Shimano Kettenblätter: Informationen und Wissenswertes

Es gibt an vielerlei Gebrauchsgegenständen immer wieder mal Verschleißteile - so auch am Fahrrad: Hier unterliegen einige Bauteile einem gewissen Verschleiß, welcher logischerweise nicht genau voraus zu planen ist, da dieser eben von vielen unterschiedlichen Umständen abhängig ist. Stark ausschlaggebend sind natürlich die gefahrenen Kilometer. Ebenso machen sich die Qualität der verwendeten Produkte und die tatsächliche Umsetzung samt Intensität von Wartung & Pflege beim Verschleiß bemerkbar.

Fahrrad Kettenblätter für Rennrad, Mountainbike und ATB

Passend zu jedem Fahrrad gibt es hier das richtige Kettenblatt. Kettenblätter für 4-Arm und 5-Armkurbeln in verschiedensten Lochkreisen und Lochabständen.

Im Bestand für Mountainbikes befinden sich Blätter für 4-Arm- beziehungsweise 5-Arm-Kurbeln mit einer Zahnzahl von 22 bis 50 Zähnen. Die Kettenblätter gibt es für die einzelnen Komponentenbaureihen von Alivio bis XTR in den unterschiedlichsten Ausführungen und Lochkreisen. Im Rennradbereich werden Blätter von Campagnolo, Shimano und Miche angeboten, welche für 5-Arm-Kurbeln und 2-fach beziehungsweise 3-fach-Systeme ausgelegt sind.

Verschleiß und Austausch von Kettenblättern

Für den Tausch von Kettenblättern kann der ungefähre Richtwert von etwa 25.000 bis 30.000 km genannt werden, bis ein Wechsel nötig ist. Das kleinste Kettenblatt hat km-mäßig noch mehr Luft. So müssen meist nur Tourenfahrer oder Extrembiker das Kettenblatt am Fahrrad wechseln. Viel fahren bedeutet viel Verschleiß - bedeutet somit also, dass eine übermäßige Beanspruchung den Verscheiß fördert.

Anhand der spitz zugeschliffenen Zähne erkennen Sie an Ihrem „Drahtesel“ ein verschlissenes Kettenblatt - meist sieht man es am größten Kettenblatt am besten. Wenn sie dies dann bemerken, ist es dringend nötig das Shimano-Kettenblatt zu tauschen.

Werkzeug und Vorgehensweise beim Wechsel

Auch ohne großartige Vorkenntnisse können Sie Kettenblätter selber wechseln. Sinnvoll ist es, sich das benötigte Werkzeug (Innensechskantschlüssel in 4 mm, 5 mm und in 10 mm, sowie einen Kettenblattschlüssel) zur Montage bereit zu legen. Kleine Schälchen oder Schachteln am besten gleich dazu stellen. Hier können gelöste Schrauben und Muttern bei der Arbeit sicher und sortiert aufbewahrt werden.

Touren-, City- und Mountainbikes sind meist mit 3-fach Kurbeln ausgestattet. Am Rennrad findet man oft 2-fach Kurbeln. Die Shimano Kettenblätter sind mit Kettenblattschrauben am 4-armigen (teils auch 3-armigen) Kurbelstern befestigt - Rennräder haben 5-armige Kurbelsterne.

Montage der Kettenblätter

Ein Kurbelstern besteht aus einem inneren und einem äußeren Lochkreis. Das mittlere und das große Kettenblatt wird mittels Kettenblattschrauben am äußeren Lochkreis befestigt - die Steighilfen müssen dabei dem kleinen Kettenblatt zugewandt sein. Das kleine Kettenblatt wird am inneren Lochkreis des Kurbelsterns befestigt.

Wenn Sie neue Kettenblätter von Shimano kaufen möchten, sollten Sie den Lochabstand und den Lochkreisdurchmesser des Kettenblattes wissen. Es ist sinnvoll für Ihren Fahrradantrieb nur Einzelteile des identischen Herstellers zu nutzen. Wir empfehlen Ihnen, beim Austausch der Kettenblätter von Shimano auch gleich die Fahrradkette und die Ritzelkassette zu ersetzen.

Als erstes lockern Sie am großen Kettenblatt von Shimano die Kettenblattschrauben - jedoch ohne sie ganz zu entfernen. Tipp vom Kurbelix-Team: Legen Sie alle abgebauten Teile geordnet beiseite. So können sie beim Zusammenbauen später mit einem Handgriff schnell das richtige Teil plus die dazugehörigen Schrauben etc.

Um das mittlere Blatt von Shimano abzubauen, muss vorab der Kurbelarm abgenommen werden. Dafür einfach die Schraube, welche als Kurbelabzieher dient, an der Tretkurbel mit dem passenden Innensechskantschlüssel lösen und dann den Arm vom Konus nehmen. Bevor Sie dann die neuen Kettenblätter montieren, ist es wichtig, die wiederzuverwendenden Kettenblattschrauben gut zu fetten. Zum Schluss den Kurbelarm auf den Tretlagerkonus schieben. Dieser muss dann um 180 Grad versetzt zum Gegenüberliegenden positioniert sein.

Kettenblatt-Größe in Abhängigkeit von der Kassette

Die Wahl des Kettenblatts ist natürlich auch direkt an die Bandbreite Deiner Kassette hinten gekoppelt. Die allermeisten unter euch werden mittlerweile einen 12fach Antrieb fahren, der bei SRAM entweder 50 oder 52 Zähne auf dem größten Ritzel bereitstellt, während Shimano bei den aktuellen Kassetten 51 Zähne ins Rennen schickt.

Du kannst die Größen der Kettenblätter und der Ritzel auf der Kassette einfach in Verhältnis bringen, indem Du die Zähnezahl betrachtest, denn ihr Durchmesser verhält sich linear zur Zähnezahl. Um das Thema greifbarer zu machen, bedienen wir uns einer einfachen Formel:

  1. Leichtester Gang

    Zähnezahl Kettenblatt / Zähnezahl größtes Ritzel der Kassette = Untersetzung im leichtesten Gang

    Mit dieser einfachen Formel kannst Du die Übersetzung eines Antriebs vorher berechnen und so die Möglichkeiten durchspielen. Haben wir beispielsweise ein 32-Zähne-Kettenblatt und eine SRAM Kassette mit 10-52 Zähnen, was bei SRAM die Standard-Bestückung darstellt, hieße das: 32/52 = 0,615

    Das bedeutet, dass die Kassette und damit das ganze Hinterrad bei einer vollen Kurbelumdrehung nur 0,615 mal diese Umdrehung ausführt, also nur knapp über eine halbe Umdrehung macht.

  2. Schwerster Gang

    Zähnezahl Kettenblatt / Zähnezahl kleinstes Ritzel der Kassette = Übersetzung im schwersten Gang

    Bei unserem Setup mit dem 32-Zähne-Kettenblatt und der 10-52 Kassette heißt das: 32/10 = 3,2

    Das bedeutet, dass die Kassette und damit das ganze Hinterrad bei einer vollen Kurbelumdrehung 3,2 Umdrehungen ausführt.

Einordnung der Übersetzungen

Nun kannst Du entweder viel ausprobieren oder Dich vorläufig auf unsere Erfahrungen und "Faustregeln" verlassen. Wir versuchen, die Unter- bzw. Übersetzungen grob zu kategorisieren.

  • Leichtester Gang:
    • Untersetzung kleiner als 0,6 - sehr leichter Gang, extrem bergtauglich, auch für weniger Trainierte
    • Untersetzung 0,6 bis 0,7 - moderat, gute Wahl für durchschnittlich trainierte
    • Untersetzung größer als 0,7 - eher schwer, für starke Fahrer:innen und / oder etwas flacheres Gelände
  • Schwerster Gang:
    • Übersetzung kleiner als 3,0 - relativ wenig Endgeschwindigkeit, bergab tritt man leicht "ins Leere"
    • Übersetzung 3,0 bis 3,4 - durchschnittliche Endgeschwindigkeit, meist voll ausreichend
    • Übersetzung größer als 3,4 - sehr schwere Gänge für hohe Geschwindigkeit bergab

Gleichzeitig extrem leichte und extrem schwere Gänge in einem Antrieb zu vereinen, ist nicht möglich, da die Bandbreite der Kassette begrenzt ist. Doch mit unserer groben Einordnung wirst Du auf jeden Fall Deine passende Übersetzung finden. Ich persönlich fahre auf meinen beiden 29er Mountainbike Fullys jeweils ein 32T-Kettenblatt und eine 10-50T SRAM Kassette und komme überall gut zurecht. Den schwersten Gang brauche ich kaum.

Die Funktion des Kettenblatts

In der guten alten Zeit, als das Fahrrad noch ein Laufrad war und keinen integrierten Antrieb hatte, brauchte man noch kein Kettenblatt. Wofür auch, es war ja auch keine Fahrradkette vorhanden. Als ein findiger Mensch den Kettenantrieb für das Fahrrad erfand - es war wohl ein Schweizer und somit kein Fahrrad sondern ein Velo - wurden besondere Zusatzteile benötigt, um den Antrieb gut nutzen zu können. Das Kettenblatt ist eines dieser Zusatzteile. In erster Linie dient es der Aufnahme der Kette, die durch die vorhandenen und in die Kettenglieder greifenden Dornen bewegt wird. So wird die Kraft des Fahrers auf die Kette übertragen, die sie schließlich über den Zahnkranz an das Hinterrad überträgt.

Kettenblatt-Kompatibilität

Die Kettenblätter müssen perfekt zur jeweiligen Tretkurbel, die die Kraft der Pedale aufnimmt, passen. Da es unterschiedliche Schaltungen und Tretkurbelsysteme gibt, gibt es natürlich auch die entsprechende Anzahl unterschiedlicher Kettenblätter. Es hängt von der Anzahl und der Anordnung der Befestigungslöcher, die auf den Befestigungsarmen liegen, ab, welche Kettenblätter verwendet werden müssen.

Man kann die Tretkurbeln und so auch die Kettenblätter in zwei Hauptgruppen unterteilen. Der Lochkreisdurchmesser variiert von 56mm bis 151mm. Auch der Lochabstand muss passen. Hier gibt es Abstände von 32,9mm bis hin zu 88,8mm. Die Zähne, welche in die Kette greifen, sind an die Größen der Blätter angepasst. Ihre Anzahl liegt im Bereich von 20 bis 44 bei dem kleinsten Blatt des Systems, bis hin zu 30 bis 58 Zähne des größten Blattes.

Der Lochkreis an sich ist ein imaginärer Kreis, auf welchem sich die Löcher in einer bestimmten Anzahl, in einer bestimmten Anordnung und mit einem bestimmten Abstand befinden. Um den richtigen Lochkreis zu finden, sollte einfach die Tretkurbel betrachtet werden.

Wartung und Pflege

Wie jede Mechanik, jedes mechanische Teil und jede Maschine, muss auch das Fahrrad und hier vor allem der Antrieb entsprechend gepflegt, gewartet und montiert sein. Gerade die Schaltung muss perfekt montiert sein. Nur so kann ein einwandfreies und sauberes Gangwechseln gewährleistet werden und die investierte Kraft des Fahrers kann größtenteils zum Antrieb genutzt werden.

Die Schrauben, nicht nur an den Kettenblättern, überall am Fahrrad, sollten sicher befestigt sein. Normalerweise gibt der Fahrradhersteller die entsprechenden Drehmomente für die einzelnen Schraubengruppen mit an. Manche Fahrradfahrer fetten ihre Schrauben. Dadurch bleiben sie gängig und relativ locker. Werden diese Schrauben allerdings nicht in regelmäßigen Abständen kontrolliert, haben die Fahrradfahrer schnell eine Schraube locker. Einige Monteure sichern sich die Schrauben mit einem so genannten Schraubenkleber. Hier findet vor allem Loctite gerne Verwendung. Die Schraube wird durch diesen Kleber gefestigt und zusätzlich vor Korrosion geschützt. Wenn natürlich eine Schraube, welche mit Loctite befestigt wurde, abgeschraubt werden soll, ist eine nicht unbeträchtliche Kraft nötig. Erfahrene „Schrauber“ fetten die Schrauben vorsichtig, ziehen sie nach Gefühl fest an und sichern sie mit etwas Kleber.

Alle paar Wochen, einmal im Monat beispielsweise, sollten alle Schrauben am Rad untersucht werden. So ist sichergestellt dass das Fahrrad in einem guten Zustand ist und keine Gefahr besteht ein Teil durch die Vibrationen zu verlieren.

Shimano Kettenblatt 48Z für Kettenschu - Leistungsstark und langlebig

  • Optimierte Kraftübertragung: Das präzise gefertigte Kettenblatt sorgt für eine effiziente Kraftübertragung und verbessert die Fahrperformance.
  • Langlebigkeit: Hergestellt aus robusten Materialien, widersteht es Verschleiß und Korrosion - ideal für intensive Nutzung.
  • Shimano Hollowtech-II-Kompatibilität: Perfekt abgestimmt auf Shimano-Kurbeln für eine sichere und ruckfreie Montage.
  • Leichtbauweise: Trotz hoher Stabilität bleibt das Kettenblatt leicht und trägt zu einem agilen Fahrgefühl bei.
  • Geringe Wartung: Die spezielle Oberfläche reduziert Schmutzanhaftung und erleichtert die Reinigung.

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