Mountainbiken ist eine Offroad-Radsportdisziplin, die sich auf der ganzen Welt großer Beliebtheit erfreut, nicht zuletzt aufgrund seiner unvergleichlichen Diversität. Im Folgenden werden die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der verschiedenen Mountainbike-Kategorien aufgeschlüsselt, sowie die unterschiedlichen Spezialbikes kurz vorgestellt. Außerdem verraten wir dir, wo du noch mehr erfährst.
Die verschiedenen Disziplinen des Mountainbike-Rennsports
Genau wie im Motorsport gibt es auch beim Mountainbiken viele verschiedene Disziplinen. Die fünf Hauptdisziplinen sind Downhill, Cross Country, Slopestyle, Enduro und Four Cross. Einige der Events, wie zum Beispiel Downhill und Cross Country, werden vom UCI, dem internationalen Radsport-Verband, veranstaltet, die auch Großveranstaltungen wie die Weltmeisterschaften austragen. Wer die Strecke am schnellsten absolviert, gewinnt.
Downhill
Die Downhill-Disziplin ist von steilen und schwierigen Abfahrten geprägt. Events finden in der Regel in Gebirgsorten statt, um zu vermeiden, dass die Fahrer mit ihren Bikes nicht nur hinunter-, sondern auch hinauffahren müssen. Die Fahrer sind meistens um die drei Minuten auf der Strecke unterwegs, ehe sie ins Ziel kommen.
Das Bike: Downhill-Bikes sind speziell für das Fahren auf extremen Strecken konzipiert und haben daher eine charakteristische Rahmenform, die zur Optimierung der Position auf dem Bike dient. Die Bikes sind vollgefedert und verfügen über einen Federweg von um die 200 mm, um das Fahren auf extremen Unebenheiten zu ermöglichen.
Außergewöhnliche Athleten und Athletinnen: Rachel Atherton, Loïc Bruni, Vali Höll und Laurie Greenland
Cross Country
Während die Downhill-Disziplin von steilen und schwierigen Abfahrten geprägt wird, geht es beim Cross-Country eher um Highspeed und energieintensives Fahren über mehrere Stunden. Allerdings gibt es zahlreiche Unterkategorien im Cross Country. Hier geht es um Fitness und Ausdauer gepaart mit steilen Anstiegen und technisch anspruchsvollen Abfahrten sowie Features wie Felsgärten und einschüchternden Drops.
Freeride
Bei Freeride-Wettkämpfen geht es weniger um die Zeit, in der die Rider eine Strecke absolvieren, sondern vielmehr um Kreativität, Skill und Technik. In der Regel verbringen die Fahrer vor dem Event gemeinsam mit ihren Teams ein paar Tage vor Ort, um Starts und Landungen auf ihrer individuellen Route zu perfektionieren - so kann ein reibungsloser Ablauf gewährleistet werden. Die Judges bewerten dann den Lauf nach den Kriterien Geschwindigkeit, Style, Flow, Höhe, Originalität, Kreativität und noch mehr, wobei der mit den meisten Punkten gewinnt.
Freeride gibt es aber auch abseits von Wettkämpfen. Rider versuchen dort an ungewöhnlichen Locations nie zuvor gefahrene Lines zu fahren, was sehr viel mit Freeskiing gemeinsam hat. Der Schwerpunkt liegt also mehr auf der Entdeckung und Erkundung.
Das Bike: Stark, klein und leicht. Freeride-Bikes sind so konstruiert, dass sie in der Luft leicht manipuliert werden können, um schwierige und hohe Stunts zu ermöglichen.
Slopestyle
Tatsächlich steckt der wichtigste Hinweis bereits im Namen: Wie viel Style hat ein Rider, während er den Hang hinunterfährt? Die Slopestyle-Strecke verläuft bergab und gleicht aufgrund der zahlreichen Features einem überdimensionalen Skatepark. Wie auch in der Freeride-Disziplin konzentriert sich bei Slopestyle alles auf Technik und Fähigkeiten der Rider und nicht darauf, wer den Parcours in der schnellsten Zeit absolviert. Die Judges bestimmen den Sieger danach, wer über das größte technische Können verfügt, die geschmeidigste Ausführung, die originellsten Tricks und den besten Flow auf dem Weg nach unten zeigt.
Slopestyle-Events sind wahre Publikumsmagnete und außerdem ist der Slopestyle-Bewerb eines der Kernereignisse der populären Crankworx-Serie.
Das Bike: Slopestyle-Bikes sind ähnlich wie Freeride-Bikes konstruiert, da sie ähnlichen Belastungen standhalten müssen.
Four Cross
Vier Fahrer fahren gleichzeitig in einem actiongeladenen Kopf-an-Kopf-Rennen die Strecke hinunter. Wer als Erster über die Ziellinie kommt, gewinnt. Die Strecken sind meist kurz und knackig und erfordern enorme Ausdauer sowie explosive Reaktionen und Power. Sie sind gespickt mit kleinen und größeren Sprüngen, Steilkurven und noch vielen Features mehr. Im Rennen treten je vier Fahrer pro Runde (Heat) gegeneinander an, wobei jeweils der Sieger eine Runde weiterkommt, bis schließlich der Gesamtsieger feststeht.
Im Dual Slalom treten nur jeweils zwei Fahrer auf zwei identischen Strecken, die parallel zueinander sind, an - stilistisch ähnlich wie bei 4X. Die Rider liefern sich zweimal ein Kopf-an-Kopf-Rennen (wobei die Seiten gewechselt werden) und der Fahrer, der nach der zweiten Runde vorne liegt, kommt weiter.
Pumptrack
Die Antwort ist sehr schnell - vor allem wenn die Skills am Pumptrack stimmen! Ein Pumptrack ist ein kurzer Rundkurs mit Wellen und Steilwandkurven, der ohne Pedalieren absolviert werden soll. Stattdessen „pumpen" die Fahrer ihr Bike mithilfe ihrer Arme und Beine durch dynamische Be- und Entlastung von Vorder- und Hinterrad über die Strecke und gewinnen so Geschwindigkeit während sie gleichzeitig die Kontrolle über das Bike behalten müssen. Eine außerordentliche Fähigkeit, die auch aufs Trail-Fahren übertragen werden kann und dir garantiert einen Vorteil verschaffen wird. Außerdem ist es ein intensives Training für den gesamten Körper und Pumptrack-Athleten zählen in Regel zu den fittesten und stärksten Mountainbikern.
Bei einem Wettkampf werden die Rundenzeiten der Fahrer gestoppt und die schnellste Zeit gewinnt. Bei manchen Events, wie bei Crankworx, treten die Rider im Head-to-Head auf zwei identischen Tracks gegeneinander an, was zu dramatischen Rennverläufen führt, bei denen die Rider Runde für Runde noch einen drauflegen bis schließlich der glückliche Triumphator gekürt wird.
Das Bike: Pumptrack-Bikes liegen, was die Konstruktion angeht, irgendwo zwischen einem BMX und einem Hardtail-MTB. Sie sind klein, stark und effizient.
Speed & Style
Die Antwort lautet Speed & Style - ein Event wo Athleten den Kurs nicht nur schneller als ihre Konkurrenten zurücklegen müssen, sondern auch versuchen müssen, sie auf dem Weg mit spektakulären Tricks zu übertrumpfen. Das Resultat: Highspeed-Jumps, verwirrende Spins und vieles mehr - wer blinzelt hat womöglich schon alles verpasst. Speed & Style verspricht unvergleichliche Action, die nichts für schwache Nerven ist! Die Ausnahme-Athleten liefern sich in einer Serie an Runden im KO-System heiße Duelle auf der Strecke und in der Luft.
Enduro
In vielerlei Hinsicht ähnelt Enduro am meisten der Art und Weise, wie Mountainbiker in ihrer Freizeit außerhalb von Wettkämpfen unterwegs sind. Es geht darum, einen Tag (oder mehrere Tage) mit seinem Bike in atemberaubenden Berggegenden zu fahren, Anstiege zu bewältigen und technische Abfahrten zu meistern.
Es gibt zwei Hauptelemente im Enduro-Racingformat. Das erste ist die sogenannte „Sonderprüfung", wo der eigentliche Wettkampf stattfindet. Die Rider fahren über markierte Strecken auf Zeit. Für den Kurs benötigen sie zwischen zwei und 20 Minuten, wobei es im Verlauf eines Enduro-Rennens - das ein oder zwei Tage dauert - in der Regel zwischen drei und sechs dieser Sonderprüfungen gibt. Sieger ist der Rider mit der schnellstes Gesamtzeit, also wer alle Sonderprüfungen am schnellsten absolviert hat.
Das Bindeglied zwischen den Wertungsprüfungen sind Uphill-Fahrten, die, wie der Name bereits sagt, bergauf und in einem festgelegten Zeitfenster zurückgelegt werden müssen, um zur nächsten Sonderprüfung zu gelangen. Wenn die Zeit außerhalb dieses Zeitfensters liegt, werden die Rider bestraft.
Das Bike: Enduro-Bikes sind voll gefederte Mountainbikes mit einem Federweg zwischen 120 mm und 180 mm. Sie verfügen über absenkbare Sattelstützen und sind so designed, dass sie möglichst langlebig sind, da die Fahrer Reparaturen an der Strecke selbst und ohne fremde Hilfe durchführen müssen.
Mountainbike-Typen im Detail
Mountainbike ist nicht gleich Mountainbike. Es gibt verschiedene Disziplinen und jede davon hat ihren eigenen Mountainbike-Typ hervorgebracht. Hier ein Überblick über die gängigsten Typen:
- Fully: Vorderrad und der Hinterbau sind gefedert. Die Vollfederung gleicht Stöße in unebenem Gelände aus und der Bodenkontakt wird beim Bergauffahren von den Vorderrädern und beim Bergabfahren von den Hinterrädern leichter gehalten.
- Hardtail: Nur die vordere Gabel ist gefedert. Am Hinterbau befindet sich keine Federung. Das Bike ist vor allem bei Cross-Country-Rennen im Einsatz.
- All Mountain Bike: Für ein möglichst großes Spektrum an Einsatzmöglichkeiten in den Bergen konzipiert.
- Enduro Bike: Liegt von den Eigenschaften zwischen dem All Mountain Bike und einem Freeride Mountainbike. Bergab ähnelt es den Fahreigenschaften eines Freeride Mountainbikes.
- Freeride Mountainbike: Etwas leichter als die Downhill Mountainbikes, aber trotzdem kein Federgewicht. Es werden sehr stabile Bauteile verwendet, damit das Mountainbike den extremen Sprüngen (bis zu 20 Meter) standhält.
- Fat Bike: Für schwierige Untergründe geschaffen. Das Fat Bike erkennen Sie an den sehr breiten Reifen. In der Regel wird auf die Federung verzichtet.
Die Qual der Wahl: Welches Mountainbike ist das Richtige für mich?
27,5 Zoll, 650B, 29er? Fully oder Hardtail? Enduro, Trailbike oder doch ein Cross Country Race Bike? Und wozu das alles überhaupt!? Die Fragen die bei der Auswahl eines Mountainbikes auf dich einprasseln sind gefühlt endlos. Doch worauf kommt es bei der Wahl des richtigen Bikes wirklich an? Was brauche ich und was brauche ich nicht? Und was gibt mein Budget her?
Tatsache ist: Das klassische Mountainbike mit Diamant-Stahlrahmen und Felgenbremsen gibt es in dieser Form nicht mehr. Zwischenzeitlich hängt es stark vom Fahrstil aber auch dem Einsatzbereich ab, welches Bike du benötigst.
Hardtail vs. Fully: Eine Glaubensfrage?
„Nur die harten komm‘ inn‘ Garten.“ - „Nee, wer richtig Enduro fahren will kommt mit nem Hardtail nicht weit!“ - „Ach Quatsch, mit der richtigen Technik hängst du auf dem Trail fast jeden Fully-Fahrer ab.“ So oder so ähnlich läuft die altbekannte Diskussion immer ab. Doch was ist dran, am Mythos „Hardtail vs. Fully“? Vorneweg sei eines gesagt: Eigentlich ist das ganze keine Entweder-oder-Entscheidung.
Vorteile eines Hardtails:
- Beim Berganfahren das vortriebseffizienteste Konzept, da es nur an der Front gefedert ist.
- Leichter als Fullys.
- Geringerer Wartungsaufwand und geringere Anfälligkeit für Defekte.
- Kostengünstiger.
Nachteile eines Hardtails:
- Weniger Komfort und Traktion in unwegsamem Gelände.
- Anspruchsvoller zu fahren in sehr unwegsamem Gelände.
Vorteile eines Fullys:
- Mehr Reserven, Komfort und Traktion in schwierigem Gelände.
- Verzeiht Fehler besser.
- Weniger ermüdend bei heftigen Abfahrten.
Nachteile eines Fullys:
- Neigt bergan dazu, Teile des Vortriebs im Federweg zu verlieren.
- Meist ein Mehrgewicht im Vergleich zum starren Hinterbau.
- Höherer Wartungsaufwand.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Auch mit einem Hardtail ist alles möglich, mit einem Fully ist es aber meist leichter. Die meisten Fahrer, die offroad unterwegs sein wollen, greifen aber mittlerweile zum vollgefederten MTB, da der Fahrkompft sie einfach überzeugt.
Spezifische Mountainbike-Kategorien
Neben Full-Suspension-Bike und Hardtail, lassen sich MTBs allerdings inzwischen wesentlich spezifischer einordnen:
- Race- und Cross-Country Bikes: Schnelle, leichte Bikes mit um die 100mm Federweg. Sowohl Fullys als auch Hardtails, sind für den Cross-Country Einsatz weit verbreitet.
- Downcountry Bikes: Cross-Country Bikes mit „ein bisschen mehr Wumms“. Statt 100mm sind hier schon 120mm Federweg verbaut.
- All-Mountain und Trail Bikes: Gelten gemeinhin als die besten Tourenbikes und die ultimativen Allrounder. Federweg von 120 mm bis zu 150 mm Federweg und ein Gewicht, welches sich im Mittelfeld des Spektrums eingliedert, versprechen Spaß bergauf als auch bergab.
- Enduro Bikes: Federwege ab 150mm bis 180mm und ein etwas höheres Gewicht machen sich zwar bergauf bemerkbar, bergab aber dafür erst so richtig Spaß!
- Superenduros: Im Prinzip geht es hier um Enduro Bikes die von den Herstellern noch ein wenig aufgemotzt wurden. So kommen sie auf 180mm bis 190 mm Federweg und haben ein klein wenig mehr Reserven.
- Downhill Bikes: Das ist es, was Downhill Bikes am allerbesten können. Doppelbrückengabel, besonders grobe und pannensichere Bereifung, fein abgestufte schwere Gänge, flache, lange Geometrien und Federweg von 200mm und mehr sind an DH-Bikes inzwischen normal.
- Fatbikes: Mit Reifen über 3 Zoll Breite sind sie quasi die Traktoren unter den Fahrrädern.
- E-Mountainbikes: Längst sind die Zeiten rum wo Räder mit elektrischer Unterstützung nur etwas für Rentner sind. Inzwischen gibt es, wie beim MTB viele verschiedene Arten der Elektroflitzer.
Die richtige Rahmengröße finden
Mindestens genauso wichtig wie die Wahl des richten Mountainbikes ist die Wahl der richtigen Rahmen-Größe deines MTB’s. Nur wenn du dein Rad in der richtigen Größe kaufst, funktioniert und verhält sich das Bike so, wie es vom Hersteller entworfen wurde. Denn die Länge des Oberrohres, der Winkel zwischen Federgabel und Untergrund sowie der Winkel des Sitzrohres, ergeben mit anderen Größen und Längen ein stimmiges Konzept und können die Eigenschaften und das Fahrgefühl auf einem Mountainbike maßgeblich bestimmen.
Leider gibt es kein Einheitliches Größensystem, das man beim Kauf eines Zweirades auf alle Hersteller übergreifend anwenden könnte. Grund zum Verzweifeln ist das allerdings nicht. Denn viele Hersteller haben einen Größenschlüssel, oder ein „Fitting-System“, das dich durch deine Körpergröße und verschiedene Maße wie Innenbeinlänge, Armlänge usw. die Größe deines Rades einfach bestimmen lässt.
Laufradgrößen: 27,5 Zoll vs. 29 Zoll
Ein weiteres wichtiges und nicht uninteressantes Thema beim Mountainbike ist die Größe der Laufräder. Während um die 2000er 26 Zoll als das Mountainbike-Laufradmaß galt, sind inzwischen die Laufradgrößen 27,5 Zoll (auch 650B genannt) und 29 Zoll die gängigsten Laufradgrößen.
27,5 Zoll:
27,5 Zoll Laufräder sind die wendigeren und weniger trägen Kandidaten. Mit 58,5 cm Durchmesser und einem Laufradumfang von um die 222 cm haben diese Laufräder ein gutes Gleichgewicht aus Wendigkeit, Ab- bzw.
29 Zoll:
Allerdings hat auch ein 29 Zoll Laufrad einige unschlagbare Vorteile. Durch ihren größeren Durchmesser von 62,2 cm und den größeren Radumfang von 233 cm haben sie ein noch besseres Ab- und Überrollverhalten, was sie (bei gleicher Bereifung) in der Ebene schneller macht und Hindernisse besser überwinden lässt. Der Nachteil ist das Mehrgewicht und die damit verbundene Trägheit. Die größeren Laufräder lassen sich somit schlechter „auf Tempo bringen“.
Mullet-Bauweise:
Ein Hybridkonzept dieser beiden Laufradgrößen ist die Mullet-Bauweise. Sie kombiniert ein 27,5 Zoll Hinterrad mit einem 29 Zoll Vorderrad und soll so die Vorteile der beider Laufradgrößen zur Geltung bringen.
Reifenwahl: Grip und Pannenschutz
An dieser Stelle möchte ich anmerken, dass es sich hier um eine oberflächliche Erläuterung handelt, da das Thema Reifen und Reifenbreiten selbst für einen eigenen Beitrag reichen würde. Am Mountainbike gibt es eine Vielzahl an unterschiedlichen Bereifungen. In erster Linie wird hier zwischen Draht- und Faltreifen unterschieden.
Gerade bei Enduro Bikes gibt es daher häufig die Möglichkeit, sein Rad auf Tubeless (Schlauchlos) umzubauen. Hier wird kein Schlauch im Hinterrad verbaut, sondern eine Dichtmilch, die den Reifen von innen abdichtet.
Ein weiterer großer Unterschied bei der MTB-Bereifung ist zudem die Profilart und die Breite. Diese wird in Zoll angegeben. Am häufigsten sind hier Reifenbreiten von 2.2 Zoll bis hin zu 3.0 Zoll verbaut, wobei ab 2.6 Zoll von sogenannten „Plus-Bikes“ die Rede ist.
| Reifenbreite | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|
| Breiter Reifen | Mehr Auflagefläche, mehr Grip | Schwammigeres Fahrgefühl, mehr Rollwiderstand |
| Schmaler Reifen | Weniger Auflagefläche | Weniger Grip |
Der Vorteil der verschiedenen Reifen breiten ist recht einfach erklärt: Desto breiter der Reifen desto mehr Auflagefläche bietet er. D.h. mehr Grip, aber auch ein schwammigeres Fahrgefühl und mehr Rollwiderstand. Ist ein Reifen schmaler, hat er weniger Auflagefläche.
Die Wahl des richtigen Mountainbikes: Fragen, die Sie sich stellen sollten
Bevor du ein MTB kaufst, solltest du folgende Fragen beantworten. Anhand dieser Fragen findest du das richtige MTB für dich. Welches Rad du brauchst ergibt sich aus deinen Antworten.
Downhill vs. Freeride: Was sind die Unterschiede?
Unter Mountainbike-Fans ist es kein Geheimnis, dass Downhill- und Freeride-Bikes die ultimativen Maschinen für Abenteuer auf rauen Bergpfaden sind. Aber was genau unterscheidet diese beiden Arten von Mountainbikes?
- Downhill ist eine Mountainbike-Disziplin, bei der es darum geht, steile und unwegsame Abhänge so schnell wie möglich hinunterzufahren.
- Freeride ist eine Disziplin des Mountainbikens, bei der es darum geht, auf rauen, technischen und oft unwegsamen Strecken zu fahren und dabei Hindernisse zu überwinden.
Der Hauptunterschied zwischen Downhill- und Freeride-Mountainbikes liegt in der Art der Strecken, auf denen sie gefahren werden. Downhill-Strecken sind in der Regel sehr steil und erfordern viel Geschwindigkeit. Freeride-Strecken hingegen haben oft technische Passagen wie Felsen und Wurzeln, die den Fahrer herausfordern und oft Geschicklichkeit erfordern.
Wenn Sie hauptsächlich steile Abfahrten fahren wollen, ist ein Downhill-Bike die richtige Wahl.
Unterschiede im Detail
Da Freerider und Downhiller in ähnlichem Terrain gefahren werden, unterscheidet sich die Geometrie grundsätzlich nicht so sehr voneinander, wie es bei anderen MTB-Kategorien der Fall ist.
- Laufräder, Reifen und Reifengröße: 27,5“ Reifen können deinem Bike gerade auf engen Trails, in Kurven oder auch in der Luft ein verspieltes und wendigeres Handling geben, während 29“ Laufräder ein sehr sicheres Fahrgefühl vermitteln, vor allem wenn es grob und schnell wird.
- Federung: Freeride und Downhill Bikes sind nahezu ausschließlich Fullies.
Das höhere Gewicht, schwere Bereifung, viel Federweg und eine Schaltung mit nur sieben Gängen machen es fast unmöglich mit dem DH-Bike bergauf zu fahren. Daher lohnt sich die Anschaffung nur, wenn du regelmäßig im Bikepark oder auf Downhill-Rennen unterwegs bist, wo du per Lift den Berg hochkommst und die Strecken besonders für die hoch spezialisierten Bikes ausgelegt sind.
Die Qual der Wahl: Welcher Mountainbike-Typ passt zu mir?
Die wichtigste Frage, die du dir vor dem Bike Kauf stellen musst ist: Was willst du mit deinem neuen Mountainbike machen? Leichte Touren fahren, krasse Trails rippen oder vielleicht einen Alpencross? Mach dir darüber mal Gedanken.
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