Mag in Deutschland auch keine Helmpflicht beim Radfahren bestehen, lohnt sich bei jeder Fahrt der Schutz des Kopfes durch einen passenden Fahrradhelm. Damit ihr im Ernstfall richtig geschützt seid und der Helm dort sitzt, wo er soll, haben wir in einer kurzen Anleitung die wichtigsten Schritte zur Einstellung zusammengefasst.
1. Die richtige Größe ermitteln
Um die passende Größe eines Fahrradhelms für dich zu ermitteln, benötigst du deinen Kopfumfang. Um diesen zu messen, nimmst du entweder ein Maßband oder eine Schnur in Kombination mit einem Zollstock. Lege das Maßband bzw. die Schnur um deinen Kopf.
Beginne das Ausmessen über einem deiner Ohren und wandere von dort mit dem Band über deine Stirn, das andere Ohr und den Hinterkopf bis hin zum ersten Ohr. Am Hinterkopf sollte dein Maßband knapp über den Schädelknochen verlaufen, auf der Stirn etwa zwei Fingerbreit über den Augenbrauen. Wenn du das Band einmal um deinen Kopf gelegt hast, markierst du mit einem Finger oder einem Stift, wo es sich überlappt. Dabei kann es hilfreich sein, sich vor einen Spiegel zu stellen. Du kannst dir aber auch von einer anderen Person helfen lassen. Im Anschluss liest du den Messwert einfach ab, oder legst die Schnur an den Zollstock an.
Wenn du dir bei uns einen Helm ausgesucht hast, der sowohl optisch als auch funktional deine Ansprüche erfüllt, kannst du nun mit deinem Kopfumfang die passende Größe auswählen. Helmgrößen werden in den meisten Fällen in Bereichen angegeben, also zum Beispiel von 52 bis 58 Zentimetern.
S, M oder L? Fahrradhelm-Größentabellen von den Herstellern
Die Hersteller von Fahrradhelmen nutzen zur Angabe der Helm-Größe ein Buchstabensystem meist von XS bis XL wie auch bei Modeherstellern. Jede dieser Größen liegt in einem bestimmten Zentimeter-Bereich, der sich auf deinen Kopfumfang bezieht. Jedoch sind die Größen der Hersteller nicht genormt und unterscheiden sich je nach Marke und Modell. Hinzu kommt, dass viele dieser Helme mit einem Größenverstellsystem ausgestattet sind, das dir ermöglicht deinen Helm nochmal individuell an deinen Kopf anzupassen. Bei uns findest du die genauen Zentimeter-Bereich, für die sich die Größe eine Helm-Modells eignet, direkt auf den Produktseiten.
Nichtdestotrotz kannst du dich an den folgenden Richtwerten orientieren:
| Fahrradhelm-Größe | Kopfumfang |
|---|---|
| Größe XS: | 46 bis 51 cm |
| Größe S: | 51 bis 55 cm |
| Größe M: | 52 bis 57 cm |
| Größe L: | 56 bis 62 cm |
| Größe XL: | 61 bis 65 cm |
Was mache ich, wenn mein Kopfumfang zwischen zwei Helmgrößen liegt?
Manchmal passiert es, dass du bei der Auswahl des passenden Helms vor dem Problem stehst, dass dein Kopfumfang genau zwischen zwei Helmgrößen liegt. In diesem Fall solltest du dich auf jeden Fall für die größere Helmgröße entscheiden. Dies vermeidet Druckstellen und verbessert damit den Tragekomfort. Außerdem kannst du bei kühlen Temperaturen noch eine Mütze unter den Helm ziehen.
Wie finde ich für einen Kinderhelm die passende Größe?
Um den richtigen Fahrradhelm für dein Kind zu auszuwählen, benötigst du ebenfalls den Kopfumfang deines Sprösslings. Du misst ihn genauso wie bei dir, indem du ein Maßband oder eine Schnur um den Kopf legst. Auch hier solltest du das Maßband bei der Messung ein kleines Stück über den Augenbrauen sowie den Schädelknochen ansetzen. Kinder-Fahrradhelme sind erheblich kleiner als solche für Erwachsene. Je nach Alter und Haarpracht können dabei Größen ab 40 Zentimeter Kopfumfang herauskommen. Du solltest in jedem Fall eine passende Größe auswählen und auf keinen Fall eine Nummer größer zum „Hineinwachsen“. Ein Fahrradhelm für Kinder schützt nur, wenn er wirklich passt.
Wie finde ich die passende Helmgröße bei einem Fullface-Helm?
Die richtige Größe für einen Downhill- & Fullface-Helm auszuwählen ist etwas schwieriger, als für einen offenen Fahrradhelm. Grundsätzlich ist bei Fullface-Helmen auch der Kopfumfang der entscheidende Faktor bei der Größenauswahl. Hinzu kommen allerdings noch Aspekte wie deine Kopfform und die Dicke der Polsterung. Diese Eigenschaften lassen sich nicht immer anpassen.
2. So sitzt der Helm richtig
Die Unterkante des Helms sollte etwa zwei Zentimeter oberhalb der Augenbrauen sitzen. Helm waagerecht aufsetzen, nicht zu weit in den Nacken oder in die Stirn schieben.
Der Helm muss zum Kopfumfang passen. Den misst man am besten mit dem Maßband: zwei Finger breit über der Augenbraue und oberhalb der Ohren einmal um den gesamten Kopf herum. Alternativ geht auch eine Schnur - anschließend mit dem Lineal messen.
3. Weiteneinstellung
Mit dem Drehrädchen am Hinterkopf lässt sich nun der Helm passgenau einstellen. Je feiner die Rasterung, desto besser der Sitz. Bewegt man den Kopf, sollte der Helm schon jetzt nicht vom Kopf fallen, auch wenn das Gurtband noch nicht geschlossen ist.
Je nach Helm kannst du dazu das Verstellsystem des Kopfrings, das Gurtband und den Kinnverschluss einstellen. Mit dem Verstellsystem am Kopfring passt du die Größe spezifisch an deinen Kopf an. Öffne zuerst den Kopfring soweit es geht. Drehe dazu die Einstellschraube, welche sich meistens am Hinterkopf befindet, ganz nach links. Setze den Helm dann auf deinen Kopf und drehe den Drehverschluss langsam wieder zu. Ideal eingestellt ist er, wenn du einen ganz leichten Druck an den Kontaktstellen spürst. Der Helm sollte dann kaum noch Bewegungsspielraum haben, wenn du den Kopf schüttelst. Im Prinzip sollte er nicht zu locker und nicht zu fest sein. Wenn du Kopfschmerzen bekommst, ist das ein eindeutiges Zeichen dafür, dass der Helm zu eng sitzt. Rutscht er dir beim Fahren ins Gesicht, ist er zu locker.
4. Höheneinstellung
Die Nackenstütze lässt sich bei fast allen Helmen in der Höhe verstellen. Je weiter unten, desto besser ist meist der Sitz des Helms. Zu weit unten kann die Stütze in den Nacken drücken - einfach mal verschiedene Positionen ausprobieren.
5. Y-Verteiler
Die Gurtbänder sollten locker, etwa ein bis zwei Zentimeter um das Ohr herum laufen, das verbessert den Sitz. Bei manchen Helmen ist diese Position fix. Unbedingt beim Kauf anprobieren. Sitzen die Y-Teiler zu weit unten, kann der Helm vom Kopf rutschen.
6. Gurtlänge einstellen
Das Gurtband solltest du ebenfalls nach dem Prinzip nicht zu locker und nicht zu fest einstellen. Ein wenig Platz zwischen deinen Wangen und dem Gurtband sollte sein. Bei manchen Fahrradhelmen kannst du auch die Gurte um den Bereich der Ohren einstellen. Die Gurte sollten weiträumig um die Ohren verlaufen und weder das Ohrläppchen noch die Ohrmuschel berühren. Die Einstellung des Gurtbandes am Fahrradhelm geht einher mit dem Einstellen des Kinnverschlusses. Nachdem du den Kinnverschluss geschlossen hast, sollte noch ungefähr ein bis zwei Finger zwischen dein Kinn und dem Verschluss passen.
Das Gurtband sollte so eng wie möglich unter dem Kinn liegen, ohne natürlich einzuengen. Zwei Finger breit Platz sollte in der Regel ausreichen. Sitzt das Gurtband zu locker, kann der Helm bei einem Sturz in den Nacken rutschen.
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