Mountainbikes im Fokus
Ghost ist bekannt für sein vielfältiges Sortiment an Tourenrädern und Mountainbikes - von Hardtails bis Fullys. Die Quintessenz aus vielen Stunden auf dem Trail: Mountainbikes sind geil, wenn sie zu den persönlichen Vorlieben passen!
Ghost POACHA: Ein Gravity-Bike für Individualisten
Mit dem POACHA hat GHOST ein MTB aus der Taufe gehoben, das nur einen kleinen Kreis an Individualisten ansprechen soll: Freerider! Ein radikaler Look, 180 mm Federweg mit Luft nach oben und robuste Parts - damit will GHOST die Freiheit über wildes Terrain zurückerobern.
Wenn man sich das neue GHOST POACHA 2025 anschaut, wirkt es nicht wie ein MTB, das uns schon mal über den Weg gelaufen bzw. gefahren wäre, und wie ein klassisches GHOST-Bike sieht es schon gar nicht aus. Und das ist auch so gewollt. Mit dem POACHA startet GHOST in eine neue Ära im Gravity-Segment und genau das wird auch allerhöchste Zeit.
Über eine Dekade ist es her, als das letzte GHOST-Bike mit einem so ausgeprägten Gravity-Fokus das Licht der Welt erblickte: das GHOST DH 9000. Wir erinnern uns gerne an das DH 9000, seinerzeit eines der ersten MTBs mit einem High-Pivot-Hinterbau, mit dem Tomáš Slavík bei urbanen Downhills an den Start ging.
Das neue GHOST POACHA setzt bewusst nicht auf einen High-Pivot-Hinterbau - warum einem Trend folgen, dem man selbst ein knappes Jahrzehnt voraus war. Stattdessen haben die Entwickler von GHOST das Bike um den eigenen Traction Link 3.0-Hinterbau mit virtuellem Drehpunkt designt. Damit generiert es ab Werk 180 mm Federweg am Heck. Gepaart mit 180 mm Federweg an der Front und einen Mullet Wheel-Setup soll es gewappnet sein für die wildesten Querfeldeinfahrten, fette Freeride-Stunts oder tagelanges Bikepark-Geballer. Gleichzeitig verspricht es, agil genug zu sein, um sich wie Tomáš Slavík durch enge Häuserschluchten zu quetschen.
Alle GHOST POACHA-Modelle setzen auf einen Carbonrahmen, der das Gewicht niedrig halten soll - laut Hersteller beträgt das Rahmengewicht 3,8 kg in L. Unser getestetes Topmodell, das GHOST POACHA Full Party, kommt in Größe L auf ein Systemgewicht von 17,6 kg und schlägt mit 8.000 € zu Buche.
Mit seinem spitz zulaufenden und keilförmigen Hauptrahmendreieck erinnert das GHOST POACHA mehr an einen Downhiller als an ein Enduro- oder Trail-Bike - und das kommt nicht von ungefähr. Der Rahmen entspricht nach DIN EN 17406 der höchsten Kategorie 5, nach der er getestet und freigegeben worden ist (bis zu einem zulässigen Gesamtgewicht von 120 kg). Außerdem besitzt er eine Freigabe für Doppelbrückenfedergabeln mit bis zu 200 mm Federweg.
Eine auffällige Besonderheit des Rahmens ist die zusätzliche diagonale Verstrebung zwischen Sattel- und Oberrohr, die gleichzeitig als Lagerpunkt des Traction-Link-Hinterbaus fungiert. Dadurch erkennt man das POACHA bereits aus der Ferne auf den ersten Blick. Ebenfalls neu ist die Dämpferposition: Das Federbein ist tief im Rahmen integriert und verläuft nun horizontal durch das geteilte Sattelrohr. Das soll laut GHOST für einen möglichst tiefen Schwerpunkt sorgen. Auch wenn der Dämpfer etwas kompakter verbaut ist, soll der Rahmen auch mit Stahlfederdämpfern kompatibel sein.
Bei der Zugverlegung wird nichts dem Zufall überlassen. Die Kabel verlaufen durch Kunststoff-Kabelports am Steuerrohr in den Rahmen und sind dort sauber geklemmt, damit kein Klappern aufkommt. Auch der Kettenstrebenschutz ist ausreichend dimensioniert. Unter dem Tretlager ist ein Bashguard verschraubt, um das Unterrohr und das Tretlager vor Steinschlag zu schützen. Ein weiteres nettes Detail sind die Anschraubpunkte für einen Flaschenhalter am Unterrohr und für ein Toolmount auf der Unterseite des Oberrohrs. Die von uns getestete Full-Party-Ausstattungsvariante wird direkt mit einem XLC-Multitool im Gabelschaft bestückt.
Was im Vergleich zu einem modernen Enduro-Bike fehlt, ist ein Staufach im Unterrohr. Wie man von GHOST erfahren kann, hätte eine Öffnung im Unterrohr die Rahmenstabilität eingeschränkt, was sich negativ auf die Kategorie-5-Freigabe ausgewirkt hätte. Doch selbst im Bikepark freuen wir uns über eine sichere Transportmöglichkeit im Rahmen - sei es für eine leichte Regenjacke oder den Autoschlüssel. Zudem hat unser Fahrtest ein erstaunliches Langstreckenpotenzial beim POACHA zutage gebracht, wodurch zusätzlicher Stauraum für einen Müsliriegel durchaus praktisch gewesen wäre.
Lack und Decals: Statt den Freeride-Spirit vergangener Tage mit radikalem und farbenfrohem Design erneut aufleben zu lassen, hat man sich beim POACHA dezent zurückgehalten. Unser Testbike erscheint in einem Glossy Silver. Die weiteren Ausstattungsvarianten kommen in noch unscheinbareren Tönen, nämlich in einem dunklen Mattgrau und einem Kieselgrau. Bei den Decals ziert einmal der GHOST-Schriftzug das Unterrohr und die Bezeichnung „POACHA“ in der Arial-Schrift auf dem Sattelrohr.
Unser Full Party-Testbike lässt aus Performance-Sicht eigentlich keine Ausstattungswünsche offen. Das Fahrwerk besteht aus einer RockShox ZEB Ultimate Charger 3.1-Gabel und einem VIVID-Ultimate Dämpfer. Geschaltet wird per Funk dank SRAM GX Eagle Transmission-Schaltung und gestoppt mittels kraftvoller SRAM MAVEN Silver-Bremsen und 220/200 mm großen Bremsscheiben. Der VIVID-Ultimate-Dämpfer erzeugt 180 mm Federweg am Heck. Auch bei der Reifenwahl unterläuft den Produktmanagern von GHOST kein grober Schnitzer. Abgerundet wird die Ausstattungsliste von einem Truvativ-Descendant-Cockpit und einer höhenverstellbaren TranzX-Dropper.
Für die hochwertige und robuste Ausstattung zahlt man aber nicht nur einen Preis von 8.000 € an der Kasse, sondern auch auf der Waage. Mit 17.6 kg in Größe L ist das GHOST POACHA - trotz Carbonrahmen - ein Schwergewicht.
GHOST POACHA Ausstattungsvarianten
Unterhalb der Full-Party-Modellvariante landet man bei der Pro-Version des GHOST POACHA 2025 für 6.499 €. Auch hier bekommt man ein sehr gut ausgestattetes Bike mit einem FOX Factory-Fahrwerk, bestehend aus einer FOX 38-Gabel und einem X2-Dämpfer.
Den Einstieg in diese neue Modellreihe macht das GHOST POACHA ohne weitere Versionsbezeichnung für 4.999 €. Hier stammen das Fahrwerk und weitere Komponenten wieder von RockShox und SRAM, allerdings wird nicht mehr ganz so hoch ins Regal gegriffen. Eine ZEB Select-Federgabel wird mit einem VIVID Select-Dämpfer kombiniert.
Geometrie und Anpassung
Die Geometrie des GHOST POACHA 2025 fällt zeitgemäß modern aus und lässt sich über Steuersatzschalen und Flip-Chips feinabstimmen. Das Freeride-MTB ist in vier Größen erhältlich: S, M, L und XL. In den Größen S und M fallen die Kettenstreben mit 439 mm etwas kürzer aus als in L und XL mit 444 mm. Mit 490 mm liegt der Reach in Größe L bereits auf der längeren Seite - in der Flip-Chip-Position „High“ sogar bei 496 mm.
Zur weiteren Geometrieanpassung dienen Flip-Chips an der Dämpferwippe. Damit wandert das Tretlager um 7 mm entweder nach unten oder oben, der Sitzwinkel verändert sich um ein Grad und der Lenkwinkel um einen halben Grad. Im Vergleich zu anderen Flip-Chip-Systemen ist der Aufwand hier etwas höher, da die Flip-Chips an beiden Seiten der hinteren Dämpferwippenlager angebracht sind - somit muss man insgesamt vier Chips drehen. Da man diese Einstellung für gewöhnlich nicht vor jeder Fahrt ändert, lässt sich der Mehraufwand verschmerzen.
Fahrverhalten und Performance
Schon beim ersten Aufsitzen wurden wir überrascht: Trotz langem Reach nimmt man auf dem GHOST POACHA in einer zentral ausbalancierten und kompakten Sitzposition Platz. Dank des steilen Sitzwinkels wandert der Schwerpunkt auch bei hohem Sattelauszug nicht zu weit über das Hinterrad. Zudem setzt der Hinterbau Pedalierbewegungen antriebsneutral um und das GHOST POACHA tritt sich für ein großkalibriges Freeride-Bike überraschend effizient.
Die gute Balance macht sich dann auch in der Abfahrt bemerkbar: Man fühlt sich schnell wohl und gewöhnt sich leicht an das Handling. Die Front gehört nicht zu den direktesten, und Lenkimpulse werden eher zurückhaltend umgesetzt. Dafür kommt aber auch nicht so schnell Nervosität unter dem Vorderrad auf. Seine Linie trifft man aber natürlich trotzdem. In der hohen Flip-Chip-Position vermittelt das straffe Heck viel Feedback vom Untergrund.
Am wohlsten fühlt sich das GHOST POACHA auf Jumplines und rauen Bikepark-Pisten. Auch Freeride-Fahranfänger kommen auf ihre Kosten - nicht nur, weil Ausstattung und Preis stimmen, sondern weil sich das POACHA sicher und gutmütig handeln lässt. Ein kleines bisschen Sprungerfahrung oder zumindest Sprungbegeisterung sollte man jedoch mitbringen.
Doch auch für lange Enduro-Touren lässt sich das POACHA hernehmen, und wir würden nicht davor zurückschrecken, den Uphill aus eigener Kraft zu erklimmen. Die Dropper Post und die große Kassette sind ja nicht umsonst am Bike.
Das Design stimmt, die Ausstattung stimmt, und der Fahrspaß stimmt - so läutet man eine neue Ära ein.
GHOST POACHA Full Party - Technische Daten
| Spezifikation | Details |
|---|---|
| Gabel | RockShox ZEB Ultimate 180 mm |
| Dämpfer | RockShox Vivid Ultimate 180 mm |
| Sattelstütze | TranzX Rad+ 200 mm |
| Bremsen | SRAM Maven Silver 220/200 mm |
| Antrieb | SRAM GX Eagle AXS Transmission 1x12 |
| Vorbau | Truvativ Descendant 40 mm |
| Lenker | Truvativ Descendant Riser DH 790 mm |
| Laufradsatz | DT Swiss FR1500 29"/27,5" |
| Reifen | Continental Kryptotal FR, SuperSoft, Enduro/Continental Kryptotal RE, Soft, DH 2,4"/2,4" |
| Gewicht | 17,6 kg |
| Zul. Gesamtgewicht | 120 kg |
E-Bikes von Ghost im Test
Ghost E-Teru B Pro: Ein erstklassiger Allrounder
Mit der hervorragenden Reichweite, dem auffällig guten Motor und den sehr guten Schaltungskomponenten ist das E-Teru B Pro unterm Strich ein erstklassiger Allrounder für lange Touren auf befestigten Wegen und sanften Trails. Mit den mittelklassigen Bremsen hat das E-Teru B Pro aber auch eine wunde Stelle.
Ghost Hybride Kato FS
Ghost stellt mit dem Hybride Kato FS eine neue Fully E-Bike-Linie vor. Die Basis bildet ein aus Aluminium gefertigter Rahmen mit Viergelenks-Hinterradfederung. Die Federungsfunktion ist unabhängig von den Bremseinflüssen, außerdem zählt eine hohe Antriebsneutralität zu den Vorteilen des Systems. Jeweils 140 Millimeter Federweg stehen an Front und Heck zur Verfügung.
Eine Fox 34 Float Gabel mit der dreistufigen Gripp-Dämpfungskartusche und ein Fox Float DPS Federbein, jeweils in der Performance-Ausführung, die an den schwarzen Standrohren erkennbar ist, übernehmen die Dämpfung. Die Geometrie entspricht dem modernen Standard und ist sportiv gewählt. Ein flacher Lenkwinkel von 66 Grad, ein längerer Hauptrahmen und kurze Kettenstreben mit 455 Millimetern sind die Eckdaten.
Die Felgen kommen im 27,5-Zöller-Format und einer wuchtigen Maulweite von 40 Millimetern, auf denen 2,8 Zoll breite Schwalbe Nobby Nics montiert sind. Auf dem Unterrohr sitzt der 504-Wattstunden-Akku, der zum einen den neuen Shimano Steps E8000 Mittelmotor und zum anderen die Shimano XT Di2 mit Energie versorgt.
Sämtliche Informationen über Motor und Schaltung werden über das kleine, gut ablesbare Display angezeigt. Der Akku hält sich etwas Restenergie zurück, um notfalls noch die Di2 Schaltung versorgen zu können.
Ghost E-ASX ABS EQ
Ghosts neues E-SUV sucht sportliche Herausforderungen ebenso wie tägliches Allerlei. Damit die Kombination beim Konzept der Oberpfälzer gelingt, haben die Ghost-Produktentwickler clever kombiniert. Vorneweg ermöglicht das Ausstattungspaket für den Alltag mit Spritzschützern, Lichtanlage und Gepäckträger das tägliche Doing optimal zu erledigen.
Der Mullet Laufradsatz mit 27,5“ hinten und 29“ vorne dürfte für ein ausgewogenes Fahrverhalten von Spurstabilität und Wendigkeit stehen. Auch an Federweg bietet das E-ASX viel für den Geländegang: 150 mm vorne und 140 hinten; das passt. Alu-Rahmen und Bosch-Antrieb sind eine grundsolide und bewährte Basis, zusätzlich verbaut Ghost im SUV Boschs Antiblockiersystem.
Die Sitzhaltung ist leicht gestreckt und lädt zum Tempomachen ein. Der breite Lenker liegt gut in der Hand und hat vom Start weg die souveräne Fahrkontrolle zu verantworten. Die Schaltvorgänge: ein Vergnügen, da Shimanos XT flink-präzise durch zwölf Gänge wechselt und mit einer 510-Prozent-Bandbreite zum Klettern einlädt. Bergab punktet das Ghost neben hoher Traktion und Fahrkomfort mit Top-Sicherheitsfeatures wie präziser Bremsanlage und Bosch-ABS, das Verbremser zuverlässig korrigiert.
Knapp über 29 kg wiegend begeistert die durchweg agile Fahrdynamik dank niedrigem Bike-Schwerpunkt vor allem auf technischen Abfahrten. Ghosts E-ASX ABS EQ überzeugt als sehr sportiv ausgerichtetes SUV mit starkem Antrieb und höchster Sicherheitsstufe.
Positiv: Kräftiger Antrieb, Federweg, ABS, Schaltperformance.
Ghost E-Riot
Das neue GHOST E-RIOT besticht durch einen sportlichen, eleganten Look und wird vom Hersteller als „Bike für das Extreme“ bezeichnet.
Das GHOST E-RIOT 2025, die dritte Generation des E-MTBs, bleibt optisch dem Vorgänger treu, wirkt jedoch moderner und sportlicher. Es rollt auf 29”/27,5”-Laufrädern und bietet mit 10 mm mehr Federweg an der Front nun 170 mm vorne und 160 mm hinten. Die vom Vorgänger bekannte TractionLink-Kinematik besteht aus einem einteiligen Hinterbau, der über zwei kurze Links mit dem Hauptrahmen verbunden ist.
Das GHOST E-RIOT 2025 präsentiert sich nicht nur äußerlich sichtbar überarbeitet mit seinen flachen, optisch schnellen Linien. Es stecken auch viele Neuerungen in den Details, die deutlich eleganter und sportlicher als beim Vorgänger wirken. Die intern verlegten Kabel verlaufen hinter dem Steuersatz sauber geklemmt durch den Rahmen, was störendes Klappern verhindert. Allerdings gab es im Test Probleme mit der Akkuabdeckung, deren Pins unten abgebrochen sind, wodurch die Abdeckung nicht mehr richtig gehalten hat.
Gesteuert wird das Bike über die kabellose Mini Remote am Lenker. Da die Steuereinheit, der Bosch System Controller, unterhalb des Oberrohrs angebracht ist, konnte GHOST das Kiox 300-Display oben in das Oberrohr einlassen.
Das GHOST E-RIOT 2025 ist mit der RockShox ZEB Ultimate-Federgabel und dem RockShox Vivid Ultimate-Luftdämpfer ausgestattet, die wie gewohnt für erstklassige Trail-Performance und hohe Einstellbarkeit sorgen. Um den Rahmen bei einem Sturz zu schützen, ist ein Knock Block verbaut, der den Lenkeinschlag begrenzt. Die GHOST Alpha 1-Dropperpost bietet mit 200 mm Hub viel Bewegungsfreiheit und sorgt in Kombination mit der Kind Shock-Remote für eine gute Ergonomie.
Die elektronische SRAM GX Eagle Transmission-Schaltung, direkt am Rahmen montiert, ermöglicht präzise Schaltvorgänge, auch unter Last. Die SRAM MAVEN Ultimate-Bremsen mit 220-mm-Scheiben vorne und hinten versprechen brachiale Bremskraft - ideal für das abfahrtsorientierte Bike. Passend dazu gesellen sich die Continental-Reifen: An der Front ist der Kryptotal Fr mit Enduro-Karkasse und SuperSoft-Gummimischung aufgezogen, während am Heck der Kryptotal Re mit Downhill-Karkasse und Soft-Gummimischung montiert ist.
Das Einstiegsmodell Advanced für 6.999 € ist mit einer SRAM NX-Schaltung, einem RockShox-Fahrwerk auf Einstiegsniveau und SRAM DB8-Bremsen ausgestattet. Diese Variante richtet sich an Fahrer, die ein solides Setup zu einem attraktiven Preis suchen.
Die Pro-Variante für 8.000 € bietet ein deutliches Upgrade mit einer Shimano XT-Schaltung, DEORE-Bremsen und einem FOX Performance-Fahrwerk. Für 9.000 € liefert das Full Party-Modell ein Feuerwerk an Komponenten mit dem FOX Factory-Fahrwerk, den SRAM MAVEN Silver-Bremsen und dem neuen SRAM S1000 Transmission-Schaltwerk - unser klarer Preis-Leistungs-Tipp!
Das GHOST E-RIOT 2025 ist in vier Größen erhältlich: S, M, L und XL. In Größe L bietet es mit einem Reach von 490 mm eine für ein modernes E-MTB eher lange Geometrie.
Startet man mit dem GHOST E-RIOT seine Tour, fühlt man sich sofort wohl und nimmt eine zentrale Sitzposition ein, die eine effiziente Kraftübertragung ermöglicht. Die Sitzposition ist weder zu sportlich noch zu frontlastig, und selbst bei maximaler Motorunterstützung im Turbo-Modus bleibt das Vorderrad ruhig auf dem Boden - ohne die Gefahr, unfreiwillig einen Wheelie zu machen. Auch bergab macht der Motor keinen Mucks - Klappern oder ähnliche störende Geräusche gibt es hier nicht, top!
Mit seinem hohen Gewicht und dem üppigen Federweg fühlt sich das GHOST E-RIOT an wie ein Rallye-Auto: Es schluckt Unebenheiten und Hindernisse problemlos weg, während ihr schön zentral zwischen den Reifen bleibt. Das gibt mächtig Selbstvertrauen und verleitet dazu, neue Geschwindigkeitsrekorde aufzustellen. In engen Kurven oder auf verwinkelten Trails zeigt sich allerdings die Kehrseite: Das Bike wirkt etwas behäbig und erfordert Nachdruck, um es durch enge Anlieger zu manövrieren. Es ist jedoch nicht sperrig und lässt sich auch hier problemlos handeln - das starke Fahrwerk trägt seinen Teil dazu bei.
Es bietet guten Gegenhalt, sodass man mit dem Bike arbeiten, durch Wellen pushen und an Kanten abziehen kann. Gleichzeitig ist es sensibel genug, um gute Traktion am Heck zu generieren, und bietet auch bei harten Einschlägen noch genügend Reserven. Das kleinere Hinterrad sorgt für zusätzliche Agilität, insbesondere wenn man sich in Kurven legt - hier kann man das Heck schön hineindrücken.
Wer ein schickes Bike sucht und mit viel Selbstvertrauen die Trails runter moshen möchte, ohne dabei auf das letzte Quäntchen Agilität angewiesen zu sein, liegt mit dem GHOST E-RIOT 2025 genau richtig.
Das GHOST E-RIOT 2025 hält sein Versprechen als robustes E-MTB für anspruchsvolle Trails. Mit starker Ausstattung, durchdachten Details und modernem Look bietet es viel Selbstvertrauen auf groben Strecken, ohne dabei zu träge zu sein. Das solide Fahrwerk sorgt für guten Gegenhalt und Kontrolle, auch wenn es nicht das agilste Bike ist.
Urban Bikes von Ghost
Ghost Urban Asket
Das Ghost Urban Asket soll eine echte Gravelgeometrie besitzen, und selbst dafür ist die Position auf dem Rad noch sportlich. Die Vorlage im Oberkörper ist gar nicht extrem, aber der komplette Fahrer ist in Fahrtrichtung verschoben, man sitzt ziemlich direkt überm Tretlager und mit der Nase weit überm Lenker. Das Körpergewicht verteilt sich so recht ausgewogen auf beide Räder, ohne dass die Stützkraft am Lenker zu groß wird. Folge: Das Rad reagiert so direkt und schnell auf Lenkbefehle, ein echter Flitzer. Dabei hilft auch die gerade, aber nicht zu steile Carbongabel, die auch das Gewicht des Alurahmens und vor allem des Vierkant-Innenlagers ausgleicht, nicht mehr ganz up to date!
Foto: Horst FadelStabile Rohre: Alu ist verzeihlicher bei "Feindkontakten" als Carbon, das Asket-Oberrohr hat oben und unten Gewinde für Equipment.
Ghost Urban Asket: Ein reines Citybike?
Zwischen den futuristischen Carbonrennern könnte man meinen, das Rad wäre rückständig. Aber das weniger spröde Material hat auch große Vorteile, gerade beim Gebrauch in der Stadt oder als Packesel, kleine Umfaller oder Stürze kann das Metall besser ab, im Schnitt sitzen auch die Gewinde für Taschen, Träger, Flaschen und Schutzbleche etwas besser, als wenn sie nur eingeklebt sind. Davon hat das Urban Asket jede Menge, man könnte das Rad komplett vollladen, ohne einen Klettverschluss oder Spanngurt zu nutzen. Achtung: Bei 120 Kilo gesamt ist Schluss!
Mit noch mehr Masse wären dann auch die Deore-Bremsen überfordert, die mechanische Variante überraschte mit durchaus gutem Druckpunkt und akzeptabler Bedienkraft, aber gerade bei hohem Tempo und viel Systemgewicht wäre eine hydraulische schon besser! Und wie man an den modernen Steckachsen sieht, das Rad bzw. der Rahmen ist ja kein alter Hut.
Den Modellnamen haben wir nicht ganz verstanden, denn das superwendige Ghost Urban Asket ist zwar für den Slalom in der Stadt hervorragend vorbereitet, aber mit der 2-fach-Kurbel, dem steifen Rahmen und den vielen Fixpunkten fühlt es sich auch über Land sehr wohl. Ganz besonders die etwas weniger beweglichen Herren werden die Hüftposition überm Tretlager lieben, auch leidenschaftliche Jogger finden das im Allgemeinen gut. Apropos Geläuf: Da mag das vorlastige Asket eher den Asphalt als losen Schotter.
Die recht dicken Reifen schlucken zwar Unebenheiten je nach Luftdruck gut bis sehr gut, der Grenzbereich am Vorderrad ist wegen der Balance aber klein. Mit Stollenreifen ginge das, das würde aber nicht zum Rad passen, genauso wie schwere Taschen oder ein Anhänger - zu viel Gewicht!
Fazit zum Ghost Urban Asket im MYBIKE-Test: Auch wenn uns, wie bei fast allen Rädern, der Lenker zu breit war, hat es extrem viel Spaß gemacht, mit dem superwendigen Ghost durch die Stadt zu fegen, trotz langem Radstand, und dabei die teils einfachen Komponenten zu vergessen. Das Modell ist super für kurze und mittellange Ausfahrten und leichtes Gepäck, trotzdem bieten Mitbewerber schon mehr oder neuere Technik für weniger Geld. Wer kein Technikfreak ist, macht aber hier definitiv nichts falsch.
Kinderfahrräder von Ghost
Ghost POWERKID 12
Das POWERKID 12 ist ein Klassiker unter den Kinderrädern. Mit dem POWERKID 12 lässt sich nicht nur perfekt das Radfahren erlernen, sondern auch bereits in leichtes Gelände abbiegen. Die Anbauteile und die Verarbeitung des Bikes hinterlassen einen wertigen Eindruck.
Gewicht & Ausstattung
Leichte Bikes bereiten Kindern einfach mehr Fahrspaß. Mit 7,9 kg zählt das POWERKID 12 zu den schwereren Bikes auf dem Markt. Reifen haben extrem viel Einfluss auf das Fahrverhalten eines Bikes. Die Vee Tire Reifen fallen mit 2 Zoll breit aus. Schmälere Reifen sind zwar leichter, breitere Reifen vermitteln in der Regel aber ein sichereres Fahrgefühl. Im Gelände und auf der Straße. Bei Kinderfahrräder müssen sich die Bremsen mit wenig Handkraft bedienen lassen. Ghost versucht dieses Problem mit einer Kombilösung geschickt zu umgehen. Für Kinder ist die Kombination aus Rücktrittbremse und Felgenbremse meist koordinativ nicht zu bewältigen. In der Regel wird dann nur die Rücktrittbremse betätigt. Gerade wenn Kinder erst mit dem Biken beginnen, macht es Sinn auf eine Gangschaltung zu verzichten. So können sich Kinder auf das wirklich Wesentliche, das Fahren, konzentrieren.
Größeneinschätzung & Ergonomie
Die Erfahrung hat gezeigt, dass Kinder mit kürzeren Kurbeln ergonomischer in die Pedale treten können. Mit 89 mm fallen die Kurbeln am POWERKID 12 aber relativ lang aus. Ghost gibt keine exakte Größenempfehlung für dieses Bike. Pauschal würden wir das Bike aufgrund seiner Geometrie für Kinder zwischen 95 und 108 cm empfehlen.
Testergebnisse im Überblick
Getestet wurden 12 Fahrräder mit 20-Zoll-Laufrädern, geeignet für Kinder im Grundschulalter - alle mit verkehrssicherer Ausstattung. Nur drei Modelle konnten die Warentester rundum überzeugen, darunter auch das günstigste - ein Rad von Decathlon.
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