Puky Kinderfahrräder ab 4 Jahren: Ein umfassender Test und Ratgeber

Puky ist ein bekannter deutscher Hersteller von Kinderfahrzeugen, der neben Dreirädern, Rollern und Laufrädern auch Kinderfahrräder in verschiedenen Größen und Ausstattungen anbietet. Mit über 70 Jahren Erfahrung im Bau von Kinderfahrzeugen, legt Puky großen Wert auf eine kindgerechte Geometrie, die an die anatomischen Anforderungen der Kinder angepasst ist. Die Kinder sollen spielend leicht mit den Rädern umgehen können und mit viel Spaß und Sicherheit fahren können.

Die Puky Modellvielfalt

Vor allem in den letzten Jahren hat Puky immer wieder neue Modelle auf den Markt gebracht. Von klassisch mit Stahlrahmen über Puky Aluräder bis hin zu extrem leichten coolen Bikes ist für jeden etwas dabei. Einige Punkte haben alle gemeinsam: Puky baut und montiert einen Großteil der Produkte in Deutschland, Robustheit und Haltbarkeit sind wichtige Eigenschaften bei der Auswahl der Materialien und kindgerechtes Design und ergonomische Geometrien lassen viele Kinder ihre Puky Fahrräder lieben.

Puky Steel: Der Klassiker

Das Puky Steel ist das klassische Puky Fahrrad, das seit Jahrzehnten nur behutsam überarbeitet wird. Millionen von Kindern haben auf diesem Modell das Fahrradfahren gelernt. Diese Räder haben einen robusten Stahlrahmen mit tiefem Einstieg, Schutzbleche, Kettenschutz, einen Gepäckträger und alle vorgeschriebenen Reflektoren.

Die Z bzw. Steel Modelle haben sich bewährt und Puky hat sie lange unverändert produziert. Man mag Puky vielleicht langweilig und wenig innovativ finden. Neuheiten bezogen sich meist auf das Design (Lillifee und anderen Trends wurden mitgemacht). Der Erfolg gibt Puky aber Recht.

Für alle die ein kindgerechtes, robustes und klassisch schönes Fahrrad mit kindlichem Design suchen, ist das Puky Steel das richtige Kinderfahrrad.

Puky Steel Classic: Retro Schick!

Den Klassiker Puky Steel gibt es auch in einer modernen Retro Variante. Ganz in schicken Pastellfarben gehalten und mit süßen Extras wie cremefarbenen Reifen, braunen (lederfarbenen) Griffen und Sattel und einem kleinen geflochtenen Lenkerkorb. Technisch sind die Classic Modelle identisch zu den normalen Steel Rädern und damit identisch zu den traditionellen Z Rädern.

Ganz klar, für alle die nicht genug von retro Design mit Pastell- und Creme-Farbtönen und Bastkörben kriegen können, ist das Puky Steel das richtige Kinderfahrrad!

Puky Youke: Das Puky Alu-Rad

Bereits seit Jahren gibt es neben den Z / Steel Modellen auch das Puky ZL. Heute heißt es Puky Youke und ist eine leicht modernisierte Interpretation des klassischen Puky Fahrrads mit einem Alu Rahmen. Die geschwungene Form des Rahmens gibt dem Rad ein etwas frischeres Aussehen ohne den kindlichen Anspruch zu vernachlässigen.

Für alle die sich ein etwas moderneres Alurad mit kindgerechter und robuster Bauweise in kindlichem Design wünschen das dabei gut bezahlbar ist, ist das Puky Youke das richtige Kinderfahrrad.

Puky Cyke: Das sportliche Puky Fahrrad

In einem ersten Versuch neben den klassischen auch moderne Fahrräder anzubieten hat Puky einen etwas sportlicheren Rahmen eingeführt der sich im Design eher an ein Mountainbike anlehnt. Dieses Modell hieß ZLX und wurde kürzlich vom Cyke ersetzt. Mit dem Design und den Farben werden die Jungs angesprochen denen das klassische kindliche Design nicht cool genug ist. Es gibt aber auch schöne Farben für Mädchen.

Für alle deren Jungs sich ein sportliches Fahrrad wünschen die aber nicht auf die bewährte, kindgerechte und robuste Bauweise verzichten möchten, ist das Puky Cyke das richtige Kinderfahrrad.

Puky LS-Pro: Das leichte Puky Fahrrad

Und dann gibt es jetzt ganz neu auch ein ausgewachsenes und modernes Puky Fahrrad: wie bei Papis Mountainbike sind beim Puky LS-Pro Rahmen, Gabel, Kurbel und viele andere Anbauteile aus Alu. Durch diesen konsequenten Leichtbau kann das Gewicht auf unter 6 kg gedrückt werden.

Für alle die ihren schon größeren Kindern (ab 4 Jahren) das „richtige Fahrradfahren“ beibringen wollen: 20 km Radtouren oder jeden Tag 3 km Strecke in den Kindergarten. Dafür sind die LS-Pro Räder perfekt.

Puky Jugendräder ab 20 Zoll

Mit der 20 Zoll Größe fangen bei Puky die Jugendräder an. Die Räder für Kinder ab 6 Jahren sind weniger kindlich im Aussehen und auch Gangschaltungen sind verfügbar. Auch gibt es ab dieser Größe eine klare Trennung zwischen Fahrrädern für Mädchen und für Jungs.

Puky CYKE: Für Jungs ab 6

Für coole große Jungs gibt es die CYKE Serie: Mit Stange und Jungs-Design wie es sich gehört. 3 bis 7 Gänge stehen zur Auswahl. Puky-typisch haben diese Räder eine komplette Sicherheitsausstattung mit allen gesetzlich vorgeschriebenen Reflektoren, eine fest installierte Beleuchtung, einen Gepäckträger und Schutzbleche.

Die Cyke Serie würden wir nur empfehlen wenn ein verkehrssicheres Fahrrad absolut notwendig ist. Mit der LS-Pro Serie und nur bei Bedarf nachgerüstetem Gepäckträger, Schutzblech und Licht wird dein Kind sicher mehr Freude haben.

Puky Skyride: Für Mädchen ab 6

Statt Cyke gibt es für Mädchen das Puky Skyride 20. Der Hauptunterschied ist der Rahmen mit abgesenkter Stange und ein Design das eher Mädchen anspricht. Auch bei den Skyride Räder gibt es immer Schutzbleche, einen Gepäckträger und eine Gangschaltung.

Nur wenn Design und Ausstattung wichtiger ist als Fahrspaß kann ein Skyride noch in die engere Wahl kommen. Ein LS-Pro ist ein viel moderneres Kinderfahrrad.

Puky LS-Pro: Sportlich und leicht

Während Cyke und Skyride ab 20 Zoll konsequent den rechtlichen Anforderungen eines verkehrssicheren Fahrrads genügen sind die LS-Pro Räder klar sportlich ausgerichtet. Batteriebetriebenen Beleuchtung die nur bei Bedarf montiert wird ist in den meisten Fällen eh die bessere Wahl. Und die nötigen Reflektoren gehören auch beim LS-Pro zum Lieferumfang.

Das LS-Pro ist unser Liebling von Puky. Reduziert auf das Wesentliche, mit geringem Gewicht und den von Puky gewohnten kindgerechten und robusten Zutaten. Ein echter Konkurrent zu woom und anderen Newcomern.

ADAC Kinderfahrradtest 2024

Der ADAC hat 2024 insgesamt 14 Kinderfahrräder mit 16-Zoll-Reifen auf Handhabung, Fahreigenschaften, Eignung für das Kind, Sicherheit und Schadstoffe geprüft. Viele der getesteten Fahrräder haben einen stolzen Preis. Doch muss das sein? Die Ergebnisse im Überblick.

Testergebnisse im Überblick

Mit acht der getesteten Kinderfahrräder für den Einstieg ins Radfahren erhält über die Hälfte das ADAC Urteil "gut". Vier Räder bekommen das Urteil "befriedigend", eines das Urteil "ausreichend" und eines fällt mit "mangelhaft" durch. Mit dem Testsieger Woom und dem zweitplatzierten Puky erzielen zwei namhafte Hersteller das beste Ergebnis.

Die 14 Kinderfahrräder mit 16-Zoll-Reifen für Kinder ab drei Jahren wurden mit unterschiedlicher Gewichtung in den fünf Kategorien Fahreigenschaften, Eignung für das Kind, Handhabung, Sicherheit und Haltbarkeit sowie Schadstoffe getestet. Das Kinderfahrrad Sixteen vom Hersteller Pyro musste deswegen, wie oben beschrieben, sogar auf das ADAC Urteil "mangelhaft" abgewertet werden.

Schadstoffbelastung

Überraschend ist, dass nur die zwei preisgünstigsten Modelle im Test (Royal Baby Freestyle und B'Twin 500 Robot) frei von Schadstoffen sind. Bei allen anderen Kinderfahrrädern wurden Schadstoffe in den Griffen und auch im Sattel gefunden. Das Kinderrad MX 16 2023 von Orbea, das immerhin rund 360 Euro kostet, hatte mit dem Weichmacher DPHP Schadstoffe in den Griffen und musste dadurch auch abgewertet werden.

Gewicht und Gesamtgewicht

Generell ist es von Vorteil, wenn das erste Kinderfahrrad ein geringes Eigengewicht hat. Denn: Je leichter ein Kinderfahrrad ist, desto leichter ist das Üben für das Kind und desto besser auch das Fahrverhalten. Auch das zulässige Gesamtgewicht (Eigengewicht Fahrrad und Gewicht des Kindes) für ein Kinderfahrrad ist wichtig und muss altersgerecht sein. Ein 16-Zoll-Kinderfahrrad sollte deshalb mindestes 30 Kilo Gesamtgewicht oder mehr zulassen.

Praxis-Tipps für Eltern

Vor dem Kauf eines Kinderfahrrads ist es immer von Vorteil, die Kleinen beim Fachhändler Probe sitzen zu lassen und das Rad zuvor richtig einzustellen. Dabei sollten Sattelhöhe, Lenkerposition und die Erreichbarkeit der Bremshebel so eingestellt sein, dass diese vom Kind einfach bedient werden können. Radfahren bedeutet auch, den ein oder anderen Sturz zu erleben. Deshalb ist das Tragen eines gut sitzenden Fahrradhelms immer unerlässlich. Sollten Bedenken wegen möglicher Schadstoffe in den Lenkergriffen bestehen, können diese immer im Fachhandel getauscht werden.

Puky Leichtfahrräder im Überblick

Wer auf der Suche nach einem superleichten Fahrrad ist kommt im ersten Moment nicht auf die Idee bei der Marke Puky fündig zu werden. Schließlich haben viele, wenn sie an ein Puky Rad denken, folgendes Bild im Kopf: Ein richtig schweres, unzerstörbares Kinderfahrrad mit Gepäckträger, Kotflügeln, allem möglichen Schnickschnack (Fahne), womöglich auch noch Stützrädern und Rücktrittbremse. Das war früher auch so - die Fahrräder hatten schwere Stahlrahmen und überlebten Generationen von Kindern. Was geblieben ist, ist die hohe Qualität der Puky Fahrräder. Aber auch Puky hat sich dem Trend angepasst und bietet ab sofort Kinderfahrräder in Leichtbauweise an. Die Fahrräder sind hervorragend verarbeitet und sehen auch nicht mehr aus wie „typische Puky-Räder“.

Hier ein Überblick über die Puky Leichtfahrräder:

Modell Alter Gewicht Größe Schritthöhe Besonderheiten Preis
Puky LS Pro 16 4+ 5,9 kg 100 bis 115 cm 40 bis 50 cm Leichter Aluminiumrahmen, Shimano Tourney 7 Gang-Schaltung, V Brakes, Höhenverstellbarer Ahead-Vorbau 319,99
Puky LS-PRO 18 5+ 6,3 kg 105 bis 120 cm 43 bis 53 cm Leichter Aluminiumrahmen, Shimano Tourney 7 Gang-Schaltung, V Brakes, Höhenverstellbarer Ahead-Vorbau 329,99
Puky LS-PRO 20 Ab 6 Jahren 7,9 kg - - Leichter Aluminiumrahmen, Shimano Tourney 7 Gang-Schaltung, V Brakes, Höhenverstellbarer Ahead-Vorbau 419,99 €
Puky LS-PRO 24 Ab 8 Jahren 9,2 kg - - Leichter Aluminiumrahmen, Shimano 8 Gang-Schaltung, V Brakes, Ahead-Vorbau höhenverstellbar 459,99 €

Weitere Empfehlungen und Tipps

Radfahren lernen beginnt lange vor der Anschaffung ersten Kinderfahrrads. Mamas und Papas sollten ihre Kinder möglichst frühzeitig an Mobilität gewöhnen. Laufräder oder Kinderroller sind ideal für einen guten Start. Sind die Kleinen erst richtig fit auf dem Laufrad, ist der Sprung aufs Kinderfahrrad meist schnell geschafft. Viele Kids schaffen es bereits nach wenigen Tagen, selbstständig auf dem Fahrrad zu fahren. Auf Stützräder kann und sollte man da getrost verzichten. Denn Stützräder verhindern eher, das Gleichgewicht zu halten und sorgen vielmehr für eine trügerische Sicherheit.

Zur Grundausstattung sollten eine Klingel und ein Ständer gehören. Schutzbleche sind für diese Räder dagegen nicht so wichtig, wie man meinen könnte. Auch auf eine Fahrradbeleuchtung kann man bei Erstlings-Fahrrädern meist verzichten, denn mit Kindern in diesem Altern wird man in der Regel nicht bei Dunkelheit im Straßenverkehr unterwegs sein. Reflektoren tun es dann auch. Und was nicht dran ist, kann auch nicht kaputtgehen.

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