Fahrradhelme für Mädchen (7 Jahre): Sicherheit und Stil

Fahrradhelme schützen Kinderköpfe bei Stürzen und sorgen dafür, dass es bei Stürzen nur bei ein paar Blessuren bleibt. Eins ist jedoch zu beachten: die Sicherheit geht immer vor. Schon von klein auf sollten Kinder an einen Fahrradhelm gewöhnt werden, um schwere Verletzungen bei einem Sturz oder einem Aufprall zu vermeiden.

Warum ein Fahrradhelm für Mädchen wichtig ist

Der Kopf gehört zum empfindlichsten Körperteil bei Kindern und besitzt daher auch ein besonders großes Schutzbedürfnis. Die meisten Fahrradhelme für Mädchen bestehen aus einer festen Kunststoffschale, die einen Kern aus Hartschaum aufweist. Wichtig hierbei ist, dass der Schaum fest mit der äußeren Schale verschweißt ist und nicht nur verklebt.

Arten von Helmschalen

Es gibt allerdings auch noch verschiedene Konstruktionsarten der Helmschale:

  • Softshell-Helme: Weichschalenhelme bestehen lediglich aus einer Schicht aus Hartschaumstoff. Das macht sie besonders leicht. Trotzdem raten wir vom Kauf eines Softshell-Helms ab, da einfach nicht genügend Schutz gewährleistet werden kann.
  • Hardshell-Helme: Bei dieser Helm-Art hat die Schaumstoffschicht noch einen Überzug aus hartem Kunststoff. Das macht sie robuster, aber auch schwerer als Weichschalenhelme.
  • Mikroschalen-Helme: Die am meisten verwendete Helm-Variante sind Mikroschalen-Helme. Auch hier ist der Schaumstoffkern mit einer Kunststoffschicht überzogen. Am besten ist es, wenn die beiden Schichten mittels In-Mold-Verfahren miteinander verschweißt sind.

Worauf Sie beim Kauf achten sollten

Auf die folgenden Punkte sollten Sie beim Kauf eines Kinderfahrradhelms achten.

Größe und Verstellbarkeit

Die Größe des Helmes ist eines der wichtigsten Kriterien beim Kauf. Sie ist entscheidend für Sicherheit und Tragekomfort. Stellen Sie sicher, dass der Helm Ihrem Kind gut passt. Dafür sollten Sie vorher den Kopfumfang ausmessen. Bedenken Sie außerdem, dass der Kopf Ihres Kindes noch wächst. Ein verstellbarer Helm kann also länger verwendet werden.

Design

Auch wenn ein Helm hauptsächlich schützen soll, spielt das Design eine wichtigere Rolle, als man denkt. Beziehen Sie Ihr Kind deshalb in den Auswahlprozess mit ein. Die meisten Helme gibt es in mehreren Farben und Designs.

Gewicht

Wenn das Kind den Helm über längere Zeit tragen soll und damit lange Strecken zurücklegt, sollte der Helm nicht zu viel wiegen. Schon deshalb empfehlen sich Mikroschalenhelme. Ein leicht ertragbares Gewicht sind etwa bis zu 300 Gramm.

Belüftung mit Insektenschutz

Der Helm sollte auf jeden Fall über ein gute Belüftungssystem verfügen, um unangenehmes Schwitzen zu vermeiden. Außerdem brauchen die Lüftungsschlitze einen Insektenschutz in Form eines feinmaschigen Netzes, damit beim Fahren keine kleinen Tierchen unter den Helm gelangen.

Zustand

Kaufen Sie nur Helme im Neuzustand. Gebrauchte Helme können auch unsichtbar im Inneren beschädigt sein und nicht mehr genug schützen. Deshalb sollten Sie auch nach einem Unfall den Helm Ihres Kindes auf jeden Fall austauschen, auch wenn keine Schäden sichtbar sind.

Prüfsiegel

Fahrradhelme müssen ganz bestimmten Sicherheitsstandard entsprechen, um verkehrstauglich zu sein. Dafür brauchen Sie eine Überprüfung vom TÜV, sowie ein CE und GS (Geprüfte Sicherheit) Prüfzeichen. Außerdem sollte ein Hinweis auf die EU-Norm EN 1078 (Fahrradhelme) bzw. EN 1080 (Stoßschutzhelme für Kleinkinder) vorhanden sein.

Die richtige Größe finden

Dass der Helm richtig sitzt und bei einem Unfall nicht herunterfällt, ist das A und O der Sicherheitsvorkehrungen für Ihre Kinder beim Radfahren. Zunächst sollten Sie einen Helm in der passenden Größe kaufen. Dabei sind Bezeichnungen wie XS, S oder M nicht immer einheitlich. Achten Sie deshalb auf den angegebenen Umfang in Zentimetern.

Um den Kopfumfang Ihres Kindes zu ermitteln, können Sie ein Maßband verwenden. Setzen sie dieses an der Stirn etwa 1 Zentimeter über den Augenbrauen an und messen Sie den Umfang über den Hinterkopf. Eine reine Bestimmung nach Alter sollten Sie nicht vornehmen, da der Kopfumfang variiert.

Für eine ungefähre Orientierung können Sie trotzdem folgende Angaben verwenden:

  • 0-3 Jahre: 44 bis 52 Zentimeter
  • 2-7 Jahre: 46 bis 57 Zentimeter
  • 5-12 Jahre: 52 bis 60 Zentimeter
  • 12 Jahre oder älter: 52 bis 65 Zentimeter

Feineinstellung und Kinnriemen

Bei den meisten Helmen befindet sich hinten ein Rädchen, um die Größe genauer einzustellen. Setzen Sie Ihrem Kind den Helm auf und drehen Sie an dem Rad, bis der Helm fest sitzt. Drehen Sie aber nicht zu stark, sonst wird das Tragen des Helms schnell unangenehm.

Der Haltegurt sorgt dafür, dass der Helm an Ort und Stelle hält. Dabei sollte er nicht zu fest und nicht zu locker sitzen. Verstellen können Sie ihn am Verschlusssystem.

Reinigung und Zustand

Reinigen Sie den Helm regelmäßig, um eventuelle Beschädigungen besser zu erkennen. Außerdem sollten auch die Polster regelmäßig gewaschen werden. Dafür ist gut, wenn sie herausnehmbar sind. Falls Sie dabei etwas finden, muss der Helm ausgetauscht werden.

Beliebte Modelle und Hersteller

Nachdem du bereits alle wichtigen Merkmale kennengelernt hast, wollen wir dir die wichtigsten Punkte in dieser Tabelle noch einmal zusammentragen. Neben diesen drei bekannten Firmen gibt es noch andere Hersteller auf dem Markt mit ähnlichen Modellen.

Jedes Jahr kommen neue Kollektionen und Produkte mit formschönen und bunten Designs auf den Markt.

Bekannte Modelle

  • ABUS Helm Youn-I 2.0: Der ABUS Helm Youn-I 2.0 taugt als Schutzhelm nicht nur fürs Fahrradfahren, sondern auch zum Skateboarding oder Inlinern. Er bietet 26 Farbvarianten, eine eigene Beleuchtung am Helm und kommt in zwei Größen: S (48-54 cm) und M (52-57 cm). In Größe S wiegt der Helm 240 Gramm.
  • Alpina Pico Flash: Der Alpina Pico Flash eignet sich für Kopfumfänge von 50-55 Zentimeter, misst 26 x 22,5 x 19 cm und wiegt 244 Gramm. Der Fahrradhelm ist in sieben Farbvarianten erhältlich.
  • Casco Kinder Mini 2 Lucky 7 Fahrradhelm: Der Casco Kinder Mini 2 Lucky 7 Fahrradhelm ist in der Größe S für 52-56 cm Kopfumfang laut Hersteller 360 Gramm schwer, in XS (46-52 cm Kopfumfang) gibt es ihn auch. Das Steckschloss am Riemen sorgt für schnelles und einfaches Öffnen und Schließen.

Beispiele für Modelle bekannter Hersteller

  • Gen3-Skatehelm von Nutcase: Der Helm besteht aus einer sehr langlebigen Hartschale und einer EPS-Innenschale. Die Luftkanäle sorgen für eine gute Zirkulation, selbst bei hohen Temperaturen. Außerdem besitzt das Modell einen weichen und hautfreundlichen Kinnriemen mit Textil. Der Magnetverschluss ist eher an die Seite verlagert und lässt sich leicht öffnen.
  • UVEX-Kid-3-Mädchenhelm: Die Polster im Innenbereich bieten einen angenehmen Tragekomfort und sich einfach zu entnehmen und zu waschen. Durch die Spezialveredelung wirken sie antibakteriell. Vor allem älteren Mädchen gefällt das helle Design mit der dezenten Farbgebung.
  • Anuky-Kinderhelm von Abus: Er ist nach In-Mold-Technologie gefertigt und bietet eine feste Außenschale mit verschweißtem Hartschaum innen. An der Rückseite befindest sich ein LED-Licht am Verstellrad für mehr Sichtbarkeit im Dunkeln.

Testergebnisse und Empfehlungen

Wir vergleichen die Ergebnisse von Stiftung Warentest, ÖKO-TEST, ADAC, TÜV, OEKO-TEX sowie weiteren Institutionen und listen die jeweiligen Testsieger in einer kompakten Tabelle, um euch einen optimalen Überblick zu verschaffen.

Die Stiftung Warentest hat mit dem ADAC im Jahr 2022 insgesamt 18 Kinderfahrradhelme geprüft und die Testergebnisse im April 2022 veröffentlicht. Fokus lag auf Unfallschutz (50% Gewichtung), Handhabung (40% Gewichtung) und auch Schadstoffprüfungen.

Testergebnisse von Stiftung Warentest

Hier eine Übersicht einiger Testergebnisse von Stiftung Warentest:

Modell Fahrradhelm Größe Testergebnisse
Abus Youn-I 2.0 2 Größen (48 - 57 cm) Testsieger Fahrradhelm für Kinder (Gesamtnote 2,2) bei Stiftung Warentest 2022
Alpina Pico Flash 50 - 55 cm „gut“ (Gesamtnote 2,4) bei Stiftung Warentest 2022
Casco Mini 2 46 - 52 cm „gut“ (Gesamtnote 2,4) bei Stiftung Warentest 2022
Lidl Crivit Kinder Fahrradhelm 2 Größen (46 - 54 cm) „gut“ (Gesamtnote 2,4) bei Stiftung Warentest 2022

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