Für Fahrradventile gibt es eine verwirrende Vielfalt an Bezeichnungen. Am wichtigsten sind drei Ventiltypen, die jeweils bestimmte Besonderheiten aufweisen. Ein Überblick.
Die wichtigsten Ventiltypen
- Wie sie funktionieren und wie man sie handhabt
- Welche Vor- und Nachteile sie haben
In Deutschland und Europa dominieren drei Typen von Fahrradventilen: das Autoventil, auch Schraderventil genannt, das französische oder Sclaverand-Ventil und das Blitzventil.
Die drei gängigen Fahrradventil-Typen
Es gibt drei gängige Fahrradventile: Presta, Schrader und das seltener verwendete Dunlop. Jedes hat bestimmte Vorteile - je nach Fahrradtyp, Felgenbohrung und deinem Einsatzbereich. Die drei geläufigen Ventilarten sind jeweils unter verschiedenen Namen verbreitet.
Die Frage, auf welche Weise man das Ventil aufpumpt, hängt vom Ventil-Typen ab. Anhand der Art von Fahrrad, die man fährt, bekommt man eine Idee vom genutzten Fahrradventil-Typen.
Vergleich: Presta, Schrader & Dunlop
Jedes hat bestimmte Vorteile - je nach Fahrradtyp, Felgenbohrung und deinem Einsatzbereich.
Wer verschiedene Arten von Fahrradventilen kennt, kann sich gezielter für das passende System entscheiden.
| Eigenschaft | Presta-Ventil | Schrader-Ventil | Dunlop-Ventil |
|---|---|---|---|
| Durchmesser | 6 mm | 8 mm | 8 mm |
| Hauptanwendung | Rennräder und hochwertige MTBs | Mountainbikes, Stadträder, BMX | Citybikes und Alltagsräder |
| Maximaler Druck | Hoch (bis 8 bar) | Mittel (bis 5,5 bar) | Niedrig (bis 4 bar) |
| Kompatibilität | Felgen mit 6 mm Loch oder 8 mm mit Adapter | Felgen mit 8 mm Loch | Felgen mit 8 mm Loch |
| Aufpumpen mit Pumpe | Spezielle Pumpe oder Adapter erforderlich | Standard- oder Autopumpe nutzbar | Möglicherweise Adapter erforderlich |
| Aufpumpen an der Tankstelle | Mit Adapter möglich | Ja | Mit Presta-/Schrader-Adapter möglich |
Das französische Ventil (Sclaverand- oder Presta-Ventil)
Das französische Ventil bzw. Sclaverand- oder Presta-Ventil wird typischerweise an Rennrädern eingesetzt. Es wird daher schon immer an Rennrädern verwendet. Auch an Mountainbikes finden sich heute in erster Linie Französische Ventile.
Der größte Vorteil ist, dass ein französisches Ventil dem größten Luftdruck standhält. Dieser darf bis zu 15 bar betragen. Mehr Luftdruck bieten indes keine anderen Fahrradventile.
Es ist sehr viel schmaler als die anderen Arten und ermöglicht daher einen maximalen Reifendruck von stolzen 15 bar.
Hier handelt es sich um die schmalste der drei Ventilarten. Dadurch hat das französische Ventil gegenüber den anderen Ventilen einige Vorteile. So ist durch die mit 6,5 mm sehr schmale Felgenbohrung die Stabilität der Laufradfelge höher. Die schmalen Felgen am Rennrad haben das nötig.
Ein Nachteil ist, dass sich dieses auch Presta-Ventil genannte Ventil wegen seiner schmalen Bauart schnell verformen kann.
Das Französische Ventil ist das schmalste der drei Ventiltypen und hält dem höchsten Druck stand.
Die meisten Schläuche verfügen über wechselbare Ventilkerne, die du mit einem 4er Maulschlüssel oder einer Zange herausdrehen kannst. Dies ist dann nötig, wenn der Ventilkern beschädigt ist und nicht mehr dicht schließt oder du eine Ventilverlängerung einbauen musst.
Handhabung des Französischen Ventils
Sofern eine solche aufgeschraubt wurde, musst du zunächst die Ventilkappe vom Ventil entfernen, um an das eigentliche Ventil zu gelangen. Von diesem siehst du hauptsächlich den drehbaren Ventilkopf. Um Luft in den Schlauch zu pumpen, musst du das Ventil zunächst öffnen, indem du den Ventilkopf lose drehst (gegen den Uhrzeigersinn).
Nun kannst du einen Pumpenkopf aufsetzen und mit dem Pumpen beginnen. Um Luft abzulassen, kannst du in diesem geöffneten Zustand einfach von oben auf den Ventilkopf drücken, schon strömt Luft heraus. Hast du den richtigen Luftdruck eingestellt, solltest du das Ventil wieder schließen. Hierzu drehst du den Ventilkopf wieder zu. Das Ventil ist somit gegen ungewollten Luftverlust, beispielsweise auf ruppigen Streckenabschnitten, gesichert.
Einen Schlauch mit einem französischen Ventil pumpt man auf, indem man zunächst die Ventilkappe entfernt und anschließend den mittigen Ventilstift durch eine Drehung der kleinen Haltemutter löst. Danach kann man den Pumpenkopf aufsetzen und Luft zuführen.
Dabei sollte man darauf achten, dass der Pumpenkopf stets gerade über dem Ventil sitzt, damit der dünne Ventilstift nicht verbogen wird.
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Um Luft abzulassen, drückt man einfach mittig auf den Ventilkopf. Ist der richtige Druck eingestellt, dreht man den Ventilkopf zu und setzt die Kappe wieder auf.
Beim französischen Ventil gestaltet sich die Angelegenheit etwas komplizierter. Hier muss man die Ventilkappe zunächst entfernen und zusätzlich noch am Stößel des Ventilkopfs drehen, bis er lose ist. Erst wenn das der Fall ist, kann man die Pumpe ansetzen und den Reifen aufpumpen, bis der gewünschte Luftdruck erreicht ist.
Wenn das Aufpumpen dann immer noch nicht gelingt, hat man eventuell nicht die richtige Luftpumpe oder aber der Schlauch ist undicht. Damit keine Luft entweicht, sollte man bei Sclaverand-Ventil darauf achten, dass der Pumpenkopf gerade auf dem Ventil sitzt. Damit das Ventil nicht verbiegt, sollte man die Pumpe immer gerade ansetzen.
Sollte das Aufpumpen beim französischen Ventil nicht gelingen, hat man den Stößel eventuell nicht weit genug herausgedreht. Es kann auch sein, dass die Pumpe zu leicht auf dem Ventil sitzt. So sollte man darauf achten, dass sie fest und gerade mit dem Presta-Ventil Kontakt hat.
Sollte die Fahrradpumpe keinen Aufsatz für den schmalen Schaft des französischen Ventils haben, muss man sich einen Adapter oder eine modernere Pumpe besorgen. Besonders viele ältere Pumpen haben keinen Eingang für das Sclaverand-Ventil.
Einbau des Französischen Ventils
Wenn du einen neuen Schlauch mit Französischem Ventil aus der Verpackung nimmst, ist über dem eigentlichen Ventil eine Ventilkappe und am Ventilrohr eine Mutter zu finden. Um das Ventil durch die dafür vorgesehene Bohrung zu schieben, musst du beides entfernen. Dann kannst du das Ventil mithilfe der Mutter an der Felge fixieren. Dies ist jedoch - außer bei Tubeless-Ventilen - nicht zwingend nötig.
Um einen Schlauch mit französischem Ventil am Rad zu montieren, wird das Ventil durch die dazu vorgesehene Öffnung in der Felge geschoben. Dazu muss man zunächst die Ventilkappe entfernen, ebenso die Mutter am Ventilrohr.
Ventilverlängerungen
Wenn du einen Rennradschlauch kaufst, wird dir auffallen, dass du in diesem Bereich zwischen Schläuchen mit unterschiedlich langen Ventilen wählen kannst. Hintergrund sind die in den vergangenen Jahren immer weiter verbreiteten Aero-Laufräder mit den hohen Flanken. Das Ventil eines „normalen“ Schlauches ist möglicherweise nicht lang genug und würde im Innern der Felge verschwinden, sodass du zwar theoretisch über einen intakten Schlauch verfügst, diesen aber nicht nutzen kannst.
Daher werden Schläuche mit entsprechend langen Ventilen angeboten, die auch durch die bis zu 80mm hohen Aero-Laufräder reichen. Eine andere Möglichkeit ist die Nutzung einer Ventilverlängerung. Auch diese werden in unterschiedlichen Längen angeboten.
Um eine Ventilverlängerung montieren zu können, musst du zunächst darauf achten, dass der Schlauch, den du gekauft hast, auch über einen herausschraubbaren Ventilkern verfügt. Ist dies der Fall, nutze einen 4er Inbus zum Herausschrauben des Kerns. Nun kannst du die Ventilverlängerung mit dem Gewinde, welches sich auf der unteren Seite des Röhrchens befindet, in das mit dem Schlauch verbundene Röhrchen einschrauben.
Zum Festziehen der Verlängerung kannst du einen 5er Inbus nutzen. Nun kannst du den zuvor aus dem Schlauch entfernten Ventilkern von oben in die Ventilverlängerung einschrauben - fertig!
Tipp: In jedem Fall solltest du bei der Nutzung von Aero-Laufrädern daran denken, einen Ersatzschlauch mit entsprechend langem Ventil dabei zu haben!
Das Autoventil (Schrader-Ventil)
Schrader-Ventile findet man meist bei Mountainbikes. Autoventile findet man sehr häufig an den Schläuchen von Reiserädern.
Das Autoventil hat dagegen den oft zitierten Vorteil, dass es sich auch über einen Kompressor an der Tankstelle aufpumpen lässt.
Der Name sagt es bereits: Das Autoventil kommt von der Verwendung am Auto. Das birgt den Vorteil, dass man mit diesem Ventil den Fahrradreifen auch an der Tankstelle aufpumpen kann.
Verwendung findet diese auch Schrader-Ventil genannte Ventil-Art vor allem an Reiserädern und Mountainbikes. Es lässt sich bis zu einem Maximaldruck von 10 bar auffüllen.
Nachteile hat dieser Fahrradventil-Typ kaum.
Das Autoventil stammt, wie der Name schon sagt, von der Verwendung im Auto. Es hat dementsprechend den großen Vorteil gegenüber den anderen Varianten, dass du es an der Tankstelle auffüllen kannst. Daher ist es die erste Wahl für Reiseradler.
Den Ventilkern eines Autoventils kannst du mithilfe eines speziellen Werkzeugs entfernen.
Handhabung des Autoventils
Um den Luftdruck in einem Schlauch mit Autoventil zu verändern musst du, wie auch bei den anderen Ventiltypen, eventuell verbaute Ventilkappen abschrauben. Zum Befüllen kannst du nun den Pumpenkopf auf das Ventil aufsetzen und mit dem Pumpen beginnen. Um Luft abzulassen kannst du mit einem schmalen Gegenstand - kleine Schraubenzieher eignen sich hier gut - auf den Pin drücken, den du in der Mitte des Ventilröhrchens sehen kannst.
Dann entweicht Luft, bis man den Druckgegenstand wieder entfernt.
Beim Autoventil und beim Dunlop-Ventil ist das Aufpumpen in der Regel sehr einfach. Man entfernt - wenn vorhanden - die Ventilkappe, setzt die Fahrradpumpe auf das Ventil und fängt mit dem Pumpen an. Wenn der gewünschte Luftdruck erreicht bzw.
Einbau des Autoventils
Die Montage eines Schlauches mit Autoventil ist einfach - das Ventil wird durch die dafür vorgesehene Bohrung in der Felge geschoben und evtl. mit der Sicherungsmutter gegen Verrutschen gesichert. Es kann einfach, ohne weitere Arbeitsschritte, aufgepumpt werden und muss auch nicht gesichert werden.
Ein Fahrradschlauch mit Autoventil lässt sich rasch montieren: Das Ventil wird durch die dafür vorgesehene Öffnung in der Felge geschoben und gegebenenfalls mit einer Mutter gegen Verrutschen gesichert.
Das Fahrradventil (Dunlop- oder Blitz-Ventil)
Blitzventile waren vor allem früher dominant, sind in Deutschland aber trotz rückläufiger Verkaufszahlen immer noch am häufigsten verbreitet. Sie finden sich vor allem bei Fahrrädern für den alltäglichen Gebrauch.
Das Fahrrad- bzw. Dunlop- oder auch Blitz-Ventil ist das Standardventil an vielen City-, Trekking- und sonstigen Alltagsrädern. Dunlop- oder auch Blitz-Ventile sind für sämtliche Alltagsräder ideal. Wer ein City- oder ein Trekkingbike fährt, profitiert hier von einer einfachen Handhabung.
Es sind die am häufigsten verbauten Ventile im deutschsprachigen Raum.
Heute werden Dunlop-Ventile nur noch selten eingesetzt, da der Pumpdruck zum Überwinden der Vorspannung des Gummischlauches recht hoch ist. Außerdem versprödet der Gummischlauch im Lauf der Zeit.
Sein Vorteil besteht aus der leichten Handhabung: Der Umgang mit dem Dunlop-Ventil gestaltet sich nicht weiter kompliziert. Es kann auch ohne Werkzeug einfach ausgetauscht werden. Dabei ist das Fahrradventil wegen seiner breiteren Bauweise recht stabil.
Allerdings liegt der maximale Luftdruck eines solchen Ventils bei nur 6 bar. Des Weiteren lässt sich bei einem Dunlop-Ventil so gut wie unmöglich der genaue Luftdruck ablesen.
Das Fahrradventil findest du heute in erster Linie an City-Bikes. Es hat gegenüber den andern Ventilarten keinen echten Vorteil.
Handhabung des Dunlop-Ventils
Beim Aufpumpen eines Blitzventils entfernt man die Ventilkappe, setzt die Pumpe an und beginnt mit der Luftzufuhr. Beim Pumpvorgang benötigt man in der Regel einen größeren Kraftaufwand als bei den anderen Typen, da die Ventilöffnung nur freigegeben wird, wenn der Pumpendruck höher als der Luftdruck im Schlauch ist.
Um einen Schlauch mit Fahrradventil aufzupumpen, entfernst du, sofern vorhanden, die Ventilkappe. Dann kannst du die Pumpe ansetzen und zu pumpen beginnen.
Will man Luft ablassen, muss man die Mutter lösen, die den Ventileinsatz hält. In der Regel wird dabei die gesamte Luft ausströmen, sodass man den Schlauch komplett neu aufpumpen muss.
Das Ablassen von Luft ist hingegen nicht so einfach. Hierzu musst du den Ventilkern lose schrauben. Dies machst du, indem du die Überwurfmutter löst, die diesen hält. In den meisten Fällen wird nun die gesamte Luft aus dem Schlauch herausströmen und du wirst den Schlauch „von null“ befüllen müssen.
Einbau des Dunlop-Ventils
Für die Montage eines Fahrradschlauchs mit Blitzventil muss man die Mutter, die den Ventilkern hält, abschrauben und das Ventil entfernen. Anschließend kann man das Röhrchen durch die vorgesehene Öffnung schieben und danach den Ventilkern wieder einsetzten. Die Fixierung erfolgt mit der Mutter.
Zur Montage bzw. Demontage muss das eigentliche Ventil zunächst entfernt werden. Hierzu schraubst du die Überwurfmutter, die den Ventilkern an seiner Stelle hält, ab, und nimmst das Ventil heraus. Nun kannst du das Röhrchen durch das Ventilloch schieben. Anschließend setzt du den Ventilkern ein und sicherst ihn mithilfe der Überwurfmutter.
Pumpen und Adapter
Die meisten Pumpen können für alle drei Ventilformen genutzt werden
Beim Kauf einer Fahrradpumpe sollte man darauf achten, dass sie für alle drei Ventilarten verwendet werden kann. Bei guten Pumpen ist dies inzwischen Standard.
Beim Kauf einer Fahrradpumpe achtet man am besten darauf, dass diese für alle drei Ventilarten passt. Die meisten guten Pumpen bieten diese Eigenschaft.
- Bei Ventilköpfen mit zwei Löchern: großes Loch: Autoventil; kleines Loch: Französisches Ventil und Fahrradventil
- Bei einigen Handpumpen muss das Dichtgummi entsprechend des Ventiltyps angepasst werden
- Lohnenswert: Adapter zum Befüllen von Schläuchen mit Französischem Ventil oder Fahrradventil an der Tankstelle!
Die meisten Radpumpen sind dazu geeignet, Schläuche mit allen drei Ventiltypen zu befüllen. Einzig die langen Plastikpumpen, die noch an einigen älteren Rädern zu finden sind, können ausschließlich für Fahrradventile genutzt werden.
Die meisten aktuellen Radpumpen verfügen jedoch über einen Kopf mit zwei Löchern - einem etwas größeren - dieses ist für Autoventile - und einem etwas schmaleren für Französische Ventile und Fahrradventile.
Je nachdem, über welchen Ventiltyp dein Fahrrad verfügt, musst du den entsprechenden Eingang des Pumpenkopfes wählen. Dabei kannst du nicht viel falsch machen, denn das Autoventil ist zu dick für den schmalen Eingang, wenn du ein schmales Ventil hingegen in den breiten Eingang für Autoventile schiebst, wird der Pumpenkopf keinen Halt finden.
Etwas komplizierter ist es bei einigen Handpumpen, die zum Mitführen auf dem Rad gemacht sind. Um Platz zu sparen, verfügen diese lediglich über einen einzigen Eingang. Um diesen an unterschiedliche Ventiltypen anzupassen, musst du das Dichtgummi des Pumpenkopfes in jeweils einer bestimmten Richtung im Kopf verbauen. Dies wird jedoch in der Anleitung dieser Pumpen genauer beschrieben.
Weiterhin lassen sich die unterschiedlichen Ventiltypen durch spezielle Adapter „transformieren“. Dies macht vor allem dann Sinn, wenn du dein Rennrad oder Mountainbike, welches mit Französischen Ventilen ausgestattet ist, nicht mühsam von Hand aufpumpen möchtest, wenn du mal einen Platten hast.
Mithilfe eines Adapters von Französischem Ventil auf Autoventil wird der Kompressor an der Tankstelle zu deinem Helfer. Im Hinblick auf Rennrädern ist jedoch zu beachten, dass diese Kompressoren oft nur 5bar Druck erzeugen können. Du solltest dich also auch als Besitzer eines solchen Helfers nicht alleine auf die Tankstelle verlassen.
Auch Nichtautoventile lassen sich mit einem Autoventilstutzen aufpumpen, wenn man einen Adapter verwendet. Dann ist auch nur ein Pumpenkopf erforderlich.
Tipp: Für das französische Ventil und das Fahrradventil sollte man sich einen Adapter für das Befüllen an der Tankstelle besorgen. Es ist zum Beispiel nützlich, das französische Ventil durch einen Adapter in ein Autoventil zu transformieren, um bei einem Platten den besagten Kompressor an der Tankstelle nutzen zu können. Da die Kompressoren allerdings nur bis zu 5 bar erzeugen können, reicht das bei einem Rennrad-Reifen allerdings allein nicht aus.
Innovation: Das Schwalbe Clik Ventil
Ein innovatives Produkt auf dem Markt ist das Schwalbe Clik Ventil. Dieses Ventil ermöglicht ein einfaches Aufstecken des Pumpenkopfes ohne Schrauben oder Hebel; ein leichtes "Klicken" signalisiert die korrekte Verbindung. Ein weiterer Vorteil des Clik Ventils ist der um 50 Prozent höhere Luftdurchfluss im Vergleich zu herkömmlichen Ventilen, was das Aufpumpen insbesondere bei Tubeless-Reifen erleichtert.
Das Schwalbe Clik Ventil kann unabhängig vom aktuell verwendeten Ventil- oder Pumpentyp nachgerüstet werden, da es passende Umrüstsets für alle gängigen Fahrradventile gibt. Der Wechsel ist unkompliziert: Bei Sclaverand-, Dunlop- und Tubeless-Ventilen muss lediglich der Ventileinsatz ausgetauscht werden, während für Autoventile (Schrader) ein Adapter zur Verfügung steht, der einfach aufgeschraubt und bei Bedarf wieder entfernt werden kann - beispielsweise, um weiterhin Tankstellenpumpen nutzen zu können.
Auch der Pumpenkopfadapter lässt sich flexibel in bestehende Pumpenköpfe integrieren, entweder durch Spannen oder Einschrauben, so dass sowohl Standpumpen als auch Handpumpen kompatibel bleiben.
Braucht man Ventilkappen? Was ist mit der Mutter?
Diese beiden Fragen spalten die Radwelt!
Entnimmst du einen Schlauch mit Französischem oder Autoventil aus der Verpackung, ist auf dem Röhrchen meist auch noch eine Mutter aufgeschraubt, die du abschrauben musst, bevor du das Ventil durch die dafür vorgesehene Bohrung in der Felge schieben kannst. Aber wohin dann mit der Mutter?
Ventilkappen haben zwei Funktionen. Die erste und scheinbar offensichtliche: Das Ventil im eingebauten Zustand vor Dreck zu schützen. Die zweite, gelegentlich unterschätzte: den Schlauch, wenn er im zusammengerollten Zustand als Ersatz mitgeführt wird, vor den Kanten des Ventils schützen.
Es ist, selbst beim Einsatz im tiefen Schlamm, so gut wie nie vorgekommen, dass ein Ventil ohne die schützende Kappe Schaden genommen hat. Der Schutz des Ventils ist also nicht wirklich nötig.
Hingegen können zahlreiche Radfahrer davon berichten, dass der über viele Kilometer mitgeführte und nie benötigte Ersatzschlauch seinen großen Auftritt verpasst hat, weil er durch ein ungeschütztes Ventil durchgerieben worden ist. Daher ist die Ventilkappe auf dem Ersatzschlauch wichtig, um dessen Dichtigkeit zu garantieren. Am eingebauten Schlauch kannst du sie hingegen getrost weglassen.
Nicht ganz so kontrovers diskutiert ist die Nutzung der Sicherungsmutter bei Französischen und Autoventilen. Diese wird bei den meisten Schläuchen mitgeliefert. Doch wofür eigentlich? Sie erfüllt ihre Funktion ebenfalls vor allem beim Einbau. Sie kann erstens dazu genutzt werden, den Schlauch beim Einbau gegen das Verrutschen zu sichern. Zweitens verhindert das Aufschrauben dieser Mutter, dass das Ventil beim Aufpumpen in die Felge gedrückt wird.
Ist der Schlauch jedoch erst einmal aufgepumpt, erfüllt diese Mutter keine Funktion mehr und kann zusammen mit der Ventilkappe in den Ruhestand gehen.
Allerdings kommt es kaum vor, dass ein Fahrradventil während der Fahrt aufgrund einer fehlenden Kappe Schaden nimmt. Selbst bei schwerwiegendem Dreck ist dies eigentlich nie der Fall. Viel mehr hat eine Ventilkappe dann Sinn, wenn man einen Ersatzschlauch mitnimmt. In diesem Fall verhindert sie nämlich, dass das Ventil den ungenutzten Schlauch durchreibt und somit unbenutzbar macht.
Ganz ähnlich verhält es sich mit der Sicherungsmutter. Auch sie hat nach dem Einbau des Schlauchs keine Funktion mehr. Gebraucht wird die Mutter in erster Linie, um zu verhindern, dass der Schlauch beim Einbauen verrutscht.
Sowohl die Ventilkappe als auch die Mutter haben nur beim Einbau des Schlauchs wirklich einen Sinn. Über die Schutzfunktion der Ventilkappe während der Fahrt wird zwar kontrovers diskutiert, doch auch ohne sie wird der Schlauch selbst bei tiefem Dreck kaum einen Schaden nehmen.
Die Wahl des richtigen Ventils
Die Frage lässt sich pauschal nicht beantworten, denn es kommt ganz darauf an, welches Fahrrad du fährst und wo du damit unterwegs bist. Bei der Wahl der richtigen Fahrradventile musst du ohnehin deine eigenen Ansprüche und Bedürfnisse berücksichtigen.
Partout lässt sich von keinem Fahrradventil behaupten, dass es das durchweg beste ist. Einleuchtend ist zum Beispiel, dass für ein Rennrad nur das Sclaverand-Ventil bzw. das französische Ventil infrage kommt. Denn nur dieses Ventil passt aufgrund seiner schmalen Form zu den dünnen Rennradreifen.
Dunlop- oder auch Blitz-Ventile sind für sämtliche Alltagsräder ideal. Wer ein City- oder ein Trekkingbike fährt, profitiert hier von einer einfachen Handhabung.
Wenn man ein Rennrad vor sich hat, liegt es nahe, dass ein französisches bzw. ein Sclaverand-Ventil montiert ist. Bei einem Trekking- oder einem Citybike wird es in der Regel ein Dunlop-Ventil sein. Reiseräder haben dagegen zumeist ein Autoventil bzw.
Schwierig gestaltet sich die Frage bei einem Mountainbike. Denn hier kann jede der drei Fahrradventil-Arten verbaut sein. Wahrscheinlich ist bei einem sehr sportlichen, performance-orientierten MTB das französische Ventil.
Bei Verzicht auf eine Fahrradpumpe ist deshalb das Schrader-Ventil deine erste Wahl. Steht bei dir dagegen die Geschwindigkeit im Mittelpunkt, brauchst du maximalen Reifendruck und idealerweise ein Sclaverand-Ventil. Bist du dagegen ein alltäglicher Radfahrer, zählt eher die leichte Handhabung.
Im Fachhandel findest du Fahrradventile in guter Qualität.
Was sind die Fahrradtypen bei denen die verschiedenen Ventilarten genutzt werden?
| Ventilart | Einsatzgebiet |
|---|---|
| Französisches Ventil | Rennrad und Mountainbike |
| Autoventil | Reiserad und Mountainbike |
| Dunlopventil | City- und Trekkingbike |
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