürdigkeiten wird besucht.

Radwege und Herausforderungen

Für die Fahrradfahrer, die sich gern rücksichtsvoll bewegen wollen und an Regeln halten ist es eine kleine Herausforderung, einen erlauben und wenn möglich auch geteerten Weg von Norden (z.b Aumeister) nach Süden/ in die Mitte (z.b. Prinzregentenstraße) zu finden.

Außerdem gibt es zu wenig Strecken, in welchen man schnell fahren kann um die Fahrtzeit so zu verkürzen, dass der Weg sich nicht so sehr in die Länge zieht, dass man doch wieder lieber Auto fährt weil sich Mensch und Fahrrad mischt und sich nicht gefährden will.

Eine Lösung wäre es also, die vorhandene eine gute Strecke so zu markieren, dass man sie 1. gut findet und 2. auch als Außenstehender so gut als Schnellradlweg erkennt, sodass man beim Queren auf die Radl und mal nicht auf den Surfer oder den schönen bayrischen Himmel schaut. Dies könnte durch Beschilderung, durch Markierung auf dem Boden sowie durch farbige Bodenbeläge geschehen. Bei Strecken, wo eine gemischte Nutzung nicht verhindert werden kann könnten Schilder dies kennzeichen, dass klar ist dass nun langsames Tempo angesagt ist.

Regeln und Sicherheit

Am Eingang unserer schönen Parkanlagen wird man als Besucher zunächst mit einer ganzen Reihe von Regeln in der Anlageordnung konfrontiert. Insbesondere in stark frequentierten Parkanlagen wie dem Englischen Garten in München stellt die Nicht-Einhaltung dieser Gebote allerdings ein enormes Problem für die Schlösser- und Gartenverwaltung dar.

Allgemeine Parkordnung

  • Wiesenflächen nicht betreten, auf den Wegen bleiben
  • Rücksichtsvolles Miteinander bei Sport- und Freizeitaktivitäten
  • Fahrrad fahren und schieben unerwünscht, Fahrräder am Eingang abstellen
  • Picknick unerwünscht, offenes Feuer verboten, das Grillen ist zu unterlassen
  • Müll gehört in die Tonne, das Parkinventar ist pflegsam und respektvoll zu behandeln
  • Hunde gehören an die Leine, freilaufen lassen verboten

Auch wenn es viele Fahrradfahrer ärgert, weil der Weg durch den Park doch ganze fünf Minuten ihrer Zeit spart, ist das Befahren der meisten Anlagen nicht gestattet. Es schädigt die Wegedecken und die rücksichtslose Raserei mancher Radfahrer gefährdet die schwächeren Parkbesucher, die zum Beispiel auf Grund ihres Alters oder eingeschränkter Beweglichkeit nicht in der Lage sind gebührend schnell zu reagieren.

Das Befahren ausgeschilderter Radwege ist aber selbstverständlich erlaubt!

Radverkehr in München

Auf Münchens Radwegen ist es voll und eng, vor allem im Berufsverkehr. Das führt zu vielen brenzligen Situationen und Unfällen. Im vergangen Jahr starben drei Radfahrer in München, 323 wurden schwer verletzt.

Der Konflikt zwischen Auto- und Radfahrern ist auf den Straßen Münchens allgegenwärtig, nicht selten begleitet von wildem Gestikulieren, Gehupe und Geschimpfe. Häufig erhitzen sich die Gemüter dabei an der unterschiedlichen Auslegung der Straßenverkehrsordnung. Dabei sind die meisten Dinge klar geregelt.

Regelübersicht für Radfahrer

Hier ein Überblick über einige häufige Streitpunkte und wie sie zu lösen sind:

Müssen Fahrradfahrer auf dem Radweg fahren?

Der Radweg ist für Radfahrer verpflichtend, wenn er als solcher ausgeschildert ist. Darunter fallen die runden, blau-weißen Beschilderungen für Radweg, gemeinsamer Geh- und Radweg und getrennter Geh- und Radweg. Der Radweg muss dabei immer rechtsseitig befahren werden. Die Nutzungspflicht entfällt lediglich dann, wenn der Radweg objektiv unbenutzbar ist, etwa durch Baustellen oder Witterungsbedingungen. Kinder unter zehn Jahren dürfen auf dem Gehweg fahren. Kinder unter acht Jahren müssen es sogar und dürfen dabei von Personen über 16 Jahren begleitet werden.

Das "Radverkehr frei"-Schild räumt Radlern ein Benutzungsrecht auf Strecken ein, die andernfalls verboten wären - zum Beispiel in Fußgängerzonen oder auf Gehwegen. Die Fußgänger haben jedoch Vorrang, dürfen also nicht behindert oder gefährdet werden. Radfahrer müssen derart ausgezeichnete Gehwege aber nicht nutzen, sie dürfen auch auf der Straße fahren.

Müssen E-Fahrräder mit Plakette auf ausgeschilderten Radwegen fahren?

Es gibt unterschiedliche Arten von Elektro-Fahrrädern. Die geläufigste Form sind die sogenannten Pedelecs, die durch Trittunterstützung eine Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h erreichen können. Beträgt die erreichbare Höchstgeschwindigkeit 45 km/h, handelt es sich um ein S-Pedelec, welches mit einer Versicherungsplakette ausgezeichnet sein muss. S-Pedelecs zählen zu den Kleinkrafträdern und unterliegen deshalb den Regelungen für Kraftfahrzeuge. Ihre Fahrer benötigen eine Fahrerlaubnis, die mindestens der Klasse eines Rollerführerscheins (Klasse AM) entspricht. Das Fahren auf Radwegen ist mit S-Pedelecs untersagt.

Welche Ampeln gelten für Radfahrer an Fußgängerkreuzungen?

Grundsätzlich gilt für Radfahrer auf benutzungspflichtigen Radwegen die Radfahrerampel, sofern vorhanden. Gibt es keine und werden sie an eine Kreuzung herangeführt, die auch von Fußgängern genutzt wird, so müssen sie sich an die Ampeln für Autofahrer halten. Zeigt die Ampel für Fußgänger grün, für Autos aber rot, ist Radfahrern das Abbiegen also verboten. Ausnahme besteht nur, wenn das Abbiegen durch einen zusätzlichen grünen Pfeil gestattet wird, Fußgänger haben dann dennoch Vorrang.

Welche Regeln gelten bei durchgezogener und gestrichelter Linie an Radwegen?

Ein Radfahrstreifen neben der Autospur wird durch eine durchgezogene weiße Linie kenntlich gemacht. Kraftfahrzeuge dürfen die durchgezogene Linie nicht überfahren. Eine Ausnahme darf nur dann gemacht werden, wenn das Überfahren der Linie notwendig ist, um einen dahinter liegenden Parkplatz oder Zufahrtsweg zu erreichen. Das Halten oder Parken auf dem Radweg ist für Kraftfahrzeuge untersagt.

Ist die Linie neben der Autospur nicht durchgezogen, sondern gestrichelt, handelt es sich dabei um die Separierung eines sogenannten Schutzstreifens für Radfahrer. Auch hier dürfen Autos nicht halten oder parken, das Bußgeld beginnt bei 55 Euro. Autofahrer dürfen die Linie aber bei Bedarf überfahren, sofern der Radverkehr dadurch nicht behindert wird.

Hat die Einfärbung von Radwegen eine Bedeutung?

In Bezug auf die Straßenverkehrsordnung (StVO) ist die Einfärbung von Radwegen nicht von Bedeutung. Manche Abschnitte werden rot eingefärbt, damit Autofahrer sie besser wahrnehmen können, etwa an unübersichtlichen Kreuzungen oder viel befahrenen Straßen. Längere, ungefährlichere Strecken werden dagegen manchmal grün oder blau eingefärbt. Umfragen zufolge fühlen sich Radfahrer auf grün markierten Wegen sicherer, während rote Markierungen die Achtsamkeit steigern.

Welche Regeln gelten in Fahrradstraßen und Fahrradzonen?

In Fahrradstraßen sind nur Fahrräder und E-Scooter erlaubt, außer andere Fahrzeuge werden mit Schildern zusätzlich zugelassen. In dem Fall gilt eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h. Radfahrer haben dann nach wie vor Vorrang und dürfen nebeneinander fahren. Autos müssen beim Überholen wie sonst auch innerorts mindestens 1,50 Meter Abstand wahren, außerorts sind es sogar zwei Meter.

Der Englische Garten: Mehr als nur ein Park

Der Englische Garten München ist weit mehr als nur eine Parkanlage. Er ist ein unverzichtbarer Bestandteil des Münchner Lebens, ein Ort der Begegnung, der Ruhe und der Aktivität. Seine enorme Größe, seine reiche Geschichte und seine vielfältigen Attraktionen machen ihn zu einem Must-See auf jeder München-Reise.

Entstehung und Geschichte

Alles begann 1789, als Kurfürst Karl Theodor den Auftrag gab, an der Isar einen öffentlichen Park anzulegen. Der Englische Garten ist mit einer Fläche von 375 Hektar die größte innerstädtische Parkanlage der Welt - größer noch als der Central Park in New York oder der Hyde Park in London oder der Bois de Boulogne in Paris.

Bis zum Jahr 1788 war der Englische Garten eine Auenlandschaft. Ein schier undurchdringlicher Wald diente als Jagdgelände der bayerischen Fürsten aus dem Hause Wittelsbach. Unter Kurfürst Karl Theodor aus der Pfalz initiierte 1777 der Anglo-Amerikaner Benjamin Thompson die Anlage eines Volksparks. Die Grund-Idee war zunächst ein „Militärgarten“, in dem sich Soldaten in Friedenszeiten betätigen sollten und selbst versorgen konnten. Doch bald wurde daraus ein Volksgarten im englischen Landschaftsstil im Gegensatz zu den bislang bei Hofe gefeierten französisch angelegten symmetrischen Blumenrabatten und geschnittenen Hecken.

Am 13. August 1789 - im Jahr der Französischen Revolution und des Sturms auf die Bastille - wurde der Volksgarten im Englischen Landschaftsstil eröffnet und den damals 40 000 Münchnern freigegeben.

Zu verdanken ist die Schönheit der grünen Lunge Münchnes in erster Linie Hofgartenintendant Friedrich Ludwig von Sckell, der sich englische Gartenanlagen zum Vorbild machte (beispielsweise den royalen “KEW” Garden nahe London). Als Stadtplaner zuerst in Schwetzingen, Bruchsal, Paris und vier Jahre lang in England war von Sckell unter anderem an der gärtnerischen Gestaltung der Sonnenstraße und des Karlsplatzes beteiligt.

Warum "Englischer Garten"?

Die Bezeichnung leitet sich von der englischen Gartenkunst des 18. Jahrhunderts ab, die sich von den streng geometrischen Barockgärten abwandte und stattdessen eine idealisierte Naturlandschaft nachahmte.

Naturschutz und Respekt

Zudem dienen die Parkregeln auch dem Schutz der Natur und der Artenvielfalt. Die Parkanlagen bieten mit ihren abwechslungsreichen Landschaftsbildern vielen bedrohten Tieren und Pflanzen einen einzigartigen Lebensraum im städtischen Umfeld.

Die schützenswerten Parkanlagen können nur mit Eurer Hilfe und Rücksicht dau­erhaft für nachfolgende Generationen erhalten werden, sodass sich auch zukünftig unsere Besucher und Besucherinnen an der Schönheit und Strukturvielfalt der Parkanlagen erfreuen können. Und auch die Tier- und Pflanzenwelt profitiert hiervon!

Anreise zum Englischen Garten

Der Englische Garten München ist vom AMBER ECONTEL München aus gut erreichbar.

  • Mit dem Auto: Die Fahrt mit dem Auto dauert etwa 29 Minuten für eine Strecke von rund 29,7 km.
  • Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln: Die Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist sehr bequem und dauert in der Regel etwa 44 Minuten. Sie können beispielsweise die S-Bahn von Pasing nehmen und dann mit der U-Bahn oder dem Bus weiterfahren, je nach Ihrem gewünschten Einstiegspunkt in den Park.
  • Mit dem Fahrrad: Für eine sportliche und umweltfreundliche Anreise bietet sich das Fahrrad an. Die Strecke beträgt etwa 15,1 km und die Fahrtzeit liegt bei rund 52 Minuten.

Der Englische Garten München ist ganzjährig und kostenfrei zugänglich.

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