Ergon MTB Sattel Test: Ihr Wegweiser für Komfort und Leistung

Die Wahl des richtigen Sattels für Ihr Mountainbike kann eine komplizierte Angelegenheit sein. Ergon hat sich auf die Herstellung ergonomischer Fahrradsättel spezialisiert und legt sehr großen Wert darauf, dass sich die Sättel an die natürliche Form des menschlichen Körpers anpassen lassen. Die Sättel sind so konstruiert, dass sie den Druck auf empfindliche Bereiche wie die Prostata reduzieren und den Sitzknochenabstand berücksichtigen. Durch die richtige Ausrichtung des Sattels kann eine optimale Druckverteilung erreicht werden, sodass der Sport gern regelmäßig und lang betrieben werden kann.

Was ist das Besondere an einem Ergon-Sattel?

Ergon ist ein deutsches Unternehmen, das sich auf die Entwicklung und Herstellung von ergonomischen Fahrradkomponenten und Zubehör spezialisiert hat. Das Unternehmen wurde im Jahr 2004 gegründet. Ergon hat zum Ziel, Fahrradliebhabern ergonomische und innovative Lösungen anzubieten. Anfangs begann das Unternehmen mit der Entwicklung und Herstellung von ergonomischen Fahrradgriffen, später vervielfältigte sich das Produktportfolio und wurde um Fahrradsättel, Lenker und auch Sattelstützen erweitert.

Der Ergon-Fahrradsattel steht in der Kategorie der Fahrradsättel für gute Qualität und vor allem Flexibilität dank verschiedener Modelle. Dabei gibt es viele Ergon-MTB-Sattel-Modelle, die konkret auf das Mountainbike ausgelegt sind. Ebenso gibt es auch aber auch den Ergon-Rennrad-Sattel (auch unter der SR-Allroad-Core-Serie bekannt). Grundsätzlich ist dem Hersteller vor allem die Verbesserung des Fahrkomforts ein großes Anliegen. Dies ermöglicht Ergon durch die verschiedenen Modelle sowie Möglichkeiten der individuellen Verstellung am Sattel selbst.

Die Sättel sind so konstruiert, dass sie den Druck auf die Sitzknochen reduzieren und gleichzeitig eine optimale Unterstützung bieten. Dadurch wird das Risiko von Taubheitsgefühlen sowie möglichen Schmerzen verringert.

Ergon-Sattel-Montage: Zunächst sollten Sie Ihren alten Sattel entfernen und die Sattelstütze gründlich reinigen. Stellen Sie sicher, dass die Ergon-Sattelstütze richtig eingestellt ist und verwenden Sie das empfohlene Drehmoment, um den Ergon-Sattel sicher zu befestigen. Ein Ergon-Sattel-Drehmoment-Schlüssel kann dabei helfen. Nun müssen Sie den Ergon-Sattel individuell ausrichten und ihn in die gewünschte Position bringen. Stellen Sie dabei die Höhe und Neigung ein. Fahren Sie den Ergon-Sattel Probe und justieren die Einstellungen bei Bedarf nach. Werten Sie Ihr Fahrrad mit einem hochwertigen Ergon-Sattel auf.

Verschiedene Sattel-Typen von Ergon

Es gibt mittlerweile verschiedene Serien von Ergon-Sätteln, die sich anhand des Zwecks und der Fahrrad-Art orientieren. Grundsätzlich liegen die Ergon-Sattel-Unterschiede in den verwendeten Materialien, der Ergon-Sattelgröße sowie dem Aufbau der Sitzschale. So gibt es neben dem Ergon-E-MTB-Sattel auch den Ergon-Sattel für das Gravel-Bike. Ebenso beliebt sind die Ergon-Sättel für das Mountainbike.

Hier eine Übersicht der verschiedenen Ergon-Sattel-Arten und ihrer Eigenschaften:

Ergon-Sattel-ArtEigenschaften
SMC-Core-SerieOptimal für Mountainbikes, integrierte Anti-Schmerz-Formel
SM-SerieOptimaler Sitzkomfort, um bergauf zu fahren, gute Bewegungsfreiheit bergab
SM-E-Mountain-SerieAngepasste Oberfläche verhindert Beschwerden und Schmerzen, ideal für viel Bergauf-Fahrten, meist mit einer kleinen Kante an der Rückseite versehen, optimal als Ergon-E-MTB-Sattel
SMC-SerieSowohl Modelle für Damen als auch Herren, ideal bei Sitzproblemen auf dem Bike, sowohl Modelle mit Loch als auch ohne, mittlere Größe
SM-Enduro-SerieSowohl Modelle für Damen als auch Herren, ideal für Geländefahrten, High-End-Modell, Ergon-Sattel mit Carbon hinten, enger samt Belüftungsloch
ST-Core-SerieSowohl Modelle für Damen als auch Herren, perfekt für Langstreckenfahrten, ergonomisch geformter Sitz, rückenschonend
ST-Gel-SerieSowohl Modelle für Damen als auch Herren, perfekt für Langstreckenfahrten, komfortabler Sitz dank integrierte Gel-Pads, integrierter orthopädischer Schaum, mittlere Größe
SC-Core-SerieSowohl Modelle für Damen als auch Herren, rückenschonend für City-Bikes, Anti-Sitzschmerz-Formel, wenig bis gar kein Taubheitsgefühl, hinten breiter, auch als Ergon-Sattel für Trekking-Fahrten geeignet, optimal als Ergon-Sattel für Allroad

Ergon-Sättel zeichnen sich durch ihre hohe Druckentlastung und eine ergonomische Form aus.

Ergon-Downhill-Sattel: Der Ergon-Downhill-Sattel ist speziell für den Downhill-Mountainbike-Einsatz entwickelt worden und bietet Mountainbike-Fahrern die Unterstützung und Stabilität, die sie bei ihren Touren benötigen. Dank einer robusten Konstruktion und strapazierfähigen Materialien ist dieser Sattel darauf ausgelegt, den Belastungen und Erschütterungen des Downhill-Fahrens standzuhalten. Auch hier sorgen die ergonomische Form und Polsterung für eine optimale Druckentlastung.

Ergon-Sattel in Tests: Wichtige Eigenschaften

Wenn Sie einen Ergon-Sattel kaufen möchten, sollten Sie einige Kaufkriterien beachten. Hierzu haben wir uns auf welt.de einige der wichtigsten angesehen.

Zweck und Art des Sattels: Beachten Sie bei der Wahl Ihres Sattels in erster Linie, für welchen Zweck und für welches Fahrrad Sie diesen benötigen. Ergon hat eine große Vielfalt an Modellen, die zum einen an die verschiedenen Rad-Typen, aber auch an die Fahrweise des Radfahrers angepasst sind. Die beliebtesten sind folgende:

  • Ergon-Sattel für das Trekking-Fahrrad: Dieser ist meist etwas breiter und besonders gut gepolstert, daher ideal für längere Touren.
  • Ergon-Sattel für das Gravel-Bike: Speziell für den Einsatz auf unbefestigten Straßen und Offroad-Strecken konzipiert.

Natürlich gibt es auch bei Ergon-Sättel für Herren und Ergon-Sättel für Damen. Diese unterscheiden sich vor allem in der Größe.

Je länger ein Fahrer im Sattel sitzt, desto härter darf der Sattel gepolstert sein. Schon nach 30 Minuten sinkt der Körper so tief in ein zu weiches Polster, dass sich der Druck auf die empfindlichen Weichteile und tiefer liegende Muskelschichten unangenehm erhöhen kann. Ein Loch in der Satteldecke kann die sensiblen Nervenbahnen entlasten, klar. Unsere Druckmessungen und eine Studie der Deutschen Sporthochschule Köln zeigen aber, dass an den Rändern der Aussparungen dafür hohe Lastspitzen auftreten können. Im Gelände kann das zu schmerzhaften Tritten in den Genitalbereich führen.

Die Wahrheit ist: Der passende Fahrradsattel ist so individuell wie der persönliche Fingerabdruck. Je sportlicher Sie auf dem Mountainbike sitzen, desto schmaler darf übrigens der Sattel sein. Bei gestreckter Sitzposition verlagert sich der Druck zunehmend auf die schmaler zulaufenden Schambeinäste. Ist der Sattel dagegen zu breit, rutscht der Fahrer automatisch nach vorne und muss sich aktiv wieder zurück auf die Sitzfläche schieben.

Auch wenn die Sattelbreite zum Körperbau passt, sind Druckschmerzen und Taubheitsgefühle nicht auszuschließen. Auf einer stark gewölbten Satteldecke liegen die Sitzhöcker eventuell tiefer als der Dammbereich, und die Nerven werden irritiert. Eine Vertiefung in der Mitte des Sattels entlastet die Nervenbahnen und lässt das Blut besser zirkulieren.

Auf einen Test spezieller Damenmodelle haben wir übrigens bewusst verzichtet. Solange der Sattel zur Anatomie und der individuellen Sitzposition der Fahrerin passt, kommen Frauen auch bestens mit Unisex-Sätteln zurecht.

Ergon Sport Gel Women im Test

Als wir erfuhren, dass Ergon an der Entwicklung für einen reinen Damensattel feilt, war das Interesse bei uns Mädels direkt geweckt - Sitzprobleme kennt schließlich jeder und gerade wir Frauen sind oft noch ein wenig mehr davon geplagt. Schließlich müssen wir meist auf Herrensätteln Platz nehmen, die nur farblich auf die Geschmäcker der Frau angepasst wurden.

Anders geht Ergon an die Sache heran und hat den Damensattel von Grund auf neu konstruiert und bringt sogar zwei Varianten auf den Markt - eine speziell für die Anforderungen auf dem Rennrad und eine fürs Mountainbike. Da die Anatomie des weiblichen Beckens von der des Mannes abweicht, ist ein Großteil der gängigen Sättel für Frauen nur selten kompatibel. Der Sattel von Ergon soll mit einer weit vorne liegenden Entlastungsöffnung und einer breiten Sattelflanke (V-Form) punkten. Dadurch wird der sonst häufig aufkommende Druck auf das Schambein und den Genitalbereich zuverlässig auf die knöchernen Strukturen des Sitzbereichs verteilt. Hinzu kommen noch Entlastungs-Inlays im Sitz- und Genitalbereich, welche ebenfalls entlastend wirken sollen.

Weitere Aspekte für eine komfortable Fahrt

Wer wünscht es sich nicht: Drauf auf das Bike und los geht der Fahrspaß, egal wie lange die Tour auch dauert! Der Schmerz oder das Taubheitsgefühl am Hinterteil kann aber selbst die herrlichste Fahrradtour verderben. Dies kann aber viele Ursachen haben. Entweder ist der Sattel zu weich oder er passt einfach nicht zum eigenen Körperbau. Um einen besseren Überblick zu erhalten, erläutern wir die Ursachen von Problemen, bieten Lösungsansätze und beleuchten die Merkmale eines „passenden“ Sattels.

Nach Angaben des Urologen und Sportmediziners Dr. med. Stefan Staudte erleben etwa 90 Prozent der Radfahrer Taubheitsgefühle im Genitalbereich, aber zum Glück haben nur etwa vier Prozent ernsthafte Probleme damit. Trotz alledem sollte man folgende Punkte in Betracht ziehen, damit die Bike-Tour zur Wohlfühltour wird.

Anatomie des Beckens: Viele Radfahrer klagen oft über Beschwerden im Gesäßbereich, die von empfindlichen Sitzknochen ausgehen können. Es ist ratsam, die Druckempfindlichkeit durch kurze und regelmäßige Fahrten zu Beginn der Saison zu trainieren. Die Knochen nehmen durch das Sitzen keinen Schaden, daher sollte das Körpergewicht vor allem auf ihnen ruhen.

Breite des Fahrradsattels: Wenn er zu breit ist, können die seitlichen Kanten an den Innenseiten der Oberschenkel scheuern und Druckstellen verursachen. Das kann dazu führen, dass der Biker unbeabsichtigt nach vorne rutscht. Ist der Sattel zu schmal, wird zu viel Druck auf die Weichteile und den Bereich zwischen den Oberschenkeln ausgeübt, wo wichtige Blut- und Nervenbahnen verlaufen, die gequetscht werden können.

Sitzposition: Höhe, Winkel und Position des Sattels können das Sitzerlebnis stark beeinträchtigen. Bestenfalls sollten Sättel immer waagrecht montiert werden. Leider führt aber auch eine zu hohe Sitzposition zu seitlichen Bewegungen des Beckens über dem Sattel, wodurch das Hin und Her zu Hautirritationen und Reibstellen führen kann.

Wenn man sein Rad ab und an für spontane Fahrten in die Stadt oder nur zum Bäcker nutzt, spielen die Sattelqualität, Härtegrad und Breite eine untergeordnete Rolle. Fährt man aber regelmäßig in die Arbeit und geht ab und an auf Tages- sowie Mehrtagestouren, spürt man sofort, ob der Sattel dem Sitzfleisch guttut. Somit fühlen sich weiche Polster anfangs angenehmer an, führen aber langfristig eher zu Kribbeln, Taubheitsgefühlen und anderen Beschwerden.

Egal ob der Sattel ein Loch in der Mitte besitzt, oder der Entlastungskanal mittig vertieft angebracht ist, dieses Feature ermöglich es, den sensiblen Dammbereich zu entlasten.

MTB-Sättel im Test

Insgesamt haben wir 24 MTB-Sattel ausgiebig getestet. Die Preisspanne reichte von 10 bis ca. 200 Euro.

  • Der SQlab 611 Ergowave ist unser Testsieger. Er bietet nahezu alles, was man von einem MTB-Sattel erwarten kann. Er ist straff, aber dennoch sehr komfortabel, und mit dem breiten und tiefen Dip verhindert er ein Taubheitsgefühl im Dammbereich.
  • Der Ergon SM Pro steht unserem Testsieger in nichts nach. Er ist ähnlich komfortabel, nur bei langen Touren und bei steilen Anstiegen verspürten wir ein leichtes Taubheitsgefühl.
  • Der Ergon SMC Core hat das ausgeklügeltste Dämpfungssystem im Test. Zwischen einer steifen Unter- und einer flexiblen Oberschale befindet sich der Kern aus BASF-Infinergy-Material. Mit dieser Technik ist die obere Schale schwimmend gelagert und passt sich so der Tretbewegung an, was zu einem sehr hohen Fahrkomfort führt.
  • Der Selle Italia SLR Boost X-Cross Ti 316 Superflow ist straff gepolstert, dennoch relativ komfortabel und verfügt über einen edlen Materialmix. Der Selle Italia SLR Boost X-Cross Ti 316 Superflow ist unsere erste Wahl für schnelle Cross-Country-Bikes und sportliche Fahrer.

Die Suche nach dem richtigen MTB-Sattel

Die Suche nach dem richtigen MTB-Sattel ist nicht einfach und bedarf etwas Zeit und tatsächlich auch Geduld. Eine reine Faustformel gibt es nicht, aber gewisse Anhaltspunkte, an denen man sich orientieren kann. Der erste Schritt ist sicherlich, den Sitzknochenabstand zu bestimmen. Im Fachgeschäft gibt es hierzu spezielle Matten, mit denen man den Abstand ermitteln kann, zu Hause ist das aber auch recht einfach machbar.

Je nach Disziplin sollte der Sattel schmäler oder breiter sein. Den ermittelten Sitzknochenabstand kann man jetzt je nach Disziplin mit dem ein oder anderen Zentimeter addieren. Beispielsweise kann man 0-1 cm bei CC-Bikes dazu addieren, 2 cm bei einem All-Mountain-Fully oder vielleicht sogar 3 cm bei einem reinrassigen Enduro-Bike.

Ein zu breiter MTB-Sattel führt zum Beispiel dazu, dass der Biker leicht nach vorne rutscht, wo gegengesteuert werden muss. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Sitzposition und die richtige Größe des Bikes überhaupt. Wer komplett falsch auf einem zu kleinen oder zu großen Bike sitzt, wird nie einen Sattel finden, der einen schmerzfrei Radfahren lässt.

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