Wer nachts im Straßenverkehr ohne Licht unterwegs ist, gefährdet nicht nur sich selbst, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer. Nicht nur das Gesehen-Werden ist essenziell, sondern auch das Sehen des Weges selbst - natürlich ohne dabei den Gegenverkehr zu blenden. Allerdings haben nicht alle Lampen, die man im Handel findet, die Zulassung für den Straßenverkehr, da hier gewisse Anforderungen erfüllt sein müssen.
So müssen die Lampen eine vom Kraftfahrtbundesamt erteilte Zulassungsnummer aufweisen, damit die Hersteller auch mit „StVZO-zugelassen“ werben können und der Radler sie legal im Straßenverkehr einsetzen darf. So muss z. B. Für das Frontlicht gilt es, eine Höhe zwischen 40 bis 120 Zentimetern, für das Rücklicht eine Höhe zwischen 25 bis 125 Zentimetern einzuhalten.
Lumen vs. Candela vs. Lux
Der Lichtstrom bzw. die Lichtleistung wird in Lumen [lm] angegeben. Dieser Wert gibt Auskunft über die Helligkeit eines Leuchtmittels, genauer gesagt wie viel Licht einer Lampe zu allen Seiten hin ausgestrahlt wird und somit generell zur Verfügung steht. Candela [cd] beschreibt den Lichtstrom, der in eine bestimmte Richtung abgestrahlt wird. Die Beleuchtungsstärke wird in Lux [lx] angegeben und gibt Auskunft über den Lichtstrom, der auf eine beleuchtete Fläche fällt.
Da es sich hier um eine Empfängergröße handelt, ist die reine Lux-Angabe der Lampe wenig aussagekräftig, da sie vom Abstand des Leuchtmittels zur angeleuchteten Fläche abhängt. Die Beleuchtungsstärke kann jedoch recht einfach mit einem Luxmeter ermittelt werden.
Top-Fahrradlichter im Test
Sigma Aura 80 USB-Set
Das Set der Sigma Aura 80 USB-Front- und der Blaze-Rücklampe konnte das Rennen um den Testsieg knapp für sich entscheiden. Beide Lampen fassen sich gut an und machen einen sehr hochwertigen Eindruck. Im Lieferumfang ist alles Notwendige enthalten, so befinden sich im Paket neben den beiden Lampen noch ein USB-Ladekabel, zwei kurze aber detailreiche Bedienungsanleitungen und die Befestigungsgummis zur Montage. Die Aura 80 wird mittels eines stabil wirkenden Gummibands am Lenker befestigt und bleibt selbst bei wilder Fahrt auf dem Trail an Ort und Stelle.
Die Aura 80 USB verfügt über vier Leuchtmodi mit Beleuchtungsstärken von 80, 60, 40 und 20 Lux. Durch ein zweifaches Drücken des Schalters geht die Aura 80 in der höchsten Stufe an. Die insgesamt vier Leuchtstufen lassen sich dann durch erneutes Drücken des Schalters durchwählen. So stehen einem laut Hersteller 80, 60, 40, und 20 Lux zur Verfügung - unsere Messung der hellsten Stufe kam sogar auf 89 Lux.
Die Ausleuchtung der Aura 80 ist besser als bei ihrem kleinen Bruder, der ebenfalls getesteten Aura 60. Die Ausleuchtung der Frontlampe ist ausreichend, um auch mal nachts im Wald zu fahren. Wo beim kleinen Bruder die Seitenausleuchtung ein Kritikpunkt war, ist diese beim Aura 80 besser. Im Tag-Auto-Modus, welcher beim ersten Klick ausgewählt ist, schaltet sich der integrierte Helligkeitssensor ein. Das heißt, dass je nach Umgebungslicht das Licht ein oder nach 4 Minuten ausgeschaltet wird. Werden keine Bewegungen mehr registriert, schaltet sich die Lampe nach 9 Minuten aus.
Die Rückleuchte verfügt über zwei Modi, den Tag- und den Nacht-Modus. Weiter verfügt die Lampe noch über eine Bremslichtfunktion. Treten negative Beschleunigungen auf, leuchten im Nacht-Modus für drei Sekunden die zwei unteren LEDs deutlich sichtbar auf, im Tag-Modus leuchten alle drei LEDs auf. Die Bremslichtfunktion reagiert gut, auch schon bei etwas geringeren Verzögerungen und warnen so den nachfolgenden Verkehr zuverlässig. In der 08/2020-Ausgabe der Stiftung Warentest bekam das Sigma Aura 80 USB-Set die Gesamtnote »gut« (2,0).
Cateye GVolt 70
Das Fahrradbeleuchtungs-Set mit der GVolt-70-Front- und der Rapid Micro-G-Rücklampe hat nur knapp den Testsieg verfehlt. Leicht zu montieren und schön kompakt. Das Einlegen der Lampen in den jeweiligen Halter sowie auch das wieder Ausklippen der Lampen geht ausgezeichnet. Schön ist auch, dass der Halter über Kopf am Lenker montiert werden kann und die Leuchte nicht klassisch oben, sondern unter dem Lenker hängt, was ein aufgeräumtes Cockpit erzeugt.
Der Einschaltknopf der GVolt 70 ist an der Unterseite des Gehäuses angebracht. Die Frontlampe verfügt über drei Leuchtmodi mit Beleuchtungsstärken von 70, 50 und 10 Lux in den entsprechenden Stufen High, Mid und Low. Gemessen haben wir eine Beleuchtungsstärke im High-Modus von 85 Lux. Außerdem gibt der Hersteller die Brenndauer mit zwei Stunden im High-Modus, drei Stunden im Mid-Modus sowie 15 Stunden im Low-Modus an. Weiter verfügen beide Lampen über einen Ladezustandsindikator.
Die Ausleuchtung ist mit ein Grund, warum die GVolt 70 so weit vorne gelandet ist. Der Fernbereich wird hell und gut ausgeleuchtet, der Nahbereich etwas weniger. Besonders gut hat uns die Breite der Ausleuchtung gefallen. So sind etwaige Hindernisse am Weg- und Waldrand sehr gut und frühzeitig erkennbar. Letztlich ist das Set mit der GVolt 70 zwar nicht das günstigste im Test, aber überzeugt mit der Einfachheit und den Stärken genau da, worauf es bei einer Lampe ankommt.
Büchel BLC 820
Das Fahrradbeleuchtungs-Set Büchel BLC 820 war eines der hellsten im Test. Eine weitere Alternative ist das Fahrradlicht-Set Büchel BLC 820, welches über eine sehr nützliche Zusatzfunktion verfügt. Im Lieferumfang sind neben den Lampen selbst noch die Halter und ein USB-Ladekabel zum Laden der beiden Li-Ion-Akkus enthalten.
Die 121 Gramm leichte Front- und 32 Gramm leichte Rückleuchte werden über dicke Gummibänder fixiert, die die Fahrradbeleuchtung in Position halten. Die Montage der Halter ist sehr einfach. Beide werden mittels eines stabilen Gummibands am Lenker bzw. an der Sattelstütze montiert und halten beide Leuchten in Position. Beide Lampen verfügen weiter über eine Ladezustandsanzeige. Beim Rücklicht blinkt eine kleine LED, wenn sie geladen werden muss, beim Frontlicht zeigen vier LEDs den Ladezustand an.
Der besondere Clou der Lampe: Um die Leuchtdauer zu verlängern, verfügt die Frontleuchte über eine automatische Lichtsteuerung und das Rücklicht über einen Tag-Nacht-Modus sowie eine gut funktionierende Bremslichtfunktion. Je nach Helligkeit der Umgebung wird die Helligkeit der Lampe dann automatisch angepasst. Eine weitere nützliche Funktion bietet die Rückleuchte. Sie verfügt neben einem Tag- und Nachtmodus auch noch über eine Bremslichtfunktion, die erstaunlich gut funktioniert.
Trelock LS950 Control
Die mit Abstand längste Akkulaufzeit im Test - zumindest beim Frontlicht. Das Set Trelock LS 950 Control kommt mit der Frontlampe und mit der LS 720 REEGO Rücklampe. Die Lampen selbst wirken hochwertig und gut verarbeitet. Das Ein- und Auslegen der 221 Gramm schweren Frontlampe ist kinderleicht und funktioniert von allen getesteten Sets am besten. Bei der Rücklampe ist das jedoch etwas hakelig.
Schön ist das LC-Display, das dem Fahrer die Leuchtstufe, den Ladezustand des Li-Ion Akkus und die Restleuchtzeit der Lampe auf einen Blick präsentiert. Auffällig war hier, dass während des Betriebs ein ständiges, surrendes Geräusch zu hören war. Beim Fahren war das kaum hörbar, aber dennoch präsent. Die Ausleuchtung der LS 950 Control ist in Ordnung. Der Fernbereich wird gut, der Nahbereich etwas geringer, der Seitenbereich leider kam ausgeleuchtet - was aber dennoch für das Fahren auf befestigten Wegen ausreicht.
Warum wir diese Lampe empfehlen, ist ganz klar: Die Trelock LS 950 Control hat mit einem großen Abstand die längste Akkulaufzeit im Test. Im Low-Modus kommt sie auf satte 56 Stunden Laufzeit. Hier muss man also enorm selten zum USB-Kabel greifen. Auch im High-Modus kann sie mit 14 einhalb Stunden weit vor allen anderen Kandidaten glänzen.
Sigma Aura 60
Auch den kleinen Bruder des Testsiegers können wir empfehlen. Er kommt logischerweise ebenfalls aus dem Hause Sigma und beinhaltet die Aura 60-Front- und die Nugget-II-Rückleuchte. Das Set von Sigma um die Aura-60-Front- sowie die Nugget-II-Rückleuchte ist super verarbeitet und macht von allen getesteten Lampen mit den hochwertigsten Eindruck - und das, obwohl es zu den günstigeren Sets gehört. Gerade die Aura 60 macht unter allen getesteten Lampen den hochwertigsten Eindruck und auch das Design gefällt uns am besten, was aber natürlich immer im Auge des Betrachters liegt.
Beide Lampen sind schnell mittels Gummibändern an Lenker und Sattelstütze montiert und auch schnell wieder abmontiert. Das 101 Gramm leichte Frontlicht ist mit ... Die Lampe verfügt über alles Nötige, wie eine Ladestandsanzeige, drei Leuchtmodi, beleuchtete Seiten und lässt sich einfach montieren.
BikeX Testsieger 2024
Langsam wird es wieder früh dunkel, weshalb eine StVZO-konforme Lichtanlage am Fahrrad Pflicht ist, um sicher am Straßenverkehr teilzunehmen. In unserem großen BikeX-Test haben aktuelle 2024er Frontleuchten bis rund 100 Euro untersucht, die für den Straßenverkehr perfekt geeignet sind und auch auf Schotterwegen in der Dämmerung ausreichend Licht bieten.
Für Trail-Nightrides sind diese Lampen jedoch nicht empfehlenswert, da der Lichtkegel aufgrund der StVZO-Vorgaben nach oben abgeschnitten ist, um den Gegenverkehr nicht zu blenden. Unterstützt wurde der diesjährige Test durch die Lichtprofis von Osram, die ihr Labor für genaue Messungen zur Verfügung stellten.
Testsieger 2024: Knog Blinder StVZO 120
Preis-Leistungs-Tipp 2024: Trelock LS 480 Lighthammer USB
Preis-Leistungs-Tipp 2024: Osram LEDsBike Race 80 Set
Testsieger 2022: Acid Pro 80
Preis-Leistungs-Tipp 2022: Knog Plug
Testsieger 2021: Sigma Aura 80
Preis-Leistungs-Tipp 2021: VDO Eco Light M60
Die Knog Blinder StVZO 120 liefert die höchste Reichweite, das beste Leuchtbild und im Vergleich "brutale" Leuchtkraft - top! Die Lezyne Macro StVZO 500+ bietet ein breites, vergleichsweise helles, weit herab reichendes Lichtfeld, ohne ihren totalen Lichtstrom vollends auf die Straße zu bekommen. Die Trelock LS 480 von Trelock überzeugt. Zum fairen Preis liefert sie einen nicht super hellen, aber breiten und sehr weit vor das Vorderrad reichenden Lichtkegel - sowie hohe Reichweite. Die Osram LEDsBike Race 80 erzielt geringe Leuchtkraft, aber eine gute Reichweite sowie breite Straßenausleuchtung. Bietet als einzige Testlampe einen Automatik-Modus, um sich der Umgebungshelligkeit anzupassen.
Neue Frontleuchten im Alltagstest
Drei neue Frontleuchten hat die BikeX-Redaktion im Alltag - also ohne Labor! - auf Herz und Nieren geprüft. Für den Einsatzzweck auf der Straße, wie der Zusatz „Road“ im Namen schon sagt, bot mir die NACA Road jedoch ein ausreichend helles und breites Lichtbild, was zu überzeugen weiß. Prima gefiel mir dazu auch die lange Leuchtdauer."
Die Giant Recon HL 80 überzeugt mit ihrem klar strukturierten und fürs Auge angenehm wahrnehmbaren Leuchtbild. Die BBB Strike Duo 1200 überzeugt mit einer richtig hellen Ausleuchtung. Durch die wirklich helle Nahfeldausleuchtung ist die BBB Strike sehr gut auf schmalen unbefestigten Straßen einsetzbar und eignet sich perfekt zum Graveln."
Die besten Rücklichter
Die besten Rücklichter fürs Rennrad: die BikeX-Tipps! Neben einfachen Lämpchen mit Dauerlicht bietet der Markt Modelle mit spannenden Features wie Bremslicht, Notruffunktion oder die clevere Anbindung an die Frontleuchte. Die StVZO schreibt unter anderem vor: "Blinkende Schlussleuchten sind unzulässig."
Empfehlenswerte StVZO-konforme Rückleuchten:
Cateye X2G Kinetic: Bei Verzögerungen schaltet die Cateye X2G Kinteic automatisch in den helleren "Bremslichtmodus".
Lezyne Strip Drive StVZO: Fünf LEDs sorgen bei der Lezyne Strip Drive StVZO für sehr gute Sichtbarkeit - in einem Winkel von 270°.
Fahrradbeleuchtung USB Vergleich 2025
Die besten Fahrradbeleuchtungen USB: Wählen Sie Ihren persönlichen Testsieger aus der Bestenliste.
| Position | Modell | Preis | Lichtquelle | Maximale Beleuchtungsstärke |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Toptrek Fahrradlicht Set | ca. 21 € | LED | 100 lx |
| 2 | Deilin BL12 | ca. 20 € | LED | 70 lx |
| 3 | Ansmann Fahrradbeleuchtung USB | ca. 27 € | LED | 50 lx |
| 4 | DANSI LED Fahrradleuchtenset | ca. 19 € | LED | 30 lx |
| 5 | Sigma Aura 45 Nugget II | ca. 29 € | LED | 45 lx |
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