Die besten Fahrrad-Navi-Apps im Test

Das Angebot an nützlichen Fahrrad-Apps ist riesig. ISPO.com hat die besten KOSTENLOSEN Bike-Apps für Android und iOS zusammengestellt - zuverlässig, praxisnah und direkt einsetzbar. Die Tools helfen dabei, Abläufe zu optimieren, Kosten zu senken und dein Angebot für Kund*innen noch attraktiver zu machen.

Praxis-Tipps: So findest du die richtige Fahrrad App

  • Apps zur Navigation
  • Apps fürs Training
  • Apps zum Bikefitting
  • Sonstige Apps für das Fahrrad

Wichtige Hinweise vor der Nutzung

Besonders bei Navigations-Apps oder Video-Tutorials kann das Datenvolumen sehr hoch sein. Deshalb empfiehlt es sich, Apps bereits im WLAN herunterzuladen - vor Beginn der Tour. Vor jeder Tour sollte geprüft werden, ob alle benötigten Karten bereits installiert sind. Abseits der Zivilisation sind Downloads oft teuer, langsam oder ohne Netz gar nicht möglich. Je nach Dicke und Material können Handyhüllen den GPS-Empfang beeinträchtigen.

Aktiver Standortdienst, Bluetooth und ein dauerhaft eingeschaltetes Display verbrauchen viel Energie. Wenn das Smartphone lange als Navi dient, sollten unnötige Funktionen deaktiviert werden - und eine Powerbank ist Pflicht. Alternativ: ein Dynamo mit USB-Anschluss.

Mit diesen Tipps kannst du deinen Kund*innen ein besseres Erlebnis bieten. Wie genau? Wenn Karten und Apps auf den Geräten deiner Mieträder vorab heruntergeladen sind, funktioniert die Navigation auch ohne Netz - selbst in abgelegenen Gebieten. Das senkt die Zahl der Beschwerden, steigert die Zufriedenheit und macht dein Angebot zuverlässiger. Ein klarer Vorteil im Wettbewerb.

Navigation Apps im Detail

Komoot

Komoot ist mehr als nur eine App - es ist die beliebteste Routenplanungs- und Navigationsplattform für Outdoor-Enthusiast*innen. Die große Community erstellt ständig neue Tourenvorschläge - inklusive genauer Wegbeschreibung und Schwierigkeitsgrad. Die App bringt Online-Planung direkt aufs Bike, funktioniert aber auch unabhängig vom Web. Sie ist sehr präzise und stabil, einige Funktionen sind kostenpflichtig.

Für Unternehmen bietet Komoot großartige Möglichkeiten: Fahrradläden, Tourenanbieter oder Fitnessmarken können mit Komoot kooperieren, eigene Routen erstellen, ihre Services einer großen Outdoor-Community präsentieren und die App direkt ins Angebot integrieren - für stärkere Kundenbindung und mehr Reichweite.

Der Funktionsumfang von Komoot ist von fast allen anderen Fahrrad-Navi-Apps derart weit entfernt, dass man kaum um diese App herumkommt. In der kostenlosen Version lassen sich bereits gute Kartendarstellungen abrufen und Funktionen nutzen. Das Erstellen der Route, die Planung und die Navigation sind vorbildlich, sogar unterwegs sind Änderungen sehr einfach einzuplanen. So sucht sich Komoot bei sportlichen Fahrern anstrengendere Routen zum Ziel. Mountainbiker bekommen andere Routen angezeigt als Rennradfahrer usw.

Die Routen lassen sich im Vorfeld am PC planen, das schafft in dieser Qualität nur noch Bikemap. Komoot macht auch Vorschläge für schöne Touren für bestimmte Regionen, den Urlaub beispielsweise. Einige sind von Tourismusverbänden gesponsert und daher auch ganz offiziell. Allerdings muss man sagen, dass viele Vorschläge oft nicht von Menschen erstellt wurden. Wenn es dumm läuft, kann man bei Komoot als Mountainbiker auch mal vor einer Steintreppe im Nirgendwo stehen.

Trotzdem: Außerhalb von Städten ist keine Kursführung so clever regelbar wie jene von Komoot. Ärgerlich bleibt, dass Komoot nicht mal im Ansatz Sensoren aufzeichnen kann. Die Herzfrequenz muss man also zusätzlich anders tracken, wenn man es mag.

Bike Citizens

Diese Navigations-App wurde speziell für urbane Radfahrer entwickelt. Die Streckenführung ist auf den Stadtverkehr optimiert, berücksichtigt Gefahrenstellen und temporäre Sperrungen. Je größer die Stadt, desto leistungsfähiger die App - und das Portfolio wächst ständig.

Ein weiterer Pluspunkt: Bike Citizens liefert wertvolle Daten für Städte, Anbieter von Fahrradflotten oder Infrastrukturplanung - für bessere Mobilitätslösungen, effizienteres Flottenmanagement und zufriedenere Nutzer*innen.

ViewRanger

Diese App richtet sich eigentlich an Wanderer, eignet sich aber auch hervorragend für Radfahrer. Mit GPS und Kamera erkennt sie Landschaftspunkte wie Gipfel oder Seen und blendet ihre Namen per Augmented Reality (AR) ins Bild ein. Das erleichtert die Orientierung und sorgt für einen besonderen Erlebnisfaktor. Zielpunkte lassen sich direkt im Bild auswählen - inklusive Geländeführung.

Outdoor-Tourismusunternehmen können ViewRanger nutzen, um geführte Touren mit interaktiver Navigation, Landmark-Infos und spannender Technik anzubieten - ein echtes Differenzierungsmerkmal.

Falk Maps & Routenplaner

Die beste Navigations-App für Fahrradtouristen. Wie bei Falk-Navigationsgeräten sind Karten, Routen, POIs und Unterkünfte mit vielen Zusatzinfos ausgestattet. Offline-Funktionen sind eingeschränkt, aber Hotel-Links und Bahnverbindungen sind direkt integriert.

Tourismusbüros, Bike-Verleiher oder Reiseplattformen können damit ihren Service verbessern: Planung vereinfachen, Buchung integrieren - und als Komplettanbieter überzeugen.

Bikemap

Über 4,5 Millionen Routen in mehr als 100 Ländern - Bikemap ist ein riesiges Routenportal für Mountainbike, Rennrad, E-Bike oder Pedelec. Laut Nutzerbefragung ist es Google Maps überlegen. Die Premium-Version (29 €/Jahr) bietet Offline-Navigation und Experten-Support.

Tourenanbieter profitieren von der Datenbank für individuelle Routen, Händler können Community-Rides organisieren, und Hersteller integrieren Bikemap in E-Bike-Systeme für mehr Produktwert und bessere Nutzererfahrung.

Bikemap kommt mit ähnlichen Funktionen daher wie Komoot, ist allerdings nicht so umfangreich. In unserem Test haben wir gute Erfahrungen gemacht mit der Navigation, besonders auch außerhalb der Stadt. Rennradfahrer wurden auf Straßen, Mountainbiker auf Feldwegen durch die Gegend geleitet - vorausgesetzt, man bezahlt fürs Abo.

Wer die Route auf dem PC plant, kann sie mit der Maus ähnlich wie bei Komoot oder Google Maps anpassen. Weniger gut gefallen hat uns die Auswahl der Karten. Hier macht sich Bikemap die Sache zu leicht - und zwar ganz ohne Grund. Obwohl sowohl Komoot als auch Bikemap auf die selbe Datenbasis zurückgreifen wie im übrigen auch SWR3 beim Verkehr (Openstreetmap-Karten, OSM), sieht es bei Komoot aufgeräumter aus. Die OSM-Karten im Original sind nicht sonderlich cool.

Strava

Aktuell die Standard-App für alle Fahrrad-Enthusiastinnen. Sie zeichnet Fahr- und Trainingsdaten auf, und auch die Pulsfrequenz kann integriert werden. Strava ist gleichzeitig Datenbank und Wettbewerbsplattform: Nutzerinnen können sogenannte KOMs (King of the Mountain) anlegen - Streckenabschnitte, für die es öffentliche Rankings der schnellsten Durchfahrten gibt. Persönliche Bestleistungen können geteilt und über soziale Medien analysiert werden.

Für Veranstalter von Rad-Events und Fitnessmarken bietet Strava eine ideale Plattform, um Communities zu aktivieren, Challenges zu promoten und Leistungsdaten auszuwerten. Diese Daten können später für gezielte Kampagnen, besseres Event-Design und eine tiefere Kundenbindung genutzt werden - für mehr Reichweite, Relevanz und Markenloyalität.

Google Maps

Der Platzhirsch der Autonavigation gibt sich Mühe: Als einzige App werden auch im Fahrrad-Modus Alternativen zum Ziel angeboten. Google Maps will immer schnell zum Ziel mit kuriosen Vorschlägen: zur Not fast senkrecht den Berg runter. Wer also nur mit dem Touren-E-Bike unterwegs ist, merkt ggf. zu spät, wie gefährlich die Tour gerade ist.

Der große Vorteil dieser etwas einfacheren Fahrrad-Navi-App ist, dass sie kostenlos offline funktioniert - das geht sonst nur bei Spezialisten wie Lotus. Wie bei den meisten anderen Fahrrad-Navi-Apps leistet Maps.me in der Stadt gute Navigationen bei einfacher Bedienung. Sehr schön gelöst ist der Zugriff auf besonders spannenden Punkte (POIs, Points Of Interest genannt).

Wenn man nicht angeben kann, welches Rad man fährt oder welchen Schwierigkeitsgrad die Route haben soll, funktioniert Maps.me nicht immer gut. Berge und Höhenlinien zeigt die App schlecht oder gar nicht an. Außerhalb der Stadt wird es düster: Wer im Wald über einen Berg fahren möchte, kann nicht auswählen, welcher Weg bei welcher Steigung gewählt werden soll - Maps.me macht einfach irgendwas.

Weitere nützliche Apps

Neben den genannten Navigations-Apps gibt es eine Vielzahl weiterer nützlicher Apps für Radfahrer:

  • First Aid RFC: Erste Hilfe App des Roten Kreuzes
  • Exercise Bike Workout: Für das Training auf dem Heimtrainer
  • Interval Timer HIIT: Für das Intervalltraining
  • Saddle Adjust: Zum Einstellen der Sattelhöhe
  • Bicycle Gear Calculator: Zur Berechnung des Gangverhältnisses
  • The Foot Fit Calculator: Zur Einstellung der Fußposition bei Klickpedalen
  • Bike 3D Configurator: Zum Zusammenstellen eines individuellen Traumrads
  • Kahaki Sprocket Tool: Zur Berechnung der Speichenlänge
  • GPS Speedometer: Als Tacho-App
  • Radbonus: Zum Sammeln von Belohnungen für gefahrene Kilometer
  • Tour de France 2019 Vuelta Édition: Als Radspiel für den Ruhetag

Tabelle: Vergleich ausgewählter Fahrrad-Navi-Apps

App Kosten Offline-Funktion Besonderheiten
Komoot Basisversion kostenlos, Premium kostenpflichtig Ja (in der Premium-Version) Community-Funktionen, detaillierte Tourenplanung
Bikemap Basisversion kostenlos, Premium kostenpflichtig Ja (in der Premium-Version) Große Routendatenbank, POIs für Radfahrer
Google Maps Kostenlos Ja Einfache Bedienung, schnelle Routenplanung

Die Wahl der richtigen Fahrrad-Navi-App hängt von den individuellen Bedürfnissen und Vorlieben ab. Wer Wert auf detaillierte Tourenplanung und Community-Funktionen legt, ist mit Komoot gut beraten. Bikemap bietet eine große Routendatenbank und spezielle POIs für Radfahrer. Google Maps ist eine gute Wahl für einfache Navigation und schnelle Routenplanung.

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