Viele Kinder empfinden Fahrradhelme längst nicht mehr als lästige Pflicht, sondern tragen sie mit Begeisterung - und oft auch Stolz. Wenn Kinder aufs Fahrrad steigen, sollten sie stets einen Helm tragen, um bei einem Sturz oder Unfall geschützt zu sein.
Sicherheit geht vor: Warum ein Fahrradhelm wichtig ist
Sollte es doch einmal zu einem Sturz kommen, dann wirken unglaublich große Kräfte auf den Körper ein. Leider ist der Kopf hier das zentrale Problem, denn fast immer schlägt dieser auf dem Boden oder einem anderen harten Gegenstand auf. Wenn der Helm richtig passt, kann man diese Krafteinwirkung zumindest reduzieren. Was man trotz kontroverser Studien guten Gewissens behaupten kann: Jeder Helm ist besser als »oben ohne« zu fahren. Selbst ein durchwachsen bewertetes Modell kann die Verletzungsgefahr verringern.
Tatsächlich ist das Risiko, beim Biken eine ernsthafte Kopfverletzung zu erleiden, ziemlich gering. Statistisch gesehen ereignet sich so ein Unfall laut einer Studie der Universität Kopenhagen genau einmal, wenn man 3000 Jahre lang durchschnittlich schnell radelt.
Die Grundlagenstudie der Länder Baden-Württemberg und Thüringen von 2017 ergab hingegen, dass ein Helm das Verletzungsrisiko zwischen 50 und 70 Prozent senkt und nachweisbar die Folgen eines Schädel-Hirn-Traumas mindern kann - der häufigsten schweren Radel-Verletzung überhaupt. Klingt logisch.
Eine weitere Studie der Unfallforschung der Versicherer, des Instituts für Rechtsmedizin München sowie des Universitätsklinikums Münster untersuchte 2012 und 2013 außerdem 543 Unfälle mit Radlern. Sie kam zu dem Ergebnis, dass Fahrradhelme nachweislich die meisten lebensbedrohlichen Kopfverletzungen verhindern oder abmildern können.
Worauf man beim Kauf achten sollte
Deshalb greifen Sie bitte als erstes zum Maßband. Setzen Sie es etwa eineinhalb Zentimeter über den Augenbrauen Ihres Mini-Lance Armstrong an und legen Sie es dann schräg um den Schädel, sodass das Band am Hinterkopf etwas unterhalb der Höhe des Stirn-Ausgangspunktes zusammenkommt.
Nun geht es an den Feinschliff: Laut Stiftung Warentest ist darauf zu achten, dass die Helmschale weder zu weit noch zu eng ist. Rütteln Sie ruhig etwas am Kopf Ihres Kindes. Dabei darf der Helm auch mit geöffnetem Verschluss nicht verrutschen. Passiert das, kann man den Sitz des Helms mit einer Stellschraube fester stellen. Anschließend schließt man das Kinnband. Auch das sollte gut sitzen, aber nicht drücken, sonst fliegt der Helm im Fall eines Falles vom Kinderkopf.
Stirn und Schläfen müssen vom Kinderfahrradhelm geschützt werden, da sie das größte Verletzungsrisiko aufweisen. Dafür muss der Fahrradhelm waagrecht sitzen. Weiche Polster sind idealerweise überall dort angebracht, wo der Kinderkopf die Schale berührt. Fehlt diese Dämmung, kann es schmerzhaft werden. Deshalb macht es Sinn, dass die Kleinen den Helm vor dem Kauf eine Viertelstunde Probe tragen. Denn ein drückendes Ding setzen Kids garantiert nicht mehr auf.
Damit aktive Mädchen und Jungs im Sommer nicht vor Hitze vom Rad kippen, sind breite Belüftungsschlitze notwendig, die unbedingt mit einem Insektenschutznetz versehen sind. Nur so treibt eine Wespe kleine Radler nicht in den Totalschaden.
Wichtig ist vor allem bei älteren Kids außerdem, dass sie ihren Helm problemlos selbst an- oder ausziehen können - und vor allem auch, dass sie ihn hübsch finden.
Sie wollen auf Nummer sicher gehen? Dann muss sich Ihr Kind nach einem Sturz sofort von seinem Helm verabschieden - auch dann, wenn die Kopfbedeckung äußerlich noch top aussieht. Im Inneren kann sie nämlich durchaus beschädigt sein. Deshalb sollte man besser auch keine gebrauchten Produkte kaufen.
Werfen Sie beim Kauf auch einen Blick auf das Produktionsdatum in der Helmschale: je neuer, umso besser, denn Material verschleißt. Wie lange Helme generell einsatzbereit sind, hängt vom Gebrauch ab. Spätestens nach fünf Jahren würden ihn viele Experten aber aus Sicherheitsgründen austauschen.
Achten Sie bitte auch auf das CE-Kennzeichen, das die Einhaltung der deutschen Sicherheitsnormen garantiert.
Weichschalenhelme kommen ohne diese Hartkunststoffschicht aus. Sie schützen den Kopf daher nicht so sehr. Die staatliche Initiative »Ich trag‘ Helm« meint deshalb: »Das in der Vergangenheit häufig für Kinderhelme genutzte Verfahren ist veraltet.
Die Extremsportler unter den Kopfschützern sind Hartschalenhelme, die sich auch Downhill-Biker wegen der harten Außenschale gerne aufsetzen.
Testergebnisse und Empfehlungen
Nicht alle Helme sind gleich gut, wie ein gemeinsam von ADAC und Stiftung Warentest durchgeführter Test von 18 Helmen beweist.
Die Auswahl an Fahrradhelmen für Kinder ist enorm groß. Doch welcher Helm ist der beste? Dieser Frage sind der ADAC und die Stiftung Warentest nachgegangen. 18 Helme mussten sich in den Kategorien Sicherheit, Handhabung, Hitzebeständigkeit und Schadstoffgehalt beweisen.
Wichtigstes Kriterium im Test mit einem Anteil von 50 Prozent an der Gesamtnote ist natürlich der Unfallschutz. Schließlich ist das der Grund, warum man einen Helm trägt: Im Falle eines Sturzes oder eines Unfalls kann er schwere Kopfverletzungen abmildern oder gar ganz verhindern.
Um eine möglichst gute Sichtbarkeit zu gewährleisten, sollte der Helm mit einer LED-Beleuchtung ausgestattet sein. Da die Aktivierung vom Nutzer jedoch oft vergessen wird, sollte der Helm auch über eine passive Sicherheitsausstattung in Form von reflektierenden Elementen an der gesamten Helmschale sowie im Kinnriemen verfügen. Ein helles Design in auffälligen Farben erhöht zudem die Sichtbarkeit bei Tag und Nacht.
Da jede Kopfform individuell ist, empfiehlt es sich, den Helm vor dem Kauf anzuprobieren. So lassen sich Passform und Einstellmöglichkeiten des Helms überprüfen und ein Fehlkauf vermeiden.
Die ADAC Unfallforschung belegt, dass ein Helm beim Sturz effektiv vor vielen Kopfverletzungen schützen kann. Auch der schlechteste Helm im Test kann im Ernstfall Leben retten, wenn er richtig getragen wird. Daher gilt: Immer nur mit Helm fahren und diesen auch richtig aufsetzen und anpassen!
Testsieger bei Kinderfahrradhelmen:
| Helm | Größe | Testergebnisse |
|---|---|---|
| Abus Youn-I 2.0 | 2 Größen (48 - 57 cm) | Testsieger Fahrradhelm für Kinder (Gesamtnote 2,2) bei Stiftung Warentest 2022 |
| Alpina Pico Flash | 50 - 55 cm | „gut“ (Gesamtnote 2,4) bei Stiftung Warentest 2022 |
| Casco Mini 2 | 46 - 52 cm | „gut“ (Gesamtnote 2,4) bei Stiftung Warentest 2022 |
| Lidl Crivit Kinder Fahrradhelm Art.-Nr. 366848 | 2 Größen (46 - 54 cm) | „gut“ (Gesamtnote 2,4) bei Stiftung Warentest 2022 |
| Woom Kids Helm | 3 Größen (46 - 56 cm) | „befriedigend“ (Gesamtnote 2,6) bei Stiftung Warentest 2022 |
Mädchen Fahrradhelme: Mehr als „nur“ rosa
Die Erfahrungen zeigen, dass vor allem Mädchen bei der Suche nach einem neuen Fahrradhelm durchaus wählerisch sind, wenn es um eine optimal passende Kombination aus Design und Nutzerkomfort geht. Die Tage, am denen der Fahrradhelm für Mädchen lediglich als schlichtes „Mittel zum Zweck“ genutzt wurde, sind definitiv vorbei.
Heute geht es den großen Herstellern aus dem einschlägigen Test vor allem darum, einen Fahrradhelm für Mädchen zu konstruieren, bei dem es Spaß macht, einen Fahrradausflug in sicherheitstechnischer Hinsicht zu optimieren. Die Qualität der Modelle, die in regelmäßigen Abständen einem Test unterzogen werden, konnte in der letzten Zeit kontinuierlich verbessert werden.
Aufgrund der hohen Qualitätsstandards ist der moderne Fahrradhelm für Mädchen so konzipiert, dass er die Wucht im Falle eines Aufpralls optimal über die gesamte Helmfläche verteilt. Die Marktführer beweisen, dass ein Höchstmaß an Sicherheit günstig sein kann und sichern sich in regelmäßigen Abständen die Top-Platzierungen im Testbericht.
Auch im Rahmen der Erfahrungsberichte anderer Nutzer kann vor allem der Hersteller Uvex beim Aspekt „Preis-Leistung“ punkten.
In letzter Zeit trennen vor allem die beliebten Hersteller und Testsieger ihr Sortiment in Artikel für Jungs und Artikel für Mädchen. Qualitativ ergeben sich bei großen Marken wie Uvex oder KED keinerlei Unterschiede in den verschiedenen Helmarten. Maßgeblich für eine Einteilung eines Modells in die Kategorie „Jungs“ bzw. „Mädchen“ sind letzten Endes lediglich die Größe und das betreffende Design.
Da Mädchen über einen vergleichsweise geringeren Kopfumfang verfügen, werden ihre Helme meist in kleineren Größen hergestellt. Die letztendliche Auswahl des am besten passenden Designs bleibt eine Geschmacksfrage.
Aufgrund der großen Nachfrage konnte auch die Anzahl der Helme im sportlichen Bereich vergrößert werden. Mädchen, die sich für BMX begeistern, sind längst keine Seltenheit mehr. Der Hersteller Nutcase setzt in Bezug auf ansprechende Designs neue Standards. Der Marke geht es nicht nur darum, das Kind bei seinem Fahrradausflug optimal zu schützen, sondern den Mädchen vor allem zu zeigen, dass ein Fahrradhelm für Mädchen nicht langweilig sein muss.
Stattdessen bietet die Marke von klassischen Designs bis hin zu ausgefallenen Mustern alles, was das Mädchenherz begehrt. Die sicherheitstechnischen Aspekte werden hierbei in keinem Falle vernachlässigt.
Mädchen in der heutigen Zeit haben längst erkannt, dass das Hobby Fahrradfahren weitaus mehr bietet als Ausflüge mit der Familie zum See. oder sogar Rennradfahren begeistern. Selbstverständlich haben auch die bekannten und großen Hersteller bzw. Testsieger im Laufe der Zeit reagiert und bieten den Fahrradhelm für Mädchen aktuell für eine Vielzahl an unterschiedlichen sportlichen Bereichen an.
Wer seinen Helm nicht nur im Rahmen einer „normalen“ Fahrradtour verwenden möchte, hat im Zusammenhang mit Mountainbiking und BMX in Bezug auf Design, allgemeine Gestaltung und Größen von XS bis XL nahezu alle Möglichkeiten.
Tipp! So erweist sich der klassische Mädchen Fahrradhelm, der im Zusammenhang mit dem Mountainbike fahren genutzt wird als deutlich atmungsaktiver als die Fabrikate, die für BMX konstruiert wurden und daher deutlich enger am Kopf sitzen müssen.
Die Recherche im Online-Shop eignet sich optimal, um einen Überblick aller aktuellen Angebote und Preise, sowie über die Modelle aus dem jeweils aktuellen Test zu bekommen. Von daher nehmen Sie sich am besten gemeinsam mit Ihrer Tochter Zeit um eine virtuelle Shoppingtour zu starten, einen kurzen Preisvergleich durchzuführen und dann den Fahrradhelm für Mädchen von Marken wie KED, Uvex oder Nutcase zu finden, der Ihren Ansprüchen in vollem Umfang gerecht wird!
Ein Mädchen Fahrradhelm muss nicht teuer sein! Testsieger bzw. die großen Hersteller zeigen immer wieder, dass ihre Modelle über ein ausgezeichnetes Preis-Leistungsverhältnis verfügen, das sich vor allem im Rahmen einer langen Haltbarkeit und einem hohen Stabilitätslevel zeigt. Eine guter Preis und eine hervorragende Qualität sind die Gründe dafür, weswegen sich die meisten Eltern bzw. Mädchen bei Weitem nicht mehr mit dem erstbesten Helm zufrieden geben, sondern gezielt nach einem Mädchen Fahrradhelm suchen, der erstklassige Bewertungen und einen niedrigen Preis vorweisen kann.
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