Geht es ums Ausdauertraining, sind Laufen, Radfahren und Rudern drei der beliebtesten und effektivsten Sportarten, die nicht nur das Herz-Kreislauf-System fördern, sondern auch die Muskelkraft und Koordination stärken. Ob Rudern, Radfahren oder Laufen - jede Ausdauerdisziplin hat ihre eigenen Vorzüge und Herausforderungen. Außerdem unterscheiden sie sich in beteiligter Muskulatur und Kalorienverbrauch.
Ausdauerdisziplinen im Vergleich
Rudern
Das Rudern am Ruderergometer verbindet Ausdauertraining mit einem effektiven Muskeltraining. Dieses Training beansprucht Rücken-, Core-, Arm-, Schulter- sowie Beinmuskulatur. Einer der größten Vorteile ist die Kombination aus Kraft- und Ausdauertraining. Wer wenig Zeit zum Trainieren hat, kann während des Ruderns effektiv Ausdauer- und Krafttraining kombinieren. Durch die Vielzahl an trainierten Muskeln ergibt sich ein hoher Kalorienverbrauch, der aber je nach Intensität variiert.
Laufen
Das Laufen ist wohl eine der gängigsten Ausdauerdisziplinen, das ohne Equipment immer und überall durchgeführt werden kann. Das Laufen fordert vor allem die Beinmuskulatur, zu welcher die Oberschenkel-, Gesäß- und Wadenmuskulatur zählen. Außerdem werden die Bauchmuskulatur sowie die Rückenmuskulatur, vorwiegend der große Rückenmuskel, durch das Bewegen der Arme gefordert. Ein großer Vorteil des Laufens ist die Zeit- und Ortsunabhängigkeit. Zudem fördert das Laufen effektiv das Herz-Kreislauf-System sowie die Beinmuskulatur.
Der Kalorienverbrauch beim Laufen variiert je nach Gewicht des Trainierenden, Trainingserfahrung und Tempo. Ein Anfänger verbrennt beim Laufen mehr Kalorien als ein Läufer mit langjähriger Erfahrung, da sich sein Körper sowie die beteiligte Muskulatur noch nicht an die Bewegungsabläufe gewöhnt hat. Sobald der Körper sich an die Bewegungsabläufe gewöhnt hat und die Muskeln koordinieren kann, arbeitet er effizienter und energiesparender. Außerdem unterscheidet sich der Kalorienverbrauch auch in Abhängigkeit vom Trainingsort: Laufen in freier Natur verbrennt mehr Kalorien als auf dem Laufband im Studio, da hier Luftwiderstand, Unebenheiten oder Steigungen mit hineinspielen.
Allerdings können bei ständigem Laufen und Überbelastung Verletzungen wie Knieschmerzen, Schienbeinkantensyndrom, Entzündung der Achillessehne und mehr entstehen. Vergleicht man das Verletzungsrisiko vom Laufen, Radfahren und Rudern so ist das Laufen durch die ständige Aufprallkraft auf die Gelenke (insbesondere auf Knie- und Sprunggelenke) an der Spitze. Unebenheiten in freier Natur können Risikofaktoren für Umknicken und Fallen sein und so das Verletzungsrisiko zusätzlich steigern.
Radfahren
Eine weitere beliebte Disziplin, wenn es um das Trainieren der Ausdauer geht, ist das Radfahren. Hier werden effektiv Bein- sowie Gesäßmuskulatur trainiert. Vorteile des Radfahrens am Ergometer sind die exakte Dosierbarkeit der Belastung sowie die Möglichkeit der Kontrolle des Pulses. Die geringe koordinative Anforderung und die niedrige Gefahr orthopädischer Schäden sorgen dafür, dass das Training am Ergometer für jede Person und somit auch für Anfänger geeignet ist.
Der Kalorienverbrauch hängt stark vom Tempo ab. Radfahren sowie Rudern am Ergometer stellen besonders gelenkschonende Disziplinen dar.
Empfehlungen je nach Trainingsziel
Je nach Trainingsziel sowie Trainingsvoraussetzungen ergeben sich unterschiedliche Empfehlungen, was die Wahl der Ausdauerdisziplin angeht. Menschen mit Gelenk- und Rückenproblemen sollten auf das Rudern und Radfahren zurückgreifen, da diese Sportarten besonders gelenkschonend sind. Wem es um besonders viele verbrannte Kalorien und eine verbesserte Koordination geht, der sollte Sportarten wie Laufen und Rudern wählen, bei welchen besonders viele Muskeln trainiert werden und zusammenspielen müssen. Rudern ist zudem für die Personen am besten geeignet, die Ausdauer- und Krafttraining miteinander verbinden möchten und nicht so viel Zeit haben, beides einzeln zu trainieren. Auch für Trainingsanfänger eignet sich das Radfahren besonders gut, da die Intensität leicht und schnell angepasst werden kann.
Cardio für die Herzgesundheit
Ob du nun Rad fährst oder läufst - du machst Cardio. Cardio hält dein Herz gesund und hilft dir, Blut und Sauerstoff effizienter durch deinen Körper zu pumpen. Aus diesem Grund wird Cardio für alle Menschen in jedem gesundheitlichen Zustand empfohlen. Durch Cardio verbessert sich deine Lungenfunktion, da du besser in der Lage bist, Sauerstoff aufzunehmen. Du kannst mit niedriger Intensität trainieren, z. B. bei einem Spaziergang in deiner Nachbarschaft. Oder du kannst mit hoher Intensität trainieren, wie beim High Intensity Interval Training (HIIT). Du kannst das Training an deine Bedürfnisse anpassen, sodass es für alle geeignet ist.
Cardio zur Gewichtsabnahme
Abgesehen davon ist Cardio hervorragend für die Gewichtsabnahme geeignet. Es erhöht den Energieverbrauch bzw. die Gesamtmenge der Kalorien, die du pro Tag verbrennst. Wie viele Kalorien du beim Cardio verbrennst, hängt neben anderen Faktoren von der Intensität und der Dauer ab. Zum Beispiel verbrennt ein hochintensives Cardio mehr Kalorien als eines mit niedriger Intensität.
Laufen oder Radfahren?
Wenn du nicht gerade für einen Triathlon trainierst, kann es sein, dass du nicht im selben Workout läufst und Rad fährst. Wie kann man sich also für eine der beiden Sportarten entscheiden? Vergleichen wir sie.
Warum Laufen?
- Laufen ist selbstverständlich: Du brauchst keine besondere Ausrüstung (abgesehen von Laufschuhen) oder Fähigkeiten, um deinen Körper während eines Laufs zu bewegen.
- Laufen ist perfekt für Anfänger:innen: Laufen kann ein guter Start sein. Sportanfänger:innen möchten vielleicht fit werden, fühlen sich aber unsicher, wenn sie ohne Vorkenntnisse einen neuen Sport anfangen.
- Laufen lässt sich leicht anpassen: Wenn sich deine Ausdauer und deine Fitness verbessern, kannst du die Distanz oder die Dauer deines Laufs problemlos anpassen.
- Laufen verbrennt Bauchfett: Untersuchungen haben gezeigt, dass Laufen mit höherer Intensität wie HIIT-Sprints das Bauchfett, auch viszerales Fett genannt, effektiv verbrennen kann.
- Laufen verbessert den Muskeltonus und die Knochendichte: Es führt zwar nicht zu einer hypertrophen Muskelentwicklung (Vergrößerung der Muskeln), aber es führt zu einer Verbesserung des Muskeltonus. Es hat auch eine positive Wirkung auf die Knochenmineraldichte.
Warum Radfahren?
- Radfahren lässt sich leicht in eine Routine einbauen: Anstatt dir Zeit für das Fitnessstudio nehmen zu müssen, kannst du deinen morgendlichen Arbeitsweg ganz einfach mit dem Fahrrad zurücklegen.
- Radfahren ist schonend: Radfahren ist ein Sport mit geringer Belastung. Dadurch werden die Gelenke weniger belastet, was für Personen, die sich in der Rehabilitationsphase von Verletzungen befinden oder an bestimmten Gelenkerkrankungen wie Arthritis leiden, besser geeignet sein kann.
- Spinning ist auch Radfahren: Wenn dein Workout fröhlich und motivierend sein soll, ist Spinning auf einem stationären Fahrrad vielleicht genau das Richtige für dich.
- Radfahren verbrennt die gleichen Kalorien: Aber bei gleicher Intensität und Dauer verbrennen sie tatsächlich gleich viel.
- Radfahren baut mehr Muskeln auf: Das liegt daran, dass Muskeln wachsen, wenn sie gegen einen Widerstand arbeiten.
Was genau dahinter steckt, erfährst du hier
Es ist auch wichtig, dass du etwas findest, das dir Spaß macht und für dich zugänglich ist. Folge deinem Instinkt, wenn du eine Vorliebe für eine der beiden Sportarten hast. Beide Formen der Bewegung können sich positiv auf deine körperliche und geistige Gesundheit auswirken.
Indoor-Bike, Ergometer, Heimtrainer - alles dasselbe?
Tatsächlich verbindet sie lediglich das Grundprinzip: Alle drei ermöglichen es, in den eigenen vier Wänden (oder denen des Fitnessstudios) in die Pedale zu treten. Das klassische Fahrradergometer konzentriert sich auf die allgemeine Fitness und soll in erster Linie das Herz-Kreislauf-System stärken.
Der Heimtrainer ist die günstige Alternative zum Ergometer. Im Vergleich dazu verfügt der Heimtrainer jedoch lediglich über wenige Grundfunktionen. Wie beim klassischen Ergometer ist die Sitzposition eher entspannt und das Training zielt darauf ab, die allgemeine Fitness zu fördern.
Spinning vs. Indoor Cycling
Mit seiner schweren Schwungscheibe, die das Radfahren auf dem Indoor-Bike zum echten Krafttraining macht, ist Spinning ein Power-Work-out, das deine Muskeln herausfordert. Was die Trainingsintensität und das Feeling betrifft, kann hier keine andere Indoor-Variante mithalten. Es gibt keinen Leerlauf, womit du durchgehend gegen den Widerstand antrittst. Die Intensität lässt sich über einen Drehknopf oder Tasten regeln, die den Widerstand am Rad festlegen.
Ehrgeizige Sportler können das Power-Training auf dem Indoor-Bike aber auch zuhause durchziehen, wobei dann meist von „Indoor Cycling“ die Rede ist. Oft finden auch Menschen zueinander, die gemeinsam den überschüssigen Pfunden den Kampf ansagen möchten. In Spinning-Kursen steht dir außerdem ein qualifizierter Trainer zur Seite, der dir professionelle Work-out-Tipps geben kann.
Immer wieder belegen Studien, dass Radfahren das psychische Wohlbefinden stärkt. Sie zeigen, dass der Sport im Freien entspannt, nicht nur die äußere Balance fördert und depressive Symptome lindern kann.
Crosstrainer vs. Fahrrad
Crosstrainer und Fahrrad trainieren beide die Ausdauer. Durch regelmäßiges Ausdauertraining verbessert man die Fähigkeit des Körpers, über einen längeren Zeitraum Leistung zu erbringen. Crosstrainer vs. unterscheiden sich in vielen Merkmalen. Es gilt as grundlegend, wenn man etwas für die Gesundheit des Körpers tun und das Herz-Kreislauf-System stärken möchte.
Wer moderat mit dem Crosstrainer oder dem Fahrrad-Ergometer trainiert, kann damit das Immunsystem verbessern. Mehrere Studien konnten nachweisen, dass Ausdauersport das Blutbild positiv verändert und sich damit positiv auf das Immunsystem auswirkt. Beim Training mit beiden Heimtrainern, sowohl dem Crosstrainer als auch dem Fahrrad, werden Kalorien verbrannt und die Fettverbrennung wird angekurbelt.
Gelenkschonend sind beide Trainingsgeräte. Sowohl beim Fahrrad-Ergometer als auch beim Crosstrainer ist die Gelenkbelastung wesentlich geringer als dies beispielsweise beim Joggen der Fall ist.
Heimtrainer: Vorteile und Möglichkeiten
Heimtrainer haben den Vorteil, dass man mit ihnen jederzeit ein Trainingsgerät zu Hause hat, auf das man zu jeder Tageszeit und bei jedem Wetter zurückgreifen kann. Man muss keine neugierigen Blicke fürchten und spart sich zudem den Mitgliedsbeitrag für Verein oder Fitnessstudio. Fortgeschrittene können ihren Trainingsplan mit dem passenden Heimtrainer auch dann umsetzen oder ergänzen, wenn es an Zeit und Flexibilität fehlt.
Beim Fahrrad-Ergometer werden vor allem die Muskeln des Unterkörpers, also der Beine und des Gesäßes trainiert. Auf dem Crosstrainer werden, wie beim Fahrrad auch, vorrangig die Muskeln des Unterkörpers trainiert. Zusätzlich wird die Muskulatur des Oberkörpers beansprucht. Der Crosstrainer ist damit ideal für all jene, die möglichst viele Muskelgruppen trainieren möchten.
Indoor Cycling vs. Fahrradfahren draußen
Die Frage, ob Indoor Cycling oder Fahrradfahren draußen mehr bringt, lässt sich nicht pauschal beantworten, weil beide Varianten einzigartige Vorteile bieten und für unterschiedliche Ziele und Vorlieben geeignet sind. Draußen radeln punktet hingegen mit Naturerlebnis, Abwechslung und psychischer Entlastung. Beide Varianten ergänzen sich ideal und können je nach Ziel und Vorliebe kombiniert werden.
Häufige Fragen rund ums Radfahren
- Kann man mit Indoor Radfahren abnehmen? Ja, Indoor Radfahren ist eine der effektivsten Methoden, um abzunehmen.
- Radfahren Indoor und Kalorienverbrauch - wie hoch ist die Verbrennung? Der Kalorienverbrauch beim Indoor Radfahren liegt je nach Intensität und Körpergewicht bei etwa 400 bis 700 Kilokalorien pro Stunde.
- Ist Indoor-Training effektiver als Outdoor Radfahren? Indoor Radfahren ist in der Praxis oft effektiver, wenn es um gezieltes, strukturiertes Training, Zeitersparnis und maximale Trainingsbelastung geht.
- Kann ich mein Outdoor-Bike auch drinnen nutzen? Ja, mit einem Rollentrainer oder einer Trainingsrolle können Sie Ihr Outdoor-Bike auch drinnen nutzen.
Radfahren: Indoor vs. Outdoor
Es bestehen Preisunterschiede zwischen dem Fahrrad für die Straße und dem Modell für die eigenen vier Wände. Wer gerne bei Wind und Wetter sportlich aktiv ist, der ist mit einem Indoor-Cycle perfekt beraten. Grundsätzlich unterscheidet sich das Training der beiden Radsportvarianten vor allem hinsichtlich der Effektivität. Sportler setzen sich bei den unterschiedlichen Radsportvarianten diversen Gefahren aus, woraus ein verschieden hohes Verletzungspotential entsteht.
Radfahren und Kalorienverbrauch
Laut einer kleinen Studie gibt es Hinweise darauf, dass sowohl Radfahren als auch Joggen den Appetit vermindern. Beide Sportarten sind sehr hilfreich bei der Straffung der Muskulatur. Wenn ihr große Muskeln erzielen wollt, solltet ihr mit Gewichten trainieren.
Körperliche Aspekte: Knochen, Muskeln und Verletzungen
Laut einer aktuellen Studie unterstützt Radfahren die Knochengesundheit möglicherweise nicht so sehr wie Laufen. Das sind die typischen Verletzung bei einer Überlastung. Im Durchschnitt haben Läufer 11 Verletzungen pro 1000 Stunden Joggen. Radfahrer haben im Vergleich nur 6 Verletzungen pro 1000 Stunden Radfahren.
Fazit
Entscheidet euch für die Sportart, die besser zu eurem Lebensstil passt und folgt eurem Gefühl. Das Wichtigste an diesem Vergleich ist, dass sich beide Sportarten viele Vorzüge teilen. Beide können zum Gewichtsverlust beitragen, sie sind gut für die Gesundheit des Herz-Kreislauf-Systems, machen euch fit und straffen die Muskulatur.
| Merkmal | Radfahren | Laufen | Rudern |
|---|---|---|---|
| Muskelaktivierung | Beine, Gesäß | Beine, Rumpf, Arme | Beine, Rumpf, Arme, Schultern |
| Gelenkschonend | Ja | Nein | Ja |
| Kalorienverbrauch | Variabel, je nach Tempo | Variabel, je nach Gewicht und Erfahrung | Hoch, durch viele Muskelgruppen |
| Vorteile | Geringes Verletzungsrisiko, gut für Anfänger | Zeit- und ortsunabhängig, gut für Herz-Kreislauf | Kombiniert Kraft- und Ausdauertraining |
Verwandte Beiträge:
- Triumph Mountainbike Test & Kaufberatung: Modelle, Preise & Erfahrungen
- Decathlon Mountainbike 26 Zoll: Test & Kaufberatung
- Ist Fahrradfahren Sport? Kalorienverbrauch & gesundheitliche Aspekte
- Was bedeutet "Biker"? Die überraschende Wahrheit hinter dem Begriff im deutschen Sprachraum!
- Shimano 105 Brems-Schalthebel 10 Fach Test – Ultimative Kaufberatung & Profi-Analyse
Kommentar schreiben