Mountainbikes sind die erste Wahl für alle, die abseits der Straße maximale Kontrolle, Fahrspaß und Vielseitigkeit suchen. Egal, ob du als Einsteiger deine ersten Trails fährst, als ambitionierter Biker anspruchsvolle Touren planst oder als Profi jede Linie im Gelände perfekt triffst. Mit einem MTB genießt du robuste Technik, hohe Geländetauglichkeit und ein sportliches Fahrgefühl, das dich überallhin bringt.
Warum ein MTB kaufen? Deine Vorteile
- Vielseitigkeit: Geeignet für sportliche Trails, ausgedehnte Touren und den täglichen Weg zur Arbeit.
- Robustheit: Hält hohen Belastungen stand und bietet zuverlässige Performance über viele Jahre.
- Fahrkomfort: Sorgt für Stabilität, Kontrolle und Spaß auf unterschiedlichstem Terrain.
- Fitness: Trainiert Ausdauer, Kraft und Koordination bei jeder Fahrt.
Welche Arten von Mountainbikes gibt es?
Mountainbikes lassen sich zunächst in zwei Hauptkategorien unterteilen: Hardtails und Fullys (Full Suspension).
- Hardtails besitzen eine Federgabel vorne und einen starren Hinterbau. Sie sind leichter, wartungsärmer und oft günstiger - ideal für Einsteiger, Training oder weniger technisches Gelände.
- Fullys dagegen sind vorne und hinten gefedert, was für mehr Komfort, Kontrolle und Traktion auf anspruchsvollen Trails sorgt. Sie sind besonders beliebt bei Fahrern, die viel im technisch schwierigen Gelände unterwegs sind oder Wert auf maximalen Fahrkomfort legen. Bei Fullys fängt der Spaß ab 1500 € an.
Neben dieser Grundunterscheidung gibt es weitere spezialisierte Mountainbike-Typen, die auf unterschiedliche Einsatzbereiche zugeschnitten sind:
- Cross Country (XC): Leichte, effiziente Bikes für sportliche Touren und lange Distanzen - optimiert auf Geschwindigkeit und Kletterfähigkeit.
- Down-Country-Bikes: Kombination aus Cross Country und Trail - effizient bergauf, mit zusätzlichem Federweg für Sicherheit auf technischeren Abfahrten.
- Trail- & All-Mountain: Vielseitige Allrounder mit ausgewogenem Federweg für Fahrspaß bergauf wie bergab.
- Enduro MTB: Für steile, anspruchsvolle Abfahrten und technische Trails - stabil, robust und mit viel Federweg ausgestattet.
- Downhill & Freeride: Maximale Stabilität und Federweg für extreme Abfahrten, hohe Geschwindigkeiten und Sprünge im Bikepark.
- Dirtbike: Kompakt, wendig und stabil - ideal für Tricks, Sprünge und Pumptracks.
Hardtails: Die günstige Option
Günstige MTB Hardtails werden oft als Einsteiger Mountainbikes bezeichnet. Sie kosten wenig und sind robust. Eins haben diese Modelle alle gemein: Es sind allesamt Hardtails. Also Bikes ohne gefedertes Heck.
Klassische Einsteiger Hardtails
Klassische Einsteiger Hardtails haben 100 Millimeter Federweg an der Gabel. Diese Bikes sind mit gut rollenden Reifen und relativ niedrigem Gewicht auf Vortrieb getrimmt. Lange Anstiege oder Touren mit 50 Kilometer und mehr sind mit diesen Bikes kein Problem. Außerdem lassen sie sich auch super im Alltag zum Pendeln oder für den Weg zur Arbeit einsetzen.
Auf technischen Trails, in steilen Abfahrten oder bei Sprüngen sind diese Bikes raus. Wer mit ihnen bergab im Gelände Spaß haben will, braucht eine exzellente Fahrtechnik und ist selbst dann nicht vor Materialdefekten und Stürzen gefeit. Kurzum: Beim richtigen Einsatz sind klassische Racehardtails immer noch geniale Bikes.
Allround Hardtails
Seit dem Jahr 2022 nimmt der Trend rund um die Allround Hardtails richtig Schwung auf. Neben Canyon und Cannondale haben auch Marken wie Rockrider, Cube oder Whyte erkannt, dass der Einsatzbereich von klassischen Einsteiger Bikes zu spitz für die meisten Menschen ist. Wenn man dann noch mit der Teleskopstütze den Sattel versenkt, erhöht sich die Bewegungsfreiheit auf dem Bike extrem. Das lässt einem anspruchsvollere Trails locker meistern.
Gute Allround Modelle wiegen zwischen 12 Kilo und 13 Kilo und sind damit absolut tourenfähig. Die günstigsten Allround-Hardtails gibt es ab zirka 1000 Euro. Gute Fahrtechniker wagen mit diesen Bikes sogar kleinere Sprünge.
Trailhardtails
Trailhardtails sind die radikalsten Mountainbikes ohne gefederten Rahmen. Mit wuchtigen Federgabeln und Reifen aus dem Enduro Segment schrecken sie vor keiner Abfahrt oder keinem Sprung zurück. Sie sind besonders robust gebaut und wiegen meist deutlich über 12,5 Kilo. Lange Touren machen damit nicht wirklich Spaß.
Trotz der extremen Ausrichtung fällt es vielen Bikern schwer, das Potential eines Trailbikes auszuschöpfen. In vielen Fällen reicht die eigene Fahrtechnik nicht aus, um die Anbauteile an ihr Limit zu bringen. Ein Hardtail bleibt nun mal ein Hardtail. Auch massive Reifen und reichlich Federweg an der Gabel ändern nichts an der Tatsache, dass bei höherem Tempo im Gelände die Schläge am Hinterrad heftig einprasseln. Da kann es einem schon mal den Fuß von den Pedalen ziehen, das ganze Hinterrad versetzen oder den Reifen zerstören.
Als Fazit zu den Trailhardtails lässt sich sagen: Sie sind super robust und maximal auf Fahrspaß bergab getrimmt. Vor allem für jugendliche Trail-Liebhaber mit geringem Budget sind sie eine gute Wahl.
Mountainbikes in verschiedenen Preisklassen
MTBs gibt es in unterschiedlichen Preissegmenten - von günstigen Einsteigermodellen bis hin zu professionellen High-End-Bikes.
- Einsteiger-Mountainbikes im Bereich von ca. 700-1.200 € bieten eine solide Grundausstattung und eignen sich ideal für Freizeitfahrer oder den Einstieg ins Gelände.
- Mittelklasse-Modelle zwischen 1.200-2.500 € punkten mit leichteren Rahmen, hochwertigeren Federelementen und präziseren Schaltungen - perfekte Allrounder für regelmäßige Touren und sportliche Einsätze.
- Premium-MTBs ab etwa 2.500 € setzen auf Hightech-Materialien wie Carbon, erstklassige Federung und top Schaltsysteme - die erste Wahl für ambitionierte Fahrer, die maximale Performance, geringes Gewicht und modernste Technik suchen.
Mountainbikes unter 600 €
Ganz ehrlich: Unter 600 € können wir nur die wenigsten Mountainbikes für den sportlichen Einsatz empfehlen. Bikes in dieser Preisklasse sind super zum Pendeln oder für den Alltag, kommen aber schon auf leichten Trails an ihre Grenzen. Natürlich gibt es auch in dieser Preisklasse Bikes mit denen man erste Erfahrungen im Gelände sammeln kann.
Wer ein gutes Bike sucht, um in erster Linie täglich zum Bäcker, in die Schule oder zur Arbeit zu fahren und nur gelegentlich Touren fahren will, wird in dieser Preisklasse fündig. Für den regelmäßigen, sportlichen Einsatz bei ausgedehnten Mountainbike Touren sind die Federgabeln meist zu wenig sensibel. Auch die Schaltungen mit meist drei Kettenblätter an der Kurbel und sieben bis zehn Ritzeln an der Kassette sind nicht mehr ganz up to date. Dafür haben die meisten Modelle in dieser Preisklasse Montagemöglichkeiten für einen Seitenständer oder Schutzbleche. Ein Kinderanhänger lässt sich an nahezu allen Modellen montieren.
Modelle mit etwas mehr Federweg, modernen Einfachantrieb und griffigen Reifen ermöglichen auch Fahrspaß im gröberen Gelände. Vor allem für Kinder und Jugendliche, die mit dem Mountainbiken anfangen wollen, dürften diese Modelle interessant sein.
Mountainbikes bis 1500 €
In der Preisklasse bis 1500 € wird es bereits sportlich. Hochwertige Schaltungen von Shimano oder Sram und gut funktionierende Fahrwerke gehören in dieser Preisklasse zum guten Ton. Ein Alpencross ist nicht ausgeschlossen. Ausgedehnte Touren mit leichten Singletrails machen mit diesen Bikes richtig Spaß.
Die aktuellen Einsteiger Hardtails bis 1500 € können sich sehen lassen. Anstatt faden Einheitsbrei, hält die Industrie ein vielfältiges Angebot für unterschiedlichste Einsatzzwecke bereit. Vor allem der noch junge Trend zu den Allround Hardtails dürfte viele Mountainbike Anfänger ansprechen.
Worauf solltest du beim Kauf deines MTBs achten
Achte darauf, dass dein Mountainbike zu deinem Fahrstil, dem bevorzugten Terrain und deinem Einsatzzweck passt. Wichtig sind ein ausgewogenes Fahrverhalten, zuverlässige Technik und eine Bauweise, die dir sowohl Komfort als auch Kontrolle bietet. So stellst du sicher, dass dein MTB dich auf allen Strecken optimal unterstützt.
Der Rahmen deines Mountainbikes
Der Rahmen ist das Herzstück deines Mountainbikes und prägt maßgeblich Fahrgefühl, Stabilität und Einsatzbereich. Die Geometrie bestimmt, ob du sportlich-gestreckt oder komfortabel-aufrecht sitzt, wie agil das Bike auf Trails reagiert und wie stabil es bei höherem Tempo läuft. Ebenso wichtig ist das Rahmenmaterial: Aluminium bietet ein hervorragendes Verhältnis aus Gewicht, Steifigkeit und Preis, Carbon ist besonders leicht und direkt im Fahrverhalten, während Stahl für Langlebigkeit und hohen Fahrkomfort steht.
Die richtige Kombination aus Geometrie und Material sorgt dafür, dass dein MTB optimal zu deinem Fahrstil und den geplanten Touren passt.
Federweg
Der Federweg gibt an, wie stark die Federelemente deines Mountainbikes Unebenheiten ausgleichen, und ist entscheidend für Komfort, Kontrolle und Geländetauglichkeit. Bei Hardtails wird nur das Vorderrad über die Federgabel gefedert, bei Fullys sind Vorder- und Hinterrad über Federgabel und Dämpfer abgestimmt gefedert - meist mit identischem oder leicht unterschiedlichem Federweg, um das Fahrverhalten zu optimieren. Je nach MTB-Typ und Einsatzbereich gelten folgende Richtwerte:
| MTB-Typ | Federweg | Einsatzbereich |
|---|---|---|
| Hardtail - Cross Country & Down-Country | 100-120 mm | Leicht, effizient und kletterstark für schnelles Fahren auf leichtem bis moderatem Gelände. |
| Fully - Trail & All-Mountain | 130-150 mm | Ausgewogen für vielseitige Touren mit Anstiegen und Abfahrten, bietet mehr Komfort und Kontrolle bergab. |
| Fully - Enduro | 160-170 mm | Ideal für technische, steile Abfahrten und anspruchsvolle Trails mit hohem Schwierigkeitsgrad. |
| Fully - Downhill & Freeride | 180 mm+ | Maximale Federung für hohe Geschwindigkeiten, große Sprünge und extremes Gelände. |
MTB-Reifen & die passende Laufradgröße
Laufradgröße und Reifenprofil beeinflussen maßgeblich, wie sich dein Mountainbike fährt. Größere Laufräder rollen leichter über Hindernisse und bieten mehr Laufruhe, kleinere sind wendiger und agiler. Die Reifenbreite bestimmt Grip, Komfort und Rollwiderstand: Breitere Reifen (ca. 2.4-2.6 Zoll) bieten viel Traktion und Dämpfung, schmalere (ca. 2.0-2.3 Zoll) sind effizienter auf festem Untergrund. Je nach Einsatzbereich und Körpergröße stehen dir verschiedene Laufradgrößen zur Auswahl:
- 26 Zoll: Klassische MTB-Größe, wendig und vielseitig - heute vor allem bei kleineren Rahmengrößen zu finden.
- 27,5 Zoll: Agil und gleichzeitig laufruhiger als 26 Zoll, sehr beliebt im Trail- und All-Mountain-Bereich.
- 29 Zoll: Sehr laufruhig, rollt leicht über Hindernisse und eignet sich ideal für lange Touren und technisches Gelände.
Bremsen für maximale Kontrolle deines MTBs
Moderne Mountainbikes sind fast immer mit hydraulischen Scheibenbremsen ausgestattet, da sie auch bei Nässe, Schlamm und steilen Abfahrten zuverlässig und kraftvoll verzögern. Sie bieten eine präzise Dosierbarkeit, was besonders in technischem Gelände für Sicherheit sorgt. Im Vergleich zu Felgenbremsen arbeiten Scheibenbremsen unabhängig von der Felgenoberfläche, sind weniger anfällig für Verschmutzungen und bieten konstante Bremsleistung. Für sportlich ambitionierte Fahrer und anspruchsvolle Strecken sind sie daher der Standard, während mechanische Scheibenbremsen nur noch bei wenigen Einsteiger-MTBs zu finden sind.
Die Schaltung deines Mountainbikes
Die Schaltung ist entscheidend dafür, wie leicht du Anstiege bewältigst und Tempo aufbaust. Bei Mountainbikes kommt fast ausschließlich die Kettenschaltung zum Einsatz, da sie leicht, effizient und ideal für den großen Übersetzungsbereich im Gelände ist. Am weitesten verbreitet sind 1-fach-Antriebe (z. B. 1×12 Gänge) mit nur einem Kettenblatt vorne und einer breit abgestuften Kassette hinten - sie sind leichter, wartungsärmer und einfacher zu bedienen. 2-fach- oder 3-fach-Antriebe bieten noch mehr Gänge, werden aber zunehmend seltener.
Top-MTB-Marken
Der MTB-Markt bietet eine große Auswahl an Herstellern, die sich durch hochwertige Verarbeitung, innovative Technik und zuverlässige Performance auszeichnen. Vom preisgünstigen Einsteigerbike bis zum professionellen High-End-Modell findest du für jeden Anspruch und Einsatzzweck passende Angebote.
Test: Günstige All Mountain Bikes
Um zu überprüfen, ob Fullys um 2500 Euro Spaß machen, wurde ein Vergleichstest durchgeführt. Die Testkandidaten waren:
- YT Jeffsy Core 1
- Merida One Forty 400
- Marin Rift Zone 2
Der Testsieger von Marin ist der beste Beweis dafür.
Einige günstige Alternativen zu den Test-Bikes
- Rockrider Feel 700 LT
- Cannondale Habit 4
- Polygon Siskiu T8
- Canyon Spectral 5
- Radon Slide Trail 8
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