Nichts wird häufiger diskutiert als der richtige Reifendruck für das Fahrrad.
Es gibt die Anhänger, die den Reifen jeweils zum maximal erlaubten Druck aufpumpen und dann der Meinung sind mit dem minimalsten Fahrbahnwiderstand am schnellsten unterwegs zu sein und diejenigen, die mit einem Minimaldruck für maximalen Grip unterwegs sind.
Aber was ist nun der beste Reifendruck und wer hat Recht?
Nun, der Fachmann würde sagen „Beide haben Recht, denn es kommt auf den Anwendungsfall an!“. Durch den Luftdruck wird der Reifen in seiner Betriebsform stabilisiert.
Die Luft als Füllmedium im Reifen lässt auch kleinste Formänderungen zu, wodurch sich der Reifen an die Fahrbahnoberfläche anpassen und Bodenunebenheiten kompensieren kann.
Wichtig: Achte darauf, dass der Reifen nicht zu weich wird, da dies das Pannenrisiko erhöhen kann.
Als Faustregel gilt: Je breiter der Reifen, desto weniger Druck braucht er. So benötigen sehr schmale Rennrad-Reifen einen sehr hohen Luftdruck, um schnell über den Asphalt zu rollen. Da die robusten Mountainbike-Reifen härteren Bedingungen ausgesetzt sind und auch über Stock und Stein fahren, benötigen diese Fahrradreifen weniger Druck.
Wie Oft Sollte Man Den Luftdruck Bei Fahrradreifen Prüfen?
Grundsätzlich sollten Sie den Luftdruck ihrer Fahrradreifen regelmäßig überprüfen und bei Bedarf aufpumpen. Denn selbst ein dichter Fahrradschlauch verliert, aufgrund der Materialbeschaffenheit pro Monat im Durchschnitt ungefähr 1 bar an Druck.
Wussten Sie, dass der richtige Reifendruck 80% aller Reifenpannen verhindert?
Der erforderliche Luftdruck in Fahrrad-Reifen richtet sich nach der Reifenart, der Bauart des Fahrrades (vom Touren- bis zum Rennrad) und nach dem Körpergewicht der Fahrerin oder des Fahrers. Die Luftdruck-Richtwerte können deshalb ca. 0,5 bar über- oder unterschritten werden.
Der richtige Luftdruck in Fahrradreifen lässt sich kraftsparend und sicher per Stand- oder Fußpumpe mit integriertem oder separatem Manometer korrigieren. Hand- oder Rahmenpumpen sind immer nur für den Notfall unterwegs konzipiert.
Fahrradreifen Druck: Tabelle Für Die Verschiedenen Fahrradtypen
Damit du schneller weißt, welchen Druck dein Fahrradreifen braucht, haben wir eine Tabelle mit den empfohlenen Reifendruckwerten für verschiedene Fahrradtypen und deren Einsatzgebiete zusammengestellt.
| Fahrradtyp | Reifenbreite | Reifendruck in bar | Reifendruck in psi |
|---|---|---|---|
| Mountainbike | 50 mm | 3,0 | 44 |
| Mountainbike | 59 mm | 2,0 | 29 |
| Rennrad | 25 mm | 7,0 | 100 |
| Rennrad | 28 mm | 6,0 | 87 |
| Gravel Bike | 35 mm | 4,5 | 65 |
| Trekkingrad | 35 mm | 4,5 | 65 |
| Trekkingrad | 40 mm | 4,0 | 58 |
| Trekkingrad | 50 mm | 3,0 | 44 |
Wichtig: Die empfohlenen Reifendruckwerte sind Richtwerte, die für eine durchschnittlich schwere Person (70 Kilogramm) und ein durchschnittlich schweres Fahrrad (12 Kilogramm) gelten. Du solltest daher den Luftdruck anhand verschiedener Faktoren an deine persönlichen Vorlieben anpassen. Bist du zum Beispiel schwerer, braucht der Reifen mehr Druck. Viele Reifenhersteller geben hier die Empfehlung: 1% pro Kilogramm. Bei E-Bikes solltest du wegen des zusätzlichen Gewichts von Motor und Akku ein halbes Bar dazurechnen.
Reifendruck: Zu Gering, Empfohlen, Zu Hoch
Betrachten wir nun einmal nachstehende Tabelle um einen ersten Überblick zu gewinnen.
| Zu gering | empfohlen | Zu hoch | |
|---|---|---|---|
| Rollwiderstand | Energieverluste durch erhöhte Walkarbeit im Reifen | optimal | Energieverluste durch Schwingungen in Fahrrad und Fahrer |
| Haftfähigkeit | Verminderte Haftung durch Relativbewegung zwischen Reifen und Fahrbahn | optimal | Verminderte Haftung durch eine verringerte Kontaktfläche |
| Fahrkomfort | Reifen kompensiert vermehrt Fahrbahnunebenheiten | medium | Reifen gibt Fahrbahnunebenheiten an den Rahmen weiter |
| Fahrverhalten | Schwammiges Fahrverhalten | optimal | Reifen kann bei Unebenheiten von der Fahrbahn abheben; Seitenführung geht verloren |
| Pannenverhalten | Schwammiges Fahrverhalten | optimal | Reifen kann bei Unebenheiten von der Fahrbahn abheben; Seitenführung geht verloren |
| Gefahr von Durchschlagen | minimiert | Erhöhte Gefahr von Durchstichen |
Luftdruck-Richtwerte Für Fahrradreifen Bei Einem Fahrer Von Max 80kg
Normalräder
| Reifengröße | Luftdruck in bar | ||
|---|---|---|---|
| mm | Zoll | Vorderrad | Hinterrad |
| 57-305 | 16 x 2,125 | 2,0 | 2,5 |
| 57-406 | 20 x 2,125 | 2,0 | 2,5 |
| 57-507 | 24 x 2,125 | 2,0 | 2,5 |
| 57-559 | 26 x 2,125 | 2,0 | 2,5 |
| 47-305 | 16 x 1,75 x 2 | 2,5 | 3,0 |
| 47-406 | 20 x 1,75 x 2 | 2,5 | 3,0 |
| 47-507 | 24 x 1,75 x 2 | 2,5 | 3,0 |
| 47-559 | 26 x 1,75 x 2 | 2,5 | 3,0 |
| 47-622 | 28 x 1,75 x 2 | 2,5 | 3,0 |
| 37-540 | 24 x 1 3/8 | 3,5 | 4,0 |
| 37-590 | 26 x 1 3/8 | 3,5 | 4,0 |
| 37-622 | 28 x 1 3/8 x 1 5/8 28 x 1 5/8 x 1 3/8 NL | 3,5 | 4,0 |
| 32-590 | 26 x 1 3/8 x 1 1/4 NL 26 x 1 1/4 x 1 3/8 | 4,0 | 4,5 |
| 32-622 | 28 x 1 5/8 x 1 1/4 NL | 4,0 | 4,5 |
Rennsport-Räder
| Reifengröße | Luftdruck in bar | ||
|---|---|---|---|
| mm | Zoll | Vorderrad | Hinterrad |
| 28-622 | 28 x 1 1/8 x 1 3/4 | 4,5 | 5,0 |
Rennräder
| Reifengröße | Luftdruck in bar | |
|---|---|---|
| mm | Vorderrad | Hinterrad |
| 25-622 | 6,0 | 6,5 |
| 23-622 | 6,5 | 7,0 |
| 20-622 | 6,5 | 7,0 |
| 18-622 | 9,0 | 9,2 |
Rennräder Mit Schlauchreifen 680 mm Durchmesser
| Schlauchreifen- | Körpergewicht | Luftdruck in bar | |
|---|---|---|---|
| gewicht (g) | des Fahrers (kg) | Vorderrad | Hinterrad |
| 180 - 240 | bis 60 | 5,0 | 6,0 |
| 200 - 260 | 60 - 75 | 5,5 | 6,5 |
| 220 - 300 | 75 - 80 | 6,0 | 7,0 |
| 280 - 350 | über 80 | 7,0 | 8,0 |
Was Ist Der Richtige Reifendruck Beim Mountainbike?
Beim Mountainbiken kann der ideale Reifendruck stark variieren - je nachdem wo du fährst und welchem Bike du unterwegs bist. Bist du vor allem auf rauen Trails unterwegs, bietet ein niedrigerer Mountainbike-Reifendruck von etwa 2,0-2,5 bar (30-40 psi) eine bessere Traktion und Dämpfung auf unebenem Untergrund.
Auf Asphalt und bei schneller Fahrt empfehlen wir einen Reifendruck von 2,5-3,0 bar (40-45 psi), um den Rollwiderstand zu verringern.
Tipp: Mountainbiker, die besonders sportlich unterwegs sein wollen, sollten auf Tubeless-Systeme umsteigen. Da diese MTB-Reifen ohne Schlauch auskommen, ist die Gefahr eines Plattens geringer und du kannst mit weniger Druck fahren. So bist du nicht nur komfortabler, sondern auch mit mehr Traktion unterwegs.
Der Richtige Luftdruck Für Deine Rennrad Und Gravel Bike Reifen
Rennräder und Gravel Bikes fährst du hauptsächlich auf der Straße, weshalb sie einen höheren Rennrad-Reifendruck benötigen. Für Rennradreifen liegt der empfohlene Druck bei ca. 6.0-8.0 bar (90-120 psi), um den Rollwiderstand zu minimieren und die Geschwindigkeit zu maximieren.
Gravel Bike-Reifen sind etwas breiter und können mit einem etwas niedrigeren Gravel Bike-Reifendruck von 4.0-6.0 bar (60-90 psi) gefahren werden, um mehr Komfort und Grip auf unbefestigten Straßen zu bieten.
Reifendruck Für City- & Trekkingräder
Für City- und Trekkingräder-Reifen, die hauptsächlich im Stadtverkehr und auf längeren Touren eingesetzt werden, ist ein mittlerer Reifendruck von ca. 3,0-4,0 bar (45-60 psi) geeignet.
Bei diesem Reifendruck bietet das Fahrrad sowohl Komfort als auch Effizienz. Für längere Touren und wechselnde Straßenverhältnisse kann auch ein etwas höherer Druck von 4,0-5,0 bar (60-75 psi) sinnvoll sein, um den Rollwiderstand zu minimieren und ein geschmeidiges Fahren zu ermöglichen.
Reifendruck E-Bike: So Viel Bar Braucht Dein Reifen!
E-Bikes stellen aufgrund ihrer schwereren Rahmen und Motoren spezifische Anforderungen an den Reifendruck.
Daher solltest du, bevor du deine Reifen aufpumpst, die Herstellerangaben zum Luftdruck lesen, da der optimale Druck je nach Reifentyp und Gewicht des E-Bikes variieren kann. Hast du den richtigen Reifendruck für deinen E-Bike-Reifen gefunden, sorgt dieser für einen optimalen Fahrkomfort und eine effiziente Nutzung der Motorunterstützung.
Wichtig: Überprüfe den Druck regelmäßig, da ein zu niedriger Druck den Energieverbrauch erhöht und die Reichweite beeinträchtigen kann.
Reifendruck Fahrrad: Diese Bar Brauchen Die Reifen Beim Kinderfahrrad
Auch bei Kinderfahrrädern spielt der richtige Reifendruck eine wichtige Rolle, um ein sicheres und komfortables Radfahren zu ermöglichen.
Die folgenden Angaben dienen als grobe Richtwerte für verschiedene Reifengrößen:
- 12 Zoll Kinderfahrrad: 2.0-2.5 bar (30-40 psi)
- 16 Zoll Kinderfahrrad: 2.0-2.5 bar (30-40 psi)
- 20 Zoll Kinderfahrrad: 2.5-3.0 bar (40-45 psi)
- 24 Zoll Kinderfahrrad: 3.0-3.5 bar (45-50 psi)
Um sicherzustellen, dass dein Fahrrad immer den richtigen Reifendruck hat, empfehlen wir eine regelmäßige Kontrolle. Achte auf möglichen Luftverlust und pumpe die Reifen bei Bedarf auf.
Eine Standpumpe mit Manometer ist eine praktische Investition, um den Druck einfach und genau einzustellen.
Dies setzt voraus dass man entweder eine Pumpe mit Manometer besitzt, oder ein Reifendruck - Messgerät. Die Anschaffung lohnt sich allemal.
Wie Viel Bar Gehört Wirklich In Deinen Gravelbike-Reifen?
Hier findest du eine kompakte Übersicht - abgestimmt auf dein Fahrergewicht, die Reifenbreite und den Untergrund. So bekommst du Traktion, Komfort und Performance in Einklang.
Tipps Für Den Perfekten Luftdruck Bei Gravel Bikes
- Starte mit dem empfohlenen Druck auf der Reifenflanke.
- Je leichter du bist, desto niedriger der Druck - und umgekehrt.
- Reduziere den Druck bei losem Untergrund für bessere Haftung (−0,3 bis −0,7 bar).
- Erhöhe den Druck auf Asphalt für mehr Geschwindigkeit (+0,3 bis +0,7 bar).
- Fahre vorn etwas weniger Druck als hinten für optimale Balance.
Reifendruck-Tabelle Für Gravel Bikes (Richtwerte/Vorschläge!)
Die folgende Tabelle zeigt dir Richtwerte für verschiedene Reifenbreiten, Fahrergewichte und Untergrundarten. Andere Ideen für Richtwerte?
Gern kommentieren! Gemeinsam werden wir besser. Nutze die Tabelle als Ausgangspunkt und teste dann selbst, was für dich am besten funktioniert.
Warum Ist Der Luftdruck Bei Fahrradreifen Wichtig?
Der Luftdruck auf den Fahrradreifen entscheidet maßgeblich mit über den Fahrkomfort und die Langlebigkeit der Reifen. Je nachdem, wie viel Luft in den Schlauch gefüllt wird, wird die Fortbewegung einfacher oder schwieriger. Auch die Lebensdauer des Fahrradmantels hängt vom Druck im Fahrradreifen ab. Ist der Druck zu niedrig - was häufig der Fall ist - kommt es zu Rissen in der Reifenaußenseite und der Verschleiß ist deutlich höher. Um hier vorzubeugen, sollte man einerseits wissen, welcher Reifendruck für die eigenen Fahrradreifen der optimale ist und zudem, wie man diesen überprüfen kann.
Grundsätzlich lässt sich dabei jedoch nicht sagen, welcher Luftdruck im Fahrradreifen der optimale Reifendruck ist. Viel mehr hängt dieser vom Gewicht des Radfahrers und der Belastung der Reifen ab. Der Druck wird dabei nicht vom Fahrradgewicht direkt beeinflusst - nicht wie es beim Auto der Fall ist. Auch spielen für den Luftdruck im Reifen ganz eigene Vorlieben, wie der geringere Rollwiderstand oder auch der Federungskomfort, entscheidend für den gewählten und gewünschten Luftdruck.
Das Fahrrad aufpumpen ist also mehr als nur die Luftpumpe ansetzen und pumpen. Auf jedem Reifen ist angegeben welcher Druckbereich für den Reifen zulässig ist. Diese Angabe findet man auf der Mantelseite. Der Rollwiderstand wird abhängig vom höheren Luftdruck geringer. Auch der Verschleiß und die Pannenanfälligkeit der Reifen sind bei höherem Druck im Fahrradreifen niedriger.
Eine grobe Orientierung für den zu empfehlenden Luftdruck kann man allerdings anhand der Reifenbreite geben. Basierend auf einem Gewicht des Radfahrers von rund 75 Kilogramm ergeben sich dabei folgende Empfehlungen:
- 20 mm - 9,0 bar
- 23 mm - 8,0 bar
- 25 mm - 7,0 bar
- 30 mm - 5,5 bar
- 40 mm - 4,0 bar
- 54 mm - 2,5 bar
- 60 mm - 2,0 bar
Übersicht Mit Richtwerten In Der Reifendrucktabelle Bei Normalrädern
| Reifengröße in mm | Zoll | Vorderrad (bar) | Hinterrad (bar) |
|---|---|---|---|
| 57-305 | 16 x 2,125 | 2,0 | 2,5 |
| 57-406 | 20 x 2,125 | 2,0 | 2,5 |
| 57-507 | 24 x 2,125 | 2,0 | 2,5 |
| 57-559 | 26 x 2,125 | 2,0 | 2,5 |
| 47-305 | 16 x 1,75 x 2 | 2,5 | 3,0 |
| 47-406 | 20 x 1,75 x 2 | 2,5 | 3,0 |
| 47-507 | 24 x 1,75 x 2 | 2,5 | 3,0 |
| 47-559 | 26 x 1,75 x 2 | 2,5 | 3,0 |
| 47-622 | 28 x 1,75 x 2 | 2,5 | 3,0 |
| 37-540 | 24 x 1 3/8 | 3,5 | 4,0 |
| 37-590 | 26 x 1 3/8 | 3,5 | 4,0 |
| 37-622 | 28 x 1 3/8 x 1 5/8 | 3,5 | 4,0 |
| 32-590 | 26 x 1 1/4 x 1 3/8 | 4,0 | 4,5 |
| 32-622 | 28 x 1 5/8 x 1 1/4 | 4,0 | 4,5 |
Der Reifendruck ist auch immer abhängig vom Gewicht des Fahrers. Sollte der Reifen nach dem Aufsteigen noch platt wirken, können durchaus 0,5 bar hinzugegeben werden [Angaben ohne Gewähr]. Es sollte beim Fahrrad aufpumpen immer darauf geachtet werden, ob der Fahrradmantel Beschädigungen hat und der Schlauch evtl. sichtbar ist. Die Reifenbreite steht in den meisten Fällen auf dem Mantel und kann hier abgelesen werden.
Im Gelände Weniger Reifendruck Wählen
Weniger Reifendruck sollte man jedoch dann auf die Reifen geben, wenn man beispielsweise mit dem Trekkingrad oder dem Mountainbike (MTB) lange Touren fahren möchte oder im Gelände unterwegs ist. Gerade bei Downhill-Fahrten mit dem Mountainbike ist der Luftdruck ein wenig nach unten zu korrigieren.
Vor allem auf scharfkantigem Untergrund kann der Reifen so leichter nachgeben und ein Platten oder ein anderer Reifenschaden kann vermieden werden. Wird hier der Druck zu hoch gewählt, droht der Reifen schnell zu platzen. Der richtige Druck empfiehlt sich auch, wenn man sogenannte unplattbare Mäntel fährt. Hier kann diese Funktion nur greifen, wenn der Reifen ordnungsgemäß befüllt ist.
Die Reifen sind besonders beim Mountainbike als Schnittstelle zum jeweiligen Untergrund das "Tuning-Teil" am Fahrrad. Sie können die Leistungsfähigkeit des Bikes entfalten oder im negativen Fall auch extrem beschränken.
Wer mit dem Mountainbike im Gelände unterwegs ist, weiß, wie wichtig der Luftdruck ist. Denn er ist entscheidend für ein gutes Fahrgefühl, einen optimalen Grip, und er schützt vor Fahrradpannen.
Der perfekte Reifendruck hängt besonders beim MTB von der Felgenweite und der Reifenbreite ab. Entscheidend für den richtigen Luftdruck im Reifen ist allerdings das Fahrergewicht, der Fahrstil und der Untergrund.
ADAC Tipp: Der optimal befüllte, nicht zu stark aufgepumpte Reifen filtert die Vibrationen und entlastet damit Hände und Arme. Die Vibrationen vom Untergrund werden nämlich nur in geringem Maße von den Federgabeln kompensiert. Besonders schlauchlose Reifen können generell mit weniger Luftdruck gefahren werden.
Reifendruck Für Das Pedelec Oder E-Bike
In der Regel unterschieden sich die Reifen auf Pedelecs oder E-Bikes nicht von Reifen bei Fahrrädern, die ausschließlich mit Muskelkraft betrieben werden. Auch bei Rädern mit Elektrounterstützung ist der minimal bis maximal zulässige Luftdruck an der Seite des Fahrradreifens abzulesen.
Die Belastung der Reifen ist bei Pedelecs oder E-Bikes allerdings durch ihr größeres Gewicht von fünf bis zehn Kilogramm - aufgrund von Motor und Akku - höher. Deshalb sind diese Räder oftmals auch mit robusteren und breiteren Reifen ausgestattet.
Für Trekkingfahrräder mit elektrischer Unterstützung gibt es zudem Spezialreifen. Diese haben dann einen verstärkten Aufbau und einen reduzierten Rollwiderstand.
ADAC Tipp: Durch das Mehrgewicht von Akku und Motor bei Pedelecs oder E-Bikes brauchen diese Fahrräder in jedem Fall einen höheren Reifenruck. Auf den jeweiligen Richtwert in der Tabelle oben sollten nochmals rund zehn Prozent addiert werden.
Faustformel Für Den Reifendruck Bei Pedelecs Und E-Bikes
Tabellenwert oben + prozentualer Zuschlag der Körpergewichtabweichung = Richtwert für Reifendruck + rund zehn Prozent Zuschlag für Gewicht von Motor und Akku.
Reifendruck Für Das Rennrad
Geschwindigkeitsliebende Rennradfahrende sind mit höherem Luftdruck und damit wenig Rollwiderstand unterwegs. Auch wegen der geringen Reifenbreite empfiehlt sich beim Rennrad in der Regel ein hoher Luftdruck im Reifen.
Auf besonders glattem Asphalt rollen härter aufgepumpte Reifen leichter. Diesen finden Radfahrende jedoch auf den meisten Radwegen und Straßen nicht vor. Auf weniger glattem Untergrund aber federn zu harte Reifen nicht mehr ausreichend. Stattdessen spüren Radfahrende die Vibrationen deutlich, und der Fahrwiderstand kann zunehmen.
Zu beachten ist zudem, dass hoher Druck auf dem Reifen schneller verloren geht als niedriger Druck. Besonders vor längeren Fahrradtouren sollte man genau schauen, ob alles in Ordnung ist. Denn selbst ein dichter Fahrradschlauch verliert pro Monat im Schnitt circa 1 bar an Druck.
Wer fahrradbegeisterte Kinder hat, sollte ihnen schon früh zeigen, worauf sie beim Luftdruckmessen achten müssen. Allerdings kann man den richtigen Luftdruck nur mit einer Luftpumpe mit integriertem Manometer richtig messen, ideal sind hier Standpumpen.
Wenn der Pumpenkopf der Pumpe auf das Fahrradventil aufgesteckt ist, zeigt die Druckanzeige des Manometers den aktuellen Druck auf dem Fahrradreifen an.
ADAC Tipp: Notieren Sie sich den Fülldruck, zum Beispiel mit einem Folienstift (trocken abwischbar) am Manometer. Experimentieren Sie ruhig mit einem höheren Fülldruck, bis Sie bei einer Testfahrt den besten Kompromiss aus Komfort, Sicherheit und Rollwiderstand gefunden haben.
Den Luftdruck per Daumendruck zu überprüfen, ist nur sehr ungenau. Denn Druckunterschiede sind mit dem Daumen schwer erkennbar - und ab 2 bar aufwärts fühlt sich der Reifen gut gefüllt an.
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