Die Auswahl an Fahrradhelmen ist riesig. Egal ob im lokalen Fahrradladen oder auf den Webseiten von Radherstellern und Online-Shops, die Auswahl von Helmen erschlägt einen nahezu. Für so gut wie jeden Einsatzzweck gibt es heutzutage den passenden Helm, aber auch Allround-Helme sind hoch im Kurs. Hier hilft nur eins: Sich für das Testen Zeit zu nehmen, denn ein Helm muss genauso gut passen wie ein Wanderschuh.
In diesem Artikel werden wir uns verschiedene Fahrradhelme genauer ansehen, darunter den Cratoni Pacer, den Casco Activ 2 und verschiedene Smarthelm-Modelle. Dabei werden wir auf Aspekte wie Tragekomfort, Verarbeitung, Gewicht, Sicherheit und Funktionalität eingehen.
Cratoni Pacer Fahrradhelm Test
Hauptdarsteller dieses Beitrags ist der Cratoni Pacer Fahrradhelm Test. Wir schauen uns neben dem Gefühl beim Tragen auch die Verarbeitung, das Gewicht und den Komfort beim Auf- und Absetzten sowie das Sichern des Helms an. Wir haben uns dabei sowohl den Pacer als auch den Pacer+ angesehen.
Lieferumfang und Zubehör
Geliefert wird der Pacer und der Pacer+ in einem Umkarton. Der Cratoni Pacer ist voll zusammengebaut und kann sofort aufgesetzt werden. Zubehör liegt dem Paket keines bei. Im Karton lag noch ein Büchlein mit Hinweisen zur Pflege, Garantie und Verwendung bzw. der korrekten Einstellung. Hier heißt es auspacken, aufsetzen und losfahren.
Haptik und Verarbeitung
Der Fahrradhelm trägt sich sehr leicht in der Hand, sein geringes Gewicht lässt den Pacer und Cratoni Pacer+ sehr luftig wirken. Der Helm wirkt dennoch sicher und stabil. Bei der Verarbeitung gibt es zwischen dem Pacer und dem Pacer+ keinen ersichtlichen Unterschied. Die Lüftungslöcher haben an der einen oder anderen Stelle noch Produktionsrückstände und an kleinen Stellen gucken hier und da ein paar „Spritznasen“ über. Der Kinngurt und der Verschluss machen einen sehr guten Eindruck. Das Innenpolster ist im Fahrradhelm mittels Klettverschluss befestigt und kann so zur Reinigung entnommen werden. Schweiß kann so ausgewachsen werden. Im Vorderen Bereich ist das Polster mit einem Fliegengitter versehen, sodass die vorderen Lüftungslöcher im Fahrradhelm keine Fliegen und andere Insekten durchlassen.
Technische Daten laut Hersteller
Der Cratoni Pacer+ hat ein Gewicht von 240 g (Laut Hersteller) und ist damit um 9 g schwerer als der Cratoni Pacer mit 231 g laut Hersteller. Beide Varianten sind damit recht leicht. Bei uns haben die Fahrradhelme jedoch mehr Gewicht auf die Wage gebracht. Mit 257 g und 249 g weichen die Angaben zum Hersteller um ein paar Gramm (17 g / 18 g) ab. Die Außenschale ist fest mit der Innenschale verbunden.
Cratoni Pacer Test auf dem Kopf
Der Fahrradhelm sitzt gut auf dem Kopf, er lässt sich leiht aufsetzen, einfach fixieren und vor allem einfach wieder abnehmen. Durch die zusätzliche Lasche (rotes Band) am Kinnriemen, lässt sich dieser sehr einfach öffnen. Bei der Größe haben wir einen Helm mit der Spanne: 54 bis 58 cm Kopfumfang gewählt. Wir (unser Dummy) hat einen Kopfumfang von 56 cm. Der Helm passt gut. Die Größenangabe passt zur Realität. Vom Tragekomfort ist die Polsterung im Helm ausreichend, der Helm wirkt sehr leicht auf dem Kopf. Lediglich der Verschluss am Hinterkopf könnte 1-2 mm mehr Polster vertragen. Dies hängt jedoch stark vom Kopf ab.
Der Cratoni Pacer Fahrradhelm hat leider keine Reflektorstreifen.
Einstellen der Größe mit dem Drehrad
Beim Kauf entscheidet man sich für eine grundlegende Größe des Fahrradhelms. Dazu sollte der Kopfumfang ausgemessen werden und entsprechend die richtige Helmgröße gekauft werden. Um die Feinabstimmung kümmert sich ein Stellrad am Hinterkopf bzw. an der Rückseite vom Cratoni Pacer Fahrradhelm. Das Drehrad beim ersten Aufsetzten bitte ganz aufdrehen und den Helm aufsetzten. Jetzt den Helm in die richtige Position bringen. Mit dem Drehrad im Uhrzeigersinn den Helm enger stellen, bis dieser Fest auf dem Kopf sitzt aber nicht drückt.
Einstellen des Kinnriemen
Der Kinnriemen sollte so eingestellt werden, dass der Cratoni Pacer bei einem Sturz nicht vom Kopf rutschen kann. Gleichzeitig sollte man durch den Riemen nicht gewürgt werden. Hier kommt es ganz auf das individuelle Empfinden an. Stellen Sie den Riemen so ein, dass Sie den Helm nicht nach hinten vom Kopf drücken können, wenn Sie ihn vorne anheben.
Casco Activ 2 Test
Im Casco Activ 2 Test schauen wir uns neben der Verarbeitung auch das Gefühl auf dem Kopf, das Gewicht und die Funktionalität an.
Verarbeitung und Material
Geliefert wurde der Casco Activ 2 in einem Karton. Mit dabei ist eine ausführliche Bedienungsanleitung und einer Austauschkarte für einen Austausch-Service. Mehr lag nicht dabei, lediglich im Inneren des Helms war noch ein Hinweiszettel verklebt, wie der Fahrradhelm korrekt anzulegen ist und für welche Zwecke er genutzt werden darf.
Nimmt man den Casco Activ 2 aus dem Karton, macht er auf den ersten Blick einen hochwertigen Eindruck. Schaut man sich die Verarbeitung im Detail an, gibt es kaum etwas zu bemängeln. Die Materialien, Außenschale und Innenschale sind sauber miteinander verbunden. Der Sonnenschirm ist ebenfalls sauber verarbeitet und sitzt exakt am Casco Activ 2. Die Gurte und Riemen sind sehr gut verarbeitet, die Nähte sehen sauber aus und die Verbindung zur Helmschale ist ebenfalls sehr sauber gelöst.
Das Kopfpolster ist mittels Klettverschluss im Helm befestigt und kann zum Reinigen aus dem Helm genommen werden. Das Fliegengitter ist fix und fest im Helm integriert.
Der Helm trägt das CE Zeichen und erfüllt die europäische Norm (EN 1078 A1:2013) für Fahrradhelme, Rollerskates und Skateboards.
Die Reflektoren befinden sich als zwei Gummibänder auf dem Helm und ziehen sich von vorne bis nach hinten. Die Gummibänder können bei Casco als „MyStyle“ Option nachgekauft und in verschiedenen Farben ausgesucht werden.
Tragekomfort und Passform
Der Casco Activ 2 sitzt im Test gut auf unserem Kopf. Dies ist immer individuell und subjektiv. Er ist einfach zu fixieren und lässt sich auch einfach wieder abnehmen. Der Verschluss vom Kinngurt ist, einmal verstanden wie er funktioniert, einfach zu bedienen. Wir haben einen Helm in „M“ in der Größe 56 cm bis 58 cm gekauft, haben selbst einen Kopfumfang von 56 cm beim Dummy. Der Helm passt, viel kleiner als 56 cm sollte der Kopfumfang jedoch nicht sein.
Der Helm trägt sich sehr leicht auf dem Kopf und man hat das Gefühl, der Casco Active 2 sitzt sicher und fest. Bei uns hat er an keiner Stelle gedrückt. Dies liegt auch mit daran, dass man den Helm gut auf verschiedene Bedürfnisse einstellen kann.
Einstellmöglichkeiten
Die Sonnenblende kann bei diesem Helm in zwei Positionen verstellt werden. Am Hinterkopf befindet sich ein Drehrad, hiermit wird der Kopfriemen festgezogen und gelöst. Sollte der Riemen am Hinterkopf drücken, kann man die Höhe einstellen. Dazu gibt es im Inneren des Helmes die Möglichkeit, das Nackengeschirr zu verstellen. Reicht dies nicht aus, kann im Inneren des Helmes der Kunststoffriemen versetzt werden.
Der Kinnriemen wird über eine normale Riemenverstellung angepasst. Dazu wird das Polster geöffnet (Klettverschluss) und jetzt hat man vollen Zugriff auf den Riemen und kann diesen verstellen. Gesichert wird der Riemen mit einer Öse und einer Art Mini-Karabiner, der in die Öse geklippt wird. Zum Öffnen wird das Bändchen gezogen und der Karabiner öffnet sich wieder.
Smarthelme im Test
Insbesondere für Stadtradler, E-Biker und Digital Natives werden Fahrradhelme heute auch mit Elektronik vollgepackt. Ein Smarthelm findet seine Zielgruppe, vor allem, wenn man damit beim Radeln telefonieren oder der Sprachnavigation folgen kann, ohne die Hände vom Lenker zu nehmen. Sicherheitsorientierte Radfahrer freuen sich über helle LED-Lichter, die zusätzlich eine Blink- und Bremslichtfunktion haben können. Allerdings lassen sich alle diese Funktionen nur anwenden, wenn die Akkus geladen sind. Und das muss je nach Nutzungsintensität täglich erfolgen.
Wir haben fünf Smarthelm-Modelle ausprobiert:
- Cratoni Smartride
- Livall BH51 M Neo
- Livall BH60 SE
- Lumos Kickstart
- Sena R1 Evo
Cratoni Smartride
Die Optik des Cratoni Smartride, des teuersten Smarthelms in der Auswahl, erinnert mit seiner Form und dem ansteckbaren Visier etwas an einen Motorradhelm. Kein Wunder, denn er hat auch die Zulassung für die schnellen S-Pedelecs, die als Kraftrad eingestuft sind und für die Helmpflicht besteht. Die S-Pedelec-Norm setzt eine größere Stabilität und Bruchsicherheit als gewöhnliche Fahrradhelme voraus. Die Helmschale ist weit in den Nacken gezogen und bietet einen guten, wertigen Rundumschutz. Das aufsteckbare Visier lässt sich auch für Brillenträger anpassen, allerdings ein bisschen hakelig. Wenn es unter dem ziemlich schweren Smarthelm zu warm wird - was durchaus vorkommt -, kann man sich oben mehr Luft verschaffen mittels eines Schiebereglers.
Beleuchtung und Blinker können über die Fernbedienung am Lenker eingeschaltet werden. Diese muss jedoch zuerst per Cratoni-App und Bluetooth mit dem Helm verbunden sein. Über die App und einen Crash-Sensor kann im Notfall eine Nachricht mit den Koordinaten des Fahrers an einen zuvor eingetragenen Notfallkontakt gesendet werden. Die App zeichnet zudem die persönlichen Tourendaten auf und stellt einen Kontakt zur individuellen Musiksammlung auf dem Smartphone her, sodass man sich unterwegs mit Musik berieseln lassen kann.
Fahren in einer Gruppe mehrere Radler mit dem Cratoni Smartride, können sich diese über eine Walkie-Talkie-Funktion verständigen, falls sie nicht allzu weit auseinander radeln.
Details zum Smarthelm:
- Preis: 349,95 Euro
- Gewicht: 560 Gramm
- Größen: S/M 54 - 58 cm, M/L 58 - 61 cm
- Features/Ausstattung: Helmbeutel, abnehmbares Visier (für Brillenträger geeignet), regulierbare Lüftungsöffnung, reflektierendes Gurtband, LED-Blinker, Rücklicht, Micro-USB-Ladekabel, Fernbedienung für Lenker, Cratoni-App, Unfall-Sensor mit SOS-Notruf, integriertes Mikrofon und Lautsprecher, Walkie-Talkie-Funktion
- Vor- und Nachteile:
- Plus: Gute Verarbeitung, gut sichtbare Rück- und Blinklichter, regulierbare Belüftung, aufsteckbares Visier, für S-Pedelecs zugelassen
- Minus: Sehr schwer, teuer
Livall BH51 M Neo
Der Livall BH51 M Neo zählt eher zu den Schwergewichten unter den Fahrradhelmen und wiegt rund das Doppelte eines guten Rennradhelmes. Fast ein Pfund Gewicht auf dem Kopf empfinden viele Radfahrer inklusive E-Biker höchstens auf Kurzstrecken noch als angenehm, auch wenn der Smarthelm noch so schick und modern aussieht. Dafür kann dieses Modell mehr mit seinen Funktionen punkten: Zum Beispiel LED-Beleuchtung vorne und hinten mit Blinker. Das Rücklicht leuchtet aufgrund eines Geschwindigkeits-Sensors beim Bremsvorgang auf. Mittels Bluetooth und integrierter Lautsprecher sowie Mikrofon kann man beim Radeln telefonieren und Musik hören bei mittelmäßiger Tonqualität. Bei einem Sturz wird eine SMS an einen Notfallkontakt gesendet. Und wenn ein Mitradler auch einen Livall-Helm trägt, kann man mit ihm per Gegensprechfunktion kommunizieren, falls er nicht weiter als rund 500 Meter entfernt ist.
Um die erweiterten Funktionen des BH51 M Neo nutzen zu können, müssen Helm, Fernbedienung und App miteinander gekoppelt werden. Soll der Smarthelm nur blinken, sind Smartphone und App nicht nötig, das funktioniert auch über die Fernbedienung am Lenker. Die Ladezeit des Helmakkus per Magnet-USB-Kabel beträgt zwei Stunden, die aktive Betriebszeit bis zu zehn Stunden. Die Knopfbatterie für die Fernbedienung soll bis zu zwei Jahre halten.
Details zum Smarthelm:
- Preis: 169,99 Euro
- Gewicht: 480 Gramm (L)
- Größen: M 54 - 58 cm, L 57 - 61 cm
- Features/Ausstattung: Rücklicht, LED-Licht vorne, Bremslicht, Blinker mit Pieps-Ton, Fernbedienung inklusive Knopfbatterie für Lenker, Magnet-USB-Ladekabel, Livall-Riding-App, Lautsprecher, Mikrofon, Sturz-Sensor mit SOS-Alarm-System, Dunkelheits-Sensor, Walkie-Talkie-Funktion
- Vor- und Nachteile:
- Plus: Gut sichtbare Lichter und Blinker
- Minus: Sehr schwer, Belüftung, spezielles USB-Ladekabel, App
Livall BH60 SE
Der Livall BH60 SE sieht nicht nur aus wie ein klassischer Tourenhelm; mit seinen 310 Gramm liegt er im Gegensatz zu anderen Smart-Modellen auch in einer komfortablen Gewichtsklasse. Leider nicht auf der Höhe der Zeit ist die Größenauswahl. Mit einer Einheitsgröße für Kopfumfänge von 55 bis 61 Zentimetern ist die Auswahl etwas eingeschränkt, trotzdem bietet das Modell für gängige Kopfgrößen eine bequeme Passform. Die Sicherheit der Helmschale ist mit der Euronorm EN 1078 bestätigt.
Weitere Sicherheits-Funktionen sind die acht LED-Rücklichter und je drei Blinklichter, die über eine per Gummiband leicht zu installierende Fernbedienung am Lenker bedient werden. Zum weiteren technischen Innenleben zählen zwei Lautsprecher und ein Mikrofon. Wird der Smarthelm per Livall-Riding-App mit einem Smartphone gekoppelt, kann man damit Telefongespräche empfangen, Musik hören oder den Sprachansagen einer Navi-App folgen. Und das funktioniert sogar relativ gut, wobei die Lautsprecher am Helm so angebracht sind, dass der Nutzer auch die Umgebungsgeräusche noch gut mitbekommt. Bei lautem Verkehrslärm stößt die Verständigung per Telefon jedoch an ihre Grenzen. Interessant für die Sicherheit des Radfahrers ist der Sturzsensor im Helm.
Details zum Smarthelm:
- Preis: 139,99 Euro
- Gewicht: 310 Gramm
- Größen: 55 - 61 cm (One Size)
- Features/Ausstattung: Fernbedienung für den Lenker, USB-Kabel, Livall-Riding-App, 14 LED-Rücklichter in unterschiedlichen Farben, 3 Blinklichter je Seite, integriertes Mikrofon und Lautsprecher
- Vor- und Nachteile:
- Plus: Vergleichsweise leicht und preiswert, gute Headset-Verbindung, Belüftung
- Minus: Nur eine Einheitsgröße, kryptische App
Lumos Kickstart
In Form und Design ähnelt der Lumos Kickstart auf den ersten Blick durchaus einem klassischen Fahrradhelm. Auf den zweiten Blick fallen dann an der Front und am Heck die Leisten bzw. Flächen mit LED-Lichtern auf. Vorne sind zehn weiße LEDs eingelassen, hinten sind es jeweils elf LEDs links und rechts. In puncto Gewicht macht sich beim Lumos Kickstart dann doch die zusätzliche Technik im Inneren bemerkbar. Mit 380 Gramm wiegt er immerhin rund 80 bis 100 Gramm mehr als ein gewöhnlicher Tourenhelm ohne Elektronik in der Schale, was sich aber nur bei längerem Tragen als unangenehm am Kopf herausstellt. Der Blinker lässt sich über große Tasten an einer Bluetooth-Fernbedienung am Lenker betätigen. Die Fernbedienung ist mithilfe von Gummiringen schnell zu befestigen, ist aber deshalb auch nicht diebstahlsicher.
Details zum Smarthelm:
- Preis: 179,99 Euro
- Gewicht: 370 Gramm
- Größen: 54 - 61 cm (Einheitsgröße)
- Features/Ausstattung: USB-Ladekabel, kabellose Bluetooth-Fernbedienung mit Lenkerhalterung, Lumos-App, 10 weiße LEDs vorn, 11 orange und 16 rote LEDs hinten, Blinker und automatisches Bremslicht, MIPS-Ausstattung (gegen Aufpreis!)
- Vor- und Nachteile:
- Plus: Einfache Bedienung, gute Belüftung, gute Sichtbarkeit im Dunkeln
- Minus: Nur Einheitsgröße, kein Kinnpolster
Sena R1 Evo
Sena gilt als Spezialist für Motorradzubehör. Und unter Motorradfahrern sind Helme mit eingebautem Funk und Gegensprechanlage längst keine Innovation mehr. Diese Expertise überträgt Sena nun in den Fahrradbereich. Beim Gewicht tendiert der Sena R1 Evo mit mehr als 400 Gramm schwer in Richtung Motorrad. Bei längeren Touren beginnt die Last am Kopf zu drücken. Aufgrund der Einstellmöglichkeiten und der drei Modellgrößen findet zumindest (fast) jeder Radler die passende Schale. Polsterung und Belüftung können dabei durchaus überzeugen. Auftrumpfen kann der Sena R1 Evo mit seinem technischen Innenleben: Im Smarthelm ist neben Lautsprechern und Mikrofon auch ein UKW-Radio integriert, das nach Installation der Sena-Cycling-App nutzbar ist. Bis zu zehn Sender werden über die App oder - etwas fummelig - direkt am Helm gesucht.
Details zum Smarthelm:
- Preis: 199 Euro
- Gewicht: 430 Gramm (Gr. M)
- Größen: S, M, L
- Features/Ausstattung: Helmhülle, Sonnenblende, reflektierende Halteriemen, Rücklicht, integriertes Mikrofon und Lautsprecher, Mikro-USB-Kabel, Tastensteuerung am Helm und Sprachsteuerung, Sena-Cycling-App
- Vor- und Nachteile:
- Plus: Gut belüftet, Gegensprechanlage
- Minus: Schwer, kleines Rücklicht, Fernbedienung für den Lenker nur zum Zukaufen
POC Helme im Vergleich
Drei Helme, ein Kopf, verschiedene Räder und jede Menge Touren und Kilometer. Unser Autor und Bike-Experte Andreas Lindebner hat die drei POC Fahrradhelme Omne Air MIPS, Ventral Air MIPS und den Octal MIPS miteinander verglichen.
Die POC Helme Omne Air MIPS, Ventral Air MIPS und Octal MIPS haben neben vielen Gemeinsamkeiten unterschiedliche Stärken und Einsatzbereiche.
- Der Omne Air MIPS ist speziell für Rennradfahrer konzipiert, die auf Geschwindigkeit und Effizienz setzen.
- Der Ventral Air MIPS wurde für Gravel-Biker entwickelt, die oft auf gemischten Untergründen fahren.
- Der Octal MIPS spielt seine Stärken vor allem bei langen Touren aus, da er hohen Schutz und Komfort hervorragend vereint.
ADAC Fahrradhelm-Test 2024
Der ADAC hat gemeinsam mit der Stiftung Warentest elf City- und Urban-Fahrradhelme sowie drei S-Pedelec-Helme in den Kategorien Sicherheit, Komfort, Handhabung und Schadstoffgehalt getestet.
Mit Ausnahme des Testverlierers erzielten alle Produkte erfreulicherweise eine ausreichende Schutzwirkung bei einem Stoß gegen den Fahrradhelm. Den besten Unfallschutz im Vergleich bot der Testsieger von Uvex.
Ergebnisse des ADAC Fahrradhelm-Tests
| Hersteller/Modell | Mittlerer Preis in Euro | ADAC Urteil | Handhabung & Komfort | Unfallschutz | Schadstoffe |
|---|---|---|---|---|---|
| Uvex Urban Planet LED | 130 | 2,0 | 1,8 | 2,3 | 1,0 |
| Alpina Gent MIPS | 130 | 2,2 | 1,9 | 2,5 | 1,0 |
| Limar Torino | 90 | 2,2 | 1,9 | 2,5 | 1,0 |
| Lazer Codax KinetiCore | 165 | 2,6 | 2,6 | 2,7 | 1,0 |
| Lidl Crivit - Fahrradhelm mit Rücklicht | 31 | 2,6 | 1,9 | 2,9 | 1,9 |
| Giro Fixture Mips II | 110 | 2,8 | 2,5 | 2,9 | 1,0 |
| Abus HUD-Y | 120 | 3,0 | 2,8 | 3,0 | 1,0 |
| Decathlon / B´Twin City 540 Bowl | 15 | 3,1 | 2,9 | 3,1 | 1,0 |
| Prophete ECO Urban | 15 | 3,1 | 2,4 | 3,2 | 1,9 |
| Cube Fleet | 55 | 3,2 | 2,6 | 3,2 | 2,0 |
| Casco E.Motion 2 | 120 | 5,5 | 1,9 | 5,5 | 1,6 |
Der Uvex Urban Planet LED erhielt im Vergleich Bestnoten beim Unfallschutz und in der Handhabung. Da der Helm zudem keine Schadstoffe aufwies, kam er mit der Gesamtnote 2,0 auf Platz eins.
Tipps für den Kauf eines Fahrradhelms
- Da sich jede Kopfform individuell darstellt, ist es empfehlenswert, den Helm vor dem Kauf anzuprobieren.
- Nehmen Sie am besten auch Ihre Brille zum Probetragen mit.
- Die Pflege des Helmes entscheidet über die Dauer der Einsatzfähigkeit.
- Um eine möglichst gute Sichtbarkeit zu gewährleisten, sollte der Helm mit einer LED-Beleuchtung ausgestattet sein.
- Nach einem Sturz sollten Sie Ihren Fahrradhelm durch ein neues Modell ersetzen.
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