Shimano Deore XT im Test: Ein Goldstandard der Kettenschaltung

Die Geschichte der Shimano Deore XT begann 1982 mit sechs Ritzeln auf der Kassette. Seitdem hat sich diese Komponentengruppe als Premiumequipment für Mountainbikes etabliert und ihren Ruf bis heute bewahrt. Im Laufe der Jahre wurde die Anzahl der Zahnringe auf der Kassette stetig erhöht, während die Bremsen von Cantilever- zu Scheibenbremsen weiterentwickelt wurden. Trotz dieser Veränderungen ist die XT-Gruppe stets ein Premiumprodukt geblieben, das sich durch Robustheit und Zuverlässigkeit auszeichnet.

Die Shimano Deore XT: Mehr als nur Mountainbike

Die Zuverlässigkeit und Funktion der hochwertigen XT-Gruppe haben im Laufe der Zeit immer mehr Tourenfahrer überzeugt. Da sich die Anforderungen von Mountainbikern und Tourenfahrern unterscheiden, hat Shimano der Mountainbike-XT (erkennbar am M in der Produktbezeichnung) eine Trekking-Version (mit T gekennzeichnet) zur Seite gestellt. Diese umfasst oft Ganganzeigen an den Schalthebeln, einen Nabendynamo und längere Bremshebel.

Preis und Ausstattung

Die Shimano Deore XT ist preislich kein Einsteigerprodukt. Das belegen auch Testräder, die bei ähnlicher Ausstattung schnell rund 2000 Euro kosten können. Ein "XT-Rad" zeichnet sich dadurch aus, dass nicht nur ein Alibi-XT-Schaltwerk verbaut ist, sondern die gesamte Schaltung das Logo trägt. Direktvermarkter wie Radon oder Rose bieten hier oft ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis, da die Händlermarge entfällt. So setzt Radon im Test mit einer exzellenten Ausstattung für rund 1600 Euro einen Preis-Leistungs-Maßstab.

Aber selbst ein Preis von 2000 Euro bedeutet keine Garantie für Rein-Klassigkeit. So findet man am Stevens Avantgarde, einen Komponenten-Mix mit günstigeren, aber auch sehr guten, Deore-Bremsen.

Breitbandigkeit und Fahrgefühl

Was die XT-Gruppe auszeichnet, ist ihre Breitbandigkeit. Dank kurzer, direkter Gangwechsel ist das Schalterlebnis sportlich knackig. Entfaltungen von etwa 1,70 bis 9,70 Meter belegen die ordentliche Bandbreite von grob 570 Prozent. Sowohl das Gewicht als auch die Steifigkeit des Rades sind für eine effiziente Entwicklung weitere wichtige Faktoren.

Die XT macht das auf jeden Fall mit. Nur die Wartungsarmut kann sie nicht liefern. Wie bei jeder Kettenschaltung, muss man regelmäßig Hand anlegen.

Shimano XT im Dauertest: Wie schlägt sie sich wirklich?

Fabrikneue High-End-Schaltungen funktionieren immer tadellos. Deshalb wurde die Shimano XT-Gruppe einem Dauertest unterzogen, um ihre Leistung und Haltbarkeit unter Beweis zu stellen. Typisch Shimano gibt es auch bei der neuesten XT-Gruppe das volle Programm: von der Bremse bis zum Kettenschloss.

Erster Eindruck und Besonderheiten

Beim Erstkontakt fällt sofort der coole Look von Schaltwerk und hohlgeschmiedeter Kurbel ins Auge. Letztere hat sich bei so manchem harten Bodenkontakt zwar einige Kratzer eingefangen, funktioniert aber nach wie vor auch ganz ohne Schutzvorrichtungen einwandfrei. Sowohl Shimanos XTR- als auch XT- und SLX-12-fach-Schaltungen verrichten ihre Schaltvorgänge auf nahezu vergleichbar hohem Niveau. Der größte Unterschied zwischen den Komponenten liegt meist im Gewicht und den verbauten Materialien, wie z. B. der Trigger: In dem der XT-Gruppe steckt bereits deutlich mehr Technik als bei der SLX-Gruppe.

Der XT-Trigger verfügt über die Multi-Release-Funktion und kann so mit einer Hebelbetätigung zwei Gänge schwerer schalten. Die 12-fach XT-Kassette setzt mit ihren 10-51 Zähnen auf 510 % Bandbreite und ist mit 471 g relativ leicht. Möglich machen das die zwei größten Ritzel, die aus Alu gefertigt und obendrein auf einem leichten Alu-Spider befestigt sind.

Die Steighilfen in der Kassette und die Kette hat Shimano perfekt aufeinander abgestimmt. So kann die XT auch unter Volllast noch extrem sauber und zuverlässig schalten wie kaum ein anderes System am Markt.

Schaltwerk: Das Sorgenkind der Gruppe?

Während Kette, Kurbel, Kassette und Trigger der Shimano XT absolut überzeugen können, ist das Schaltwerk das Sorgenkind der Komplettgruppe. Positiv neben dem Look ist vor allem das robuste Design, das auch so manchen Steinkontakt über die 14 Monate lediglich mit einigen Schönheitskratzern überstanden hat. Auch härtere Impacts, bei denen sogar das Schaltauge gewechselt werden musste, hat es ohne Murren weggesteckt.

Das Einstellen der Schaltung ist easy. So erlaubt z. B. eine aufgedruckte Markierung am Käfig die perfekte Einstellung der Umschlingung in Sekundenschnelle. Ebenfalls einfach einzustellen ist die Stärke der Shadow+ Dämpfung, die Kettenschlagen verhindern soll.

Allerdings gibt es auch Probleme mit der Shadow+ Dämpfung, besonders während der ersten Grade Käfig-Rotation lässt die Dämpfung schnell nach. Hier hilft auch der regelmäßige Service, bei dem die Clutch abgeschmiert wird, nicht weiter. Das abschmieren verhindert aber ein weiteres, häufig auftretendes Problem, denn steht das Bike längere Zeit ungenutzt (und ohne Service) kann sich die Clutch festsetzen und den Käfig blockieren.

Fazit zum Dauertest

Die Shimano XT 12-fach-Schaltung überzeugt mit hervorragender Schaltqualität unter Last und einem starken Kompromiss aus Leichtbau und bezahlbarem Preis. Hinzu kommen eine klasse Ergonomie, einfaches Setup und die fast einzigartige Multi-Release-Funktion. Einzig die wartungsintensive Shadow+ Dämpfung trübt den positiven Eindruck.

Shimano XT Di2: Die Zukunft des Schaltens?

In diesem Sommer stellte Shimano die neueste Version seiner elektronischen XT Di2 Schaltgruppe vor. Eigentlich längst überfällig, war der Vorgänger mittlerweile doch ein wenig in die Jahre gekommen und hatte gegenüber der Konkurrenz aus den USA etwas an Boden verloren. Ein Blick auf die Features verrät, weshalb man sich für diesen durchaus gewagten Schritt entschieden hat. Hier stehen vor allem Auto-Shift und Free-Shift im Fokus.

Auto-Shift und Free-Shift: Was können die neuen Funktionen?

Während im Auto-Shift Modus - wie der Name schon sagt - eine Automatik das Wechseln der Gänge übernimmt, lassen sich dank Free-Shift sogar im „Leerlauf“ die Gänge wechseln, also ganz ohne in die Pedale zu treten. Hierfür treibt der Motor das Kettenblatt für einen kurzen Moment an, bis das Schaltwerk die Kette auf das entsprechende Ritzel gehievt hat. Angesichts dessen ist es dann auch nicht verwunderlich, dass die neue Shimano XT Di2 nur für’s E-Bike bzw. E-MTB kommt und auch ausschließlich mit den beiden aktuellsten Antrieben aus eigenem Hause kompatibel ist, dem EP801 und dem EP6.

Die neue Shimano XT Di2 wird in zwei unterschiedlichen Ausführungen erhältlich sein. Die Linkglide Variante kommt mit elf Gängen und einer neuen 11-50 Kassette. Kassette und Kette sind auf Robustheit und Langlebigkeit ausgelegt und bringen entsprechend einige Gramm mehr auf die Waage. Mehr auf Performance optimiert ist die XT Di2 Hyperglide+, die mit 12 Gängen kommt und mit den bekannten 12-fach Kassetten von Shimano kompatibel sein wird.

Erste Eindrücke und Bedienung

Vor der ersten Kurbelumdrehung fallen jedoch direkt zwei Dinge ins Auge: Zum einen der komplett überarbeitete Schalthebel, der mit dem Vorgänger nur noch wenig gemein hat. Verglichen mit dem Sram AXS Controller orientiert sich das Shimano Pendant noch deutlich mehr am klassischen Trigger - mit zwei Hebeln für das Hoch- und Runterschalten und einem zusätzlichen Button, der sich frei belegen lässt. Was außerdem auffällt: Das Kabel, das vom Schalthebel zum Display führt. Ja richtig, ein Kabel!

Das Wichtigste zuerst: Der Auto-Shift Modus ist freiwillig. Niemand ist gezwungen, „dem System“ das Wechseln der Gänge zu überlassen. Selbst bei aktivierter Automatik kann man jedoch auch weiterhin immer manuell eingreifen. Wie sich die Automatik selbst verhält, lässt sich per Shimano E-Tube Project App individuell einstellen. Zwei Profile können direkt auf dem Bike gespeichert werden und lassen sich während der Fahrt (beispielsweise über den dritten Knopf am Schalthebel) wechseln.

Auto-Shift in der Praxis

Für eine Kettenschaltung ist das zunächst ziemlich ungewohnt. An den hauseigenen Di2 Nabenschaltungen bieten die Japaner eine derartige Automatik zwar schon eine Weile an - doch wer gerne etwas sportlicher unterwegs ist, muss sich auf das automatische Wechseln einstellen. Wir haben die Parameter in der App direkt auf unsere Fahrweise angepasst, beispielsweise die „Ziel-Trittfrequenz“ von 60 auf 75 erhöht, ebenso das Schaltverhalten etwas verlangsamt, um allzu häufiges Hin- und Herspringen der Gänge bei wechselnden Steigungen zu unterbinden.

Nach ein paar Testrunden und dem angesprochenen Abstecher in die App funktionierte das automatische Schalten jedoch fast schon erschreckend gut. Selbst unter Last waren die Wechsel meist sehr sanft und nur selten konnten wir das unschöne Knacken vernehmen, wenn die Kette vom einen auf das andere Ritzel hüpft.

Linkglide und Hyperglide: Unterschiede und Vorteile

Mit den Ketten und Kassetten mit Linkglide-Technologie bringt Shimano robuste Komponenten, die explizit auf die höheren Belastungen an E-Bikes ausgelegt sind. Das bekannte Pendant dazu ist die sportlicher ausgelegte Hyperglide-Technologie. Statt zwölf (Hyperglide) bietet Linkglide nur noch elf Gänge. Die 11-fach-Kassette setzt auf dickere Ritzel und eine Abstufung von 11 bis 50 Zähnen (statt 10 bis 51 bei den bekannten 12fach-Hyperglide-Kassetten).

Die robustere Konstruktion soll die Haltbarkeit drastisch erhöhen. Außerdem wurden die Schalthilfen der Ritzel so angepasst, dass die Gangwechsel schonender, aber dafür nicht mehr so zackig vonstatten gehen. Das soll die Kräfte auf Kette und Kassette deutlich reduzieren und ist vermutlich auch der Grund, warum Autoshift nur mit diesen Parts kombiniert werden kann.

Fazit zur Shimano XT Di2

Funktional kann die neue Di2 überzeugen, insbesondere die Ergonomie gefällt. Dass eine Automatikschaltung im Gelände funktionieren kann, konnten wir uns vorab kaum vorstellen. Doch Auto-Shift macht einen erstaunlich guten Job. Flachere Trails, gleichmäßige Anstiege, anspruchsvolle Abfahrten - all...

Die Shimano Schaltgruppen im Überblick

Klar ist, je teurer eine Schaltgruppe ist, desto besser und leichter ist sie auch. Doch muss es natürlich nicht immer eine XT oder XTR Schaltung sein. Für die/den Durchschnittmountainbiker:rin reicht auch eine Alivio oder Deoreschaltung völlig aus, um sportliche Touren zu machen oder Spaß auf den Trails zu haben. Auch diese Schaltungen haben sich lange bewährt und garantieren lang anhaltenden Fahrspaß.

Oftmals kommt in den günstigeren Schaltgruppen die gleiche Technik zum Einsatz, lediglich das Material unterscheidet sich. Und wie der Name „Gruppe“ schon vermuten lässt: Eine Schaltgruppe besteht meist aus Schaltwerk (hinten), Umwerfer (vorne), Kurbelgarnituren, Kassetten, Kettenblätter, Schalthebeln, Bremshebeln und den dazugehörigen Scheibenbremsen.

Die verschiedenen Shimano Schaltgruppen

  • Shimano Tourney: Für Einsteiger- und Freizeit-Fahrräder, einfache Schaltung mit ausreichend Gängen, preisgünstig.
  • Shimano Altus: Solide Leistung zu einem erschwinglichen Preis, eine der Einstiegs-Schaltgruppen.
  • Shimano Acera: Ermöglicht erste Erfahrungen im Gelände.
  • Shimano Alivio: Hochwertige Komponentengruppe für Alltagsfahrten und leichtes Gelände, reibungslose und präzise Schaltvorgänge.
  • Shimano Deore: Hochwertige und leistungsstarke Schaltgruppe für den Einsatz im Gelände und für Mountainbike-Touren, robust und zuverlässig.
  • Shimano SLX: Langlebig, zuverlässig, leicht, kompakt, präzise und bietet ein reibungsloses Schaltverhalten.
  • Shimano Deore XT: Zuverlässige Schaltleistung, präzise Gangwechsel, robuste Bauweise und breites Übersetzungsverhältnis.
  • Shimano XTR: Für Fahrer entwickelt, die höchste Anforderungen an die Leistung ihres Mountainbikes stellen, schnelle und präzise Schaltung.

Automatisches Schalten: Komfort und Effizienz?

Shimano und übrigens auch Konkurrenten wie Sram und Pinion wollen das Schalten nun noch einfacher machen. Automatik-Schaltung ist das Stichwort. Nicht mehr der Fahrer wechselt manuell die Gänge sondern ein Algorithmus entscheidet, welcher Gang gerade der Beste ist. Im Idealfall muss man den Schalthebel dann gar nicht mehr anfassen.

Aber die Schaltautomatik verspricht nicht nur mehr Komfort. Schalten soll nun auch in bislang unmöglichen Situationen möglich sein. Etwa wenn man in einer wilden Abfahrt in eine enge Kurve hineinbremst und zum Beschleunigen gern schon den passenden Gang parat hätte.

Möglich macht das bei Shimano wie auch bei den Konkurrenten Sram und Pinion die Kommunikation zwischen Elektronischer Schaltung und E-Bike-Motor.

Damit der Antrieb die persönlichen Präferenzen in Sachen Tret- und auch Schaltgeschwindigkeit berücksichtigt, können Biker an der Di2-Schaltung zwei verschiedene Automatik-Modi über die E-Tube-App einstellen. So passt man die gewünschte Trittfrequenz, die Reaktionsfreudigkeit und ein Anfahrgang auf den persönlichen Bedarf an.

Kompatibilität der Shimano XT Di2

Grundvoraussetzung für die neuen Funktionen ist die Kommunikation zwischen Schaltung und Motor. Die neue Shimano Di2-Gruppen XT und Cues funktionieren daher ausschließlich mit der neuesten Generation der Shimano Motoren EP801 und dem EP6, die Shimano kurz vor der Eurobike 2022 vorgestellt hat. Die größte Neuerung bei dieser Generation neben der höheren Spitzenleistung beim EP801 ist die neue Elektronik mit CAN-Port. Der bisherige EP8-Antrieb funktioniert daher nicht mit der neuen XT Di2.

Verschleiß adé? Die Di2-Schaltung mit Linkglide-Komponenten

Mit den Ketten und Kassetten mit Linkglide-Technologie bringt Shimano robuste Komponenten, die explizit auf die höheren Belastungen an E-Bikes ausgelegt sind. Das bekannte Pendant dazu ist die sportlicher ausgelegte Hyperglide-Technologie. Statt zwölf (Hyperglide) bietet Linkglide nur noch elf Gänge. Die 11-fach-Kassette setzt auf dickere Ritzel und eine Abstufung von 11 bis 50 Zähnen (statt 10 bis 51 bei den bekannten 12fach-Hyperglide-Kassetten).

Die robustere Konstruktion soll die Haltbarkeit drastisch erhöhen. Außerdem wurden die Schalthilfen der Ritzel so angepasst, dass die Gangwechsel schonender, aber dafür nicht mehr so zackig vonstatten gehen. Das soll die Kräfte auf Kette und Kassette deutlich reduzieren und ist vermutlich auch der Grund, warum Autoshift nur mit diesen Parts kombiniert werden kann.

So fährt sich die neue Shimano XT Di2 Schaltung

Der erste Aha-Effekt geht gänzlich unspektakulär vonstatten, und zwar im manuellen Modus: Aufsteigen, Losrollen, Schalten - und auf Anhieb sitzen die gewünschten Gänge. Klingt selbstverständlich, ist es aber nicht. Denn Hebelergonomie und Schaltlogik anderer Elektro-Schaltungen unterscheiden sich deutlich von den mechanischen Pendants. Sowohl beim Di2-Vorgänger als auch bei der Sram AXS ist eine Gewöhnung an die Bedienung nötig. Nicht so bei der neuen Shimano XT Di2. Die Hebel sind sehr ähnlich platziert wie Mountainbiker es seit Jahren von mechanischen Schaltungen kennen. Umgewöhnung? Braucht es nicht!

Di2 Schaltung mit Free-Shift: Schalten ohne Treten

Wer kennt es nicht: Im Auf und Ab eines welligen Trails rauscht man auf einen steilen Gegenanstieg zu. Keine Chance, jetzt noch in die Pedale zu treten, um den richtigen Gang einzulegen. Mit Free-Shift reicht ein Druck auf den Di2-Hebel, und der Motor lässt den Antriebsstrang auch ohne Pedalumdrehung rotieren. Solange das Bike rollt, ermöglicht das Gangwechsel, ohne zu treten.

Auto-Shift: Ghost-Shifting 2.0

Der Automatikmodus ist die revolutionärste Neuerung der elektronischen Shimano Di2 Schaltung. Damit man sich mit dem System wohlfühlt, ist eine Einstellung mit der App aber nahezu unumgänglich. Im ersten Schritt muss die gewünschte Trittfrequenz ausgewählt werden, an der sich die gesamte Regelung orientiert. Sehr schön: Seit einem Update geht das auch unkompliziert am E-bike-Display und kann daher auch leicht bei einem kurzen Stopp während der Tour angepasst werden.

Die Fakten zur Shimano XT Di2

  • Reine E-MTB-Schaltung, die mit dem Motor kommuniziert
  • Automatik-Schaltfunktion (Auto-Shift)
  • Schalten im Rollen ohne Treten (Free-Shift)
  • Nur mit EP 801 und EP6 kompatibel
  • Kabelgebundenes System, Energieversorgung über E-Bike-Akku
  • Einstellbar über Display-Menü und E-Tube-App

Die neue Shimano DEORE XT Di2: Eine reine E-Bike-Schaltung

Die neue Shimano DEORE XT Di2 ist eine reine E-Bike-Schaltung. Sie kommt nur an E-Bikes mit dem Shimano EP801-Motor und Shimano EP6-Motor, der aktuellsten Evolutionsstufe unter den Shimano-Motoren, zum Einsatz. Im Ersatzteileregal beim Bikehändler eures Vertrauens werdet ihr sie nicht finden, daher stehen noch keine Preise und konkreten Verfügbarkeitstermine für die Komponenten fest.

Sowohl Schaltung als auch Motoren wurden jeweils aufeinander abgestimmt, weshalb die Schaltung nicht abwärtskompatibel zu einem Shimano EP8-Motor ist.

Die -Shimano DEORE XT Di2 erscheint in einer 12-fach HYPERGLIDE+ und einer 11-fach-LINKGLIDE-Variante. Beide Versionen arbeiten komplett elektronisch mittels eines kleinen Servomotors im Schaltwerk. Sie sollen schnell und zuverlässig schalten, trotz hohem Motordrehmoment. Zudem sollen beide Schaltungen durch die neue FREE SHIFT-Funktion auch für mehr Balance und Kontrolle bei dynamischen Geländeveränderungen sorgen.

Wie funktioniert die Schaltung in der Praxis?

Die Hardware und Integration der Schaltung in das Motorsystem sind top. Die Shimano DEORE XT Di2 kommuniziert mit dem Display und dem Motor. Die Tasten des ergonomischen Schalthebels lassen sich individuell belegen und auch mit der Belegung der Motor-Remote-Tasten tauschen. Betätigt man beim Pedalieren die Schaltwippe, wechselt die Schaltung zuverlässig die Gänge ohne jegliches Drama.

Der neue Schalthebel der Shimano XT Di2 besitzt neben den zwei Schaltwippen noch einen dritten Knopf, um die Schaltmodi zu wechseln. Aktiviert man die FREE SHIFT-Funktion in der App, kann man die Gänge manuell wechseln, ohne zu pedalieren.

Speziell für die Trekking- und Citybiker-Fraktion hat Shimano die neue DEORE XT Di2 LINKGLIDE zusätzlich mit der AUTO SHIFT-Funktion ausgestattet. Neben dem manuellen Modus lassen sich zwei Profile für vollautomatisches Schalten per App aktivieren und konfigurieren.

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